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Das Internet als absatzpolitisches Kommunikations-Medium unter besonderer Berücksichtigung sicherheitstechnischer und rechtlicher Aspekte

Das Internet als absatzpolitisches Kommunikations-Medium unter besonderer Berücksichtigung sicherheitstechnischer und rechtlicher Aspekte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulf Just
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 774,5 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule Bremen, University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2280-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2280-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2280-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Just, Ulf Dezember 1999: Das Internet als absatzpolitisches Kommunikations-Medium unter besonderer Berücksichtigung sicherheitstechnischer und rechtlicher Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Sicherheit, Kommunikation, Digitale Signatur, Recht

Diplomarbeit von Ulf Just

Einleitung:

Die Multimedia-Industrie gilt als Schlüsselbranche des 21. Jahrhunderts. Vernetzung und Virtualisierung, Interaktion und Kooperation bezeichnen den Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Internet hat sich zur Kommunikations-Infrastruktur entwickelt.

Mit der globalen Ausweitung des Internets auf immer größere Publikumskreise steigt auch die Bedeutung des Word Wide Webs (WWW) als Werbemedium. Das Jahr 1997 brachte nach Auffassung des Internet Advertising Bureau (IAB) den Durchbruch für die Online Werbung: 1997 wurde das Potential für Internetwerbung auf 906 Mio. US$ eingeschätzt. Im Jahr 1998 sollen die Online-Werbeumsätze auf 1,5 Mrd. US$ gestiegen sein und bis zum Jahr 2003 soll sich das Volumen der Internet-Werbung auf ca. 15 Mrd. US$ ausgeweitet haben.

Internationale Marktforscher gehen davon aus, dass sich die Bundesrepublik Deutschland bis zur Jahrtausendwende zum wichtigsten Online-Werbemarkt entwickeln wird. Die Einkünfte von Online-Werbeträgern explodieren bis zum Jahre 2002 von derzeit ca. 50 Mio. auf ca. 450 Millionen Mark. Der Internet-Auftritt soll neue Vertriebskanäle erschließen und Umsätze generieren. Vor allem in der Investitionsgüterbranche und im Dienstleitungsgewerbe hat sich die Nutzung von Online-Medien zu Werbezwecken im letzten Jahr deutlich erhöht.

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Einsatzmöglichkeiten des Internet aus kommunikationspolitischer Sicht aufgezeigt werden. Da das Internet in einigen Punkten Unterschiede zu traditionellen Medien aufweist, werden diese Besonderheiten des Internet als Kommunikationsmedium ein wesentlicher Bestandteil der folgenden Untersuchungen sein.

Ferner sollen ausgewählte Internet-Dienste sowohl hinsichtlich ihrer grundsätzlichen Eignung als Kommunikationsmedium analysiert werden, als auch einer näheren Betrachtung unter Berücksichtigung sicherheitstechnischer sowie rechtlicher Aspekte unterzogen werden, da speziell in diesen Bereichen bei den Internetnutzern noch sehr viel Unsicherheit herrscht.

Zunächst sollen die Grundlagen des Internet beschrieben werden, um dem Leser den Einstieg in die Internet-Materie zu erleichtern und eine Grundlage zum weiteren Verständnis der Untersuchung zu schaffen. An dieser Stelle werden die vorhandenen Internet-Dienste kurz beschrieben und hinsichtlich ihrer Eignung für kommerzielle Zwecke beurteilt, wobei nur positiv beurteilte Dienste in der weiteren Betrachtung berücksichtigt werden.

Im darauffolgenden Teil findet zunächst eine Einordnung des Internet in den Marketing-Mix eines Unternehmens statt. Ferner werden die Besonderheit der Internetkommunikation beschrieben und daraus Anwendungsmöglichkeiten der einzelnen Internetdienste im Rahmen der Kommunikationspolitik abgeleitet.

Da die Sicherheitsbedenken vieler Internetnutzer einen wesentlichen Faktor für kommerzielle Nutzung des Internet darstellen, werden die zuvor beschriebenen Anwendungsmöglichkeiten auf sicherheitstechnische Risiken untersucht und mögliche Schutzmechanismen vorgestellt, um die Sicherheit zu erhöhen.

Weil ferner das Internet häufig noch als rechtsfreier Raum betrachtet wird, obwohl sich die Rechtsprechung schon seit einiger Zeit diesem Medium angenommen hat, werden im vierten Teil die rechtlichen Bestimmungen, die für die kommerzielle Nutzung des Internet von Interesse sind, vorgestellt.

Abschließend wird ein Ausblick in die Zukunft gewagt, der das enorme Potential des Mediums "Internet" verdeutlichen soll.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 5
1.1 Themenbegründung 5
1.2 Zielsetzung der Arbeit 6
1.3 Aufbau der Arbeit 6
2. Das Internet 7
2.1 Historische Entwicklung 7
2.2 Technische Grundlagen 9
2.3 Organisation und Kontrolle 10
2.4 Nutzerstruktur 11
2.5 Dienste des Internet 15
2.5.1 File Transfer Protocol 15
2.5.2 Electronic mail 15
2.5.3 Usenet Newsgroups 16
2.5.4 Mailing lists 17
2.5.5 Das World Wide Web 17
3. Kommunikationspolitik 18
3.1 Marketingkommunikation im Internet 19
3.1.1 Hypermedialität 20
3.1.2 Interaktivität 21
3.1.3 Anytime- und Anywhere-Verfügbarkeit 22
3.2 Besonderheiten der Marketingkommunikation im Internet 22
3.2.1 Übergang von Push-Strategien zu Pull-Strategien 22
3.2.2 Zielgruppenoptimierung 24
3.2.3 Information statt Emotion 26
3.3 Formen der Kommunikationspolitik im Internet 26
3.3.1 Formen der indirekten Kommunikation 27
3.3.1.1 Formen der indirekten Kommunikation im World Wide Web 27
3.3.1.2 Public Relations und Verkaufsförderung im World Wide Web 30
3.3.2 Formen der direkten Kommunikation 32
3.3.2.1 Direktwerbung mittels E-Mail 32
3.3.2.2 Formen der direkten Kommunikation durch Usenet News und Mailinglisten 33
3.3.2.3 Formen der direkten Kommunikation durch das World Wide Web 35
4. Sicherheit 36
4.1 Nutzung von Kryptografieverfahren im Internet 36
4.2 Sicherheit bei der Nutzung von E-mail 37
4.2.1 Risiken 38
4.2.1.1 Erstellen von Kommunikationsprofilen des Absenders 38
4.2.1.2 Einsehen von privaten bzw. vertraulichen Nachrichten 38
4.2.1.3 Verändern und Verfälschen von Nachrichten 39
4.2.1.4 Transfer von Viren und gefährlichen Programmen in das System 39
4.2.1.5 Verlust der Email bei der Übertragung 39
4.2.2 Schutzmöglichkeiten 40
4.2.2.1 Einsatz von PEM und PGP zur Verschlüsselung 40
4.2.2.2 Einsatz von S/MIME zur Verschlüsselung 41
4.2.2.3 Verwendung von Anonymous Remailern 42
4.2.2.4 Einsatz von Anti-Viren-Programmen 42
4.3 Sicherheit bei Nutzung des WWW 43
4.3.1 Risiken 43
4.3.1.1 Abfangen der gesendeten Informationen (Web-Spoofing) 44
4.3.1.2 Erstellung von Profilen über Surf-Gewohnheiten des Nutzers 44
4.3.2 Schutzmöglichkeiten 45
4.3.2.1 Aktivieren der Warnmeldungen des Browsers 45
4.3.2.2 Einsatz von Verschlüsselungsmethoden 45
4.3.2.3 Verwendung von Anonymisierungsdiensten 46
4.4 Sicherheit bei Cookies 47
4.4.1 Risiken 48
4.4.1.1 Erstellung von Profilen über "Surf-Gewohnheiten" des Nutzers 48
4.4.2 Schutzmöglichkeiten 49
4.4.2.1 Deaktivieren des Cookies-Mechanismus im Browser 49
4.4.2.2 Aktivieren der Ausgabe von Warnmeldungen im Browser 49
4.4.2.3 Verhindern der dauerhaften Haltung von Cookies 49
4.5 Sicherheit der Zahlung im Internet 50
4.5.1 SET-Standard 50
4.5.2 Cyber Cash 51
4.5.3 E-Cash 52
4.5.4 X-Pay 53
4.6 Digitales Signaturverfahren 54
4.6.1 Begriffsbestimmung 54
4.6.2 Trust Center 55
5. Rechtliche Aspekte bei der kommerziellen Internetnutzung 56
5.1 Der elektronische Vertragsabschluß 57
5.1.1 Rechtsgültigkeit von elektronischen Vertragsabschlüssen 57
5.1.2 Dokumentations- und Beweisproblematik 58
5.1.3 Einbeziehung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen 59
5.2 Kennzeichenrecht im Internet 61
5.2.1 Das Domain-Namen-System 61
5.2.1.1 Funktion der Domain-Namen 62
5.2.1.2 Struktur der Domain-Namen 63
5.2.1.3 Vergabe der Domain-Namen 64
5.2.1.4 Rechtliche Betrachtung des Domain-Grabbings 66
5.3 Rechtliche Grenzen der Internet-Werbung 68
5.3.1 Rechtliche Beurteilung der E-Mail-Werbung 69
5.3.2 Rechtliche Beurteilung der Werbung im WWW 72
5.3.2.1 Trennungsgebot von Werbung und redaktionellem Inhalt 72
6. Ausblick 73
Abkürzungsverzeichnis 76
Abbildungsverzeichnis 78
Literaturverzeichnis 79
Internetquellenverzeichnis 86
Ehrenwörtliche Erklärung 88

