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Investition und Finanzierung in mittelständischen Wachstumsunternehmen

Investition und Finanzierung in mittelständischen Wachstumsunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nico Damken
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 770,4 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5255-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5255-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5255-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Damken, Nico Oktober 2001: Investition und Finanzierung in mittelständischen Wachstumsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wachstumsunternehmen, Mittelstand, Finanzierung, Investition, Unternehmensfinanzierung

Diplomarbeit von Nico Damken

Einleitung:

Erreicht die Dynamik der Entwicklung einer mittelständischen Unternehmung ein Ausmaß, das einen nachhaltigen Wachstumsprozess möglich oder notwendig macht, so resultieren hieraus zahlreiche betriebswirtschaftliche Probleme.

Während bspw. etablierte Großunternehmen den Kapitalbedarf zur Realisierung von Wachstumschancen aus ihrem Cash Flow oder allenfalls extern generieren können, stoßen junge, innovative Unternehmen mit Wachstumspotentialen schnell an die Grenzen ihrer Selbstfinanzierungskraft und auf Schwierigkeiten bei einer externen Kapitalaufnahme.

Dieses ist nur ein Beispiel der komplexen Problematik, die in den letzten Jahren im Hinblick auf Investition und Finanzierung eben genau dieser mittelständischen Wachstumsunternehmen vielschichtig und intensiv diskutiert wird. Daher erscheint es interessant und aktuell zugleich, der Frage nachzugehen, wie sich das spezifische Investitions- und Finanzierungsverhalten dieser Wachstumsunternehmen gestaltet und kritisch hinterfragt werden kann.

Die Intention der vorliegenden Arbeit besteht somit darin, einen fundierten Einblick in grundlegende Aspekte der Finanzwirtschaft mittelständischer Wachstumsunternehmen zu liefern, indem sie sich sowohl aus theorie- als auch aus praxisorientierten Überlegungen konstituiert.

Gang der Untersuchung:

Den Ausgangspunkt dieser Überlegungen markiert zunächst eine Splittung des Themas „Investition und Finanzierung in mittelständischen Wachstumsunternehmen“ in seine terminologischen Bestandteile (Kapitel 2). Neben einer Konkretisierung der Begriffe werden hierbei ebenfalls Unterschiede und mögliche Verbindungslinien beleuchtet.

Daraufhin werden die gewonnen Erkenntnisse durch ein investitions- und finanzierungstheoretisches Basiswissen insofern erweitert, als untersuchungsrelevante finanzwirtschaftliche Annahmen sowie finanzmathematische Methoden vorgestellt werden (Kapitel 3).

Im Anschluss daran beginnt der praxisorientierte Teil dieser Arbeit mit der Untersuchung einer Übertragbarkeit des erarbeiteten theoretischen Wissens auf das Investitionsverhalten mittelständischer Wachstumsunternehmen (Kapitel 4).

Kapitel 5 setzt sich schließlich mit der z.T. durch das Investitionsverhalten dieser Unternehmen bedingten Kapitalstrukturproblematik ausführlich auseinander. Zudem werden die zentralen finanzwirtschaftlichen Aspekte um eine Darstellung der wesentlichen Ansätze zur Theorie einer optimalen Finanzierung ergänzt. Dieses geschieht vornehmlich, um die Kapitalstruktur mittelständischer Wachstumsunternehmen vor einem spezifischen kapitaltheoretischen Hintergrund beschreiben und erklären zu können.

Das Kapitel 6 greift daraufhin die im vorangegangen Kapitel konkretisierte Problematik wieder auf und versucht, durch eine detaillierte Analyse ausgewählter Finanzierungsalternativen adäquate Lösungsansätze zu eruieren.

