Das Internet im Reisebüro
Empirische Untersuchung potentieller Auswirkungen auf Vertrieb und Standorte
- Art: Magisterarbeit
- Autor: Alina Mühlbauer
- Abgabedatum: Juli 2002
- Umfang: 156 Seiten
- Dateigröße: 2,6 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5837-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5837-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5837-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mühlbauer, Alina Juli 2002: Das Internet im Reisebüro, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Tourismusvertrieb, Reisebranche, E-Commerce, Online-Tourismus, Strukturwandel
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Magisterarbeit von Alina Mühlbauer
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Mediums Internet auf die Reisebürobranche in Deutschland.
Der erste Teil der Arbeit beinhaltet eine ausführliche Darstellung theoretischer Grundlagen. Hier wird detailliert auf die folgenden Aspekte des Tourismus eingegangen: die touristische Wertschöpfungskette und Modelle des Tourismusvertriebs, der Reisebüromarkt in Deutschland sowie Anbieter- und Nachfragerstrukturen des Tourismusvertriebs im Internet. Aus den hieraus gewonnenen Erkenntnissen werden anschließend Forschungsthesen abgeleitet, die den Untersuchungsgegenstand des empirischen Teils der Arbeit bilden.
Die empirische Untersuchung wurde als eine qualitative Erhebung mittels eines Online-Fragebogens durchgeführt. Dabei wurden 15 Experten aus stationären Reisebüros verschiedener Organisationsformen befragt.
Die Untersuchung gliedert sich im Wesentlichen in vier Themenbereiche:
- Chancen des Internetvertriebs für stationäre Reisebüros.
- Risiken des Internetvertriebs für stationäre Reisebüros.
- Standortbezogene Auswirkungen.
- Strategische Maßnahmen.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden analysiert und ausgewertet. Die aus den Thesen und deren Überprüfung resultierenden Synthesen liefern aktuelle Experteneinschätzungen, Trends und Prognosen zu den oben genannten vier Themenbereichen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Kartenverzeichnis | VIII | |
| Zusammenfassung | IX | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 1.2 | Konzeption und Aufbau der Arbeit | 4 |
| 2. | Grundlagen des Tourismusvertriebs | 6 |
| 2.1 | Der Tourismusbegriff | 6 |
| 2.2 | Akteure und Wertschöpfung | 9 |
| 2.2.1 | Veränderungen des Nachfrageverhaltens | 12 |
| 2.2.2 | Computerreservierungssysteme (CRS) | 13 |
| 2.3 | Das touristische Produkt | 15 |
| 2.3.1 | Charakteristika touristischer Dienstleistungen | 17 |
| 2.3.2 | Eignung für den elektronischen Vertrieb | 19 |
| 2.4 | Modelle des Tourismusvertriebs | 22 |
| 3. | Der Reisebüromarkt in Deutschland | 25 |
| 3.1 | Definition | 25 |
| 3.2 | Das Produkt: die Vermittlungsleistung | 27 |
| 3.3 | Reisebüronutzung durch Reisende | 29 |
| 3.4 | Die Struktur der Reisebürobranche | 34 |
| 3.4.1 | Organisationsformen | 37 |
| 3.4.2 | Verflechtungen und Konzentrationsprozesse | 42 |
| 4. | Die Struktur des Tourismusvertriebs im Internet | 44 |
| 4.1 | Grundlagen des Internetvertriebs | 44 |
| 4.1.1 | Internet und E-Commerce | 44 |
| 4.1.2 | Raum- und Zeitüberbrückung | 47 |
| 4.2 | Die Nachfrager touristischer Leistungen im Internet | 50 |
| 4.2.1 | Akzeptanz | 50 |
| 4.2.2 | Demographische Daten | 54 |
| 4.2.3 | Gesamteuropäischer Vergleich | 56 |
| 4.3 | Die Anbieter touristischer Leistungen im Internet | 58 |
| 4.3.1 | Leistungsträger | 58 |
| 4.3.1.1 | Hotels und Pensionen | 59 |
| 4.3.1.2 | Fluggesellschaften | 60 |
| 4.3.2 | Reiseveranstalter | 61 |
| 4.3.3 | Computerreservierungssysteme | 63 |
| 4.3.4 | Virtuelle Reisebüros | 65 |
| 4.3.5 | Elektronische Marktplätze | 66 |
| 4.3.6 | Rangfolge der Anbieter | 67 |
| 5. | Zusammenfassung: Bedeutung des Internetvertriebs für die einzelnen Akteure | 70 |
| 6. | Empirische Untersuchung | 73 |
| 6.1 | Methodik | 73 |
| 6.1.1 | Gestaltung des Fragebogens | 77 |
| 6.1.2 | Pretest | 77 |
| 6.1.3 | Hauptuntersuchung | 78 |
