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Investmentfonds

Die Besteuerung beim Anteilsinhaber und die Aussichten auf einem Euromarkt

Investmentfonds
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Reinfried
  • Abgabedatum: Dezember 1998
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 579,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Pforzheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1584-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1584-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1584-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Reinfried, Michael Dezember 1998: Investmentfonds, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: 3. FMFG, KAGG, OGAW-Richtlinie, Steuerentlastungsgesetz, AuslInvestmG

Diplomarbeit von Michael Reinfried

Einleitung:

Investmentfonds wollen dem risikoscheuen Anleger eine Möglichkeit bieten, sich an Unternehmen zu beteiligen, ohne dabei das Risiko einzugehen, große Verluste hinnehmen zu müssen. Durch die Risikostreuung sind allerdings auch die Chancen nicht so groß, wie beim Kauf einzelner Titel. Die Geldanlage in Investmentfonds stellt also eine alternative Kapitalanlage dar; sie ist sicherer als die Anlage in Aktien und bringt in der Regel eine höhere Rendite als festverzinsliche Sparanlagen.

Gang der Untersuchung:

Das Investmentgeschäft ist wie das ganze Wertpapiergeschäft geprägt von Fachbegriffen. Zudem gibt es eine Vielzahl von Anlageformen in die ein Investmentfonds investieren kann. Um diese Komplexität transparenter zu machen, behandeln die ersten beiden Kapitel den Aufbau des Investmentgeschäfts und die verschiedenen Investmentfondsarten.

Anfang 1998 wurde das Investmentrecht novelliert. Damit werden den Fondsgesellschaften nicht nur neue Finanzinstrumente zur Verfügung gestellt, sondern auch neue Fondstypen zugelassen. Dies sind insbesondere Altersvorsorge-Sondervermögen und Investmentfondsanteil-Sondervermögen (sog. Dachfonds). Diese und weitere Neuerungen werden abschließend im Kapitel B beschrieben.

Im Kapitel C soll die Besteuerung von Investmenterträgen näher beleuchtet werden. Hier sind neben der Besteuerung der Erträge der verschiedenen Investmentfondsarten, v.a. die Besteuerung von geschlossenen Immobilienfonds, Leasingfonds und Auslandsfonds interessant.

Im Kapitel "Der Investmentmarkt und seine Aussichten auf einem Euromarkt" wird zuerst die sog. OGAW-Richtlinie vorgestellt und anschließend die Investmentmärkte Europa und USA miteinander verglichen. Abschließend werden die Investmentmärkte Deutschlands, Frankreichs und Italiens analysiert und die mögliche künftige Entwicklung dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Abkürzungsverzeichnis
A. Allgemeines
I. Aufbau des Investmentgeschäfts
1. Kapitalanlagegesellschaft 1
2. Fondsvermögen 2
3. Fondsmanager 2
4. Depotbank 2
5. Verkaufsprospekt 3
6. Kosten und Gebühren
a. Ausgabeaufschlag 4
b. Managementgebühr 4
c. Rücknahmegebühr 5
d. Depotgebühr 5
e. Umschichtgebühr 5
7. Anteilwert 5
8. Cost-Averaging 6
II. Gesetzliche Grundlagen
1. Drittes Finanzmarktförderungsgesetz (3. FMFG) 8
2. Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften (KAGG) 8
3. Auslandinvestment-Gesetz (AuslInvestG) 9
III. Vor- und Nachteile von Investmentfonds 11
B. Arten von Investmentfonds
I. Nach der Art der Kapitalbeschaffung 12
II. Besondere Formen von Investmentfonds (3. FMFG)
1. Thesaurierungsfonds (Wachstumsfonds) 13
2. Laufzeitfonds 13
3. Hedge-Fonds 13
4. Leverage-Fonds 14
5. Garantiefonds 14
6. Umbrellafonds 14
7. Tradingfonds 15
8. Publikumsfonds / Spezialfonds 15
III. Nach der Art der Anlagewerte 16
1. Geldmarkt-Sondervermögen 16
2. Wertpapier-Sondervermögen 18
a. Aktienfonds 19
b. Rentenfonds 20
c. Gemischte Fonds 21
d. Aktienindexfonds 22
3. Beteiligungs-Sondervermögen 23
4. Investmentfondsanteil-Sondervermögen 24
5. Grundstücks-Sondervermögen 26
a. offene Immobilienfonds 26
b. geschlossene Immobilienfonds 29
6. Gemischte Wertpapier- und Grundstücks-Sondervermögen 31
7. Altersvorsorge-Sondervermögen 33
IV. Leasingfonds 37
C. Besteuerung beim Anteilinhaber
I. Die Besteuerung von Investmentanteilen nach dem EstG
1. Überblick 39
2. Dividende 40
3. Zwischengewinne 41
4. Kapitalertragsteuer und Zinsabschlagsteuer 42
5. Körperschaftsteuer 43
6. Freistellungsauftrag 43
7. NV-Bescheinigung 44
8. Steuerfreie Nebeneinkünfte und Härteausgleich 44
9. Spekulationsgeschäfte 45
II. Besonderheiten der Besteuerung ausgewählter Fondsarten 47
1. Besteuerung von offenen und geschlossenen Immobilienfonds 47
a. Offene Immobilienfonds 47
b. Geschlossene Immobilienfonds 48
2. Besteuerung von ausländischen Investmentfonds 52
a. registrierte Auslandsfonds 53
b. nicht voll registrierte Auslandsfonds 54
c. nicht registrierte Auslandsfonds 54
d. Zwischengewinne bei Auslandsfonds 55
3. Besteuerung von Leasingfonds 56
D. Der Investmentfondsmarkt und seine Aussichten in einem Euromarkt
I. Zulassungsbestimmungen zum Vertrieb von Investmentanteilen im europäischen Wirtschaftsraum (OGAW-Richtlinie 85/611/EWG 58
II. Der Investmentmarkt in Europa und den USA 62
III. Übersicht, Analyse und Chancen der Investmentmärkte in Deutschland, Frankreich und Italien
1. Überblick 65
2. Deutschland 65
3. Frankreich 68
4. Italien 71
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

