Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Der Internet-Press-Room als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus

Der Internet-Press-Room als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Katja Stöcker
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 202 Seiten
  • Dateigröße: 1,1 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Universität Leipzig Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7306-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7306-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7306-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Stöcker, Katja Juni 2003: Der Internet-Press-Room als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Telekommunikation, Online PR, Mobilfunk, Mobiltelefon, Presse

Magisterarbeit von Katja Stöcker

Einleitung:

„Es ist ein Tanz. Und wenn wir miteinander tanzen, einen Foxtrott oder einen Blues, dann ist die Frage, wie sehr beeinflussen sie [die Journalisten] mich, selbst wenn ich führe. Natürlich beeinflussen mich die Journalisten, denn wenn sie hüftstark sind, dann muss ich anders tanzen als wenn sie 1,60m groß sind.“ Tanzen? Dazu gehören im Allgemeinen zwei Personen, die sich im Rhythmus aneinander anpassen, sich beim Schwung über das Parkett beeinflussen und letzten Endes einen gemeinsamen Tanz ermöglichen. Wie der PR-Mitarbeiter im eingangs erwähnten Zitat beschreibt, trifft das Bild des Tanzes offenbar auch auf die Berufsgruppen der PR und des Journalismus zu: Es kommt zum gegenseitigen Anpassen, Beeinflussen und Ermöglichen. Sich aufeinander einstellen, die Befindlichkeiten des anderen kennen und diese beachten – das sind Postulate, die für einen gelungenen Foxtrott oder Blues genauso unabdingbar sind wie für die Arbeit der PR-Mitarbeiter und Journalisten.

Der Journalist würde ohne die Information aus der PR-Abteilung eines Unternehmens seinen Fachartikel vermutlich nur schwer schreiben können. Ebenso würde der PR-Mitarbeiter ohne die Journalisten auf mühsamere Weise die Unternehmensinformationen an die breite Öffentlichkeit oder zu einzelnen Zielgruppen bringen.

Offen ist, inwieweit die PR-Seite die Journalisten beeinflusst und sich an deren Regeln und Routinen anpasst. Natürlich ist es auch wichtig zu klären, inwieweit die Journalisten die PR-Mitarbeiter beeinflussen und sich an deren Arbeitsweisen anpassen.

Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus ist in der Kommunikationswissenschaft ein oft thematisiertes Forschungsfeld. Meist wurde dieses im Zusammenhang mit der Berichterstattung in Tageszeitungen (Politik, Wirtschaft, Sport, Lokales etc.) untersucht. Die Befunde sind heterogen und führen zu unterschiedlichen wissenschaftlichen Rückschlüssen. Studien zu sehr speziellen Fachbereichen stehen noch aus.

Die vorliegende Arbeit will nach der theoretischen Einordnung als erstes Forschungsziel überprüfen, wie sich das Verhältnis zwischen PR und Journalismus mit Hilfe eines Basismodells speziell in der deutschen Mobiltelefon-Hersteller-Branche beschreiben lässt. Ausgangspunkt für die Darstellung der Einflussbeziehungen zwischen den PR-Mitarbeitern und Fachjournalisten ist das Internet. Das zweite Forschungsziel besteht damit in der Bestandsaufnahme von Internet Press Rooms der am deutschen Markt aktiven Mobiltelefon-Hersteller. Diese werden als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus betrachtet.

Dabei interessiert die Autorin besonders die Frage, inwieweit diese Internet Press Rooms Potential zur Beeinflussung der Fachjournalisten besitzen, und ob sich in diesem Teil der Unternehmens-Website an journalistische Bedürfnisse angepasst wird. Auch die andere Richtung einer möglichen Beeinflussung und Anpassung wird, wenn auch untergeordnet, untersucht. Beide Berufsgruppen werden zusätzlich in Leitfadengesprächen zu den Internet Press Rooms und dem Verhältnis zwischen PR und Journalismus befragt.

Tanzen sie zusammen oder jeder für sich? Wer wird am Ende Tanzkönig oder ergeben sie in dieser Fachbranche nur zusammen ein wirklich schönes (Tanz-)Paar?

