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Internationales Markenmanagement nach Unternehmenszusammenschlüssen

Besonderheiten und Herausforderungen

Internationales Markenmanagement nach Unternehmenszusammenschlüssen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claudia Schädler
  • Abgabedatum: September 2003
  • Umfang: 97 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7692-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7692-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7692-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schädler, Claudia September 2003: Internationales Markenmanagement nach Unternehmenszusammenschlüssen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Marketing, Management, Unternehmensfusion, Marke, Acquisition

Diplomarbeit von Claudia Schädler

Einleitung:

Die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft hat dazu geführt, dass Fusionen und Akquisitionen sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene aus dem heutigen Wirtschaftsleben nicht mehr wegzudenken sind. Die Gründe für Fusionen und Akquisitionen sind unterschiedlichster Art: So kann die Gewinnung von Marktmacht und der Eintritt in neue Märkte ebenso Motiv sein, wie die Reaktion auf die Globalisierungsaktivitäten der Konkurrenz. Immer öfter steht auch das Erlangen starker Marken im Vordergrund, wie aktuell die Übernahme der Wella AG durch Procter & Gamble beweist.

Starke Marken werden heute allgemein als ein bedeutender Bestandteil des Unternehmenswertes angesehen. Aufgrund dessen gewinnt ein effizientes und effektives internationales Markenmanagement zunehmend an Bedeutung. Aufgabe ist dabei der Erhalt, die Positionierung und der Ausbau starker Marken in einem sich ständig verändernden, dynamischen Wettbewerbsumfeld.

Trotz der steigenden Anzahl von Unternehmenszusammenschlüssen kommen diverse Studien zu dem Schluss, dass bis zu 70% der Zusammenschlüsse die angestrebten Ziele nicht erreichen. Faktoren wie unterschiedliche Unternehmenskulturen, falsche Organisationspolitik und fehlende strategische Logik wurden als ursächlich dafür erkannt und sind in der Literatur bereits hinreichend erforscht. Viel zu selten aber noch wird der Fehler in einem unzureichenden Markenmanagement gesehen. Kaum ein Unternehmen misst der Marke eine mehr als nur geringfügige Bedeutung im Fusionsprozess zu. Dementsprechend häufig werden die Auswirkungen einer Fusion auf den Markenwert, der erhebliche Konsequenzen für den Unternehmenswert hat, außer Acht gelassen.

Das professionelle Management von Marken im Zuge eines Zusammenschlusses trägt wesentlich zum positiven Verlauf des Fusionsprozesses bei. Diese Arbeit macht es sich zur Aufgabe, die Integration von Marken wie auch die Einführung und Etablierung einer neuen Unternehmensmarke darzustellen und die Herausforderungen und Besonderheiten des Internationalen Markenmanagements zu verdeutlichen, die auf das akquirierende Unternehmen zukommen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit behandelt in drei Kapiteln zunächst Mergers & Acquisitions, anschließend das Internationales Markenmanagement im Allgemeinen sowie als Schwerpunkt Internationales Markenmanagement nach Mergers & Acquisitions.

Im Rahmen der ersten beiden Kapitel werden kurz die wichtigsten Grundlagen von Mergers & Acquisitions sowie des internationalen Markenmanagements erläutert.

Den Hauptteil der Arbeit bildet die Untersuchung des Internationalen Markenmanagements nach Unternehmenszusammenschlüssen, die zunächst sowohl die marktbezogenen als auch die unternehmensbezogenen Herausforderungen an das internationale Markenmanagement herausarbeitet. Im Anschluss daran werden verschiedene Ansätze zur Gestaltung der Markenarchitektur gegenübergestellt. Sie alle haben die Bereinigung von unstrukturierten und überladenen Markenportfolios, die aufgrund von Akquisitionen entstehen, zum Ziel.

Nachdem sich aufgrund eines Zusammenschlusses mehrere, meist unterschiedliche Marken im Portfolio des Unternehmens befinden, ist für die Integration der Marken in diesem Zusammenhang auch die Wahl der richtigen Markenstrategie von Bedeutung. In der Arbeit werden unterschiedliche Strategien vorgestellt. Anhand eines Beispiels aus der Praxis – der SCA Hygiene Paper – werden die theoretischen Überlegungen abschließend veranschaulicht.

