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Neue Investitionsmöglichkeiten offener Immobilienfonds im Rahmen der Osterweiterung der Europäischen Union

Am Beispiel von Polen und Tschechien aus der Sicht einer deutschen Kapitalanlagegesellschaft

Neue Investitionsmöglichkeiten offener Immobilienfonds im Rahmen der Osterweiterung der Europäischen Union
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Florian van der Leeden
  • Abgabedatum: Juli 2004
  • Umfang: 120 Seiten
  • Dateigröße: 2,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Nürtingen, Außenstelle Geislingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8931-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8931-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8931-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: van der Leeden, Florian Juli 2004: Neue Investitionsmöglichkeiten offener Immobilienfonds im Rahmen der Osterweiterung der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Immobilieninvestition, Kapitalanlage, Osterweiterung, Fonds, EU-Erweiterung

Diplomarbeit von Florian van der Leeden

Einleitung:

Durch die am 1. Mai 2004 erfolgte Osterweiterung der Europäischen Union (EU) ist die Anzahl der Mitgliedsstaaten von 15 auf 25 angewachsen. Zehn neue Länder erweitern seitdem den Europäischen Wirtschaftsraum und bieten insbesondere auch für deutsche Kapitalanlagegesellschaften neue Investitionsmöglichkeiten. Die von den Kapitalanlagegesellschaften und ihren Immobilienfonds verzeichneten hohen Mittelzuflüsse der letzten Jahre machen die Erschließung weiterer Immobilienmärkte notwendig und begründen die Aktualität dieser Diplomarbeit.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Investitionschancen und -risiken für deutsche Kapitalanlagegesellschaften durch die Osterweiterung der Europäischen Union am Beispiel zweier Länder aufzuzeigen. Auf Grund der geographischen Nähe und der wirtschaftlichen Bedeutung wurden die Länder Polen und Tschechien für eine Analyse der dortigen Gewerbeimmobilienmärkte gewählt. Untersucht werden soll, ob und inwieweit in den Märkten dieser Länder Investitionen in Büro-, Handels- und Logistikimmobilien möglich und sinnvoll sind und wie sich die rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen dafür darstellen. Es ist allerdings stets zu bedenken, dass die Betrachtung von Immobilienmärkten immer nur eine Momentaufnahme ist und der manchmal sehr schnelle Wandel dieser Märkte es notwendig macht, vor einer Investition die aktuellen Entwicklungen zu berücksichtigen.

Diese Diplomarbeit soll einen grundlegenden Einblick in die gewerblichen Immobilienmärkte der beiden vorgestellten Länder ermöglichen und kann keinesfalls als Ersatz für eine umfassende Beratung vor einer Investition betrachtet werden.

Gang der Untersuchung:

In Kapitel 2 wird auf offene Immobilienfonds in Deutschland eingegangen. Es erfolgt eine Abgrenzung zu anderen Immobilienanlagen und die Darstellung der Grundlagen über Konstruktion und Rahmenbedingungen solcher Fonds. Daneben wird auf die Entwicklung der Fonds in Deutschland und die Anbieter eingegangen. Die vorgestellte Asset Allocation der offenen Immobilienfonds in Deutschland zeigt, in welchen Nutzungsarten, Größenklassen und Ländern die Fonds investiert sind.

Die Betrachtung der Osterweiterung der Europäischen Union erfolgt in Kapitel 3. Neben den Beitrittskriterien liegt der Fokus dieses Kapitels auf der anstehenden Euroeinführung in den neuen Mitgliedsstaaten.

In Kapitel 4 und 5 werden der gewerbliche Immobilienmarkt von Polen und Tschechien und die steuerlichen und rechtlichen Aspekte bei Immobilientransaktionen in diesen Ländern vorgestellt. Auf Grund des beschränkten Umfangs dieser Arbeit können nicht alle Aspekte bei der Betrachtung beider Länder vertieft analysiert werden. Hier wird auf das Literaturverzeichnis für weiterführende Quellen verwiesen.

Kapitel 6 enthält eine Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse dieser Diplomarbeit und einen Ausblick auf die zukünftig zu erwartende Entwicklung der Wirtschaft und der Immobilienmärkte in beiden untersuchten Ländern.

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
1. Einleitung 1
1.1 Zielsetzung der Arbeit 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Offene Immobilienfonds in Deutschland 3
2.1 Konstruktion und gesetzliche Rahmenbedingungen 4
2.2 Entwicklung und Anbieter offener Immobilienfonds 7
2.3 Asset Allocation offener Immobilienfonds 9
3. Die Osterweiterung der Europäischen Union 11
3.1 Das „Acquis communautaire“ und die Kopenhagener Kriterien 12
3.2 Die Euroeinführung in den neuen Mitgliedsstaaten 13
4. Immobilieninvestitionen in Polen 14
4.1 Allgemeine und wirtschaftliche Rahmendaten 14
4.2 Der Markt für Gewerbeimmobilien in Polen 19
4.2.1 Grundsätzliche Vorgehensweise der Untersuchung 19
4.2.2 Der Markt für Büroimmobilien in Polen 21
4.2.2.1 Vermietungskonditionen für Büroflächen 21
4.2.2.2 Der Markt für Büroimmobilien in Warschau 22
4.2.2.3 Der Markt für Büroimmobilien in Breslau, Krakau und Posen 27
4.2.3 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien in Polen 31
4.2.3.1 Vermietungskonditionen für Handels- und Logistikflächen 31
4.2.3.2 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien in Warschau 32
4.2.3.3 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien in Breslau, Krakau und Posen 35
4.3 Rechtliche Aspekte bei Immobilientransaktionen in Polen 38
4.3.1 Immobilienerwerb durch Ausländer 39
4.3.2 Grundzüge des Gesellschaftsrechts 40
4.3.3 Grundzüge der Immobilienfinanzierung 43
4.4 Steuerliche Aspekte bei Immobilientransaktionen in Polen 44
4.4.1 Steuerliche Aspekte bei einem Immobilienankauf 45
4.4.2 Aspekte der laufenden Besteuerung 46
4.4.3 Steuerliche Aspekte bei einem Immobilienverkauf 48
5. Immobilieninvestitionen in Tschechien 49
5.1 Allgemeine und wirtschaftliche Rahmendaten 50
5.2 Der Markt für Gewerbeimmobilien in Tschechien 54
5.2.1 Der Markt für Büroimmobilien in Tschechien 55
5.2.1.1 Vermietungskonditionen für Büroflächen 55
5.2.1.2 Der Markt für Büroimmobilien in Prag 56
5.2.1.3 Der Markt für Büroimmobilien außerhalb von Prag 62
5.2.2 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien in Tschechien 64
5.2.2.1 Vermietungskonditionen für Handels- und Logistikflächen 64
5.2.2.2 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien in Prag 64
5.2.2.3 Der Markt für Handels- und Logistikimmobilien außerhalb von Prag 68
5.3 Rechtliche Aspekte bei Immobilientransaktionen in Tschechien 69
5.3.1 Immobilienerwerb durch Ausländer 70
5.3.2 Grundzüge des Gesellschaftsrechts 71
5.3.3 Grundzüge der Immobilienfinanzierung 74
5.4 Steuerliche Aspekte bei Immobilientransaktionen in Tschechien 75
5.4.1 Steuerliche Aspekte bei einem Immobilienankauf 75
5.4.2 Aspekte der laufenden Besteuerung 77
5.4.3 Steuerliche Aspekte bei einem Immobilienverkauf 80
6. Schlussbetrachtung 81
6.1 Zusammenfassung 81
6.2 Ausblick 84
Anhangverzeichnis 85
Literaturverzeichnis 102
Quellenverzeichnis 112

Automatisiert erstellter Textauszug:

Der direkte Erwerb von Immobilien (Asset Deal) in Polen ist immer grunderwerbssteuerpflichtig. Man spricht hier von der Steuer auf zivilrechtliche Handlungen. Diese beträgt 2% des Kaufpreises. Die Steuer ist in der Regel vom Käufer zu tragen und kann als Erwerbsaufwendung abgezogen werden und wirkt sich somit mindernd auf die Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer aus. Seit dem 1. Mai 2004 ist bei Immobilientransaktionen Umsatzsteuer i.H.v. 22% auf den Verkehrswert zu zahlen. Die Regelung, dass die Umsatzsteuer nur auf das Gebäude aber nicht auf das Grundstück zu zahlen ist, wurde abgeschafft.184 Eine Ausnahme gibt es für Wohngebäude: Bis Ende 2007 unterliegen diese dem verminderten Umsatzsteuersatz von 7%.185 Da die Vermietung und Verpachtung von nicht zu Wohnzwecken dienenden Gebäuden ein umsatzsteuerpflichtiger Vorgang ist, kann die beim Kauf gezahlte Umsatzsteuer zurück erstattet werden. Wird allerdings an nicht umsatzsteuerpflichtige Unternehmen vermietet, hierzu gehören z.B. Banken und Versicherungen, wird keine Umsatzsteuer erstattet und der Kaufpreis erhöht sich um den entsprechenden Betrag. Notarkosten und Gerichts- und Registergebühren sollten beim Kauf mit ca. 0,5% des Kaufpreises berücksichtigt werden.186 Erfolgt der Erwerb der Immobilie über einen Gesellschaftsanteilskauf (Share Deal), muss unterschieden werden zwischen Personen- und Kapitalgesellschaft. So sieht das polnische Recht keinen An- und Verkauf von Anteilen an Personengesellschaften vor. Das gleiche Ergebnis wird jedoch durch den Austritt eines alten Gesellschafters und den Eintritt eines neuen Gesellschafters erreicht. Auszahlungen an den alten Gesellschafter sind, sofern sie eine Rückzahlung der Einlage darstellen, steuerfrei. Nur die vom neuen Gesellschafter eingebrachten Mittel unterliegen einer Steuer für zivilrechtliche Handlungen i.H.v. 0,1%.187 [...]

"Auf dem Weg zum Niedrigsteuerland" lautet ein Artikel von Michael Müller von Price Waterhouse Coopers (PWC), einer international tätigen Beratergesellschaft, in dem der Autor auf die sich ändernde Steuerlandschaft Polens eingeht.182 Hauptgrund für den Titel seines Beitrages ist der Körperschaftssteuersatz in Polen, der seit 1996 schrittweise von 40% bis auf 19% in 2004 gesenkt wurde und im internationalen Vergleich sehr niedrig angesiedelt ist.183 Hierzu findet sich im Anhang Nr. 8 eine vergleichende Darstellung der Körperschaftssteuersätze der neu beigetretenen EU-Mitgliedsstaaten. In den nachfolgenden Untersuchungen sollen alle relevanten Steuern bei einem Immobilienankauf bzw. -verkauf sowie die laufende Besteuerung von Immobilien aufgezeigt werden. Die Betrachtung erfolgt jeweils aus der Sicht eines Asset- bzw. eines Share Deals. [...]

Zu Beginn dieses Kapitels wird darauf hingewiesen, dass in dieser Betrachtung nur die elementaren Züge einer klassischen Fremdfinanzierung über eine Bank vorgestellt werden sollen. Weitere Formen der Immobilienfinanzierung, dazu gehören z.B. Gesellschafterdarlehen bei einem Share-Deal oder ImmobilienLeasing, bleiben auf Grund der Komplexität und des beschränkten Umfangs dieser Arbeit bei beiden untersuchten Ländern außen vor. Grundsätzlich folgt die Darlehensgewährung einer polnischen Bank als auch der in Polen ansässigen internationalen Banken178 der aus Deutschland bekannten Vorgehensweise für eine Immobilienfinanzierung. Das bedeutet, die Banken richten sich bei der Höhe des Darlehensbetrages hauptsächlich nach dem Beleihungswert der Immobilie, den erwarteten Erträgen aus der Immobilie und nach ihrer Geschäftspolitik. Übliche Darlehenswährungen sind neben der Landeswährung der US-Dollar und der Euro. Da sich der Basiszinssatz der Banken wie in Deutschland an internationalen Leitzinssätzen orientiert, also [...]

Arbeit zitieren:
van der Leeden, Florian Juli 2004: Neue Investitionsmöglichkeiten offener Immobilienfonds im Rahmen der Osterweiterung der Europäischen Union, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Immobilieninvestition, Kapitalanlage, Osterweiterung, Fonds, EU-Erweiterung

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