- 35 Das Altersvorsorge-Sondervermögen ist als langfristiger Sparplan konzipiert. Der sog. Altersvorsorge-Sparplan ist in § 37m KAGG definiert. Um dem Vorsorgegedanken Rechnung zu tragen, sind Fondsgesellschaften verpflichtet, diese Sparpläne mit einer Laufzeit von mindestens 18 Jahren, wahlweise bis zum 60. Lebensjahr des Anlegers, anzubieten. Gemäß KAGG besteht die Verpflichtung, dem Anleger in den Vertragsbedingungen einen individuell gestaltbaren Auszahlplan anzubieten, der nach Beendigung des Altersvorsorge-Sparplans in Kraft tritt. Gegen Rückgabe von Anteilscheinen soll dem Sparer daraus regelmäßig ein bestimmter Geldbetrag ausgezahlt werden. Nach Ablauf von ¾ der vereinbarten Vertragslaufzeit muß die KAG dem Anteilinhaber das Recht einräumen, die erworbenen Anteilscheine kostenlos in Anteilscheine eines anderen Sondervermögen der KAG umzutauschen. Der Anleger kann den Altersvorsorge-Sparplan kündigen. Die Frist beträgt drei Monate zum Ende des Kalendervierteljahres, bzw. vier Wochen zum nächsten Monatsende, wenn der Sparer arbeitslos oder erwerbsunfähig geworden ist. Übersicht über Anlagemöglichkeiten und -grenzen (§ 37i KAGG) Anlagen Grundstücke und Erbbaurechte Beteiligungen an GrundstücksGesellschaften Anteile an Grundstücks-SV Aktien Stille Beteiligungen Sonstige Wertpapiere Schuldscheindarlehen Liquidität (auch Anteile an Geldmarkt-SV) max. 10 v.H. max. 49 v.H. mind. 21 v.H. max. 10 v.H. max. 20 v.H. Anlagegrenzen des SV [...]

7. Altersvorsorge-Sondervermögen Die Altersvorsorge in Deutschland steht heutzutage auf drei Säulen: der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersvorsorge und der privaten Altersvorsorge. Die gesetzliche Rentenversicherung basiert auf dem Umlageverfahren. Dieses Vorsorgesystem baut auf dem sog. Generationenvertrag auf, dessen Effektivität zunehmend durch die steigende Lebenserwartung bei gleichzeitig abnehmender Geburtenrate und wachsender Arbeitslosigkeit beeinträchtigt wird. Neben der gesetzlichen stellt die betriebliche Altersvorsorge, ..., die zweite Säule zur Sicherung des Alterseinkommens dar. Ausgestaltungsformen sind Direktzusagen mit einem Anteil von weit mehr als 60 v.H., sowie Pensions-, Unterstützungskassen und Direktversicherungen. Die private Altersvorsorge als dritte Säule der Altersversorgung spielt bisher zur Sicherung des Ruhestandseinkommens eine eher untergeordnete Rolle. Sie ist durch unterschiedlichste Formen der langfristigen Vermögensbildung gekennzeichnet. Dazu gehört der Erwerb von Immobilien oder Aktien und der Abschluß von Rentensparverträgen und Kapitallebensversicherungen, die für breite Bevölkerungskreise die klassische Form der privaten Vorsorge darstellen. Die Notwendigkeit, die betriebliche und private Altersvorsorge in Deutschland zu ergänzen, ergibt sich aus dem Absinken des Versorgungsniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung.22 Das Altersvorsorgefondssystem bietet sich als Alternative [...]

- 31 Hamburg soll der Verkauf von Fondsanteilen für den Anleger einfacher und preisgerechter werden. Hier wird, wie auch an der Aktienbörse, Angebot und Nachfrage für Anteile an geschlossenen Fonds zusammengeführt. Geschlossene Immobilienfonds zeichnen sich durch ihre hohe Wertbeständigkeit aus. Gewerbliche Mietverträge sind in der Regel indexiert, das heißt die Mieteinnahmen werden automatisch an die Entwicklung der Lebenshaltungskosten angepaßt. Steigende Mieteinnahmen ermöglichen sowohl eine Erhöhung der Ausschüttung als auch Wertsteigerungen bei einem Verkauf der Immobilien. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß diese Anlageform nur für Topverdiener und gut informierte Anleger geeignet ist, da ein Laie die angemessenen Kosten und die zukünftige Rentabilität der Objekte kaum einschätzen kann. Zudem ist der vorzeitige Verkauf des Anteils sehr problematisch. Zum einen ist es, wie oben beschrieben, sehr schwer einen Käufer zu finden und einen fairen Preis zu erzielen, zum anderen besteht die Gefahr, daß das Finanzamt die bereits gewährten Steuervorteile rückwirkend aberkennt und das Geld zurückfordert. [...]

Arbeit zitieren:
Reinfried, Michael Dezember 1998: Investmentfonds, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
3. FMFG, KAGG, OGAW-Richtlinie, Steuerentlastungsgesetz, AuslInvestmG

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