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Investitionssicherheit und Zukunftssicherheit von DV-Anwendungen mittels moderner Integrationsmiddleware

Am Beispiel der Finanzsysteme Rheinland-Pfalz

Investitionssicherheit und Zukunftssicherheit von DV-Anwendungen mittels moderner Integrationsmiddleware
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Holger Nühlen
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 89 Seiten
  • Dateigröße: 559,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Niederrhein Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6790-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6790-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6790-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Nühlen, Holger Oktober 2002: Investitionssicherheit und Zukunftssicherheit von DV-Anwendungen mittels moderner Integrationsmiddleware, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Enterprise Application Integration, E-Government, Web Services, Standardsoftware, Kostenrechnung

Diplomarbeit von Holger Nühlen

Zusammenfassung:

Im derzeit bundesweit stattfindenden Reformprozess sind Verwaltungen gefordert, traditionelle Strukturen und Denkweisen zu überwinden. Behörden wandeln sich zu Dienstleistern der Wirtschaft und der Gesellschaft. Mehr Bürgernähe, die effiziente Gestaltung und Automatisierung von Leistungen, die Beschleunigung von Verfahren sowie die inter- und innerorganisatorische Zusammenarbeit wie auch die Einführung einer Kosten- und Leistungsrechnung bei den Organisationen sind Indizien und Indikatoren für den Wandel der öffentlichen Verwaltung.

In den letzten Jahren hat die Informations- und Kommunikationstechnik als Instrument zur Reform von Staat und Verwaltung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Insbesondere durch die Entwicklung des Internets haben sich für die Erstellung und die Bereitstellung öffentlicher Dienstleistungen neue Gestaltungsoptionen ergeben. Entsprechend der privatwirtschaftlichen Entwicklung im Bereich eCommerce und eBusiness vollzieht sich auch innerhalb der öffentlichen Verwaltung mit zeitlicher Verzögerung ein analoger Prozess. eGovernment ist hier nur ein Stichwort, welches das Denken und Handeln der öffentlichen Hand beeinflusst. Diese Einflüsse auf die bestehenden Strukturen erfordern eine verstärkte Auseinandersetzung mit den zugrunde liegenden Prozessen, welche auf zukunftsfähigen Systemplattformen abgebildet werden müssen. Daneben spielen auf der anderen Seite auch hausgemachte individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle, die zu unterschiedlichen IT-Konzepten und Strategien führen. Neben den Reformbestrebungen im Rahmen des so genannten „Neuen Steuerungsmodells“ mit der Erfordernis einhergehender Informations- und Kommunikationslösungen, sind hier die Bestrebungen zu mehr Eigenständigkeit auf der Basis des Wettbewerbs ein weiterer Aspekt. Im diese Herausforderungen annehmen zu können, sehen Behörden und Verwaltungen die Notwendigkeit, innovative Technologien und Systemplattformen einzuführen. Dem gegenüber stehen jedoch historisch Einleitung 2 gewachsene Systemlandschaften, auf denen sich funktional mächtige Anwendungen befinden, die zentrale Abläufe und Prozesse abbilden und welche langfristig an die gestellten Aufgaben und Anforderungen angepasst wurden. In diese Anpassungsprozesse sind über Jahre hinweg Know-How und Entwicklungskosten eingeflossen.

Die Herausforderung besteht darin, einerseits alte Prozesse zu modernisieren und gegebenenfalls zu automatisieren und neue innovative Prozesse einzuführen sowie andererseits die getätigten Investitionen in die Altsysteme zu schützen. Auch in Zukunft werden wesentliche Anforderungsänderungen zu erwarten sein. eGovernment befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Dabei sind die deutschen Behörden auf dem Weg ins Internet. Durch die Initiative der Bundesregierung „Bund Online 2005“ ist die Strategie vorgegeben worden, bis zum Jahr 2005 rund 1.200 Dienstleistungen des Bundes online abwickeln zu können.1 Online einen Anwohnerparkausweis zu bestellen, eine Steuererklärung einzureichen, auf eine elektronische Bauakte zuzugreifen oder gar ein Kfz- Wunschkennzeichen auszusuchen sind keine Träume mehr, sondern Realität geworden. Welchen Weg diese Entwicklungen jedoch nehmen werden und welche Veränderungen daraus resultieren, kann heute noch niemand vorhersagen.

Die öffentliche Verwaltung braucht einerseits eine moderne und flexible Architektur, um den sich ständig wandelnden Anforderungen gerecht zu werden. Andererseits erfordert die Lage der öffentlichen Kassen aus Kostengründen den neuen Anforderungen weitgehend mit der alten Infrastruktur zu begegnen. Diese beiden Aspekte im Reformprozess der öffentlichen Verwaltung werden in dieser Arbeit mit Zukunftssicherheit und Investitionssicherheit umschrieben. Moderne Integrationsmiddleware bietet technisch neue Lösungsansätze, um vorhandene Anwendungen in Lösungen zum Aufbau einer modernen ITArchitektur einzubinden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Motivation 1
1.2 Problemdarstellung und Eingrenzung des Themas 3
1.3 Vorgehensweise 3
2. Middleware 5
2.1 Definition 5
2.2 Kategorien 6
2.3 Einsatzgründe 7
2.4 Nutzen 8
3. Enterprise Application Integration 10
3.1 Definition 13
3.2 Integrationsebenenen 15
3.2.1 Integration auf Datenebene 15
3.2.2 Integration auf Objektebene 16
3.2.3 Integration auf Prozessebene 16
3.3 Architektur 17
3.3.1 Komponenten 17
3.3.2 Message Broker 21
3.3.3 Integration Server 23
3.4 Funktionen 24
3.5 Einsatzmöglichkeiten 26
3.5.1 Application-to-Application (A2A) 27
3.5.2 Administration-to-Administration (A2A) 28
3.5.3 Business-to-Business (B2B) 29
4. Web Services 31
4.1 Definition 32
4.2 Architektur 34
4.2.1 Serviceanbieter 34
4.2.2 Servicenachfrager 34
4.2.3 Serviceregistrierung 35
4.3 Komponenten 37
4.3.1 Hypertext Transfer Protocol (HTTP) 37
4.3.2 Extensible Markup Language (XML) 38
4.3.3 Simple Object Access Protocol (SOAP) 43
4.3.4 Web Service Description Language (WSDL) 46
4.3.5 Universal Description Discovery Integration (UDDI) 49
4.4 Einsatzmöglichkeiten 53
4.4.1 Application-to-Application (A2A) 53
4.4.2 Business-to-Business (B2B) 53
4.4.3 Consumer-to-Administration (C2A) 54
5. Szenario 56
5.1 Haushalts- und Verwaltungsreform 56
5.2 Situation in Hessen 57
5.3 Situation Rheinland-Pfalz 58
5.3.1 Kameralistik und Doppik 59
5.3.2 Finanzsysteme des Landes Rheinland-Pfalz 60
5.3.3 Standardsoftware SAP R/3 62
5.4 Ist-Zustand Integrationsarchitektur 66
5.5 Lösungsansatz Enterprise Application Integration 68
5.6 Lösungsansatz Web Services 70
6. Fazit 73
Glossar 75
Literaturverzeichnis 78

Automatisiert erstellter Textauszug:

Aus dem obigen Beispiel wird sofort ersichtlich, das XML-Dokumente auch für Menschen lesbar sind. Maschinell erzeugte Dokumente enthalten i.d.R. keine Zeilenumbrüche und Einrückungen, wie das obige Beispiel zeigt. Das Dokument wird durch den Bezeichner <PurchaseOrder> als Bestellung gekennzeichnet. <date> liefert das Datum worauf die Lieferadresse durch den Bezeichner <shipTo> folgt. Sie enthält die „tags“ <name>, <street>, <city>, <state> und <zip>. Abschließend wird das jeweilige Produkt durch die Bezeichner bzw. durch den „tag“ <product> und <price> gekennzeichnet. Zusammengefasst kauft Herr John Smith am 20.05.1999, wohnhaft in 90952 Mill Valley, 123 Maple Street einen Rasenmäher für 148,95 $ und ein Vogelbad „Deluxe“ für 249,95 $. [...]

zusammengefasst werden: • • XML ist einfach und sehr gut lesbar. XML ist offen. Es ist ein W3C-Standard und wird von Marktführern der Softwareindustrie wie Sun Microsystems, Microsoft, DataChannel, Netscape, IBM, SAP, Adope und Software AG unterstützt. XML ist erweiterbar. Neue Bezeichner („tags“) können bei Bedarf definiert werden. Die Einführung neuer „tags“ zieht nicht den Einsatz bzw. Kauf neuer Softwareversionen nach sich. XML ist selbstbeschreibend. Ihre Bezeichner helfen bei der Interpretation des Dokumenteninhaltes. Inhaltselemente werden durch den Elementnamen und zusätzliche Attribute identifiziert. XML ist lesbar für menschliche Benutzer. Die Bezeichner können so gewählt werden, dass sie für einen menschlichen Leser etwas bedeuten. Die Dokumente liegen im Klartext vor. XML stellt maschinenlesbare Kontextinformationen zur Verfügung. Die Bezeichner, Attribute und die strukturelle Beziehung der Elemente erlaubt die automatische Interpretation des Dokumenteninhalts. Dies öffnet ganz neue Möglichkeiten für hocheffiziente Suchmaschinen, intelligentes Datenschürfen (Data Mining), künstliche Intelligenz, maschinelle Dokumentenübersetzung etc.. XML liefert die Grundlage für die Identifizierung und Versionskennzeichnung, da jedem XML-Bezeichener („tag“) eine unbeschränkte Anzahl von Attributen zugeteilt werden kann, wie z.B. autor und version. XML unterstützt mehrsprachige Dokumente. Diese Eigenschaft ist für die Internationalisierung von Bedeutung. XML-Dokumente können auf andere Informationen jeden Typs wie z.B. Multimediainhalte (Bild, Ton, Video) verweisen. XML trennt Inhalt von Präsentation. Die Bezeichner beschreiben die Bedeutung eines Elementes, nicht seine Präsentation. Damit kann z.B. das Layout einer Webseite geändert werden, ohne die inhaltlichen Dokumente auch nur anzutasten. [...]

Eine Dokumentenauszeichnungssprache besteht aus einer Sammlung von Auszeichnungsvereinbarungen, die für die Kodierung eines Textes benutzt werden. Sie muss festlegen, welche Auszeichnungen erlaubt sind, welche Auszeichnungen erforderlich sind, wie diese Auszeichnungen vom „Text“ zu unterscheiden sind und was diese Auszeichnungen bedeuten. SGML verfügt über die Möglichkeiten zur Erfüllung dieser Bedingungen. Angesichts der enormen Komplexität von SGML begann 1996 ein Expertenteam unter der Führung von Sun Microsystems und unterstützt vom W3C (World Wide Web Consortium) mit der Arbeit, einen neuen Standard zu entwickeln. Er sollte einfach, erweiterbar und für den Menschen und für die Maschine gut lesbar sein. Das Ergebnis wurde 1998 unter dem Namen XML (Extensible Markup Language) veröffentlicht. Er ist wie SGML eine Metasprache und als ihr direkter Nachfolger anzusehen. [...]

Arbeit zitieren:
Nühlen, Holger Oktober 2002: Investitionssicherheit und Zukunftssicherheit von DV-Anwendungen mittels moderner Integrationsmiddleware, Hamburg: Diplomica Verlag

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