Aufbau der Arbeit:

Diese Arbeit besteht aus einem Theorie- und einem Empirieteil. Als theoretischer Rahmen werden im Kapitel ‚Public Relations und Journalismus’ diese Begriffe systemtheoretisch eingeordnet sowie wichtige Studien und Modelle zu den ‚Intersystem-Beziehungen’ erklärt und diskutiert. Um sich dem Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit zu nähern, werden anschließend Grundlagen zur ‚Unternehmenskommunikation’ vermittelt. Das darauffolgende Kapitel ‚PR im Internet’ betrachtet diesen konkreten Anwendungsbereich der Unternehmenskommunikation. Die Rahmenbedingungen der empirischen Untersuchungen werden im abschließenden Kapitel des Theorieteils gesteckt, indem der ‚Internet Press Room’, der ein Beispiel für Online Relations als Verfahren der Unternehmens-PR darstellt, begrifflich eingeführt und seine Bestandteile erklärt werden. Im ‚Fazit des Theorieteils’ soll der Übergang zum Empirieteil erleichtert werden.

Der Empirieteil dieser Arbeit bezieht sich auf die Überprüfung der Intersystem-Beziehungen anhand von Untersuchungen zu den Internet Press Rooms der am deutschen Markt aktiven Mobiltelefon-Hersteller. Nach der Beschreibung des ‚Untersuchungsdesigns’ wird ein Überblick über den ‚Mobiltelefon-Hersteller-Markt Deutschland’ gegeben. Im Hauptabschnitt des Empirieteils kommt es zur Darstellung und Diskussion der ‚Ergebnisse der empirischen Untersuchungen’. Als Abschluss des Empirieteils sollen die Herausforderungen bei der Anwendbarkeit des theoretischen Basismodells reflektiert werden.

Im Kapitel ‚Schlussbetrachtung und Ausblick’ werden die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit resümiert sowie Vorschläge für weiterführende Forschungen zu Internet Press Rooms und dem Verhältnis zwischen PR und Journalismus gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Anhangsverzeichnis iv
Abbildungsverzeichnis v
Tabellenverzeichnis v
Abkürzungsverzeichnis vi
1. Einleitung 1
1.1 Ausgangsüberlegung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Public Relations und Journalismus 5
2.1 Systemtheoretische Grundlagen 5
2.2 Public Relations als System 5
2.3 Journalismus als System 7
3. Intersystem-Beziehungen zwischen PR und Journalismus 10
3.1 Forschungsstand 10
3.2 Determination des Journalismus durch die PR 11
3.2.1 Die Determinationshypothese 11
3.2.2 Die Determinationshypothese in der Diskussion 12
3.3 Intereffikation 16
3.3.1 Das Intereffikationsmodell 16
3.3.2 Das Intereffikationsmodell in der Diskussion 18
3.4 Strukturelle Kopplung 22
3.4.1 Die strukturelle Kopplung aus systemtheoretischer Sicht 22
3.4.2 Die strukturelle Kopplung in der Diskussion 23
3.5 Studien der US-amerikanischen Forschung 25
3.6 Zusammenfassung der Theorie zu den Intersystem-Beziehungen 28
4. Unternehmenskommunikation 30
4.1 Definition und Abgrenzung 30
4.2 Teilöffentlichkeiten der Unternehmenskommunikation 31
4.3 Ziele und Aufgaben der Unternehmenskommunikation 31
4.4 Bedeutung der Kommunikationspolitik im Unternehmen 32
4.5 Bereiche, Instrumente, Verfahren, Methoden und Medien der PR 34
5. PR im Internet 37
5.1 Grundlagen des Internets 37
5.1.1 Geschichte und Begriffe 37
5.1.2 Das Internet als Medium – Medien im Netz 38
5.1.3 Das Internet als Instrument – Instrumente im Netz 39
5.1.4 Die Hypertextualität als Besonderheit des World Wide Web 40
5.1.5 Das Internet als Chance und Risiko 41
5.2 Online Relations als Verfahren der Unternehmens-PR 43
5.2.1 Definition und Abgrenzung 43
5.2.2 Herausforderungen der Online Relations 45
5.2.3 Dialog und Monolog innerhalb der Online Relations 46
5.2.4 Instrumente der Online PR als Mittel der Online Relations 49
5.2.5 Die Website als Angebot an verschiedene Teilöffentlichkeiten 51
6. Der Internet Press Room 53
6.1 Definition und Abgrenzung 53
6.2 Die Zielgruppe der Journalisten 54
6.3 Geschlossener versus offener Internet Press Room 57
6.4 Die Grundausstattung des Internet Press Rooms 59
6.5 Zusätzlicher Service im Internet Press Room 64
6.6 Erfolgskontrolle für den Internet Press Room 67
7. Fazit des Theorieteils 68
8. Untersuchungsdesign 69
8.1 Forschungsziele, Forschungsfragen und Untersuchungsgegenstand 69
8.2 Hypothesen 72
8.3 Methoden 73
8.3.1 Vorbemerkungen 73
8.3.2 Leitfadengespräche mit Fachjournalisten der Telekommunikationsbranche 74
8.3.3 Leitfadengespräche mit PR-Mitarbeitern der Mobiltelefon-Hersteller 76
8.3.4 Internet-Analyse der Internet Press Rooms der Mobiltelefon-Hersteller 78
9. Mobiltelefon-Hersteller-Markt Deutschland 84
9.1 Marktsituation der Informationstechnologie- und Telekommunikations-Branche 84
9.2 Wettbewerber auf dem deutschen Mobiltelefon-Markt 85
10. Ergebnisse der empirischen Untersuchungen 89
10.1 Vorbemerkungen 89
10.2 Bestandsaufname der Internet Press Rooms der Mobiltelefon-Hersteller 90
10.2.1 Nutzerführung/Funktionalität 90
10.2.2 Inhalt 96
10.2.3 Interaktivität 105
10.2.4 PR-Antworten auf die E-Mail-Anfrage eines Journalisten 108
10.2.5 Zusammenfassung der Gesamtergebnisse der Internet-Analyse 110
10.2.6 Gegenüberstellung der MTH-Einzelergebnisse mit der Journalistenbefragung 112
10.3 Einführung und Pflege der Internet Press Rooms der Mobiltelefon-Hersteller 117
10.3.1 Einführung 117
10.3.2 Aktualisierung 117
10.3.3 Erfolgskontrolle 118
10.4 Vergleich ausgewählter Aussagen der TK-Journalisten und PR-Mitarbeiter 119
10.4.1 Nutzung, Bewertung und Einfluss des Internets 119
10.4.2 Passwortschutz für Internet Press Rooms 124
10.4.3 Das Verhältnis zwischen PR und Journalismus 126
10.5 Beantwortung der drei Forschungsfragen 130
10.5.1 Adaptionen der PR in Richtung journalistisches System 130
10.5.2 Induktionspotential der PR in Richtung journalistisches System 132
10.5.3 Adaptionen und Induktionspotential bei der Einführung und -Pflege der IPR 133
10.6 Herausforderungen bei der Operationalisierung des Intereffikationsmodells 135
11. Schlussbetrachtung und Ausblick 140
Quellenverzeichnis 142
Anhang 158
Eidesstattliche Erklärung 192
Danksagung 193

Automatisiert erstellter Textauszug:

