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Internet - Fluch oder Segen?

Das Internet und die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

Internet - Fluch oder Segen?
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrike Clever
  • Abgabedatum: Juni 1997
  • Umfang: 139 Seiten
  • Dateigröße: 8,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0180-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0180-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0180-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Clever, Ulrike Juni 1997: Internet - Fluch oder Segen?, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Internet-Fernsehen, Multimedia, öffentlich-rechtliches Fernsehen, Online-Dienste

Diplomarbeit von Ulrike Clever

Einleitung:

Alle Welt spricht vom "Information Highway" oder der "digitalen Revolution" und den unbegrenzten Möglichkeiten des "Netz der Netze", des Internet. Viele sind davon überzeugt, daß sich mit diesem neuen Kommunikationsmittel die Welt völlig verändern werde. Manche halten dies für einen Fortschritt, andere sind pessimistischer und befürchten das Schlimmste für unsere Kultur. Während die Euphoriker die digitale Revolution ausrufen und ihre Vorteile hochpreisen, z.B. die Funktion des Internet als demokratischstem globalen Wissensspeicher, der für alle Gesellschaftsschichten mehr Freiheiten ermögliche, orakeln viele Pessimisten, daß die fortschreitende Digitalisierung den Untergang des Abendlandes bewirken werde. Trotz vieler Kontroversen sind die Skeptiker genauso wie die Befürworter vom Phänomen Internet besessen. Was aber ist das Besondere am Internet, das die Welt zu revolutionieren vermag? Ist das Internet wirklich die "eierlegende Wollmilchsau", wie sie in so manchem euphorischen Szenario dargestellt wird? Dieser Frage werde ich im ersten Teil meiner Arbeit nachzugehen versuchen, in dem ich die Begrifflichkeit und die Zusammenhänge des Internet beschreibe.

Gang der Untersuchung:

Was uns das Internet in Zukunft tatsächlich bringen wird, das läßt sich heute noch nicht abschließend klären, erst recht nicht in einer Abschlußarbeit. Trotzdem ist es möglich, potentiellen Veränderungen in Teilbereichen nachzugehen und den bisherigen Wandel aufzuzeigen. Einer dieser Teilbereiche, dem ich mich in dieser Arbeit widmen möchte, läßt sich mit der Frage nach den möglichen Veränderungen in der Medienlandschaft umschreiben. Da man davon ausgehen kann, daß die neuen Technologien die klassischen Medien nachhaltig beeinflussen werden, möchte ich einen Überblick über den bisherigen Wandel geben. Weil aber auch die Medienlandschaft mittlerweile so umfangreich ist, werde ich mich in meiner Arbeit nur auf die Fernsehanstalten beschränken und da wiederum speziell die Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten untersuchen. Bei dieser Fokussierung scheint die Frage nahezuliegen, ob die Internetarbeit überhaupt noch zum Grundversorgungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten gerechnet werden kann. Was mag die Öffentlich-Rechtlichen dazu bewegen, sich auch in diesem Medium zu engagieren? Welche Rechtfertigungen gibt es für dieses Verhalten? Diese Fragen sind deshalb so interessant, da sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten - zumindest teilweise - durch die Gebühren der Fernsehteilnehmer finanzieren. Damit wird auch die Internetpräsenz von allen Fernsehteilnehmern bezahlt, selbst dann, wenn diese überhaupt keinen Zugang zum Internet haben. Diesen Themenkomplex behandele ich im zweiten Teil meiner Arbeit. Dabei werde ich auf die Erkenntnisse aus dem ersten Teil zurückgreifen, um die möglichen Chancen und Risiken, die vom Internet für die Rundfunkanstalten ausgehen, zu beschreiben und zu prognostizieren.

Um originäre Daten zu erhalten, habe ich für diesen Teil der Arbeit einen Fragebogen konzipiert, den ich Ende 1996 an alle deutschen Rundfunkanstalten versendet habe. Die Rücklaufquote, die sich bis in den März 1997 hineinzog, lag bei 50% (15 von 30 angeschriebenen Sendeanstalten schickten den Fragebogen ausgefüllt zurück). Eine Kopie des Fragebogens befindet sich im Anhang dieser Arbeit.

Der vorgegebene Umfang dieser Abschlußarbeit ließ es nicht zu, viele interessante, aber nicht ganz so relevante Aspekte meines Themas im Hauptteil der Arbeit unterzubringen. Um auf diese Teile nicht vollständig verzichten zu müssen, habe ich sie entweder als Fußnote eingefügt oder im Anhang untergebracht, worauf ich in meiner Arbeit jeweils hinweisen werde.

Das Ergebnis der Arbeit ist demnach keine Bestandsaufnahme der Internetseiten von Rundfunkanstalten. Selbst wenn ich mich darum bemüht hätte, wäre dies in einem so schnellebigen und unübersichtlichen Medium praktisch kaum durchführbar und selbst wenn es gelänge, wäre das Ergebnis von äußerst kurzer Relevanz. Im Internet gilt mehr denn je: was eben galt, ist jetzt schon hinfällig. Trotzdem können Tendenzen und Trends herausgearbeitet werden, die die vielfältigen Möglichkeiten und Gefahren aufzeigen, die das Internet für seine Teilnehmer, insbesondere die anbietenden Rundfunkanstalten beinhaltet. Daneben nutze ich das Kapitel 3 auch dazu, einige Highlights der öffentlich-rechtlichen und privatwirtschaftlichen Rundfunkunternehmen vorzustellen.

Die Überschreitung des vorgegebenen Umfangs bitte ich zu entschuldigen, aber das Thema ist so vielseitig und umfangreich, daß es äußerst schwer fällt, gewisse Gebiete auszuklammern oder nur anzudeuten. Trotzdem habe ich mich darum bemüht, nur auf das Wesentliche einzugehen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitendes Vorwort I-III
2. Das Phänomen Internet & Co: Drahtiger Tausendsassa? 1
2.1. Begriffsbestimmung von Internet, Online-Medien und Multimedia 1
2.2. Abgrenzung von Internet und Online-Diensten 4
2.3. Die Geschichte des Internet 7
2.4. Die Internet-Dienste 10
2.4.1. World Wide Web (WWW, W3) 10
2.4.2. Gopher 11
2.4.3. Telnet 11
2.4.4. File Transfer Protocol (FTP) 11
2.4.5. Electronic Mail (E-Mail) 12
2.4.6. Usenet-News 12
2.4.7. Internet Relay Chat (IRC) 13
2.5. Die Betreiber des Internet 13
2.6. Die Internet-Nutzung und ihre Nutzerschaft 14
2.6.1. Nutzungsintensität der Online-Medien 14
2.6.2. Reichweite der Online-Medien 15
2.6.3. Profil des typischen Online-Nutzers: Nutzergruppen 16
2.6.4. Motive der Nutzung und Zufriedenheit 18
2.6.5. Nutzungsinteressen und -vorlieben 19
2.6.6. Nutzungsdauer 20
2.7. Diskussion, ob es sich um ein neues Massenmedium handelt 21
2.8. Chancen und Gefahren des Internet 23
3. Verhältnis von TV-Unternehmen und Internet: Der gute Draht zu den Rundfunkanstalten? 28
3.1. Medienkiller Internet? 35
3.2. Gefährdeter Videotext? 38
3.3. Internetpräsenz der einzelnen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten - "Wir haben den Kanal noch lange nicht voll" 39
3.3.1. Herausragende Internetaktivitäten und Strategien der ARD und ihrer Anstalten 40
3.3.2. Herausragende Internetaktivitäten und Strategien des ZDF 47
4. Die rechtliche Grundlage für die Internet-Aktivitäten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Freifahrschein Grundversorgung? 50
4.1. Diskussion, ob das Internet zum Rundfunkbegriff gehört 50
4.2. Die Bedeutung von "Grundversorgung" und ihre Interpretation 54
4.3. Die Bestands- und Entwicklungsgarantie und ihre Auslegung 57
5. Diskussion: Schlußfolgerung und Einschätzung der Lage 59
WEITERES:
Zusammenfassung
Anhang
Die bekanntesten Online-Dienste
T-Online
CompuServe
America Online
Microsoft Network
Sonderfälle: germany.net, metronet
Tarif-Tabelle "Online-Dienste in Deutschland"
Internet-Adressen aller öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und ihrer angeschlossenen Organisationen
Online-Adressen zum Thema Fernsehen
Ein vergleichender kleiner Abriß der Internetaktivitäten einiger deutscher privater Rundfunkveranstalter
Kleine Zusammenstellung von interessanten Internet-Seiten über die Internet-Aktivitäten der Rundfunkanstalten (Link-Listen)
Thomas' Homepage
EuroWeb Boulevard: German Online Kiosk: Radio, TV
Medien im Web - Fernsehsender
WWWorkshop: Links: Radio & TV
Fragebogen zur Beziehung zwischen Rundfunkunternehmen und Internet
Literaturverzeichnis
Erklärung

Arbeit zitieren:
Clever, Ulrike Juni 1997: Internet - Fluch oder Segen?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Internet-Fernsehen, Multimedia, öffentlich-rechtliches Fernsehen, Online-Dienste

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