Automatisiert erstellter Textauszug:

dem öffentlichen Schlüssel des Nutzers A entschlüsseln. Gleichzeitig kann Nutzer B durch Hashing eine Quersumme der von ihm bereits entschlüsselten Nachricht bilden und kann die beiden Quersummen vergleichen. Bei Übereinstimmung der beiden Quersummen ist die Nachricht unverändert und der Absender ist wirklich der Besitzer des öffentlichen Schlüssels. PGP und PEM sind sehr wirkungsvolle Methoden gegen Einsehen, Verändern oder Verfälschen von E-mail-Inhalten. Für private Nutzung können diese Programme teilweise kostenlos bezogen werden.97 4.2.2.2 Einsatz von S/MIME zur Verschlüsselung S/MIME (Secure Mutipurpose Internet Mail Extension) ist ein weiterer Sicherheitsstandard, um einen sicheren E-mail-Versand zu ermöglichen. Die S/MIME-Verschlüsselung basiert ebenfalls auf dem RSAVerschlüsselungsalgorithmus. S/MIME bietet zusätzlich zur Wahrung der Vertraulichkeit und Integrität der E-mail (durch Verwendung von Verrschlüsselungsalgorithmen) einen Authentifizierungsmechanismus. Da S/MIME auf dem MIME-Standard aufsetzt, ist die Integration in gängige Email-Applikationen im Gegensatz zu PGP bzw. PEM einfacher. Um eine verschlüsselte E-mail mit S/MIME zu verschicken, muß der Nutzer über ein Zertifikat eines Trustcenters98 verfügen. Dieses Zertifikat garantiert die Echtheit des öffentlichen Schlüssels des Nutzers. Das heruntergeladene Zertifikat wird automatisch in die Email-Umgebung eingefügt und kann verwendet werden. Um nun anderen Nutzern verschlüsselte E-mail zu senden, ist der gegenseitige Austausch der öffentlichen Schlüssel notwendig. Hierzu ist das einmalige Verschicken einer signierten E-mail notwendig. Über diese signierte E-mail kann der Empfänger den öffentlichen Schlüssel des Absenders in die Schlüsselverwaltung der Email-Applikation übernehmen und damit verschlüsselte E-mail an den Besitzer dieses öffentlichen Schlüssels schicken.99 [...]

4.2.2 Schutzmöglichkeiten Mit zusätzlichen technischen Hilfsmitteln kann die Sicherheit bei der Nutzung von E-mail erhöht werden. Besonders die Kryptografie spielt in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Im folgenden werden Mechanismen, die die Sicherheit bei E-mail erhöhen, vorgestellt: 4.2.2.1 Einsatz von PEM und PGP zur Verschlüsselung PEM (Privacy Enhanced Mail) und PGP (Pretty Good Privacy) sind Verfahren, die das Verschlüsseln bzw. Signieren von Nachrichten zulassen. Beide Verfahren setzen an den Verschlüsselungsalgorithmus RSA an, der auf einem Zwei-Schlüssel-Prinzip (public key) basiert.95 Bei diesem Verfahren besitzt jeder Nutzer zwei verschiedene Schlüssel: einen geheimen Schlüssel, der nur ihm bekannt ist und einen öffentlichen Schlüssel, der anderen Teilnehmern im Netz zugänglich gemacht werden muß. Hierzu sind entsprechende Schlüsselverwaltungs-Instanzen, sog. Key-Server, notwendig, die die Verteilung der öffentlichen Schlüssel an andere Internet-Teilnehmer übernehmen. Die notwendigen Schlüssel kann der Nutzer selbständig mit Hilfe der Programme generieren.96 Will ein Nutzer A an einen Nutzer B eine verschlüsselte Nachricht schicken, so verschlüsselt A diese Nachricht mit dem öffentlichen Schlüssel von B. Nur B kann die empfangene Nachricht mit seinem geheimen Schlüssel, den nur er kennt, entschlüsseln. Hiermit ist gewährleistet, daß auch nur der Nutzer B die Nachricht lesen kann. Um auch die Authentizität, damit ist die sichere Identifikation des Nutzers A gemeint, sicherzustellen, ist eine Signierung der Nachricht durch Nutzer A erforderlich. Hierzu verschlüsselt der Nutzer A eine durch sogenanntes Hashing gebildete Quersumme der Nachricht mit seinem geheimen Schlüssel und schickt diese mit. Der Nutzer B kann diese Quersumme mit [...]

4.2.1.3 Verändern und Verfälschen von Nachrichten Der Systemadministrator der MTA's ist jederzeit in der Lage, eingegangene bzw. weiterzuleitende Emails zu verändern und zu verfälschen. Weiterhin ist auch normalen Nutzern über das Ändern der Absenderdaten möglich, unter falschem Absender E-mails zu verschicken. Dies kann unter Umständen dem Absender erheblichen Schaden zufügen, falls beispielsweise wichtige Erkenntnisse oder auch Entscheidungen über E-mail mitgeteilt werden. 4.2.1.4 Transfer von Viren und gefährlichen Programmen in das System Die Möglichkeit, beliebige Dokumente bzw. Dateien an eine E-mail anzuhängen, ist eine komfortable Möglichkeit des Dateitransfers. Jedoch bringt sie erhebliche Gefahren mit sich. An eine E-mail angehängte Dateien können Viren enthalten, die das System infizieren. Dies kann dazu führen, daß Applikationen wie die Textverarbeitung funktionsunfähig werden, die Festplatte gelöscht wird oder sich der Virus über E-mail weiterverbreitet. Im Juni 1999 verbreitete sich beispielsweise innerhalb weniger Tage ein Virus namens „Worm.ExploreZip“ weltweit als Anhang über den E-MailDienst und richtete in internationalen Konzernen wie Boing, General Electric und Compaq erheblichen Schaden an. Selbst der führende Softwarekonzern Microsoft wurde Opfer dieses Virus.93 4.2.1.5 Verlust der Email bei der Übertragung Der E-mail-Versandmechanismus (vergleichbar mit der Zustellung einer Postkarte) garantiert keine hundertprozentige Zustellung der Email.94 Es ist durchaus möglich, daß ein Systemadministrator eines MTA vorsätzlich den Weitertransport einer E-mail beispielsweise durch Löschen unterdrückt oder aufgrund von technischen Mängeln während der Übertragung eine E-mail verloren geht. Dieses Problem ist besonders bei der Abwicklung von wichtigen Interaktionen über E-mail zu [...]

Arbeit zitieren:
Just, Ulf Dezember 1999: Das Internet als absatzpolitisches Kommunikations-Medium unter besonderer Berücksichtigung sicherheitstechnischer und rechtlicher Aspekte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Sicherheit, Kommunikation, Digitale Signatur, Recht

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