Internationalisierung in der Automobilindustrie
Analyse der Standortentscheidung von BMW für Spartanburg (USA)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Oliver Schlösser
- Abgabedatum: September 1999
- Umfang: 170 Seiten
- Dateigröße: 10,3 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5033-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5033-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5033-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schlösser, Oliver September 1999: Internationalisierung in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Automotive, Standortwahl
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Diplomarbeit von Oliver Schlösser
Einleitung:
Der auf mehreren Faktoren basierende ansteigende Wettbewerbsdruck innerhalb der Automobilindustrie – wie die zunehmende Sättigung der Hauptabsatzmärkte der Triade sowie der Eintritt neuer Automobilhersteller (OEM) aus Schwellenländern – stellt ein grundlegendes Motiv für die Internationalisierung innerhalb dieses Industriezweiges dar.
Die Internationalisierung in der Automobilindustrie findet sowohl bei der Beschaffung von Zulieferteilen und –komponenten statt (Global Sourcing), innerhalb der Produktion durch die weltweite Ansiedlung von Produktionsstätten und die Übertragung von Produktions-konzepten als auch durch die Erschließung neuer Absatzmärkte und die dezentrale Verteilung von Management- und Unternehmensfunktionen auf internationaler Maßstabsebene. Dabei sind die Automobilhersteller bestrebt, Standorte zu wählen, an denen sich deren spezifische Unternehmensziele bestmöglich realisieren lassen und sie auf lokale Marktveränderungen mit der erforderlichen Dynamik reagieren können.
Die Arbeit gewährt neben einem grundlegenden Überblick über die Internationalisierung in der Automobilindustrie und die Bedeutung genereller Faktoren und Beweggründe für Standortwahlen von Automobilherstellern anhand des empirischen Beispiels der BMW Manufacturing Corporation (BMWMC) einen detaillierten Einblick in die Komplexität einer solchen Standortentscheidung. BMW nahm seinerzeit mit der Entscheidung für die USA eine Vorreiterrolle im Premium Car Segment ein, deren Beispiel Mercedes-Benz und die Audi AG bald folgten. Mit Hilfe der empirisch gewonnenen Informationen werden die hierfür relevanten Motive und Faktoren aufgezeigt und analysiert.
Gang der Untersuchung:
Der Aufbau der Arbeit ist in drei Hauptblöcke gegliedert. Der erste Hauptblock (Kapitel 2) soll einen grundlegenden Überblick über die Entwicklung der Internationalisierung in der Automobilindustrie und deren Motive geben. Darauf aufbauend werden im zweiten Hauptblock (Kapitel 3) auf theoretischer Basis generelle Standortfaktoren und Beweggründe für Standortentscheidungen von Automobilherstellern untersucht. Nach der in Kapitel 4 erläuterten Methodik der Datenerhebung stellt der dritte Hauptblock (Kapitel 5) mit der Analyse der Standortentscheidung von BMW für Spartanburg als Fallbeispiel den Kernteil der Arbeit dar. In Kapitel 6 werden abschließend die wichtigsten Untersuchungsergebnisse festgehalten und die aufgestellten Hypothesen bewertet.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 7 |
| 1.1 | Theoretische Vorklärung und Bezugsrahmen | 7 |
| 1.2 | Fragestellung und Erkenntnisinteresse | 9 |
| 1.3 | Vorgehensweise und Aufbau der Arbeit | 10 |
| 2. | Einbettung des Themas vor dem Hintergrund der Internationalisierung | 12 |
| 2.1 | Internationalisierungstendenzen der Automobilindustrie | 12 |
| 2.2 | Motive der Internationalisierung dieses Industriezweiges | 17 |
| 2.3 | Entwicklung der Direktinvestitionen in der Branche | 21 |
| 2.4 | Strategische Ziele der Automobilindustrie | 25 |
| 2.5 | Entwicklung des Produktionsstandortes BRD für die deutsche Automobilindustrie | 28 |
| 3. | Generelle Motive für Standortentscheidungen internationaler Automobilhersteller | 32 |
| 3.1 | Kriterien für Marktentscheidungen | 32 |
| 3.1.1 | Bedeutung von Marktentscheidungen | 32 |
| 3.1.2 | Größe von Absatzmärkten | 35 |
| 3.1.3 | Zugänglichkeit von Märkten | 37 |
| 3.1.4 | Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen | 40 |
| 3.2 | Die Bedeutung der Determinanten Logistik und Transport | 43 |
| 3.2.1 | Logistische Motive für Standortentscheidungen | 43 |
| 3.2.2 | Bedeutung von Transportkosten | 47 |
| 3.3 | Erprobung neuartiger Produktionskonzepte von Automobilherstellern | 50 |
| 3.3.1 | Bedeutung von Größe und Struktur des Arbeitsmarktes für Produktionskonzepte | 50 |
| 3.3.2 | Relevanz des gewerkschaftlichen Organisationsgrades von Arbeitnehmern | 52 |
| 3.3.3 | Determinanten neuartiger Produktionskonzepte | 54 |
| 3.3.4 | Vergleich von Produktionsstandorten 'auf der grünen Wiese' mit traditionellen Automobilzentren | 60 |
| 3.3.5 | Übertragbarkeit neuartiger Produktionskonzepte | 63 |
| 3.4 | Einfluß eines investitionsfreundlichen politischen Klimas auf Standortentscheidungen | 67 |
| 3.4.1 | Kooperationsbereitschaft staatlicher Behörden | 67 |
| 3.4.2 | Bedeutung von Investitionsanreizen für Automobilhersteller | 69 |
| 3.5 | Bedeutung einer verkehrsinfrastrukturell günstigen Lage für Automobilhersteller | 71 |
| 4. | Methodik der Datenerhebung | 73 |
| 4.1 | Diskussion verwandter Methoden | 73 |
| 4.2 | Durchführung der Datenerhebung | 76 |
| 4.3 | Repräsentativität und Übertragbarkeit der Ergebnisse | 80 |
| 5. | Motive für Standortentscheidungen auf verschiedenen räumlichen Maßstabsebenen am Beispiel des BMW-Produktionswerkes (BMWMC) in Spartanburg/USA | 83 |
| 5.1 | Kriterien der BMW AG für den Bau des Produktionswerkes in den USA | 83 |
| 5.1.1 | Stand eine Marktentscheidung im Vordergrund? | 83 |
| 5.1.2 | Bedeutung der Größe des Absatzmarktes USA für BMW | 86 |
| 5.1.3 | Zugänglichkeit des US-amerikanischen Marktes | 88 |
| 5.1.4 | Abhängigkeit von Wechselkursschwankungen des US-Dollars | 90 |
| 5.2 | Die Ostküste der USA als Produktionsstandort für BMW-Automobile | 92 |
| 5.2.1 | Logistische Motive für die Wahl der Ostküste | 92 |
| 5.2.2 | Bedeutung von Transportkosten | 95 |
| 5.3 | Determinanten für einen Standort in den Südstaaten | 97 |
| 5.3.1 | Bedeutung der Größe und Struktur des dortigen Arbeitsmarktes für BMW | 97 |
| 5.3.2 | Grad der gewerkschaftlichen Organisation des Werkes | 101 |
| 5.3.3 | Determinanten des neuartigen Produktionskonzeptes des Werkes | 105 |
| 5.3.4 | Vergleich der BMWMC 'auf der grünen Wiese' mit den deutschen Werken des Konzerns | 110 |
| 5.3.5 | Übertragbarkeit des neuartigen Produktionskonzeptes auf die deutschen Werke | 113 |
| 5.3.6 | Entwicklung der Produktion im Werk Spartanburg | 116 |
| 5.4 | BMW wählt mit South Carolina einen wirtschaftlich aufstrebenden Bundesstaat | 118 |
| 5.4.1 | Kooperationsbereitschaft staatlicher Behörden im Fall von BMW | 118 |
| 5.4.2 | Bedeutung von finanziellen Investitionsanreizen | 121 |
| 5.4.3 | Relevanz des Bildungswesens South Carolinas | 123 |
| 5.4.4 | Bedeutung des Bestandes von Zulieferagglomerationen | 125 |
| 5.5 | Spartanburg als Mikrostandort für den Bau eines modernen Automobilproduktionswerkes der BMW AG | 127 |
| 5.5.1 | Bedeutung der lokalen Verkehrsinfrastruktur für BMW | 127 |
| 5.5.2 | Höhe der dortigen Infrastrukturkosten | 129 |
| 6. | Abschließendes Resümee | 130 |
| 7. | Literaturverzeichnis | 135 |
| 8. | Anhang | 151 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832450335
Arbeit zitieren:
Schlösser, Oliver September 1999: Internationalisierung in der Automobilindustrie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Automotive, Standortwahl



