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Internet-basierter Electronic Commerce

Ökonomische Analyse ausgewählter Thesen

Internet-basierter Electronic Commerce
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Martin Houzer

Einleitung:

Schätzungen über das Marktpotential des elektronischen Handels über das Internet (Internet-basierter Electronic Commerce) schwanken zwar beträchtlich, lassen jedoch generell auch für die nächsten Jahre ein exorbitantes Wachstum erwarten.

Die globale Verfügbarkeit des Internets ermöglicht bereits heute in großem Umfang neue Formen marktlicher Koordination, die erhebliche Auswirkungen auf Unternehmen und Konsumenten haben werden. Diese Auswirkungen lassen sich heute noch nicht in allen Einzelheiten abschätzen. Einen Beitrag hierzu leistet die vorliegende Arbeit, die sich speziell mit den ökonomischen Konsequenzen des elektronischen Handels auseinandersetzt.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil wird der derzeitige Stand und die Funktionsweise des Internet-basierten Electronic Commerce sowohl theoretisch als auch praxisbezogen ausführlich dargestellt. Insbesondere wird hier auf das Konzept Elektronischer Märkte, auf die Kommerzialisierung des Internets, auf verschiedene Teilnehmerszenarien und auf die wichtigsten Realisierungsformen des Internet-basierten Electronic Commerce eingegangen.

Im zweiten Teil werden zunächst - aufbauend auf den Darstellungen des ersten Teils - zwei derzeit sowohl in der Forschung als auch in der Praxis sehr bedeutende Thesen aufgestellt, die dann anhand der Anwendung bereits etablierter ökonomischer Ansätze analysiert werden.

Die Markt-Effizienz-These bezieht sich u.a. auf die unternehmerische Konkurrenz, die im Online-Markt keine geopolitischen Grenzen mehr kennt, wodurch Preise und Serviceleistungen zu angebotenen Produkten vergleichbar werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt hier bei der Effizienzanalyse elektronischer Güter.

Die Bedrohungsthese bezieht sich auf die direkte Interaktionsmöglichkeit zwischen Produzenten und Konsumenten und die daraus resultierende Existenzbedrohung der im (traditionellen) Wertschöpfungsprozeß zwischengeschalteten Intermediäre.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis IV
A. Einleitung 1
1. Motivation und Zielsetzung 1
2. Aufbau der Arbeit 2
B. Internet-basierter Electronic Commerce 4
1. Electronic Commerce (EC) 4
1.1 Definition und Einordnung von EC 4
1.2 Koordinationsformen 8
2. Elektronische Märkte (EM) 11
2.1 Das Konzept Elektronischer Märkte 11
2.1.1 Definition von EM und das Phasenmodell 11
2.1.2 Informations- und Vertriebsstruktur von EM 15
2.2 Die Entstehung Elektronischer Märkte 19
3. Das Internet als Plattform des Electronic Commerce 22
3.1 Entwicklung und Kommerzialisierung des Internets 22
3.1.1 Entstehung und Entwicklungsphasen des Internets 22
3.1.2 Dienste und Funktionsweise des Internets 28
3.2 Teilnehmerszenarien 32
3.3 Realisierungsformen von Internet-basiertem EC 35
3.3.1 Online-Shops und Malls 36
3.3.2 Online-Auktionen 37
C. Ökonomische Analyse ausgewählter Thesen 39
1. Thesen über mögliche Auswirkungen von Internet-basiertem EC 39
1.1 Charakteristische Eigenschaften von Internet-basiertem EC 39
1.2 Die „Markt-Effizienz-These“ 45
1.3 Die „Bedrohungsthese“ 46
2. Effizientere Märkte durch Internet-basierten EC 48
2.1 Markteffizienz 48
2.2 Das Neoklassische Marktmodell 49
2.2.1 Modellbeschreibung 49
2.2.2 Warum mit Hilfe von Internet-basiertem EC ein idealer (vollkommener) Markt realisiert werden könnte 52
2.2.3 Warum mit Hilfe von Internet-basiertem EC kein idealer (vollkommener) Markt realisiert werden kann 53
2.3 Weiterentwicklungen des Neoklassischen Modells 55
2.3.1 Ausgewählte theoretische Ansätze 55
2.3.2 Analyse aus Sicht der Industrieökonomik 57
2.3.3 Effizienzwirkung elektronischer Güter 61
3. Bedrohungsthese 65
3.1 Transaktionskostenanalyse 65
3.2 Cybermediaries 70
D. Schlußbetrachtung 71
1. Bewertung der Thesen 71
2. Ausblick 72
Literaturverzeichnis 74