10.3.1 Einführung Die Einführung der Internet Press Rooms, so wie sie in ihrer Struktur im Zeitraum der Analyse im Internet vorzufinden waren, lag je nach Hersteller367 zwischen fünf Jahren und einem Jahr zurück. Bei allen 14 MTH gab es bei der Erstellung der Online-Presse-Seiten feste Verantwortlichkeiten. Einen konkreten Zeitplan für die Einführung des IPR hatten 13 der 14 Unternehmen ausgearbeitet. Bei der überwiegenden Mehrheit (12 von 14) existierte bei der Einführung des Online-Presse-Auftritts ebenfalls ein Kosten- und Budgetplan. Die Hauptverantwortlichkeit beim Aufbau des IPR lag bei allen 14 Handy-Herstellern bei den PR-Abteilungen der Unternehmen. Bei knapp zwei Dritteln (9 von 14) der MTH beteiligten sich zusätzlich die Marketingabteilungen an der Erstellung des IPR. Hinzu kamen bei der Hälfte der 14 Unternehmen weitere interne Abteilungen wie die ITAbteilung (6) oder die Produktabteilung (1). Von einer externen PR-Agentur ließen sich vier der 14 MTH beraten. Die Programmierung des Online-Presse-Auftritts übernahm bei acht der 14 Unternehmen eine externe Internet-Agentur. Ein MTH ließ sich bei der Erstellung zusätzlich von einer Werbeagentur beraten. Kommunikativ begleitet wurde die IPR-Einführung von den Mobiltelefon-Herstellern jedoch überwiegend nicht. Lediglich vier von 13 Unternehmen368 teilten den Medienvertretern in Form einer Pressemitteilung mit, dass ein neuer oder veränderter OnlinePresse-Bereich im Gesamtauftritt des Herstellers integriert wurde. 10.3.2 Aktualisierung Bei der Aktualisierung der Inhalte der Internet Press Rooms wurde zwischen Normalsituation und Ausnahmesituation unterschieden. Unter Letzteren wurde die Messebzw. Eventzeit oder das Vorhandensein einer Krise verstanden. Die Zeiträume mit keinem außergewöhnlichen kommunikativem Ereignis zählten als PR-Tagesgeschäft. [...]

Die Gesamtergebnisse der Internet-Analyse entsprechen überraschenderweise nicht den Bewertungen der befragten Journalisten.357 Als besonders gute Online-Presse-Services wurden von den Medienvertretern die IPR von Nokia (8), Siemens mobile (1) und Sony Ericsson (1) genannt. Als Beispiele für besonders schlechte Online-Presse-Services wurden Siemens mobile (4), Sony Ericsson, Nokia und Panasonic (jeweils 3), Sagem (2) sowie Trium, Motorola und Samsung (jeweils 1) angegeben. Insgesamt waren sich die TKJournalisten bei der Anführung der Negativbeispiele damit weniger einig als bei den positiv aufgefallenen IPR. Im Unterschied zum Ergebnis der Internet-Analyse nannte lediglich ein Journalist auf die offene Frage, ob ihm spontan ein MTH einfalle, dessen Presseservice im Internet er [...]

Es sei erneut darauf hingewiesen werden, dass die Hauptkategorien nur im Zusammenhang interpretiert werden dürfen. Erst ein gutes Ergebnis in allen drei untersuchten Hauptkategorien zeigt eine gute Qualität der Internet Press Rooms an.355 10.2.6 Gegenüberstellung der MTH-Einzelergebnisse mit der Journalistenbefragung Für die Gegenüberstellung der Einzelergebnisse der MTH mit den Befunden der Journalistenbefragung werden die erreichten Punkte aller Hauptkategorien zwar addiert ausgewiesen, dass bedeutet aber nicht, dass sich die Ergebnisse der einzelnen Hauptkategorien ausgleichen. Wie die Abbildung 9 zeigt, erreichte der IPR von Siemens mobile aufgrund seiner hohen Bewertung im Inhalt die meisten Punkte in der Internet-Analyse. Abstriche in der Bewertung musste der deutsche Hersteller im Vergleich zu den anderen MTH in der Nutzerführung/Funktionalität und Interaktivität hinnehmen. Die geringste Gesamtpunktzahl bekam der französische Handy-Hersteller Sagem. In der Nutzerführung/Funktionalität und im Inhalt lag der IPR von Sagem auf einem hinteren, in der Interaktivität auf einem mittleren Platz unter den 16 MTH. [...]

Arbeit zitieren:
Stöcker, Katja Juni 2003: Der Internet-Press-Room als Schnittstelle zwischen PR und Journalismus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Telekommunikation, Online PR, Mobilfunk, Mobiltelefon, Presse

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren