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Internet-based Purchasing

Einsatz von E-Sourcing, E-Procurement & Warenterminbörsen im Einkauf

Internet-based Purchasing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Brinz
  • Abgabedatum: März 2001
  • Umfang: 102 Seiten
  • Dateigröße: 5,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Offenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4361-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4361-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4361-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brinz, Alexander März 2001: Internet-based Purchasing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: B2B, E-Business, E-Procurement, E-Sourcing, Warenterminbörsen

Diplomarbeit von Alexander Brinz

Einleitung:

Das Internet ermöglicht dem Einkauf, seine ineffiziente Rolle im Unternehmen zu verlassen und zum Trendsetter zu werden. Einkaufsabteilungen haben die Chance, durch Nutzung der modernen Techniken die Position des Unternehmens im globalen Wettbewerb zu stärken. Der Übergang zu neuen Möglichkeiten gelingt aber nur, wenn die Mitarbeiter im Einkauf mehr von neuen Spielregeln erfahren.

Die vorliegende Diplomarbeit beschreibt die Auswirkungen von E-Business und Warenterminbörsen auf den Einkauf. Sie zeigt, wie die Einkaufsprozesse in der zukünftigen, digitalen Welt ablaufen werden. Die Diplomarbeit vermittelt das Wissen, um die Internetauswirkungen einschätzen und die notwendigen Maßnahmen initiieren zu können.

Entstanden ist die Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit National GmbH & Co. KG. Ziel dieser Zusammenarbeit ist - Voraussetzungen zur Einführung von Internet-based Purchasing im Unternehmen zu schaffen.

Bei vielen Firmen wird das Internet immer noch als neuer, kostengünstiger Vertriebskanal gesehen, und E-Business/ E-Commerce fokussiert sich mehr oder weniger auf Informationsangebote auf den Webseiten - häufig noch ohne oder mit unzureichender Transaktions- und Abwicklungsfunktionalität. Solche Unternehmensbereiche, wie der Vertrieb, standen oft vor dem Einkauf, wenn es darum ging, neue Konzepte und Ansätze aus der Betriebswirtschaftslehre oder der Informations- und Kommunikationstechnik im Unternehmen zu adaptieren.

Die Situation hat sich in der letzten Zeit dramatisch verändert. Die anfängliche Euphorie im B2C-Geschäft, verliert mehr oder weniger an Kraft, siehe den katastrophalen Aktienkurs von Amazon. In der letzten Zeit wurde aber eine Reihe von Unternehmen gegründet, welche an Lösungen arbeiten, die das B2B-Geshäft, oder genauer gesagt Internet-based Purchasing, einführen und neu gestalten. Durch die Einzigartigkeit der Lösungen, welche von diesen neuen Firmen angeboten werden, wird dem B2B-Geschäft rosige Zukunft vorausgesagt. Die neuen Möglichkeiten in der Bestellabwicklung und der Verhandlungsaufnahme, aber auch eine Vielzahl von anderen Features bieten dem Einkauf nun die einmalige Chance die technologische Führerschaft im Unternehmen zu übernehmen.

