Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Internet-gestützte Jugendberatung im ländlichen Raum

Internet-gestützte Jugendberatung im ländlichen Raum
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Eva-Maria Burchert
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Potsdam Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7505-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7505-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7505-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Burchert, Eva-Maria Mai 2002: Internet-gestützte Jugendberatung im ländlichen Raum, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Jugendarbeit, Qualitätssicherung, Evaluation, niederschwellige Beratung

Diplomarbeit von Eva-Maria Burchert

Einleitung:

Die Lebensphase Jugend hat sich zum Lebensabschnitt voll widersprüchlicher Anforderungen und unwägbarer Risiken entwickelt. Die Notwendigkeit der Jugendberatung als Bewältigungshilfe ist allgemeine Einschätzung in der Fachliteratur; eine steigende Nachfrage geht aus den Berichten der Beratungsstellen hervor, aus den Statistiken sämtlicher Internet-Beratungsanbieter, die ich im Verlauf meiner Recherchen untersucht habe.

Die geringer werdende Anzahl Jugendlicher ist ein Faktor, der auf Seiten der Jugendlichen im Land Brandenburg die Situation zusätzlich verschärft, auf Seiten der Träger der Jugendhilfe den Unterhalt eines flächendeckenden, zeitlich und räumlich erreichbaren Beratungsangebotes erschwert. In diesem Zusammenhang ist der Gedanke an den Einsatz von Internet-Beratung zur Sicherung eines ausreichenden und rechtzeitigen Jugendberatungsangebotes naheliegend. Das Medium scheint wie kein anderes geeignet, das Problem der großen Entfernungen zu überwinden und gleichzeitig dem Inhalt ‚Beratung‘ seine attraktive Form zu verleihen.

Von diesem Gedanken ausgehend definiere ich zunächst den Begriff der Jugendberatung, um an diesem als Standard Internet-Beratung messen zu können. Ich untersuche die aus meiner Sicht notwendigen Leistungen der Jugendberatung und definiere den Bedarf, um feststellen zu können, inwiefern die Internet-Beratung geeignet ist, Aufgaben der Jugendberatung zu übernehmen und um welche Aufgaben es sich dabei handelt. Jugendberatung braucht besondere Räume und Bedingungen, sie muss sich inhaltlich dicht an der Lebenswelt orientieren und im Alltag der Betroffenen erreichbar sein. Die Optionen des Internet scheinen diese Bedingungen auf besonders vorteilhafte Weise – im Sinne eines jugendgemäßen und fachlich begründeten Angebotes - erfüllen zu können. Ich gehe der Frage nach, welche Voraussetzungen vorhanden sein oder geschaffen werden müssen, um ein nach fachlichen Standards qualifiziertes Internet-Beratungsangebot umsetzen zu können. Fachliche Standards wurden für die Jugendberatung bereits erarbeitet. Für die Internet-Beratung ist diese Arbeit noch zu leisten, Standards müssen übertragen oder entwickelt werden. Ich werde Kriterien für die Qualität und den Erfolg der Internet-Beratung beschreiben. Diese Kriterien sind erforderliche Prüfpunkte, um ein Beratungsangebot bewerten zu können. Ziel dieser Arbeit ist es, die notwendigen Bedingungen und Voraussetzungen zu prüfen und zu beschreiben, unter denen Internet-Beratung ressourcenorientiert und effektiv als Bestandteil der Jugendberatung im ländlichen Raum Einsatz finden kann.

Zum besseren Verständnis von Formulierungen und evtl. ungewöhnlicher Wortwahl möchte ich einige Erläuterungen anfügen.

Die in meinem Sprachgebrauch gemischten weiblichen und männlichen Formen habe ich verwendet, um meinem Bedürfnis nach Präsenz der weiblichen Form gerecht zu werden, die Ausdrucksweise aber nicht zu umständlich zu machen.