Automatisiert erstellter Textauszug:

Online-Shops enthalten alle für die digitale Geschäftsabwicklung notwendigen Funktionen, wie z.B. Produktpräsentation, Angebotserstellung, Bestellabwicklung sowie Bezahlfunktionen. Ein Online-Kunde findet auf der Homepage eines Online-Shops i.d.R. eine Übersicht angebotener Produktgruppen. Oft wird auf dieser Einstiegsseite auf Sonderangebote, neue Produkte sowie Zahlungs- und Lieferbedingungen hingewiesen. Über Hyperlinks klickt sich der Kunde durch den meist hierarchisch aufgebauten Produktkatalog und kommt zu Detailanzeigen einzelner Produkte, die zu festen Preisen angeboten werden. Zu den Detailanzeigen führt i.d.R. auch eine komfortable Suchfunktion. Im Rahmen der Bestellabwicklung legt der Kunde die Produkte, die er zu kaufen beabsichtigt, in einen virtuellen Einkaufswagen. In manchen Online-Shops ist es den Kunden auch möglich, sich ein individuelles Erzeugnis aus Bausteinen selbst zu konfigurieren. Als Beispiel kann hier der amerikanische Skihersteller Evolution USA120 genannt werden. Mit dessen ausgereiftem Online-Konfigurator können Kunden ihren ganz persönlichen Ski entwerfen, indem sie Farben, Beschriftung, Logos etc. individuell [...]

34 Communities of Interest Networks (COIN) Hinter dem Begriff COIN verbirgt sich die von CommerceNet111 entwickelte Idee, das Internet auch für komplexe Geschäftsprozesse zu nutzen, bei denen nicht nur zwei Akteure, sondern mehrere beteiligt sind, die ein gemeinsames Interesse am Geschäftsabschluß haben. Um dies zu verdeutlichen, wird nachfolgend exemplarisch der COIN-Prototyp zum Kauf und Verkauf von Immobilien erläutert. In diesem COIN sind neben den Interessenten (den potentiellen Käufern) alle für den Immobilienerwerb benötigten Institutionen wie Grundstücksund Immobilienmakler, Hypothekenbanken, Notariate, Grundbuchämter und Sachverständige vereint.112 Entscheidet sich ein Interessent für eine bestimmte Immobilie, so legt das COINSystem für diesen eine virtuelle Akte an und initiiert alle Prozeßschritte, die für den Abschluß des Kaufvertrages erforderlich sind. In diesem Fall werden jeweils online bspw. ein Gutachten von einem Sachverständigen, Angebote von Hypothekenbanken oder Informationen über die Historie der Immobilie beim Grundbuchamt eingeholt. Anschließend übernimmt das COIN-Projekt die Projektmanagement, d.h. daß bspw. die Einhaltung von Terminen kontrolliert wird und gegebenenfalls bei den entsprechenden Beteiligten eine Mahnung erfolgt. Insgesamt vereinfacht und beschleunigt das COIN-System den mehrstufigen Geschäftsprozeß eines Immobilienkaufs, an dem verschiedene Wettbewerber und Partner beteiligt sind. [...]

Business to Consumer Bei dieser Kategorie stehen marktgerichtete Anwendungen wie Marketing und Vertrieb im Vordergrund, die sich direkt an den Endverbraucher richten. Trotz der oben genannten Prognose, nach der diese Kategorie lediglich den geringeren Teil am EC-Gesamtumsatz ausmachen wird, steht dieser Bereich im Mittelpunkt der EC-Diskussion. Dies liegt vor allem an der Entwicklung des WWW mit seiner immens ansteigenden Zahl von Benutzern109, die als Konsumenten auftreten können. Außerdem sind viele erfolgreiche Konzepte dieser Kategorie im Business to Business-Bereich anwendbar, in dem Unternehmen und nicht Endverbraucher als Kunden agieren.110 Das folgende Teilnehmerszenario zeigt auf, daß sich die Grenzen zwischen den Kategorien Business to Business und Business to Consumer auch überschneiden können. [...]

Arbeit zitieren:
Houzer, Martin März 1999: Internet-basierter Electronic Commerce, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
digitale Transaktion, Online-Shop Online-Mall Online-Auktion, World Wide Web WWW, Intermediäre, elektronische Märkte, elektronische Güter

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