Schließlich sollen im letzten Kapitel dieser Arbeit (Kapitel 7) alle gewonnenen Erkenntnisse zusammengeführt werden, bevor vor dem Hintergrund der Themenstellung denkbare zukünftige Entwicklungspotentiale aufgezeigt werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Begrifflich- konzeptionelle Grundlagen 3
2.1 Darstellung des Verständnisses von Investition und Finanzierung 3
2.1.1 Investitionsbegriff 3
2.1.2 Finanzierungsbegriff 4
2.1.3 Verbindungslinien zwischen Investition und Finanzierung 5
2.2 Untersuchungsrelevante Charakteristika mittelständischer Unternehmen 6
2.2.1 Vorbemerkung 6
2.2.2 Quantitative Aspekte mittelständischer Unternehmen 7
2.2.3 Qualitative Aspekte mittelständischer Unternehmen 8
2.3 Spezifische Merkmale von Wachstumsunternehmen 9
3. Investitions- und finanzierungstheoretischer Bezugsrahmen 12
3.1 Einordnung und Voraussetzungen der Investitionsrechnung 12
3.1.1 Vorbemerkung 12
3.1.2 Annahmen über den Kapitalmarkt 15
3.1.3 Die Rolle des Kalkulationszinssatzesals Repräsentant der Finanzierung 16
3.2 Finanzmathematische Methoden der Investitionsrechnung 17
3.2.1 Die Kapitalwertmethode 17
3.2.2 Die interne Zinsfußmethode 19
3.2.3 Mögliche Probleme bei der Anwendungfinanzmathematischer Methoden 21
4. Das Investitionsverhalten mittelständischer (Wachstums-) Unternehmen 22
4.1 Sprunginvestitionen 22
4.2 Die Eignung von Kapitalwert- und interner Zinsfußmethodezur Bewertung von Sprunginvestitionen 23
4.3 Realoptionsbasierte Investitionsbewertung als neue Methode der Investitionsrechnung 25
4.4 Zusammenfassung 28
5. Kapitalstruktur und Verschuldungspolitik 29
5.1 Eigenkapital, Fremdkapital, hybride Kapitalformen 29
5.1.1 Die Eigenkapital- Problematik in mittelständischen (Wachstums-) Unternehmen 30
5.1.2 Probleme bei der Fremdkapitalaufnahme, neue Kreditbestimmungen für den Mittelstand durch Basel II und die aktuelle Bedeutung von Ratings für mittelständische (Wachstums-) Unternehmen 31
5.1.3 Fazit 34
5.2 Überlegungen zur Optimierung der Kapitalstruktur 34
5.2.1 Financial Leverage in mittelständischen Wachstumsunternehmen 34
5.2.2 Kapitalkosten und Marktwert einzelner Finanzierungsarten 36
5.2.2.1 Kosten des Fremdkapitals 37
5.2.2.2 Kosten des Eigenkapitals 37
5.2.2.2.1 Probleme bei der Ermittlung von Eigenkapitalkosten in mittelständischen Wachstumsunternehmen 37
5.2.2.2.2 Eigenkapitalkosten und Risiko: Das CAPM der Kapitalmarkttheorie 38
5.2.2.2.3 Fazit 40
5.2.2.3 Kosten einer hybriden Finanzierung: Die Zusammenführung von Eigen- und Fremdkapitalkosten mittels WACC 40
5.2.2.4 Marktwert des Fremdkapitals, Eigenkapital und Gesamtkapitals 41
5.2.3 Verschuldungsanalysen 42
5.2.3.1 Der klassische Finanzierungsansatz zur Ermittlungdes optimalen Verschuldungsgrads 42
5.2.3.2 Der neoklassische Ansatz von Modigliani und Miller 44
5.2.3.3 Vergleichende Würdigung beider Ansätze und Fazit 46
5.2.4 Die Diskussion über die optimale Kapitalstruktur aus neoinstitutionalistischer Sicht 48
5.2.4.1 Der neoinstitutionalistische Finanzierungsansatz 49
5.2.4.2 Die neoinstitutionalistische Sicht der optimalen Kapitalstruktur mittelständischer Wachstumsunternehmen 52
5.3 Zusammenfassung 54
6. Finanzierungsalternativen mittelständischer Wachstumsunternehmen 57
6.1 Innenfinanzierung 58
6.1.1 Finanzierung durch Thesaurierung von Gewinnen (Selbstfinanzierung) 58
6.1.2 Fazit 59
6.2 Außenfinanzierung 60
6.2.1 Kreditfinanzierung 60
6.2.2 Beteiligungsfinanzierung 62
6.2.2.1 Beteiligungsfinanzierung mittels Venture Capital 63
6.2.2.2 Venture Capital- Finanzierung in den Lebensphaseneiner Unternehmung 65
6.2.2.2.1 Early Stage Financing 66
6.2.2.2.2 Late Stage Financing 68
6.2.2.2.3 Beurteilung des Venture Capital- Einsatzes während des Early Stage- und Late Stage Financing 70
6.2.2.3 Beteiligungsähnliche Finanzierungsarten: Wandelanleihenals Beispiel für „Mezzanine“ Finanzierungsinstrumente 71
6.2.3 Initial Public Offering (IPO) 73
6.2.3.1 Das Wachstumssegment „Neuer Markt“ 74
6.2.3.2 IPO als Exitmöglichkeit für Venture Capital Gesellschaftenund als Finanzierungsalternative für mittelständische Wachstumsunternehmen 77
6.2.4 Fazit 78
6.3 Die pecking order der Finanzierung mittelständischer Unternehmen 79
6.4 Zusammenfassung 81
7. Schlussbetrachtung und Ausblick 83
Literaturverzeichnis VI
Erklärung XI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Verlauf der marginalen Sollzinskurve (iFK) unterstellt und damit ein möglicher Konkurs ausgeschlossen).126 Entsprechend der dritten These von Modigliani-Miller ergibt sich die Höhe des Kalkulationszinsfusses i, der als Vergleichsmaßstab dem internen Zinsfuss r von Investitionsprojekten zur Vorteilhaftigkeitsentscheidung gegenüberzustellen ist, aus der Risikoklasse, in der sich die Unternehmung befindet. Folglich könnte dann der Abstand zwischen den parallel verlaufenden Gesamtkapitalkosten i und den Fremdkapitalkosten iFK als ein Maß für die unternehmensindividuelle Risikoprämie resp. Risikoklasse gedeutet werden. Abschließend soll festgehalten werden, dass bei Anwendung der Modigliani-MillerTheoreme Investitions- und Finanzierungsentscheidungen voneinander zu trennen sind (Separation von Investition und Finanzierung). Da Finanzierungsentscheidungen für den Marktwert von Unternehmen und die Gesamtkapitalkosten irrelevant sind, ist auch die Vorteilhaftigkeit von Investitionen unabhängig davon, wie ein Unternehmen finanziert ist (Irrelevanz der Finanzierung). Die Vorteilhaftigkeit von Investitionen kann errechnet werden, indem man ihren Kapitalwert mit Hilfe des (konstanten) Kalkulationszinsfusses i berechnet.127 5.2.3.3 Vergleichende Würdigung beider Ansätze und Fazit Eine möglichst optimale Kombination des Fremd- und Eigenkapitalverhältnisses stellt eines der wichtigsten Probleme der Unternehmensfinanzierung dar und wurde daher in den vorangegangenen Abschnitten der Verschuldungsanalysen näher betrachtet. Fraglich war demzufolge, ob oder inwieweit der klassische und neoklassische Finanzierungsansatz einen Beitrag zur Lösung dieses Problems liefern können. Die traditionellen Konzepte zum optimalen Verschuldungsgrad, der bestimmt wird durch das Minimum der Gesamtkapitalkosten bei gleichzeitiger Maximierung [...]

