Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen

Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Jessyka Polensky
  • Abgabedatum: August 2006
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9901-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9901-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9901-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Polensky, Jessyka August 2006: Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Markenmanagement, Dienstleistung, Führung, Behavioral Branding, Mitarbeiterführung

MA-Thesis / Master von Jessyka Polensky

Einleitung:

Unternehmenszusammenschlüsse, Lohnkürzungen, Stellenabbau und Personalumstrukturierungen im Zuge von Globalisierung und Rationalisierung, erschüttern den Glauben der Mitarbeiter an das eigene Unternehmen. Loyalitätsverlust und sinkende Arbeitsmotivation sind die Folge.Insbesondere in Dienstleistungsunternehmen spielt das Auftreten und Verhalten der Mitarbeiter für die konsumentenseitige Wahrnehmung des Leistungsangebotes eine bedeutende Rolle. Es dient, neben der Markierung, unternehmensexternen Anspruchsgruppen als Ersatz für die ex-ante Einschätzung der Dienstleistungsqualität.

Für den Aufbau und Erhalt einer starken Dienstleistungsmarke muss das Markenmanagement noch vor dem Absatzmarkt auf die Mitarbeiter ausgerichtet werden. Mittels deren gezielter Vorbereitung auf die eigene Rolle bei der Markenbildung kann über ein, an jedem Kunden - Mitarbeiter - Kontaktpunkt konsistent vermitteltes, Markenbild sowie die adäquate Dienstleistungsqualität ein entscheidender Vorteil gegenüber dem Wettbewerb geschaffen werden.

Obgleich viele Unternehmen die Bedeutung der internen Markenführung anerkennen, wird diese in der Unternehmenspraxis häufig nur oberflächlich realisiert. Laut BBDO (2005) bekräftigten 75-90% der zur internen Markenbildung befragten Unternehmen deren Einfluss auf den Unternehmenserfolg. Das Markenmanagement dieser Unternehmen beschränkt sich dennoch überwiegend auf die externe Markenkommunikation.

Ferner werden Mitarbeiter oft mit Imagewerbung zur Marke überhäuft, in der Erwartung, dass das darin beschriebene Verhalten dank nachfolgender Richtlinien problemlos umgesetzt wird. Doch gerade wenn es darauf ankommt Dienstleistungsmarken neu zu positionieren, bedarf dies der Unterstützung durch die Unternehmensführung. Deren Aufmerksamkeit ist es, die einerseits alle Unternehmensbereiche in den Markenbildungsprozess involviert, und andererseits Mitarbeiter sämtlicher Unternehmensebenen für das Markenprojekt interessiert.

Eine Studie der Henrion, Ludlow, Schmidt Identity Consultants deckt auf, dass die strategische Markenausrichtung noch immer vorwiegend „Chefsache“ ist, und sowohl die absatzmarktgerichteten Funktionsbereiche Produktmanagement (13%) und Vertrieb (13%) als auch der mitarbeitergerichtete Bereich Human Resources (8%) entsprechend gering in die konkrete Entwicklung der Markenstrategie involviert werden. Daher kann ganzheitliche Markenführung oft nur an der mangelhaften Abstimmung zwischen den Unternehmensbereichen und den Markenmanagementverantwortlichen scheitern. Denn Einsatz der Marke als unternehmensübergreifendes Steuerungsinstrument unterbleibt.

In der marketingwissenschaftlichen Literatur gibt es bis dato wenige Publikationen zur Gestaltung und Umsetzung der mitarbeitergerichteten Markenführung. Doch der Stellenwert der Mitarbeiter für den Unternehmens-/Markenerfolg wurde zunehmend in Fachpublikationen zum internen Marketing, dem Internal/Behavioral Branding und der identitätsorientierten Markenführung aufgegriffen. Als Vorreiter der wissenschaftlichen Diskussion um die mitarbeitergerichtete Markenführung treten im deutschsprachigen Raum Wittke-Kothe, Hubbard sowie Brexendorf/ Tomczak in Erscheinung. Wittke-Kothe verfasste das erste ganzheitliche Prozessmodell zur internen Markenführung.

Dienstleistungen gewinnen für die Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft seit Jahren an Bedeutung. So steigt die Erwerbstätigkeit im tertiären Sektor, welcher zunehmend von den unternehmensnahen Dienstleistungen dominiert wird, stetig. Im deutschen Recht bewirkte die Wirtschafts- und Währungsunion eine neue Sicht auf die Dienstleistung. Mit dem „Gesetz zum Schutz von Marken und sonstigen Kennzeichen“ (MarkenG) 1995, sind Dienstleistungsmarken Sachgütermarken rechtlich völlig gleichgestellt. Dies begünstigt die Markierung der Dienstleistung und erlaubt deren Differenzierung vom Wettbewerb.

Dienstleistungsmarken leben von der Beziehung, die ein Unternehmen zu den Nachfragern herstellt. Deren Besonderheiten erfordern jedoch Spezifikationen im Markenmanagement. Zum einen, führt die leichte Imitierbarkeit von Dienstleistungen, in Kombination mit einem intensivierten Wettbewerb durch junge innovative, ebenso wie international etablierte Unternehmen, zur verstärkten Homogenität des Dienstleistungsangebot.

Zum anderen begünstigen neue Informationstechnologien die schnelle Verbreitung von technischem und Produktwissen und bringen neue Dienstleister, bspw. Direktbanken, auf den Markt. Nicht nur das Leistungsangebot wächst ins Unendliche, auch konsumentengerichtete Kommunikationsmaßnahmen nehmen Überhand. Informationsüberflutung und herabgesetztes Produktinvolvement sind die Folge.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit will aufzeigen, dass eine der absatzmarktgerichteten Markenvermittlung vorgeschaltete interne Markenführung die Dienstleistungsmarke stärkt, indem durch markenkonformes Verhalten der Dienstleistungsmitarbeiter im Kundenkontakt nachhaltig ein positives Markenbild beim Nachfrager erzeugt werden kann. Wenn Unternehmen eine konsequente Markenführung betreiben, zur Verankerung der Markenidentität in den Köpfen aller Unternehmensmitarbeiter von der Unternehmensführung bis zum Kundenkontakt, so steigert dies das mitarbeiterseitige Markencommitment.

Als Folge wird die Marke im Idealfall über jeden Kontakt eines Mitarbeiters mit Mitgliedern der externen Anspruchsgruppen (Kunden, Familienmitglieder, Freunde, Presse, Investoren etc.) aufgebaut. Hier soll verdeutlicht werden, welche Bedeutung interner Markenführung in Dienstleistungsunternehmen gezollt werden muss, insbesondere mit Blick auf die Besonderheiten der Dienstleistung.

Der umfassende Überblick über die zunehmende wirtschaftliche und marketingwissenschaftliche Bedeutung von Dienstleistungen, in Kapitel 1 dieser Arbeit, bildet den Ausgangspunkt für die in Kapitel 2 erfolgende Darstellung der Besonderheiten, Funktionen und Aufgaben von Dienstleistungsmarken.

Darauf aufbauend werden in Kapitel 3 dieser Arbeit die Erfolgsfaktoren der internen Markenführung - die Markenidentität (3.1) und das Markenimage (3.2) dargestellt. Anschließend erfolgt eine Begriffsbestimmung zur internen Markenführung (3.3) sowie die Darstellung von deren Zielen und Aufgaben (3.3). In Abschnitt 3.4. werden mit Hilfe dreier Ansätze zur internen Markenführung, der zugrunde liegende Managementprozess sowie exemplarische Abläufe der internen Markenführung aufgezeigt.

Deren Umsetzung wird anschließend in Kapitel 4, anhand ausgewählter Maßnahmen der Dienstleistungskommunikation sowie der Personalpolitik, erklärt. Am Beispiel der Deutschen Bahn AG erfolgt im letzten Teil dieser Master Arbeit, die empirische Analyse des aktuellen Standes der internen Markenführung in einem deutschen Dienstleistungsunternehmen.

Im Dienstleistungssektor sind Unternehmensmarken weit verbreitet. Allerdings gehen Dienstleister mehr und mehr dazu über, einzelne Dienstleistungsangebote zu markieren. Daher soll an dieser Stelle der Unterschied zwischen der Dienstleistungsmarke und der reinen Angebotsbeschreibung herausgearbeitet werden. Daher wird nachfolgend in 2.1.1 die Dienstleistung definiert. Anschließend erfolgt in 2.1.2 die Festlegung auf das im Rahmen dieser Arbeit zu verwendende Markenverständnis. Aus den Besonderheiten der Dienstleistung wird dann (2.1.3) die Notwendigkeit für eine Markierung der Dienstleistung abgeleitet, was in 2.1.4 in der Definition der Dienstleistungsmarke endet.

Inhaltsverzeichnis:

I. INHALTSVERZEICHNIS
II. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II
III. ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
IV. TABELLENVERZEICHNIS III
1. Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen Einleitung 1
1.1 Theorie und Praxis der internen Markenführung 1
1.2 Zunehmende Bedeutung von Dienstleistungen 2
1.3 Ziel dieser Arbeit und Vorgehensweise 3
2. Dienstleistungsmarken Grundlagen 4
2.1 Dienstleistungen Markierungspolitik 4
2.1.1 Dienstleistungen Begriffsbestimmung 4
2.1.2 Wandel des Markenverständnisses 5
2.1.3 Dienstleistungen Charakteristika 6
2.1.4 Dienstleistungsmarken 8
2.1.4.1 Dienstleistungsmarken Funktionen 10
2.1.4.2 Herausforderungen für Markenmanagement undMarkenführung 11
3. Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen Grundlagen 12
3.1 Interne Markenführung Markenidentität 12
3.2 Interne Markenführung Markenimage 14
3.3 Interne Markenführung Begriff, Ziele und Aufgaben 15
3.3.1 Interne Markenführung Ziele 15
3.3.2 Interne Markenführung Aufgaben 16
3.4 Interne Markenführung Modelle 17
3.4.1 Managementprozess der Internen Markenführung Brexendorf /Tomczak 17
3.4.2 Intellectual-Emotional Buy-in MatrixChernatony et al. 20
3.4.3 Identitätsorientierte Markenführung Meffert/Burmann 22
3.4.3.1 Brand Commitment 24
3.4.3.2 Identitätsorientierte Markenführung für Dienstleistungsunternehmen 25
3.4.3.3 Identitätsbasiertes Markenmanagement Burmann/Blinda/Nitschke 27
4. Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen Mit Hilfe. 30
4.1 ...der Dienstleistungskommunikation 30
4.1.1 Notwendigkeit für eine zielgerichtete interne Kommunikation 31
4.1.2 Kommunikationsdefizite und Integrationsbedarf 32
4.1.3 Interne Kommunikation Ziele, Funktionen, Aufgaben & Erfolgsfaktoren 33
4.1.4 Interne Kommunikation Formen, Instrumente und Medien 39
4.1.5 Interne Kommunikation Medien und Trends 41
4.1.5.1 Das Intranet 43
4.1.5.2 Mitarbeiterzeitungen 44
4.1.5.3 Persönliche Kommunikation 45
4.2 ... der Personalpolitik 49
4.2.1 Personalbeschaffung 49
4.2.2 Personalführung Förderung markenorientierter Führung auf allen Ebenen 50
4.2.2.1 Die Rolle von CEO und Geschäftsführung 51
4.2.2.2 Die Rolle der weiteren Führungskräfte 53
4.2.2.3 Der Führungsstil 55
4.3 Personalentwicklung 58
4.4 Zusammenfassung und zukünftige Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen internen Markenführung 59
V. LITERATURVERZEICHNIS 61
VI. ANHANG: Tabelle Entwicklung des Markenverständnisses im Zeitablauf 62
Anhang: Tabelle Markenführungskompetenzen 62

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kommunikationsdefizite entstehen immer dann, wenn die Kommunikationsmaßnahmen eines Unternehmens inhaltlich, formal oder zeitlich nicht miteinander integriert sind. Bruhn (2003, S.17) definiert die integrierte Kommunikation als einen „Prozess der Analyse, Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle, der darauf ausgerichtet ist, aus den differenzierenden Quellen der internen und externen Kommunikation von Unternehmen eine Einheit herzustellen, um ein für die Zielgruppen der Kommunikation konsistentes Erscheinungsbild über das Unternehmen bzw. ein Bezugsobjekt des Unternehmens zu vermitteln.“ Für die inhaltliche Integration, müssen alle Kommunikationsmittel sowie –instrumente thematisch miteinander verbunden sein. Formale Integration meint, dass sämtliche Kommunikationsinstrumente und –mittel von der Gestaltung her den gleichen Prinzipien folgen. Mit zeitlicher Integration wird die Abstimmung des Einsatzes von Kommunikationsinstrumenten und –mitteln innerhalb und zwischen verschiedenen Planungsperioden bezeichnet (Bruhn 2003, S. 12ff und 58ff.). Häufig mangelt es auch an der Abstimmung der verschiedenen Abteilungen untereinander. Dies verhindert zum einen, dass der einzelne Mitarbeiter in seiner Abteilung effizient zum Markenaufbau beitragen kann, weil z.B. Doppelungen in der Arbeit der Abtei- 32 - [...]

Jessyka C. Polensky – Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen nikation aus (Hubbard 2004, S.130ff.). Daher muss im Rahmen der Dienstleistungskommunikation das Firmen-, speziell auch das Markenimage, diskrepanzfrei an die unternehmensexternen Anspruchsgruppen vermittelt werden (Joachimsthaler 2002)23. Eine in der Unternehmenspraxis beständige Auffassung ist, dass die kommunikative Umsetzung der Markenführung Aufgabe der Marktkommunikation sei (Hubbard 2004, S.131). Richtig ist, die Dienstleistungskommunikation i. S. der Kommunikation der Unternehmensmarke eines Dienstleisters ist essentiell für den Aufbau starker Marken. Die Intangibilität der Dienstleistung macht die auf den Nachfrager gerichtete Kommunikation der Dienstleistungsmarke zum wichtigen Kundenbindungsinstrument, denn durch externe Kommunikation wird die Dienstleistung für den Kunden greifbar (Esch 1998, S.105). Da in jedem Mitarbeiter-Kunden-Kontakt, direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst, jedoch auch körperliche Signale an den Konsumenten ausgesandt werden (Brexendorf/Tomczak 2004), ist eine zielgerichtete interne Verankerung der Markenidentität im [...]

Bei der internen Markenführung sollten prinzipiell alle Maßnahmen Anwendung finden, mit deren Hilfe das Mitarbeiterverhalten markenkonform gestaltet und anschließend quantitativ, mit Hilfe des Markencontrolling oder qualitativ, anhand der Verhaltensänderung auf Mitarbeiter- und Kundenseite, gemessen werden kann (Wittke-Kothe 2001, S.11). Kapitel 4 gibt einen Überblick über das Umsetzungspotential der internen Markenführung im Rahmen der Dienstleistungskommunikation – interne und integrierte Kommunikation - sowie der Personalpolitik – Personalbeschaffung, Personalführung und Personalentwicklung. Dabei ist stets zu berücksichtigen, dass das interne ebenso wie das externe Bild der Dienstleistungsmarke durch viele einzelne Unternehmensaktivitäten beeinflusst wird. Wobei jedoch nicht eine Einzelmaßnahme im Rahmen der Markenführung für den internen und externen Markenaufbau ausschlaggebend ist, sondern die Gesamtheit aller auf- und miteinander abgestimmten Maßnahmen (Esch 1998, S.105). 4.1 … der Dienstleistungskommunikation [...]

Arbeit zitieren:
Polensky, Jessyka August 2006: Interne Markenführung in Dienstleistungsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Markenmanagement, Dienstleistung, Führung, Behavioral Branding, Mitarbeiterführung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren