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Internet Bill Presentment and Payment als neue Form des Electronic Billing

Internet Bill Presentment and Payment als neue Form des Electronic Billing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Holger Schwichtenberg
  • Abgabedatum: August 1998
  • Umfang: 163 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Institution / Hochschule: Universität - Gesamthochschule Essen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2019-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2019-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2019-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schwichtenberg, Holger August 1998: Internet Bill Presentment and Payment als neue Form des Electronic Billing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Electronic Billing

Diplomarbeit von Holger Schwichtenberg

Einleitung:

Ein nicht unerheblicher Teil der Post, die ein Haushalt bekommt, löst bei den meisten Empfängern Unbehagen aus: Mit Rechnungen fordern Unternehmen das Entgelt für erbrachte Leistungen. Auf der Welt werden jeden Monat mehrere Milliarden Rechnungen verschickt.

Traditionell werden Rechnungen auf Papier erstellt und auf dem Postweg befördert. Auch die Zahlung der Rechnungen ist heute noch teilweise an Papierbelege gebunden. Dabei ist zu vermuten, daß das papierbasierte Billing weder den Anforderungen des Rechnungsstellers noch denen des Rechnungsempfängers vollständig gerecht werden kann. Einige Veröffentlichungen im World Wide Web, die elektronische Billing-Verfahren propagieren, sind Anstoß zu dieser Diplomarbeit gewesen.

Im Business-To-Business-Bereich existieren bereits seit einigen Jahren technische Lösungen zum elektronischen Rechnungsversand im Rahmen von Verfahren des Electronic Data Interchange (EDI). Sofern EDI angewendet wird, sind es jedoch meist branchenspezifische Lösungen. Einmal mehr kann das Internet ins Gespräch gebracht werden, diesen traditionell papierbasierten Informationsfluß zu übernehmen. Im Internet findet man schon einige Anbieter und erste Veröffentlichungen in amerikanischen Fachzeitschriften. Wissenschaftlich wurde das Internet Bill Presentment and Payment jedoch noch nicht behandelt.

So fehlt bislang eine wissenschaftliche Konzeption internetbasierter Billing-Verfahren.

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, zunächst die Grenzen bestehender papierbasierter und elektronischer Billing-Verfahren zu untersuchen. Darauf aufbauend sollen dann alternative Billing-Verfahren auf der Basis des Internets gefunden und bewertet werden.

Gang der Untersuchung:

Dabei soll so vorgegangen werden, daß zu Beginn die Aufgabe der Rechnung, der Rechnungsprozeß und die Bestandteile einer Rechnung untersucht werden (Kapitel 2).

Basis für die Bewertung unterschiedlicher Billing-Verfahren werden die in Kapitel 3 ermittelten Anforderungen an eine Rechnung aus der Sicht des Billers (Rechnungssteller) und des Kunden (Rechnungsempfänger) sein.

Kapitel 4 diskutiert papierbasierte Billing-Verfahren. In Kapitel 5 werden bestehende elektronische Ansätze vorgestellt. Anschließend werden die Möglichkeiten für den Versand (Kapitel 6) und die Bezahlung von Rechnungen (Kapitel 7) im Internet erörtert.

Technische Konzepte (Kapitel 8) sowie Rechts- und Sicherheitsfragen (Kapitel 9) schließen sich an. Das gefundene Lösungskonzept wird in Kapitel 10 bewertet.

In Kapitel 11 wird das einfache Billing-Modell mit direkter Kommunikation zwischen Biller und Kunde um die Zwischenschaltung von externen Dienstleistern erweitert. Diese indirekten Billing-Verfahren werden anschließend im Vergleich zum direkten Billing beurteilt.

Die abschließende Betrachtung und einen Ausblick liefert Kapitel 12. Im Anhang (Kapitel 13) werden existierende oder geplante internetbasierte Billing-Systeme sowie Anbieter beschrieben.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Aufgabenstellung 10
2. Grundlagen des Billing 12
2.1 Definitionen 12
2.1.1 Definition der Teilbereiche des Billing 12
2.1.2 Definition der Aktoren im Rechnungsprozeß 13
2.1.3 Definition von Billing-Verfahren 15
2.1.4 Sonstige Definitionen 17
2.2 Aufgaben der Rechnung 18
2.3 Der Rechnungsprozeß 19
2.4 Aufbau der Objekte im Rechnungsprozeß 21
2.4.1 Aufbau einer Rechnung 22
2.4.2 Aufbau von Zahlungsaufträgen und Zahlungsermächtigungen 22
2.5 Kategorisierung von Rechnungen 23
2.5.1 Häufigkeit von Rechnungen 23
2.5.2 Kundensegmente 24
3. Bewertungskriterien für Billing-Verfahren 25
3.1 Anforderungen an eine Rechnung aus der Sicht des Billers 26
3.2 Anforderungen an eine Rechnung aus der Sicht des Kunden 29
4. Papierbasierte Billing-Verfahren 34
4.1 Papierbasiertes Bill Presentment 34
4.2 Papierbasiertes Bill Payment 34
4.3 Bewertung aus der Sicht des Billers 37
4.4 Bewertung aus der Sicht des Kunden 40
5. Bestehende Electronic Billing-Ansätze 45
5.1 Electronic Bill Presentment 45
5.1.1 EDIFACT 45
5.1.2 ELFE 47
5.2 Electronic Funds Transfer Systems (EFTS) 47
5.2.1 Automatic Teller Maschines (ATM) 47
5.2.2 Homebanking 48
5.2.3 Personal Finance Management Software 48
5.2.4 Elektronischer Datenträgeraustausch (DTA) 49
5.2.5 Check Service Provider (CSP) 49
5.3 Bewertung der vorgestellten Verfahren 50
6. Internet Bill Presentment 52
6.1 Nutzbare Internet-Dienste und -Protokolle 52
6.1.1 World Wide Web (WWW) 53
6.1.2 Electronic Mail (SMTP) 54
6.1.3 Channels / Netcasts 57
6.1.4 Dateiübertragung (FTP) 57
6.1.5 Newsgroups (NNTP) 57
6.1.6 Gopher 58
6.1.7 Eigener Dienst auf Basis von TCP/IP 58
6.2 Nutzbare Datenformate 58
6.2.1 Hypertext Markup Language (HTML) 58
6.2.2 Portable Document Format (PDF) 59
6.2.3 ASCII-Textdokumente / CSV 60
6.2.4 Graphikformate 61
6.2.5 Proprietäre Formate 61
6.2.6 Extensible Markup Language (XML) 61
6.2.7 Open Financial Exchange (OFX) 62
6.2.8 GOLD Message Standard 63
6.3 Endgeräte und Clients für das IBPP 64
6.4 Kundeninteresse an IBPP in den USA 64
6.5 Zusammenfassung 65
7. Internet Bill Payment 69
7.1 Abgrenzung des Internet Bill Payment 69
7.2 Integration des Bill Payment in das Bill Presentment 69
7.2.1 Keine Integration des Bill Payment in das Bill Presentment 70
7.2.2 Serverseitiges Internet Bill Payment 70
7.2.3 Clientseitiges Internet Bill Payment 71
7.3 Elektronische Zahlungssysteme 73
7.3.1 Kreditkartenbasierte Systeme 73
7.3.2 Bankeinzug (Electronic Direct Debit) 75
7.3.3 Guthabenbasierte Verfahren 76
7.4 Bill Posting 77
7.5 Zusammenfassung 77
8. Technische Konzeption eines IBPP-Systems 79
8.1 Architektur eines IBPP-Systems 79
8.2 Integration eines IBPP-Systems in bestehende Billing-Systeme 83
9. Rechtsfragen und Sicherheitsaspekte des Internet Bill Presentment and Payment 86
9.1 Rechtsfragen des Electronic Billing 86
9.1.1 Vertragsrechtliche Beurteilung 86
9.1.2 Steuerrechtliche Beurteilung 89
9.1.3 Datenschutzrechtliche Beurteilung 90
9.2 Sicherheitsaspekte 92
9.2.1 Sicherheitsanforderungen 92
9.2.2 Sicherheit im Internet 93
10. Bewertung des Internet Bill Presentment and Payment 96
10.1 Bewertung aus der Sicht des Billers 96
10.2 Bewertung aus der Sicht des Kunden 101
11. Indirektes Billing im Internet 108
11.1 Formen des indirekten Billing 108
11.2 Bill Outsourcing 109
11.2.1 Grundlagen 109
11.2.2 IBPP Outsourcing 111
11.2.3 Bewertung des IBPP Outsourcing aus der Sicht des Billers 111
11.2.4 Bewertung des IBPP Outsourcing aus der Sicht des Kunden 113
11.3 Bill Consolidation 113
11.3.1 Grundlagen 113
11.3.2 Internet Bill Consolidation 117
11.3.3 Bewertung des Internet Bill Consolidation aus der Sicht des Billers 121
11.3.4 Bewertung des Internet Bill Consolidation aus der Sicht des Kunden 125
11.4 Zusammenfassung 129
12. Resümee und Ausblick 130
13. Anhang 132
13.1 Einsatz von IBPP bei internationalen Telekommunikationsanbietern 132
13.1.1 MCI 132
13.1.2 BellSouth 133
13.1.3 AT&T 133
13.1.4 KPN Telecom 134
13.2 Anbieter von IBPP-Systemen 135
13.2.1 EDOCS 136
13.2.2 InvoiceLink 137
13.2.3 TriSense 138
13.2.4 Just In Time Solutions 139
13.3 Anbieter von indirekten IBPP-Diensten 140
13.3.1 International Billing Services 141
13.3.2 Union Bank of California 142
13.3.3 TelEnergy 142
13.3.4 Bank of Ireland 144
13.3.5 CheckFree 144
13.3.6 Microsoft und First Data (MSFDC) 147

Automatisiert erstellter Textauszug:

Seite 66 kurz skizziert werden: 1. Rechnung per E-Mail, Details im Web: Der Kunde erhält die wesentlichen Bestandteile der Rechnung per E-Mail (Absender, Rechnungsgrund, Betrag, Fälligkeit). Detailinformationen sind jedoch im WWW hinterlegt. Die zugehörigen URLs sind in der E-Mail enthalten. 2. E-Mail als Hinweis auf eingegangene Web-Bill: Der Kunde erhält eine E-Mail, sobald im WWW eine neue Rechnung für ihn vorliegt. Die E-Mail enthält die URL, unter der die Rechnung abgerufen werden kann. Überlegenswert wäre auch, andere Medien wie Pager, Telefax und das Telefon (Interactive Voice Response System) zur Benachrichtigung des Kunden über eingegangene Rechnungen zu nutzen. 3. Rechnung per E-Mail, Rohdaten per FTP: Der Kunde erhält die Rechnung per E-Mail, umfangreiche Daten im Zusammenhang mit der Rechnung (z.B. Einzelverbindungsnachweise bei der Telefonrechnung) werden jedoch nicht automatisch mitgesandt, sondern zum Download per FTP angeboten. 4. E-Mail als Erinnerung/Mahnung: Der Kunde wird nur dann per E-Mail über die Rechnung informiert, wenn diese überfällig ist. 5. E-Mail als asynchrones Transportmedium: Kundenschnittstelle ist das WWW, jedoch kann der Kunde sich Rechnungen und Rechnungsdetails per E-Mail zusenden lassen. Der Kunde kann damit Online-Zeiten reduzieren, weil er die zugestellten Daten offline lesen kann. Er vermeidet so auch Wartezeiten, die entstehen, wenn das IBPP-System Daten zusammenstellen muß (z.B. Auswertungen). In allen vorgestellten Szenarien wird sichergestellt, daß der Kunde nicht ständig die Webseiten seiner Biller nach neuen Rechnungen absuchen muß, sondern darüber zentral [...]

Befragt nach ihrer Haltung zum Internet Bill Presentment • • • • würden 70% (74%) gerne ihre Rechnungen elektronisch erhalten und bezahlen. wünschen 62% (62%), weiterhin zusätzlich eine Rechnung auf Papier per Post zugeschickt zu bekommen. bevorzugen 74% (75%) die Zustellung von Rechnungen per E-Mail gegenüber dem Ansteuern verschiedener Biller-Websites. sind für das IBPP besonders interessant die Rechnungen der öffentlichen Versorgungsbetriebe mit 57% (55%) Nennung, Telekommunikationsunternehmen mit 49% (53%), Kreditkartenunternehmen mit 45% (46%), Vermieter mit 44% (49%) und Versicherungen mit 42% (51%). Diese Ergebnisse sind allerdings aufgrund der geschilderten Unterschiede bei Rechnungshäufigkeiten und gebräuchlichen Zahlungssystemen nicht direkt auf deutsche Verhältnisse übertragbar. [...]

In Abhängigkeit von Format und verwendetem Protokoll kommen unterschiedliche Endgeräte und Clients für die Nutzung von IBPP in Frage. Zentrales Endgerät wird der PC sein, weil er das am weitesten verbreitete InternetEndgerät ist. Für das Web-Billing auf Basis von HTTP und HTML wird ein Webbrowser benötigt; zur Nutzung von E-Mail-Billing ein Mailclient. Als Client können auch PFM-Programme und spezielle vom Biller zur Verfügung gestellte Anwendungen genutzt werden. Möglich ist auch eine Kombination aus verschiedenen Clients (z.B. Browser und PFM-Programm als Helper Application)23. Als Endgeräte kommen jedoch nicht nur PCs, sondern auch andere internetfähige Endgeräte wie Web-Telefone und Web-TV-Geräte in Frage. Als alternative Idee zur Nutzung von IBPP wird von O’Sullivan [OSU98, Seite 55] auch die Integration von IBPP in die Funktionalität von Geldautomaten in Betracht gezogen. Damit wären elektronische Rechnungen auch für Kunden zugänglich, die über keinen häuslichen Internetzugang verfügen. Die amerikanische Firma ATM Cardpay Corp. hat bereits Konzepte für eine Integration von E-Mail in das amerikanische ATM-Network entwickelt [OSU98, Seite 55]. Kunden sollen nicht nur Rechnungen zahlen können, die per E-Mail in das ATM-Network eingespeist wurden, sondern auch ihre persönlichen E-Mails abrufen und schreiben können. [...]

Arbeit zitieren:
Schwichtenberg, Holger August 1998: Internet Bill Presentment and Payment als neue Form des Electronic Billing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Electronic Billing

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