Intranet
Technologische Grundlagen, eine Abgrenzung des Begriffs und kritische Analyse von Anspruch und Realität
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jan Hackert
- Abgabedatum: August 1997
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 631,2 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Trier Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0941-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0941-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0941-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hackert, Jan August 1997: Intranet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: JAVA, Groupware, Intranet, Informationstechnologie, Internettechnologie
In den Warenkorb
38,00 €
Diplomarbeit von Jan Hackert
Gang der Untersuchung:
Die Frage 'Was sind Intranets und welchen Mehrwert können sie bei einer innerbetrieblichen Nutzung im Vergleich zu bisherigen Technologien bringen?' wird dem Leser ohne Vorkenntnisse in dieser Arbeit fundiert und doch allgemeinverständlich beantwortet.
Als Grundlage wird zunächst die Funktionsweise des Internet und seiner wichtigsten Protokolle sowie Intranet-Komponenten (Web-Server, Datenbankanbindungen über CGIs, Suchmaschinen, verschiedene Typen von Firewalls u.a.) detailliert beschrieben. Darüberhinaus werden technologische und betriebswirtschaftliche Vor- und Nachteile erörtert.
Der zweite Teil der Arbeit gibt einen geordneten und kritischen Überblick über die derzeitigen betriebswirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten und deren Grenzen. Dazu gehören der Einsatz von Intranet-Diensten zur:
· Informationsunterstützung(Web-Publishing sowie dynamische Web-Anwendungen mittels Datenbankanbindungen, Push-Technologie).
· Kommunikationsunterstüzung (E-Mail, Newsgroups, Chat).
· Unterstüzung betrieblicher Kernprozesse(Fallbeispiel zur Optimierung von Produktionsprozessen, derzeitige Möglichkeiten Intranet-gestützten Workflows).
· Nutzung von Groupware-Paketen(analysiert und gegenübergestellt werden die derzeit leistungsfähigsten Ansätze zur Integration von Groupware in eine Intranet-Umgebung am Beispiel zweier Groupware-Produkte).
Ziel der Analyse in all diesen Bereichen ist es, diejenigen Funktionalitäten herauszuarbeiten, die einen qualitativen Unterschied zu bisherigen (proprietären) Netzwerkdiensten darstellen, also einen effektiven Mehrwert ergeben.
Der Schlußteil ist den bedeutendsten, derzeit absehbaren Entwicklungen gewidmet. Wesentliche Untersuchungsgegenstände sind:
· die plattformunabhängige, objektorientierte Programmiersprache Java und ihre Bedeutung für echte, Intranet-basierte Workflow-Systeme sowie für netzwerkzentrische Anwendungen.
· neue Transportprotokolle für Daten von Echtzeitanwendungen (z.B. Videokonferenzen).
· Reservierungsprotokolle für die garantierte Übertragung bandbreitenintensiver Daten.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Die technologische Basis eines Intranets | 2 |
| 2.1 | Definitionen und grundlegende Eigenschaften | 2 |
| 2.2 | Geschlossene Systeme | 3 |
| 2.2.1 | Die Client-Server-Architektur | 3 |
| 2.2.2 | Heterogene Netzwerke | 4 |
| 2.3 | Netzwerkverbindungen | 5 |
| 2.3.1 | Standardprotokolle | 5 |
| 2.3.2 | Das OSI-ISO-Schichtenmodell | 6 |
