Internationalisierungsprozess deutscher mittelständischer Unternehmen mit dem Focus Frankreich
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Youssef El-Baghdadi
- Abgabedatum: Dezember 2005
- Umfang: 92 Seiten
- Dateigröße: 729,5 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9395-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9395-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9395-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: El-Baghdadi, Youssef Dezember 2005: Internationalisierungsprozess deutscher mittelständischer Unternehmen mit dem Focus Frankreich, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Internationalisierung, Frankreich, International, Mittelstand, Unternehmen
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Diplomarbeit von Youssef El-Baghdadi
Einleitung:
Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden zunehmend mit internationalem Wettbewerb konfrontiert. Das liegt u. a. daran, dass die Ländermärkte zunehmend homogener werden, und die Wertschöpfungsaktivitäten in Länder mit günstigen Faktorbedingungen verlagert werden. Im Zuge der Globalisierung sehen sich die Unternehmen in Deutschland immer weiter dem starken internationalen Wettbewerb ausgesetzt. Doch Globalisierung hat nicht nur Nachteile, sondern sie bietet auch Chancen auf größere Gewinne auf internationale Märkte. Diese Arbeit erläutert die Internationalisierungstheorien und Strategien zum erfolgreichen „Going international“.
Die Motivation entwickelte sich aus der Notwendigkeit die Internationalisierungstheorien und Internationalisierungskonzepte für die kleinen und mittelständischen Unternehmen darzustellen und zu erläutern. Es soll die Konzeption einer internationalen Unternehmensstrategie vereinfacht werden, und anhand eines Praxisbeispiels umgesetzt werden. Diese Arbeit soll den Leser in die Lage versetzen sich selbst einen Einblick über die Theorien zu verschaffen, und den für ihn als optimalen eingeschätzten Internationalisierungspfad zu bestimmen.
Das Ziel der Arbeit liegt darin im zweiten Kapitel die Theorien der Internationalisierung darzustellen, und ihre Unterschiede zu erläutern. Die Internationalisierungsstufen werden anschließend im dritten Kapitel erläutert. Je nach Ressourcentransfer können unterschiedliche Stufen praktiziert werden. Im vierten Kapitel werden Rohdaten des Landes Frankreich gesammelt, und für den Integrationsprozess zur Verfügung gestellt. Des Weiteren werden Instrumente zur Analyse von Risiken und Chancen auf Weltmärkten vorgestellt. Durch die Analysen sollen die Stärken der Unternehmen heraus kristallisiert werden, um sie mit den Chancen der Märkte in Einklang zu bringen. In der Strategiekonzeption werden anschließend die Internationalisierungsstrategien und die unternehmensinternen Strategien verbunden, um weiteren Internationalisierungsmotiven gerecht zu werden.
Es wurde die neueste Literatur hierzu verwenden, so dass eine Kompression aller neuen Bücher entstand.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | IV | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Motivation | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 1 |
| 2. | BEGRIFFLICHE ABGRENZUNGEN UND GRUNDLAGEN | 2 |
| 2.1 | Globalisierung und Internationalisierung | 2 |
| 2.2 | Konzepte der Internationalisierung | 6 |
| 2.3 | Unternehmensformen | 14 |
| 2.3.1 | Internationales Unternehmen | 14 |
| 2.3.2 | Globales Unternehmen | 15 |
| 2.3.3 | Multinationales Unternehmen | 17 |
| 2.3.4 | Transnationales Unternehmen | 19 |
| 2.4 | Theorien der Internationalisierung | 20 |
| 2.4.1 | Außenhandel | 20 |
| 2.4.2 | Direktinvestitionen | 22 |
| 2.4.3 | Übergreifende Theorien | 24 |
| 3. | INTERNATIONALISIERUNGSPROZESS | 27 |
| 3.1 | Die Anforderungen an einer Strategiekonzeption | 27 |
| 3.2 | Analysen zur Internationalisierungsfähigkeit | 29 |
| 3.3 | Risiken der internationalen Geschäftstätigkeit | 34 |
| 3.4 | Ländermarkt- und Standortauswahl | 38 |
| 3.5 | Markteintrittsstrategien | 44 |
| 3.5.1 | Export und Kompensationsgeschäfte | 45 |
| 3.5.2 | Lizenzen | 47 |
| 3.5.3 | Franchising | 48 |
| 3.5.4 | Vertragsfertigung | 48 |
| 3.5.5 | Strategische Allianz | 49 |
| 3.5.6 | Joint Venture | 50 |
| 3.5.7 | Auslandniederlassungen und Produktionsstätten | 50 |
| 3.5.8 | Tochtergesellschaften | 51 |
| 3.5.9 | Fusionen | 52 |
| 3.6 | Zielmarktstrategien | 52 |
| 3.7 | Timingstrategien | 54 |
| 3.7.1 | Länderspezifische Timingstrategien | 55 |
| 3.7.2 | Länderübergreifende Timingstrategien | 56 |
| 3.8 | Weitere Internationalisierungsstrategien | 57 |
| 3.8.1 | Allokationsstrategie | 57 |
| 3.8.2 | Koordinationsstrategien | 58 |
| 4. | INTERNATIONALISIERUNG AM BSP. FRANKREICH | 61 |
| 4.1 | Allgemeine Informationen zu Frankreich | 61 |
| 4.1.1 | Die Rolle Frankreichs in der Welt und in der EU | 62 |
| 4.1.2 | Die Faktorausstattung und die Sektoren in Frankreich | 63 |
| 4.2 | Geographische Rahmenbedingungen | 64 |
| 4.3 | Rechtliche und politische Rahmenbedingungen | 64 |
| 4.4 | Ökonomische Rahmenbedingungen | 66 |
| 4.5 | Soziokulturelle Rahmenbedingungen | 67 |
| 5. | KRITISCHE WÜRDIGUNG | 69 |
| 6. | ANHANG | 70 |
| LITERATURVERZEICHNIS | V | |
| Monographien | V | |
| Skripte | IX | |
| Interviews | IX | |
| Zeitschriften/Artikel | IX | |
| Internet | X |
nungsrisiko. Das Transferrisiko schränkt die Unternehmen darin ein, Direktinvestitionen zu tätigen. Damit soll bspw. die heimische Wirtschaft eines Landes geschützt, oder der Vorrang den heimischen Investoren bei Investition im eigenen Land gewährt werden. Dem Risikomanagement stehen unterschiedliche Instrumente zur Minimierung der o. g. Risiken zur Verfügung. Es gibt zahlreiche Absicherungsprodukte wie bspw. die „Futures“ oder andere Termingeschäfte, die bestimmte Risiken teilweise oder ganz eliminieren.115 Zurzeit wird eine Regelung vom europäischen Gerichtshof erwartet, die es ermöglicht, Verluste von Tochtergesellschaft innerhalb der EU mit den Gewinnen der im Inland ansässigen Muttergesellschaft zu verrechnen. Damit will die EU die Grundfreiheiten des Binnenmarktes gewährleisten. Bei den nationalen Regierungen werden hingegen enorme Steuerausfälle bei einer bereits angespannten Haushaltssituation erwartet.116 Von besonderer Bedeutung sind im Zusammenhang mit dem Risikomanagement internationaler Unternehmen die drei Indices, das Operations Risk Index „ORI“, das Political Risk Index „PRI“ und der Business Risk Service „BRS“, zu nennen. Das BERI Institut stellt diese Indices zur Verfügung und aktualisiert sie kontinuierlich. Für die Unternehmen bietet sich die Möglichkeit, einen möglichst verdichteten Informationsstand über ein bestimmtes Land zu sammeln. Im „ORI“ werden Kriterien wie z. B. die politische Entwicklung eines Landes, die Einstellung gegenüber ausländischen Investoren, die Inflation und die Lohnkosten bewertet. Es werden somit Aspekte der politischen, gesetzlichen, soziokulturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Diese Indices werden in der Informationsauswertung des zu bearbeitenden Landes berücksichtigt. Dadurch wird neben der SWOT-Analyse und der Analyse der eigenen Wettbewerbsvorteile eine zusätzliche und wichtige Komponente zur Analyse des anvisierten Marktes, in den Entscheidungsprozess integriert. Die nachfolgende Abbildung stellt den Operations Risk Index exemplarisch dar.117 [...]