Gemäß der ersten These von Modigliani und Miller ist der Marktwert einer Unternehmung unabhängig von seiner Kapitalstruktur resp. von seinem Verschuldungsgrad (VG). Definitionsgemäß sind die Gesamtkapitalkosten einer Unternehmung genau derjenige Kalkulationszinssatz i, bei dem der Barwert aller Auszahlungen an die Kapitalgeber (Dividenden und Zinsen) dem Marktwert des Gesamtkapitals entspricht.125 Folglich kann i als parallel zur Abszisse (parallel zum Verschuldungsgrad) verlaufende Linie in Abbildung 5 dargestellt werden. Ausgehend von einer reinen Finanzierung mit Eigenkapital (bei VG = 0), können mit Hilfe der zweiten These die Eigenkapitalkosten rEK einer Unternehmung als eine linear ansteigende Funktion des Verschuldungsgrades abgebildet werden. Dieser lineare Verlauf ergibt sich aus der positiven Wirkung des Leverage- Effektes (Leverage Chance) bei einer Substitution von Eigenkapital durch Fremdkapital (es sei zudem ein konstanter [...]

Abbildung 4 stellt die Fremdkapitalkosten (iFK), die Eigenkapitalkosten (rEK), die Gesamtkapitalkosten (i) und den Marktwert der Unternehmung (MW) in Abhängigkeit vom Verschuldungsgrad (VG) dar. Die Eigenkapitalkosten liegen aufgrund der höheren Risiken beim Eigenkapitalgeber grundsätzlich über den Kosten einer Fremdfinanzierung. Liegt eine reine Finanzierung mit Eigenkapital vor, so entsprechen die Gesamtkapitalkosten den Kosten des Eigenkapitals. Im Falle einer zunehmenden Verschuldung (Substitution des teuren EK durch günstiges FK) sehen sowohl die Fremd- als auch die Eigenkapitalgeber zunächst keinen Anlass, ihre Rendite- und Zinsforderungen zu verändern. Folglich lassen sich ceteris paribus die durchschnittlichen Gesamtkapitalkosten bei zunehmender Verschuldung vorerst senken und der Marktwert steigern (Leverage Chance). Mit zunehmendem Verschuldungsgrad wird das Eigenkapital „riskanter“ und die von den Eigenkapitalgebern geforderten Verzinsungsansprüche nehmen zu. Die Fremd- [...]

Arbeit zitieren:
Damken, Nico Oktober 2001: Investition und Finanzierung in mittelständischen Wachstumsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wachstumsunternehmen, Mittelstand, Finanzierung, Investition, Unternehmensfinanzierung

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