| 2.3.3 | Physische Verbindungen | 9 |
| 2.4 | Architektur und Standards des Internet | 12 |
| 2.4.1 | Paketorientierte Netzwerke | 12 |
| 2.4.2 | Der TCP/IP-Protokollstack | 13 |
| 2.4.3 | Routing von IP-Datagrammen | 20 |
| 2.4.4 | Das Domain-Name-System (DNS) | 21 |
| 3. | Implementierung der Internettechnologie in betrieblichen Netzwerken | 23 |
| 3.1 | Komponenten und Struktur eines Intranets | 23 |
| 3.1.1 | Basiskomponenten | 23 |
| 3.1.2 | Weitere Komponenten | 23 |
| 3.1.3 | Intranets als geschlossene oder eingeschränkt offene Netzwerke | 27 |
| 3.2 | Sicherheitssysteme | 28 |
| 3.2.1 | Firewalls | 28 |
| 3.2.2 | Datenverschlüsselung | 31 |
| 3.3 | Technologische und betriebswirtschaftliche Vorteile | 33 |
| 3.4 | Schwachpunkte | 37 |
| 3.5 | Technische versus funktionale Definition des Begriffes Intranet | 39 |
| 4. | Betriebswirtschaftliche Aspekte | 42 |
| 4.1 | Der Einsatz von Intranet-Diensten zur Informationsunterstützung | 43 |
| 4.1.1 | Web-Publishing | 43 |
| 4.1.2 | Dynamische Web-Anwendungen und Push-Techniken | 46 |
| 4.2 | Der Einsatz von Intranet-Diensten zur Kommunikationsunterstützung | 48 |
| 4.3 | Groupware | 50 |
| 4.4 | Die Unterstützung betrieblicher Kernabläufe durch Intranets | 54 |
| 4.5 | Bedenken und Akzeptanzprobleme | 56 |
| 4.6 | Ausblick auf künftige Anwendungen und Technologien | 58 |
| 4.6.1 | Protokolle und Infrastrukturen für Echtzeitanwendungen | 59 |
| 4.6.2 | Java | 61 |
| 5. | Fazit | 64 |
| Anhang A | ||
| Anhang B | ||
| Literaturverzeichnis |
Daten von überall aus zugänglich zu machen, und damit ein für alle erreichbarer Server die gleichzeitige Datenhaltung an verschiedenen Orten obsolet macht. In Intranets kann dagegen eine verteilte Datenhaltung von Vorteil sein, um die Netz- und Serverlast zu minimieren und die Zugriffsgeschwindigkeit zu optimieren.178 Erst mit der verbreiteten Verwendung von Internettechnologie im LAN-Bereich wurde daher mit der Entwicklung entsprechender Komponenten begonnen.179 Echtzeitanwendungen Ein weiterer Schwachpunkt liegt in der schlechten Eignung von TCP für Echtzeitanwendungen wie Videoconferencing und in der mangelnden Fähigkeit des Internet, Mehrpunkt-zu-Mehrpunkt-Kommunikation zu handhaben, was für Konferenz-Anwendungen mit mehreren Teilnehmern wichtig ist. Auch hier gibt es erste Lösungsansätze, die in Abschnitt 4.6.1 erläutert werden. Gefährdung der Offenheit durch kommerzielle Interessen Durch die enge technologische Verwobenheit von Internet und dessen LAN-Pendant wird die weitere Entwicklung von Intranets nicht zuletzt von der Herausbildung neuer Internet-Standards abhängen. Diese entstehen in einem langwierigen Prozeß, der allen Beteiligten die Möglichkeit gibt, Vorschläge einzubringen, die dann geprüft und frei diskutiert werden.180 Das hat zur Folge, daß Hersteller versuchen, diesen Prozeß im Sinne ihrer Produktpolitik zu beeinflussen. Es erscheint daher fraglich, ob einheitliche Standards wie bisher frei von kommerziellen Interessen erarbeitet werden können. Ein anderes Problem liegt darin, daß diese Hersteller die Verabschiedung neuer offizieller Internet-Standards nicht abwarten und die für sie unzureichenden bestehenden Spezifikationen um eigene Lösungen erweitern und somit den Weg der völligen Kompatibilität verlassen.181 [...]