| 6.2 | Allgemeine Branchenentwicklung | 78 |
| 6.3 | Nutzung des Internet im Reisebüro | 81 |
| 6.4 | Chancen der Internetnutzung für Reisebüros | 85 |
| 6.4.1 | Produktpräsentation/Leistungsangebot | 85 |
| 6.4.2 | Kundenbindung | 87 |
| 6.4.3 | Zeitliche und räumliche Unabhängigkeit | 88 |
| 6.5 | Risiken des Internetvertriebs für Reisebüros | 93 |
| 6.5.1 | Veränderungen der Branchenstruktur | 93 |
| 6.5.2 | Wettbewerbsverlagerungen | 96 |
| 6.5.3 | Konzentrationstendenzen | 99 |
| 6.5.4 | Marktransparenz | 101 |
| 6.6 | Standortbezogene Auswirkungen | 103 |
| 6.6.1 | Regionale Verteilung und innerstädtische Lage | 105 |
| 6.6.2 | Implikationen auf die Standortentscheidung | 110 |
| 6.7 | Strategische Maßnahmen | 113 |
| 6.8 | Neueste Entwicklungen | 118 |
| 7. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 122 |
| Literaturverzeichnis | IX | |
| Expertenverzeichnis | XXV | |
| Versicherung | XXVII | |
| Anhang | XXVIII |
Diese 40 Prozent setzen sich aus allen Organisationsformen zusammen. Bezüglich des Standortes ist jedoch ein deutlicher regionaler Bezug dieser Gruppe zu erkennen. Die Reisebüros, die ihren Aktionsraum nach Österreich, der Schweiz und Italien ausgeweitet haben, befinden sich mit Ausnahme eines selbständigen Einzelbüros ausschließlich in den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern. Ein selbständiges Reisebüro mit dem Standort Frankenberg in Sachsen verzeichnet durch die Internetpräsenz Buchungseingänge aus Tschechien, ein weiteres Reisebüro derselben Organisationsform mit Standort Berlin konnte den Markt auf Dänemark ausweiten. Der Vergleich dieser Ergebnisse lässt darauf schließen, dass trotz der theoretischen Ortsunabhängigkeit eines Reisebüros mit Internetpräsenz der physische Standort, beziehungsweise die räumliche Nähe zu ihm, aus Nachfragersicht eine bedeutende Rolle spielt. [...]
durch Foren, Linklisten, Nutzung des Intranets und durch die aktive Einbindung von Zusatzinformationen in den Beratungsprozess. 73 Prozent der Befragten sehen jedoch nicht die Notwendigkeit, diese Informationen multimedial auf der Internetseite darzustellen (durch Video-Streams, Musikuntermalung, Beratung per Webcam o.ä.). Die Experten sind der Meinung, dass eine solche Umsetzung zu aufwendig und mit zu langen Ladezeiten verbunden ist, da die Technik noch nicht ausgereift genug ist. Der Unternehmensberater ROLAND BERGER hingegen sieht in den Darstellungsmöglichkeiten des Internet den zentralen Mehrwert dieses Mediums. „Das Internet als Schnittstelle zum Kunden wird massiv an Bedeutung gewinnen, da es flexibler ist und stärker emotionalisieren kann als reine Printmedien. Wir erwarten, dass in Zukunft aufwendige, breitbandbetriebene ReiseAnimationsmaschinen vorzugsweise in einem neuen Typ Reisebüro zu finden sein werden“ (BERGER 2000, S. 102). [...]
Die Abbildung 16 verdeutlicht die Struktur der Online-Buchungen bei den befragten Reisebüros. Es zeigt sich eine deutliche Dominanz in der Vermittlung von Flugtickets, Last-Minute-Reisen und Mietwagenreservierungen. Als Gründe wurden die in Kapitel 2.2.2 bereits beschriebenen Aspekte der Komplexität, der Beratungsintensität und des Involvment-Niveaus angeführt, die bei diesen Produkten nur in geringem Maße Ausprägung finden. Somit eigenen sich diese drei Produktgruppen besonders für den OnlineVertrieb. BARCZAITIS sieht zudem zukünftig in der Online-Vermittlung von Pauschalreisen ein großes Potential. „Die derzeitige Nutzergruppe ist weniger die Familie sondern die Dinks39, welche ad hoc entscheiden können und mehrere Urlaube im Jahr buchen. Die Reiseaffinität unserer Marken, insbesondere der Marke Neckermann, erlaubt eine vergleichsweise hohe Zahl von online-verkauften Pauschalreisen“ (BARCZAITIS*, 06/2002). [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832458379
Arbeit zitieren:
Mühlbauer, Alina Juli 2002: Das Internet im Reisebüro, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Tourismusvertrieb, Reisebranche, E-Commerce, Online-Tourismus, Strukturwandel