Internet-basierender Einkauf stellt für viele Firmen den wichtigsten Hebel zur Steigerung von Ergebnis und Unternehmenswert dar. Ursache hierfür sind fundamentale Ineffizienzen und Intransparenzen bestehender Märkte, die durch das Internet entstandenen Möglichkeiten signifikant verringert werden können. Hierdurch lassen sich dramatische Einsparungen im Einkauf erzielen, die direkt (entsprechend dem Einkaufsanteil des Unternehmens an den Gesamtkosten) auf das Ergebnis durchschlagen. Schwerpunkt dieses ersten Kapitels ist es, die strategische Bedeutung der Einkaufsfunktion in einer immer stärker arbeitsteilig und spezialisiert organisierten Unternehmenslandschaft zu verdeutlichen und die These, dass bestehende Märkte fundamental ineffizient und intransparent sind, anhand ausgewählter Beispiele zu belegen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 4
Tabellenverzeichnis 5
Glossar 6
Vorwort 7
1. Einleitung 8
1.1 Heutige Einkaufsproblematik 8
1.1.1 Material- und Outsourcingkosten 8
1.1.2 Preisdifferenzierung 10
1.1.3 Marktintransparenz 11
1.2 Zieldefinition 12
1.3 Vorgehensweise 13
2. ABC-Analyse - Instrument zur Untergliederung von Internet-based Purchasing 14
3. E-Sourcing 16
3.1 Lieferantenlokalisierung und Produktsuche 16
3.1.1 Lieferantenverzeichnisse 16
3.1.1.1 Beispiel 16
3.1.1.2 Stärken 18
3.1.2 B2B-Marktplätze 19
3.1.2.1 Vertikale Marktplätze 19
3.1.2.2 Horizontale Marktplätze 20
3.1.2.3 Stärken 21
3.1.2.4 Schwächen 21
3.1.3 Pinboards 22
3.1.3.1 Beispiel 22
3.1.3.2 Stärken 24
3.1.3.3 Schwächen 24
3.2 Dynamic Pricing 25
3.2.1 Echtzeitausschreibungen (Request For Bid) 25
3.2.1.1 Beispiel 25
3.2.1.2 Stärken 28
3.2.1.3 Schwächen 28
3.2.2 Auktionen 29
3.2.2.1 Auktionsarten 29
3.2.2.2 Beispiel 30
3.2.2.3 Stärken 31
3.2.2.4 Schwächen 32
3.2.3 Pooling (Power-Bidding, Online-Konsortien) 33
3.2.3.1 Beispiel 33
3.2.3.2 Stärken 35
3.2.3.3 Schwächen 35
3.3 Fazit von E-Sourcing 36
4. E-Procurement (Direkte Bestellabwicklung) 37
4.1 Entwicklung der KPMG-Studie 38
4.1.1.1 Beschaffungsvolumen und Lieferantenstamm 38
4.1.1.2 Organisationsstruktur des Einkaufs 40
4.1.1.3 Abrechnungs- und Zahlungsmodus 40
4.1.1.4 EDV-gestützte Bestellabwicklung 41
4.1.1.5 Aufschlüsselung des Prozessablaufs 41
4.1.1.6 Optimierung der Arbeitsschritte 44
4.1.1.7 Stärken einer Prozessoptimierung: 45
4.1.1.8 Schlussfolgerungen der Studie 45
4.2 Organisationsformen von E-Procurement 46
4.2.1 Sell-Side-Lösung 48
4.2.1.1 Stärken 49
4.2.1.1 Schwächen 50
4.2.2 Marktplatz-, Content Broker-Lösung 51
4.2.2.1 ProNet 52
4.2.2.2 PurchaseCard 52
4.2.2.3 Grundidee von AirPlus 53
4.2.2.4 ProMIS 55
4.2.2.5 Stärken des AirPlus Systems für die angeschlossenen Lieferanten 56
4.2.2.6 Stärken des AirPlus Systems für das bestellende Unternehmen 56
4.2.2.7 Schwächen des AirPlus Systems 59
4.2.3 Buy-Side-Lösung 60
4.2.3.1 Marktüberblick 60
4.2.3.2 Grundzüge von ProcureCA Lösung 61
4.2.3.3 Ergebnisse von ProcureCA 64
4.2.3.4 Stärken von ProcureCA 65
4.2.4 Exkurs: Einsatz eines Katalogsystems im E-Procurement 66
4.2.4.1 Aufbau eines Katalogsystems 67
4.2.4.2 Integration von verschiedenen Daten und Katalogen 67
4.2.4.3 Navigation und Suche 68
4.2.4.4 Anforderungen an einen Katalog 69
4.3 Fazit von E-Procurement 70
5. Anbindung von Warenterminbörsen 72
5.1 Historische Entwicklung der Warenterminmärkte 72
5.2 Darstellung wichtiger Begriffe und Zusammenhänge 74
5.2.1 Future 74
5.2.2 Warenterminbörse als Preissicherungsinstrument 75
5.2.2.1 Vereinfachtes Beispiel - Long Hedge 75
5.2.2.2 Vereinfachtes Beispiel - Short Hedge 76
5.2.3 Clearing-Stelle 77
5.2.4 Margin 78
5.2.5 Börsenteilnehmer 79
5.2.6 Hebelwirkung 79
5.2.7 Preisfindung 80
5.2.8 Marktüberwachung 80
5.3 Kalkulation eines Warentermingeschäftes 81
5.4 Risiken im Warenterminhandel für Preisabsicherer 84
6. Resümee 88
Literaturverzeichnis und Internet-links 89
Eidesstattliche Versicherung 91
Anhang 92

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nach Abschluss einer Pilotphase mit den beiden Firmen ABB Hochspannungstechnik AG und ABB Daimler Benz AG führte das Card Center der UBS AG im Frühjahr 1999 VISA Purchasing in der Schweiz ein. Hauptgrund für den Einstieg in das VISA Purchasing Projekt war für ABB Hochspannungstechnik die hohen Prozesskosten für Hilfs- und Produktionsmaterial. Der Beschaffungsprozess für C-Material war zu aufwendig. Oftmals überstiegen die Prozesskosten den Warenwert der Bestellung. Ziel war es, die Kosten für Kleinanschaffungen zu senken und somit die Konzentration der Einkäufer auf die Beschaffung von C-Gütern zu richten. Ebenfalls sollte der Arbeitsablauf in der Rechnungsprüfung erheblich optimiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Card Center der UBS AG in Glattbrugg, führten die beiden Firmen ABB Hochspannungstechnik und Adtranz die Pilotanwendung durch. Kommentar von Herrn M. Egger, Supply Manager bei ABB Hochspannungstechnik AG: "In der Pilotphase konnten die einzelnen Prozess-Schritte der PurchaseCard ausführlich getestet werden. Die Resultate entsprechen weitgehend unseren Erwartungen bezüglich Effizienz und Einsparungspotential (siehe Tabelle). In diesem Zusammenhang dürfen wir auch auf die gute Akzeptanz dieses Systems durch unsere Mitarbeiter hinweisen, welche maßgeblich zum positiven Resultat beigetragen haben. Wir sind überzeugt, mit der PurchaseCard ein Instrument evaluiert zu haben, welches effizient das Beschaffungssegment "C-Teile" abdeckt. Im weiteren Ausbau denken wir, auch noch weitere Warengruppen über dieses System abzuwickeln. In Zukunft wird die Purchasing Card sicherlich ein fester Bestandteil des Beschaffungsprozesses innerhalb der ABB Hochspannungstechnik AG darstellen". [...]

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern gibt es bereits Anbieter von PurchaseCard Systemen. Hier lohnt es sich die Erfahrungen mit VISA Purchasing in den USA und England zu präsentieren. 22 VISA Purchasing ist heute in den USA bereits weit verbreitet und wurde 1993 auch in Großbritannien eingeführt. Erfahrungen aus diesen Märkten belegen das große Einsparungspotential. So hat sich die British Oxigene Company in Großbritannien für VISA Purchasing entschieden, um die Verfahren für Einkauf und Bezahlung geringwertiger Waren zu straffen. Das Unternehmen hatte berechnet, dass es sich bei 59.9 % aller finanziellen Transaktionen um Summen unter 250 Pfund handelte, die insgesamt gerade einmal 3,3 % aller Ausgaben ausmachten. VISA Purchasing macht 30000 Bestellformulare und 50000 Einzelrechnungen überflüssig. Die auf diese Weise erzielten Kosteneinsparungen wurden von der Firma auf über 200000 Pfund pro Jahr geschätzt. Heute werden 220 PurchaseCards in der Hauptverwaltung und in 30 Filialen genutzt. Im letzten Jahr hat die englische Regierung beschlossen, VISA Purchasing in allen Bereichen der nationalen Verwaltung einzuführen. 1,75 Mio. Einkäufe von C-Gütern sollen neu über dieses Einkaufssystem abgewickelt werden. VISA Purchasing wird – so ein Regierungsvertreter – einen wichtigen Beitrag zur besseren Kontrolle der öffentlichen Ausgaben leisten und dem Staat jährliche Einsparungen von über £ 70 Mio. bringen. [...]

Die Lieferantenkataloge werden automatisch aktualisiert, dadurch bekommt das Unternehmen immer die neuesten Daten zur Verfügung Rationalisierungspotential Die Auslagerung wesentlicher Teilfunktionen des Beschaffungsprozesses reduziert den unternehmensinternen Aufwand und führt zu einer schnelleren und kostengünstigeren Abwicklung. Durch die Dezentralisierung des Einkaufsprozesses wird gewährleistet, dass Bestellungen dort vorgenommen werden können, wo der Bedarf tatsächlich anfällt. Aufwendige Autorisierungsprozesse für Waren mit geringem Wert werden durch dieses System vermieden. Gleichzeitig wird die Transparenz im CMaterialbereich stark verbessert. Die Einkaufsabteilung wird von der Bestellung von Nichtproduktionsgütern und CMaterial entlastet und kann sich somit intensiver auf die A und B Produkte und deren strategische Beschaffung konzentrieren. Dies ermöglicht Rationalisierungen, die sonst nicht zu erzielen wären. Durch bedarfsorientierte Bestellung und die direkte Anlieferung an den Ort des Verbrauchs wird die Logistik entlastet (Anzahl Vorgänge und Nachfragen) und die Durchlaufzeiten der Waren wesentlich beschleunigt. Zwischenlager können auf kleinere Einheiten dezentralisiert werden. Siehe Abbildung 30, aber auch die Studie von KPMG. [...]

Arbeit zitieren:
Brinz, Alexander März 2001: Internet-based Purchasing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
B2B, E-Business, E-Procurement, E-Sourcing, Warenterminbörsen

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