Internet als Instrument der Marktforschung
Möglichkeiten und Probleme
- Art: Studienarbeit
- Autor: Ralf Reymann
- Abgabedatum: Januar 2001
- Umfang: 48 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Duale Hochschule Baden-Württemberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3196-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3196-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3196-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Reymann, Ralf Januar 2001: Internet als Instrument der Marktforschung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Primärdatenerhebung, Panel, Sekundärdatenerhebung, Online-Marktforschung
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Studienarbeit von Ralf Reymann
Problemstellung:
Die technische Revolution und die Verbreitung von Computern und Internet ermöglichen der Marktforschung neue interaktive Möglichkeiten. „Es ist ein Markt, der noch in den Kinderschuhen steckt. Gute Fortschritte machen die Bereiche Panel- und Ad-hoc-Forschung. [...] Wichtig ist vor allem die Dynamik des Wachstums. Es gibt Schätzungen, die davon ausgehen, dass mittelfristig zwischen 20 und 50 Prozent der klassischen Marktforschung substituiert werden können.“ So beschreibt Andera Gadeib, Gründerin des noch relativ jungen Unternehmens Dialego Online Market Research GmbH (Abb. 3), die Zukunft der Marktforschung (Mafo) über das Internet.
In einem Artikel der w&v geht man davon aus, dass dem 2 Milliarden Markt für Mafo dasselbe wie der Wirtschaft generell geschieht: „Die Unternehmen der New Economy sagen der Old Economy den Kampf an.“ Dies beruht insbesondere darauf, dass Online-Mafo das Image hat schneller und preiswerter zu sein. Dr. Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der GfK AG (Abb. 15 & 16), dem weltweit acht größtem Marktforschungsinstitut, ist der Meinung, dass sich die Anforderungen an Mafo nicht wesentlich verändert haben. Es wird allerdings vom Kunden erwartet, die Ergebnisse wesentlich schneller zu bekommen. „Das Internet hilft uns, den Prozess der Datenerhebung, der Datenweitergabe und -sammlung zu vereinfachen und schneller zu machen.“ Drei Meinungen zum aktuellen Trend in der Mafo und alle beinhalten dieselbe Kernaussage: Die klassische Mafo unterliegt einem zunehmenden Wandel durch das Internet. Die Datenerhebung wird einfacher und Ergebnisse können schneller geliefert werden. Daher wird die Online-Mafo einen Teil der klassischen Mafo substituieren.
Im Rahmen dieser Studienarbeit wird auf die Möglichkeiten, aber auch auf die Grenzen dieser Online-Mafo eingehen. Es wird sehr schnell klar werden, dass die Online-Mafo sehr bald ihren Anteil noch vergrößern wird, aber die klassische Mafo nie ganz ersetzen kann.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Fachwortverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Das Internet | 2 |
| 2.1 | Die Entwicklung und Zukunft des Internet | 2 |
| 2.2 | Das Internet aus Marktforschungssicht | 2 |
| 3. | Marktforschung - Bestandteil des Marketing | 3 |
| 4. | Einsatzmöglichkeiten & Grenzen des Mafo-Instruments „Internet“ | 4 |
| 4.1 | Die Anfänge und aktueller Stand der Online-Mafo | 6 |
| 4.2 | Sekundärdatenerhebung im Internet | 6 |
| 4.2.1 | Interne Datenbanken und Quellen | 7 |
| 4.2.2 | Externe Datenbanken und Quellen | 7 |
| 4.3 | Primärdatenerhebung im Internet | 8 |
| 4.3.1 | Beobachtung der Internet-Nutzer | 9 |
| 4.3.1.1 | Registrierung der Nutzer | 9 |
| 4.3.1.2 | Registrierung des Nutzerverhaltens | 10 |
| 4.3.1.3 | Besonderheit: Unabhängige Meinungsportale im Internet | 11 |
| 4.3.2 | Befragung der Internet-Nutzer | 12 |
| 4.3.2.1 | Vorteile der Online-Befragung | 13 |
| 4.3.2.2 | Grenzen der Online-Befragung | 13 |
| 4.3.2.3 | Die Konzepte und Panels der Mafo-Institute | 14 |
| 4.3.2.4 | WWW Fragebogen / Cybermarkt | 16 |
| 4.3.2.5 | E-Mail Fragebogen | 17 |
| 4.3.2.6 | Online-Chat / Online-Forum / Online-Gruppendiskussion | 18 |
| 4.3.2.7 | Registrierung der Online-Nutzer per Fragebogen | 19 |
| 4.4 | Datenauswertung und -analyse | 20 |
| 5. | Schlussbetrachtung | 21 |
| Anhang | VIII | |
| Dialego Online Market Research GmbH | VIII | |
| Mediatransfer AG | X | |
| i-analytic | XII | |
| GfK AG | XIV | |
| TPanel | XV | |
| Infratest Burke / NFO Europe | XVI | |
| Webmiles AG | XVII | |
| Literaturverzeichnis | XVIII | |
| Literatur | XVIII | |
| Sammelwerke und Zeitschriften | XIX | |
| Internet URL Verzeichnis | XX | |
| Selbständigkeitserklärung | XXI | |
| CD-Rom Anhang (Studienarbeit auf CD) | XXII |
Impressions, Ad-Clicks, Visits, Visit Length, Page View Lenght, User, Identiefied User, Browser und teilweise Betriebssystem, wobei Zeitpunkt, Page-Impressions, Visits und Ad-Clicks am wichtigsten sind)35. Negativ bei dieser automatischen Erfassung ist die sogenannte Proxy-Problematik. Viele Webserver (z.B. bei Universitäten) speichern häufig aufgerufene Seiten zwischen und aktualisieren diese nur ab und zu, wodurch keine genauen Details in den Logfiles abgelesen werden können. Dies kann umgangen werden durch eine Teildynamisierung der Web-Seiten, wodurch ein kleiner Bestandteil der Seite direkt beim Server des Betreibers angefragt wird. Eine zweite Problematik ist das Offline Browsing. Der Benutzer speichert die Seiten, die er betrachten möchte, auf seinem Computer, um diese dann offline anzusehen (um Online-Kosten zu sparen). Daher entsprechen die Daten im Logfile nicht genau denen der genauen Zugriffszeit und das Surfverhaltens. Das dritte Problem ist, wie bereits in Punkt 4.3.1.1 beschrieben, die Mehrfachbenutzung von Browsern von verschiedenen Personen. Damit ist keine genaue Zuordnung des Surfverhaltens auf eine Person möglich. Trotz dieser Einschränkungen bietet die Logfile-Analyse „als Ansatzpunkt für die Gestaltung der Web-Präsenz“ einen sehr informativen Charakter. Cookies (mit ihren bereits beschriebenen Nachteilen) bieten die Möglichkeit des Messens von Mehrfachkontakten, es lassen sich aber auch anhand des [...]
Eine gerade veröffentlichte Studie ergab ein erschreckendes Ergebnis: „Die Internet-Seiten führender Dienstleister bieten ihren Kunden wenig Service. Nur 12 von 202 Web-Auftritten der größten Unternehmen überzeugen ihre Nutzer mit sehr guten Serviceangeboten. Bei 35 Prozent der Websites ist die Kundenorientierung schlecht oder sehr schlecht.“31 Um zukünftig mit einer Web-Präsenz erfolgreich zu sein ist eine Beobachtung der Benutzer unumgänglich. Die daraus gewonnen Informationen geben wichtige Aufschlüsse darüber, wo Verbesserungen (z.B. an der Übersichtlichkeit und Navigation) notwendig sind. Beobachtung heißt eine indirekte (teilweise unbemerkte) Teilnahme der Internet-Nutzer (z.B. über Logfiles). „Unternehmer mit einem eigenem Internet-Auftritt haben großes Interesse an Daten über die Nutzer ihres Informationsangebots und deren Abrufverhalten.“32 Das Ziel muss eine indirekte und direkte Einbeziehung der Kundenwünsche auf die Web-Präsenz sein. 4.3.1.1. Registrierung der Nutzer Bei der Registrierung der Benutzer muss unterschieden werden zwischen einer aktiven Registrierung (näheres in Punkt 4.3.2.7) und einer indirekten (teilweise unbemerkten) Registrierung der User. Die unbemerkte Registrierung kann über Cookies (markieren des Browser) erfolgen. Dabei werden bei jedem Aufruf der Seite durch den selben Nutzer beziehungsweise Browser Informationen über die Häufigkeit des Besuchs und über das Surfverhalten gespeichert. Einschränkend sei aber darauf hingewiesen, dass Cookies teilweise vom Benutzer unterbunden werden („ungeschriebener Anspruch [...]
Die direkte Befragung im Internet wird von den Usern allgemein als positiver empfunden, als zum Beispiel die Telefonbefragung. „Der zu Befragende muss selbst aktiv werden“ und kann dies aber „in seiner persönlichen Umgebung“. Nachteilig hingegen wirkt sich die meist relativ langsame Geschwindigkeit der Übertragung (gerade im Bezug auf Multimedialität) aus. Daher ist eine „Motivation des Befragten durch das Design der Website“ erforderlich. 27 Einschränkend wirkt sich auch aus, dass Primärerhebungen im Internet nur bei Internet-Nutzern möglich sind und daher meist keine Repräsentativität vorliegt.28 Diese fehlende Repräsentativität wird noch verstärkt durch die Soziodemographie der Internet-Nutzer (meist jung, männlich (1999 Anteil Männer 60%), oft überdurchschnittlich gut gebildet). „Vergleicht man die vorliegenden Studien jedoch im Zeitablauf, ist eine Annäherung an den [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832431969
Arbeit zitieren:
Reymann, Ralf Januar 2001: Internet als Instrument der Marktforschung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Primärdatenerhebung, Panel, Sekundärdatenerhebung, Online-Marktforschung