fisch und können sich aus den kulturellen Differenzen, gesetzlichen Rahmenbedingungen und politischen Entwicklungen ergeben. In diesem Kapitel werden diese Risiken dargstellt und näher erklärt, so dass diese innerhalb der Strategiekonzeption berücksichtigt werden können. Wenn ein Unternehmen international tätig ist, dann wird Kapital zwischen Ländern transferiert. Die Zahlungsströme können in unterschiedlichen Währungen erfolgen und unterliegen somit bestimmten Risiken. Diese Risiken entstehen durch die unterschiedlichen Zinssätze, die unterschiedlichen Jahresabschlussvorschriften und die inflationären Tendenzen. Sie können u. a. durch länderspezifische Politiken hervorgerufen werden. Einige bekannte Risiken sind noch das Wechselkursrisiko, das Enteignungsrisiko und das Transferrisiko.110 Die unterschiedlichen Zinssätze verursachen Kapitalverluste in den Ländern mit hohen Kreditzinsen, bieten jedoch die Möglichkeit von Arbitragegeschäften. Beim Jahresabschluss einer TG im Ausland stehen Konsolidierungsmöglichkeiten wie die Stichtagskursmethode oder die Zeitbezugsmethode zur Auswahl. Diese Möglichkeiten können den Kursverfall des Unternehmenswertes auffangen.111 Durch das Währungsmanagement und seine Instrumente, wie bspw. das „Cash pooling“, werden die Verlustrisiken bedeutend minimiert. Die Inflation ist der Wertverfall einer Währung. Es gibt verschiedene Arten von Inflationen. Ein Beispiel hierfür ist die schleichende Inflation. In der Nachkriegszeit hat es Fälle gegeben, bei denen die Inflationsraten in Deutschland Werte von über 50 % überschritten haben112. Auch die Wirtschaftskrise in Argentinien hat zu großen Wertverlusten der heimischen Währung geführt.113 Aus der Unsicherheit über die Entwicklung von Währungen ergibt sich das Wechselkursrisiko. Vor allem wird das Management bei zunehmender und komplexer Ländermarktbearbeitung zusätzlich herausgefordert. Auch hier bieten sich verschiedene Instrumente wie bspw. das „Leading“ oder „Lagging“ zur Minimierung des Wechselkursrisikos an. Beim „Leading“ werden die Zahlungsströme beschleunigt, um inflationären Tendenzen frühzeitig entgegenzuwirken. Das „Lagging“ verzögert die Zahlungsvorgänge, um die Zinserträge zu erhöhen.114 In spektakulären Fällen kann es dazu kommen, dass Wertmittel von der Regierung enteignet werden. Hier spricht man von dem Enteig- [...]
men der Auslandsaktivitäten gegenüber zu stellen und diese nach bestimmten Gewichtungen zu analysieren und vorzuschlagen. Die Relevanzzahl wird aus den o. g. Informationen bestimmt und dient als Entscheidungsindikator für das Management.105 In der Literatur existieren noch viele andere Varianten der Plattern-Analyse, in denen die quantitative und qualitative Analyse zusammengeführt werden. Am Ende dieser Analyse werden die Internationalisierungsprojekte in einer Matrix abtragen und bewertet. Die Planung und die Organisation der Auslandsaktivitäten bilden einen weiteren Erfolgsfaktor des internationalen Engagements. Die Bestimmung der Organisationsstruktur hängt einerseits von dem Unternehmen selbst, und andererseits vom Ausmaß seiner Internationalität ab. In einem multinationalen Unternehmen wird man in den meisten Fällen die Matrixorganisation vorfinden. Das Ziel eines multinationalen Unternehmens ist es möglichst viele Ländermärkte zu bearbeiten bei gleichzeitiger Konzentration auf die globale Integration und die lokale Anpassung. Die Individualität der Kulturen und der länderspezifischen Rahmenbedingungen zwingen multinationale Unternehmen zum Aufbau mehrdimensionaler Strukturen.106 Aus einer Praxiserprobung in der Zeitschrift Controlling weiß man, dass die Matrixorganisation die beiden Dimensionen weltweite Integration und lokale Anpassung erfüllt.107 Die Planung ist die gedankliche Ordnung zukünftiger Ereignisse in einer logischen Reihenfolge. Sie übernimmt wichtige Funktionen wie bspw. die Koordinationsfunktion, die Leistungsmotivation, die Effizienzerhöhung und die Kontrollfunktion.108 Zu den Planungsfeldern gehören die Unternehmensstrategien, und die Unternehmensressourcen. Es werden im Rahmen des Planungsprozesses Planungsmethoden wie die Portfolio- Methode, die PerformanceAnalyse oder die Risiko- Analyse eingesetzt.109 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832493950
Arbeit zitieren:
El-Baghdadi, Youssef Dezember 2005: Internationalisierungsprozess deutscher mittelständischer Unternehmen mit dem Focus Frankreich, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Internationalisierung, Frankreich, International, Mittelstand, Unternehmen