Sicherheit Es ist unbestritten, daß die angesprochenen Sicherheitssysteme keinen absoluten Schutz gewährleisten können. Den größten Nachteil an Intranets sahen die durch die Computerwoche im Jahre 1996 befragten IT-Manager daher auch in den Sicherheitsrisiken.174 Dazu ist anzumerken, daß die Möglichkeit externer Angriffe kein systemimmanentes Risiko der Intranettechnologie darstellt, da - wie bei bisherigen LANs - externe Verbindungen auch über private Leitungen hergestellt werden können und die Internetnutzung somit eine zusätzliche, wenn auch wichtige Option darstellt. Es zeigt sich jedoch anhand von Erfahrungsberichten der CERT (Computer Emergency Response Team), daß mit den mittlerweile entwikkelten Firewallsystemen Lösungen bereitstehen, die eine solche Anbindung ohne Risiko ermöglichen.175 Auch das bisherige Problem, daß das US-amerikanische Handelsrecht weder Import noch Export leistungsfähiger Verschlüsselungsverfahren erlaubt, wird noch im Jahre 1997 durch eine Änderung der Bestimmungen gelöst, so daß diese dann auch international uneingeschränkt eingesetzt werden können.176 Datenreplikation Proprietäre Netzwerkanwendungen wie Lotus Notes verfügen über Replikationsmechanismen für die Synchronisation von Daten, die auf mehreren Servern gleichzeitig gelagert sind und dort unabhängig voneinander verändert werden. Indem die Server der einzelnen Standorte untereinander die Daten und Dokumente in bestimmten Abständen anhand von Zeitstempeln abgleichen, wird allen Benutzern der direkte, lokale Zugang zu den gleichen, konsistenten Informationen ermöglicht.177 Im Falle eines zentralen Servers wäre dagegen für jede einzelne Abfrage der Aufbau einer WAN-Verbindung nötig. Die Internettechnologie beinhaltet keine derart ausgefeilte Replikation, da die Grundidee des Netzes darin besteht, [...]
gründungen von Netzen anbieten, planen laut der CW-Umfrage nur 11% der Befragten, die große Mehrheit dagegen zieht aus Gründen des Investitionsschutzes eine Multiprotokoll-Umgebung vor.171 Auf die Einbindung bestehender Datenbanken und deren integrierte Nutzung wurde bereits hingewiesen. Produktvielfalt und Verfügbarkeit von Know-How Die weite Verbreitung von TCP/IP hat dazu beigetragen, daß für jede Anforderung eine große Auswahl an Anwendungsprogrammen entwickelt wurde, von denen viele frei verfügbar sind, wie z.B. Web-Browser, FTP-Clients, Telnet-Clients oder E-Mail-Programme. Ebenso wird man sich in Zukunft stets mit den neuesten Applikationen versorgen können. Neben einer großen Menge nicht-kommerzieller Software entstehen schon jetzt unter dem Konkurrenzdruck des Intranet-Marktes in kurzer Zeit vielfältige günstige Lösungen, die alle über der gleichen Technologie implementiert werden. Da ein Wechsel auf andere Produkte nicht mit der völligen Neuorganisation des Netzwerkes verbunden ist, ist man bei der Auswahl von Intranet-Software nicht vom Angebot eines einzigen Herstellers abhängig, dessen Produktentwicklung sich im Laufe der Zeit eventuell von den spezifischen Bedürfnissen des Unternehmens entfernt.172 Gleiches gilt für Wartung und Service, der bei herstellerspezifischen Systemen sehr teuer sein kann.173 Bei Implementierungen in unterschiedlichsten EDV-Umgebungen konnte im Lauf der Jahre viel praktische Erfahrung im Umgang mit TCP/IP gesammelt werden, so daß professionelle Hilfe und gute Literatur leicht verfügbar sind. Neuere und künftige Standards Intranet-Betreiber können auch auf der Ebene der Internetstandards davon profitieren, daß diese ständig den sich ändernden Anforderungen angepaßt werden, ohne daß für die Nutzer Kosten entstehen. Durch die Offenheit des Protokollsatzes können Netzprotokolle komponentenweise verbessert und implementiert werden. Die Erweiterung der derzeitigen Version von IP zu IPv6 wurde schon erwähnt (siehe Fußnote 115). Weitere Beispiele werden in Kapitel 4, insbesondere in Abschnitt 4.6, beschrieben. [...]
In den Warenkorb
38,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832409418
Arbeit zitieren:
Hackert, Jan August 1997: Intranet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
JAVA, Groupware, Intranet, Informationstechnologie, Internettechnologie