Die neu entwickelte Sprache zur Beschreibung der „Welt“ des Internet und zur Unterscheidung dieser von unserer „realen“ Welt kann ich zum Teil nur schwer annehmen, da die Begriffe nach meinem Empfinden Wertungen implizieren, die ich nicht teile. Die Beratung wird z.B. in Unterscheidung zur Beratung via Internet als herkömmlich oder traditionell bezeichnet. Um das zu vermeiden, nenne ich die Beratung Beratung und die Beratung per Internet Internet-Beratung. Eine Begegnung mit einem Menschen in einem realen Raum ist „face-to-face“, eine Begegnung im Internet ist virtuell. Die Begrifflichkeit ist stark durch die englische Sprache geprägt. Englische Begriffe übernehme ich zum Teil, ich ersetze sie aber auch, so weit es mir angemessen erscheint, durch deutsche.

Wenn ich im Zusammenhang von Jugendberatung über Beratungsstellen spreche, schließe ich in Jugendfreizeiteinrichtungen integrierte Beratungsstellen ein.

Inhaltsverzeichnis:

0. Einleitung 5
1. Vorstellung einer Auswahl von Internet-Beratungsanbietern 8
1.1 Telefonseelsorge 8
1.2 Kummernetz 9
1.3 Jugendline 10
1.4 bke-sorgenchat.de 12
2. Jugendberatung 13
2.1 Zum Begriff der Jugendberatung 13
2.2 Ziele der Beratung 14
2.3 Definition des Bedarfs an Jugendberatung 16
2.4 Prävention und Öffentlichkeitsarbeit 18
2.5 Anonymes Beratungsangebot 19
2.6 Kooperation mit anderen sozialen Einrichtungen 20
2.7 Arbeitsformen der Beratung 21
3. Internet-Beratung 24
3.1 Betrachtungen zur Medienentwicklung 24
3.1.1 Jugend und Internet 24
3.1.2 Gefahren der Internetnutzung 27
3.2 Grundlagen und Voraussetzungen der Internet-Beratung 29
3.2.1 Funktionsweise von eMail, Chat und Forum 29
3.2.2 Spezifische Eigenschaften der Internetkommunikation 32
3.2.3 Aufbau der Website 36
3.2.4 Sicherung der Daten 39
3.2.5 Aufgabenbereich Administration 41
3.2.6 Qualifizierung der MitarbeiterInnen 42
3.2.7 Aufgaben der ModeratorInnen 44
3.3 Beratung und Kommunikation 45
3.3.1 Übertragung der Arbeitsformen der Jugendberatung auf das Internet 45
3.3.2 Förderung der Kommunikation und Selbsthilfe 47
3.3.3 Beratungsanlässe bei der Internet-Beratung 51
3.4 Grenzen der Internet-Beratung 55
3.4.1 Kanalreduktion 56
3.4.2 Fehlerquellen 57
3.4.3 Transferprobleme 59
4. Die Internet-Beratung als Bestandteil der Jugendberatung im ländlichen Raum 60
4.1 Lebenslagen Jugendlicher in Brandenburg 60
4.2 Einsatzmöglichkeiten der Internet-Beratung 63
4.2.1 räumliche Distanz 63
4.2.2 Niederschwelligkeit 64
4.2.3 Anonymität 65
4.2.4 Prävention 67
4.2.5 Krisenberatung 68
4.2.6 Örtliche Einbindung und Vernetzung 69
5. Qualität und Evaluation 73
5.1 Evaluation der Internet-Beratung 73
5.1.1 Fragenkatalog 73
5.1.2 Rückmeldung durch NutzerInnen 74
5.1.3 Dokumentation 75
5.1.4 Kollegiale Beratung 75
5.2 Kriterien für die Internetseite 76
5.2.1 Bekanntheit 77
5.2.2 Attraktivität 77
5.2.3 Informativität 79
5.3 Kriterien für das Beratungsangebot 79
5.3.1 Verbindlichkeit 80
5.3.2 Kontinuität und Transparenz 82
5.3.3 Besonderheiten im Kommunikationsprozess 82
6. Schlussbemerkungen 85

Arbeit zitieren:
Burchert, Eva-Maria Mai 2002: Internet-gestützte Jugendberatung im ländlichen Raum, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Jugendarbeit, Qualitätssicherung, Evaluation, niederschwellige Beratung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren