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Internationalisierungstendenzen der Wirtschaftsprüfung

Eine vergleichende Untersuchung anhand der Prüfung des Konzernabschlusses

Internationalisierungstendenzen der Wirtschaftsprüfung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Corinna Kanzek
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 301 Seiten
  • Dateigröße: 2,6 MB
  • Note: 2,6
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2292-9
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2292-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kanzek, Corinna Dezember 1999: Internationalisierungstendenzen der Wirtschaftsprüfung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: ISA, US-GAAP, Wirtschaftsprüfung, CPA, IAS

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Diplomarbeit von Corinna Kanzek

Einleitung:

Die Untersuchung der Internationalisierungstendenzen der Wirtschaftsprüfung anhand der Konzernabschlussprüfung beinhaltet grundlegend eine rechtsvergleichende Untersuchung der deutschen, US-amerikanischen und internationalen Systeme. Dabei erfolgt eine Beurteilung aus Sicht des deutschen Konzernabschlusses und seinen internationalen Möglichkeiten in Bezug auf Rechnungslegung und Abschlussprüfung.

Die Untersuchung beginnt mit einer grundlegenden Vorstellung des handelsrechtlichen Konzerns an sich, seine Funktionen und die aktuellen Trendbewegungen des deutschen Gesetzgebers mit besonderem Augenmerk auf die Befreiungsmöglickeit nach § 292a HGB und auf das KonTraG. Anschließend werden, um einen Überblick über die in Frage kommenden Rechnungslegungssysteme (nach US-GAAP und nach IAS) zu erhalten, die selbige vergleichend mit dem deutschen System untersucht.

Da sich die handelsrechtliche Konzerabschlussprüfung vornehmlich am aufgestellten Konzernabschluss orientiert, stellt sich die Frage, ob das Fachwissen der deutschen Abschlussprüfer ausreicht, um einen nach international anerkannter Rechnungslegung aufgestellten Abschluss prüfen zu können und in wieweit sich z.B. das Wirtschaftsprüferexamen dieser Thematik annähert. Aus diesem Grund folgt eine kritische Auseinandersetzung mit dem Wirtschaftsprüferberufsstand mit dem Ziel einer möglichen Konzeption eines internationalen Wirtschaftsprüferexamens. An dieser Stelle wird der US-amerikanische CPA-Berufsstand vergleichend mit untersucht.

Im einem weiteren Schritt werden die veränderten Anforderungen an den Berufsstand und die zu erwartenden Wettbewerbsauswirkungen analysiert und abschließend beurteilt.

Die im Rahmen dieser Ausarbeitung von der Verfasserin durchgeführte empirische Untersuchung wird hauptsächlich in dem o.g. Abschnitt mit eingearbeitet. Ende Juni 1999 wurden 500 Wirtschaftsprüfer aus Norddeutschland, ausgewählt nach dem Zufallsprinzip, angeschrieben und um ihre praxisorientierte Meinung in Form der Ausfüllung eines Fragebogens gebeten. Die Beantwortung durch die teilnehmenden Wirtschaftsprüfer erfolgte bis Ende August 1999. Bei 177 zurückerhaltenen und ausgefüllten Fragebögen betrug die Rücklaufquote 35,4%.

Die eigentlichen Prüfungshandlungen werden dann im vierten Abschnitt ausführlich diskutiert. Vorangestellt werden die deutschen Entwicklungen im Rahmen des KonTraG.

Parallel zur Vorstellung der Rechnungslegungsgremien im zweiten Abschnitt wird auch die Entstehung der jeweiligen Prüfungsnormen rechtsvergleichend untersucht. Die anschließenden speziellen Konzernabschlussprüfungshandlungen umfassen Qualitätssicherungsmaßnahmen, den eigentlichen Prüfungsumfang, der die Bausteine Prüfungsplanung, -durchführung und -überwachung enthält und der abschließenden Aufstellung des Prüfungsberichtes und Bestätigungsvermerkes.

Abgeschlossen wird diese Untersuchung mit einem Resümee und einer kritischen Würdigung mit Ausblick auf den Harmonisierungsprozess im Rahmen der Abschlussprüfung.

Inhaltsverzeichnis:

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS V
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Beschreibung der durchgeführten empirischen Untersuchung 4
1.2.1 Vorgehensweise und Zielsetzung 4
1.2.2 Aufbau und Auswertung des Fragebogens 6
1.3 Gang der Untersuchung 7
2. Grundsätzliche Darstellung der Konzernrechnungslegung und der Konzeption von nationalen und internationalen Rechnungslegungssystemen 8
2.1 Der deutsche Konzern und die Aufgabe der deutschen Konzernrechnungslegung 8
2.2 Die neue Trendsetzung durch den deutschen Gesetzgeber und ihre Auswirkungen für die deutsche Konzernrechnungslegung 12
2.2.1 Historische Entwicklung 12
2.2.2 Das Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz (KapAEG) 13
2.2.3 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) 18
2.3 Rechtsvergleichende Darstellung ausgewählter Rechnungslegungssysteme (nach HGB, US-GAAP und IAS) und ihre Grundmerkmale 20
2.3.1 Vorbemerkung 20
2.3.2 Kurzdarstellung und direkter Vergleich der normgebenden Institutionen, einschließlich eines kurzen Einblicks in das jeweilige Rechtssystem 21
2.3.3 Abbildung und direkter Vergleich der jeweiligen Entwicklung von Rechnungslegungsnormen, ihrer Auswirkungen und Bindungswirkungen 27
2.3.4 Direkter Vergleich der wichtigsten Rechnungslegungseigenschaften 34
2.4 Fazit 39
3. Anforderungsprofil des international prüfenden Abschlußprüfers 40
3.1 Vorbemerkung 40
3.2 Kritische Gegenüberstellung des deutschen und amerikanischen Wirtschaftsprüferberufsstandes 42
3.2.1 Historische Entwicklung des jeweiligen Berufsstandes 42
3.2.2 Individuelle Ausbildungs- und Examensanforderungen 47
3.2.3 Spezifische Haftungsfragen 54
3.2.4 Kritische Würdigung im Hinblick auf ein internationales Wirtschaftsprüferexamen 57
3.2.4.1 Gemeinsame Ansatzpunkte 57
3.2.4.2 Darstellung der europäischen Tendenzen 58
3.2.4.3 Zukunftstheorien über die Entwicklung eines deutschen, bzw. internationalen Wirtschaftsprüferexamens 60
3.3 Betrachtung des Anforderungsprofils des Wirtschaftsprüferberufsstandes im Zuge der Internationalisierung 63
3.3.1 Darstellung der Konkurrenzmöglichkeiten zwischen Wirtschaftsprüfer im In- und Ausland 63
3.3.2 Spezialisierungstendenzen deutscher Wirtschaftsprüfungsgesellschaften 65
3.3.3 Entwicklungsausblick 67
3.4 Fazit 67
4. Kritisch vergleichende Darstellung der Konzernjahresabschlussprüfung anhand ihrer Prüfungshandlungen 68
4.1 Vorbemerkung 68
4.2 Auswirkungen des KonTraG im Prüfungsbereich 68
4.3 Entstehung der Prüfungsnormen nach deutschen, US-amerikanischen und internationalen Grundsätzen 72
4.3.1 Vorbemerkung 72
4.3.2 Vorstellung der normgebenden Institutionen 73
4.3.3 Entwicklung, Festsetzung und Bindungswirkungen der jeweiligen Prüfungsgrundsätze 78
4.3.4 Fazit 84
4.4 Die speziellen Konzernabschlussprüfungshandlungen im Vergleich 87
4.4.1 Vorbemerkung 87
4.4.2 Grundgedanken zur Aufstellung des Konzernabschlusses 88
4.4.2.1 Aufstellungspflicht 88
4.4.2.2 Vergleichende Darstellung der Konzernabschlussaufstellung 89
4.4.3 Die Qualitätssicherung der Jahresabschlussprüfung im Vergleich 93
4.4.4 Die Prüfungsplanung 104
4.4.5 Die Prüfungsdurchführung anhand ausgewählter Beispiele 112
4.4.5.1 Vorbemerkung 112
4.4.5.2 Prüfung der Rechtsgrundlagen und des Konsolidierungskreises 115
4.4.5.3 Prüfung der Abschlussstichtage innerhalb des Konsolidierungskreises 120
4.4.5.4 Prüfung der Konzernbuchführung 122
4.4.5.5 Prüfung der Konsolidierungsmethoden 124
4.4.5.6 Prüfung von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden 132
4.4.5.6.1 Allgemeine Prüfungsansätze 132
4.4.5.6.2 Prüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes 135
4.4.5.7 Prüfung der Berichterstattung 137
4.4.6 Prüfungsüberwachung 144
4.4.7 Aufstellung des Prüfungsberichts und Erteilung des Bestätigungsvermerkes 145
4.4.8 Fazit 147
5. Schlussbetrachtung 150
5.1 Resümee 150
5.2 Kritische Würdigung mit Ausblick auf den Harmonisierungsprozess und die zu erwartenden Entwicklungen 154
ANHANG X
ABBILDUNGSVERZEICHNIS LXXX
TABELLENVERZEICHNIS XCI
LITERATURVERZEICHNIS CI

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nicht vergessen werden darf der Einfluß, den die SEC als Organisation und Mitglied der IOSCO auf selbige ausübt. Die IOSCO ist ähnlich wie die IFAC oder das IASC eine internationale Institution. RUHNKE betont in diesem Zusammenhang, daß die IOSCO sehr stark von der SEC geprägt wird, gleichzeitig sind die von der SEC geprägten US-amerikanischen Institutionen FASB und das AICPA auch Mitglied im IFAC, bzw. IASC.400 Somit beteiligen sich, wie andere Mitgliedstaaten auch, die US-amerikanischen Standard Setter am internationalen Standard Setting Process und verpflichten sich gleichzeitig zur sukzessiven Einarbeitung dieser entwickelten Standards. Während dabei die äußerliche Form und Gliederung der internationalen Prüfungsstandards von den US-amerikanischen abweichen, unterscheiden sie sich inhaltlich, eben durch den US-amerikanischen Einfluß, kaum voneinander. 401 Somit ist es nicht gerechtfertigt, daß sich die SEC weigert, die ISA anzuerkennen, auch wenn sie damit ihre Machtposition in Bezug auf die Börsenzulassung am größten Bösenplatz der Welt, der New York Stock Exchange, einschränken müßte. Andererseits kann die SEC auf gegen die Abschlußprüfer, die den Abschluß nach internationalen Normen geprüft haben, keine Sanktionen verhängen, wie gegen die Mitglieder des AICPA, den USamerikanischen CPAs. [...]

Die Mitglieder der IFAC verpflichten sich satzungsgemäß, die internationalen Prüfungsgrundsätze als Empfehlungen zu beachten, indem sie sukzessive eine Transformation der internationalen Normen durchführen. 394 Diese Verpflichtung ist aus deutscher Sicht einfacher zu realisieren als die Harmonisierung von Rechnungslegungsgrundsätzen, denn im Gegensatz zu den Prüfungsnormen sind diese gesetzlich kodifiziert. Allerdings stellt das IDW EPS 201 fest, daß die internationalen Prüfungsnormen den Abschlußprüfer nicht zur Anwendung verpflichten. 395 Das IDW hat begonnen, die internationalen Prüfungsnormen einzuarbeiten. Zukünftig werden an Stelle von Fachgutachten vornehmlich Prüfungsstandards (PS) verabschiedet, die identisch zur Numerierung der ISA betitelt werden. Bis zum Zeitpunkt dieser Ausarbeitung wurde zuletzt am 25. Juni 1999 das IDW PS 340: „Die Prüfung des Risikofrüherkennungssystems nach § 317 Abs. 4 HGB“ endgültig verabschiedet. Daneben befinden sich auch einige Entwürfe, die im Rahmen des Standard [...]

dure ist ähnlich dem Due Process des Steering Committees des IASC.390 Auch hier wird im Rahmen des Standard Setting Process zuerst ein Exposure Draft und in einem weiterverarbeitenden Schritt, nach Genehmigung des Councils, der Proposed Draft zur Stellungnahme veröffentlicht. 391 Erst wenn das IAPC mit einer Drei-Viertel-Mehrheit dem letzten Verarbeitungsstand zugestimmt hat, erfolgt eine Verabschiedung als Definitive ISA.392 Der Standard Setting Process durchläuft im Vergleich zum amerikanischen Due Process mehrere Sicherheitsstufen. Aufgrund der internationalen Beweggründe wird im Framework (ISA 120) vorgeschrieben, daß die Abschlußprüfung einen dermaßen hohen Sicherheitsgrad garantieren muß.393 Da international verschieden Systeme vorherrschen, wird mit der Absicherung durch mehrere Stufen das Sicherheitsrisiko niedrig gehalten, da die gesamte Fachwelt die Chance zu einer mehrfachen Stellungnahme erhält. [...]

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Kanzek, Corinna Dezember 1999: Internationalisierungstendenzen der Wirtschaftsprüfung, Hamburg: Diplomica Verlag

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