Entsteht durch eine Fusion ein neues Unternehmen, gewinnt das Corporate Branding an Bedeutung, da die Entscheidung über Name und Branding des neuen Unternehmens maßgeblich für den Erfolg einer Transaktion ist. Die professionelle Durchführung eines Corporate Brandings wird am Beispiel der E.ON AG vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. MERGERS & ACQUISITIONS 4
2.1 Grundlagen 4
2.1.1 Ausgangssituation für Mergers & Acquisitions 4
2.1.2 Abgrenzungen der Begriffe 4
2.1.2.1 Merger oder Fusion 5
2.1.2.2 Akquisition oder Übernahme 6
2.2 Mögliche Formen von Mergers & Acquisitions 7
2.2.1 Differenzierung nach Produkten und Produktionsstufen 7
2.2.1.1 Horizontale Akquisitionsstrategie 7
2.2.1.2 Vertikale Akquisitionsstrategie 8
2.2.1.3 Konzentrische Akquisitionsstrategie 8
2.2.1.4 Konglomerate Akquisitionsstrategie 8
2.2.2 Sonstige Differenzierungen 9
2.3 Motive und Ziele von Mergers & Acquisitions 9
2.4 Integration - Post-Merger Management 12
2.4.1 Der Begriff Integration 12
2.4.2 Unterschiedliche Ansätze der Integration 13
2.4.2.1 Die Erhaltung: Die Stand alone-Position 13
2.4.2.2 Die Holding oder der Turnaround 13
2.4.2.3 Die Symbiose: Die partielle Integration 14
2.4.2.4 Die Absorption: Die vollkommene Übernahme 14
2.4.3 Faktoren einer erfolgreichen Integration 14
2.5 Erfolgsfaktoren von Fusionen 15
2.6 Gründe für das Scheitern von Mergers & Acquisitions 16
3. INTERNATIONALES MARKENMANAGEMENT 17
3.1 Stellenwert des Markenmanagements 17
3.2 Grundlagen 17
3.2.1 Entwicklung des Markenartikels 17
3.2.2 Abgrenzung des Begriffs Marke 18
3.2.3 Funktionen von Marken 19
3.2.4 Ziele der Markenführung 21
3.3 Unterscheidung der Erscheinungsformen von Marken 22
3.3.1 Erscheinungsformen nach der institutionellen Stellung des Markenträgers 22
3.3.2 Erscheinungsformen nach der geographischen Reichweite der Marke 22
3.3.3 Erscheinungsformen nach der Anzahl der markierten Güter 23
3.3.4 Sonstige Erscheinungsformen 24
3.4 Festlegung der Markenstrategie 25
3.4.1 Markenstrategien im horizontalen Wettbewerb 25
3.4.1.1 Einzelmarkenstrategie 25
3.4.1.2 Mehrmarkenstrategie 26
3.4.1.3 Familienmarkenstrategie 27
3.4.1.4 Dachmarkenstrategie 28
3.4.2 Markenstrategien im vertikalen Wettbewerb 29
3.4.3 Markenstrategien im internationalen Wettbewerb 29
3.4.3.1 Multinationale Markenstrategien 30
3.4.3.2 Globale Markenstrategien 30
3.4.3.3 Gemischte Markenstrategien 31
3.5 Markenwert als zentrale Ziel- und Steuerungsgröße der Markenführung 32
3.5.1 Definition 32
3.5.2 Zunehmende Bedeutung der Markenbewertung 32
3.5.3 Verfahren der Markenbewertung 34
4. INTERNATIONALES MARKENMANAGEMENT NACH UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSEN 36
4.1 Herausforderungen an das internationale Markenmanagement 36
4.1.1 Marktbezogene Faktoren 36
4.1.2 Unternehmensbezogene Faktoren 36
4.2 Gestaltung des Markenportfolios 38
4.2.1 Herausforderungen an die Führung von Markenportfolios 38
4.2.2 Markenarchitektur 39
4.2.2.1 Abgrenzung des Begriffs der Markenarchitektur 39
4.2.2.2 Markenstrategien als Ausgangspunkt 40
4.2.2.3 Unternehmens- und Markenhierarchien 41
4.2.2.4 Integrationsgrad der Markenarchitektur 41
4.2.3 Ansätze zur Klassifikation komplexer Markenarchitekturen 42
4.2.3.1 Markenhierarchien von Laforet und Saunders 42
4.2.3.2 „Brand Relationship Spectrum“ von Aaker und Joachimsthaler 43
4.2.3.3 Wahrnehmungs- und wirkungsbezogener Ansatz 44
4.3 Integration von Marken nach Mergers & Acquisitions 47
4.3.1 Probleme bei der Integration von Marken 47
4.3.2 Strategien zur Integration von Marken 48
4.3.2.1 Strategien der Unternehmens-Ebene 48
4.3.2.2 Strategien der Geschäftsfeld-Ebene 50
4.4 Fallbeispiel der SCA Hygiene Paper 52
4.4.1 Das Unternehmen SCA Hygiene Paper 52
4.4.2 Problemstellung 52
4.4.3 Ausgangssituation 53
4.4.3.1 Der europäische Markt für Hygienepapiere 53
4.4.3.2 Das Markenportfolio des Unternehmens 53
4.4.4 Neustrukturierung des Markenportfolios 55
4.4.5 Fazit 57
4.5 Corporate Branding - Unternehmen als Marken 57
4.5.1 Bedeutung des Branding für Unternehmen 57
4.5.2 Abgrenzung des Begriffs Corporate Branding 58
4.5.3 Ziele und Aufgaben des Corporate Branding 59
4.5.4 Strategien des Corporate Branding 60
4.5.4.1 One-Firm-Strategie 60
4.5.4.2 House-Branding-Strategie 61
4.5.4.3 Endorsed-Branding-Strategie 61
4.5.4.4 Seperate-Branding-Strategie 61
4.5.5 Vorteile von Corporate Branding 61
4.6 Fallbeispiel der E.ON AG 62
4.6.1 Das Unternehmen E.ON AG 62
4.6.2 Strategische Logik der Fusion von Veba und Viag 63
4.6.3 Post-Merger Management 64
4.6.4 Corporate Branding am Beispiel der E.ON AG 64
4.6.4.1 Der neue Name 64
4.6.4.2 Markenarchitektur 65
4.6.4.3 Bedingungen für den neuen Namen 65
4.6.4.4 Name und Logo 66
4.6.4.5 Das E.ON-Logo 67
4.6.4.6 Einführung der Marke 68
4.6.5 Fazit 69
5. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 70
LITERATURVERZEICHNIS VIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

ner steigenden Bedeutung auszugehen ist.220 Der Anteil von Marken am Unternehmenswert liegt nach einer Studie bei 56 Prozent, bei Hersteller von Markenartikeln sind es sogar über 90 Prozent.221 Gründe für die zu beobachtende hohe Relevanz der Markenbewertung sind vielfältig und können sowohl wettbewerbs- als auch unternehmensbezogen erklärt werden.222 Aus Wettbewerbsperspektive ist eine zunehmende Markeninflation zu beobachten.223 Dies hat zur Folge, dass sich der Wettbewerb um das Vertrauen der Verbraucher massiv verschärft. Erschwerend kommen in zahlreichen Märkten Sättigungstendenzen und eine damit einhergehende Verlangsamung des Umsatzwachstums hinzu.224 Aus Unternehmensperspektive rückt die Markenbewertung im Rahmen der zu beobachtenden Wertorientierung der Unternehmen immer stärker in den Mittelpunkt, da Marken beträchtliche Vermögenswerte sind, die einen immer größeren Stellenwert für die Unternehmensbewertung haben.225 So muss eine ganzheitliche Unternehmensbewertung auch eine Bewertung der sogenannten „Intangibles“ einbeziehen.226 Dies hat zu der Entwicklung von reliablen und validen Markenbewertungsmethoden geführt, welche sowohl die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Investitionsobjekts „Marke“ als auch den objektiven Markenwert für Akquisitionsverhandlungen ermitteln sollen.227 Weitere Anwendungsbereiche zur Markenwertmessung sind das Markencontrolling, die Markenbilanzierung228, die Schadensermittlung bei Markenmissbrauch sowie die Lizenzvergabe bei Markennutzungsrechten.229 [...]

3.5 Markenwert als zentrale Ziel- und Steuerungsgröße der Markenführung 3.5.1 Definition Für den Markenwert existieren in der gängigen Literatur unterschiedliche Definitionsansätze, die aus verschiedenen Perspektiven betrachtet werden.212 Aus finanzwirtschaftlicher Sicht ist der Markenwert definiert als der Barwert aller zukünftigen Einzahlungsüberschüsse, die der Eigentümer aus der Marke erwirtschaften kann.213 Dieser ist das evaluative, d.h. das den Erfolg bewertende, Zielmaß einer Leistungsmessung.214 Allerdings ist dieser Markenwert als „immaterieller Aktivposten“ nur schwer quantifizierbar. Aus Marketingperspektive kann man den Markenwert als den zusätzlichen Wert beschreiben, den ein Produkt durch die Marke erhält.215 Je größer die aus den MarketingMix-Maßnahmen resultierende Loyalität zur Marke ist, desto größer ist auch deren Wert.216 Aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht ist der Markenwert das Ergebnis unterschiedlicher Reaktionen von Konsumenten auf Marketingmaßnahmen einer Marke im Vergleich zu identischen Maßnahmen einer fiktiven Marke aufgrund spezifischer, mit der Marke im Gedächtnis gespeicherter Vorstellungen.217 Diese sind das diagnostische Zielmaß der Leistungsmessung, mittels derer die Gründe für einen Markenerfolg ermittelt werden können.218 3.5.2 Zunehmende Bedeutung der Markenbewertung Untersuchungen bestätigen die steigende Bedeutung der Markenbewertung in der Unternehmenspraxis.219 So zeigt eine durch Drees 1999 durchgeführte Studie, dass die Ermittlung des Markenwertes für über die Hälfte der befragten Marketingmanager eine große bis sehr große Bedeutung für die Markenführung hat und auch zukünftig von ei212 213 [...]

Ein wichtiger Vorteil der globalen Markenstrategie ist die Ausschöpfung von Kostensenkungspotenzialen über Größendegressions- und Erfahrungskurveneffekte sowie möglichen Umsatz- und Gewinnsteigerungen infolge der räumlichen Markenausdehnung.203 Zum anderen kann das Unternehmen eine Markenidentität aufbauen, die sich einheitlich über alle Länder hinweg erstreckt.204 Ein wesentlicher Nachteil liegt demgegenüber u.U. in der Vernachlässigung von lukrativen Nischen und länderspezifischen Bedürfnissen sowie einer der jeweiligen Kultur angepassten Konsumentenansprache.205 Außerdem ist ein erhöhter Ressourceneinsatz erforderlich, um die Marke über die Landesgrenzen hinaus zu vertreiben.206 3.4.3.3 Gemischte Markenstrategien Aufgrund oben genannter Probleme verfolgt die Mehrzahl der Unternehmen auf internationalen Märkten eine gemischte Markenstrategie. Dabei versuchen sie dem Grundsatz „so viel Standardisierung wie möglich, so viel Differenzierung wie nötig“ zu folgen. Hierbei wird angestrebt, unter weitgehender Beibehaltung eines einheitlichen Markenprofils sowohl Kosten- als auch Nutzenvorteile durch Anpassung des Markenkonzeptes an die individuellen Ländergegebenheiten auszuschöpfen.207 Zentrales Problem dabei ist der Variationsgrad der Marke in den unterschiedlichen Ländern.208 Ziel dieser Strategie ist es, die Vorteile der multinationalen Markenstrategie209 mit den Vorteilen der globalen Markenstrategie210 zu verbinden. Innerhalb dieser Mischstrategien lassen sich als besondere Ausprägungen insbesondere eine modulare und eine konzeptionell gebündelte Markenstrategie unterscheiden.211 Im Rahmen dieser Arbeit soll hierauf jedoch nicht weiter eingegangen werden. [...]

Arbeit zitieren:
Schädler, Claudia September 2003: Internationales Markenmanagement nach Unternehmenszusammenschlüssen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Marketing, Management, Unternehmensfusion, Marke, Acquisition

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