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Internationaler Vergleich über das Verhalten ehemaliger Monopolisten im liberalisierten Telekommunikationsmarkt

Internationaler Vergleich über das Verhalten ehemaliger Monopolisten im liberalisierten Telekommunikationsmarkt
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Isabell von Gültlingen
  • Abgabedatum: September 1998
  • Umfang: 101 Seiten
  • Dateigröße: 614,0 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1248-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1248-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1248-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: von Gültlingen, Isabell September 1998: Internationaler Vergleich über das Verhalten ehemaliger Monopolisten im liberalisierten Telekommunikationsmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Telekommunikation, Monopol, Vergleich, Liberalisierung, international

Diplomarbeit von Isabell von Gültlingen

Einleitung:

Der 01.01.1998 war für viele Länder Europas der Beginn einer neuen Telekommunikationsära. Es sollte endlich freier Wettbewerb auf dem gesamten Gebiet der Telekommunikation herrschen.

Wie aber gehen die monopolverwöhnten Telekommunikationsriesen mit dieser neuen Situation um? Verweigern sie sich so weit es geht der Marktöffnung oder zeigen sie sich kooperativ? Gibt es bestimmte Gründe für das eine oder das andere Verhalten? Verhalten sich womöglich alle gleich?

Diesen Fragen soll mit der folgenden Arbeit auf den Grund gegangen werden. Soweit keine Antworten möglich sind, soll zumindest die aktuelle Situation dargestellt und das Verhalten bewertet werden. Aus Gründen der Komplexität des Themas ist die Betrachtung auf das Verhalten im Bereich Sprachdienst im Festnetz beschränkt. Im wesentlichen werden hierbei folgende Gesichtspunkte betrachtet:

- Interconnection.

- Reseller-Netzbetreiber.

- Zugang zu Teilnehmeranschlußleitung.

- Entbündelung.

- Portierung.

- Einführung von fester Carrier-Voreinstellung (Pre-selection).

Zunächst soll der Leser mit der Materie vertraut gemacht werden und Hintergrundwissen erhalten. Nach dieser Einführung wird dann auf die Geschehnisse in den einzelnen Ländern eingegangen und diese schließlich vergleichend einander gegenüber gestellt. Abschließend sei eine Bewertung und ein Ausblick gewagt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Problemstellung und Gang der Arbeit 2
2. Die Geschichte der Regulierung in der modernen Kommunikation 3
2.1 Telegraphie 3
2.2 Telefonie 5
2.3 Entwicklungen in diesem Jahrhundert 6
3. Begriff, Gründe und Ziele der Liberalisierung 8
4. Begriffe 10
4.1 Symmetrische/asymmetrische Regulierung 10
4.2 Interconnection 11
4.3 Portierung 12
4.4 Netzbetreiberwahl 13
4.5 Entbündelung 14
4.6 Reseller/Netzbetreiber 14
4.7 Anschlußdefizit 16
5. Die untersuchten Länder 17
6. Die Situation in den Ländern 19
6.1 Dänemark 19
6.1.1 Die gegenwärtige Anbieterstruktur 20
6.1.2 Die regulatorische Entwicklung 21
6.2 Niederlande 26
6.2.1 Die gegenwärtige Anbieterstruktur 26
6.2.2 Die regulatorische Entwicklung 29
6.3 Frankreich 35
6.3.1 Die gegenwärtige Anbieterstruktur 35
6.3.2 Die regulatorische Entwicklung 38
6.4 Schweiz 45
6.4.1 Die gegenwärtige Anbieterstruktur 45
6.4.2 Die regulatorische Entwicklung 46
6.5 Deutschland 51
6.5.1 Die gegenwärtige Anbieterstruktur 51
6.5.2 Die regulatorische Entwicklung 54
7. Vergleich 68
7.1 Portierung/Zugang zum Ortsnetz/Entbündelung 68
7.2 Anbieterauswahl (Carrier-Selection) 72
7.3 Interconnection/Reseller-Netzbetreiber 74
8. Bewertung und Ausblick 79
9. Literaturverzeichnis 84
10. Abbildungsverzeichnis 95

Automatisiert erstellter Textauszug:

Nach Aussage der Regulierungsbehörde sei das Abkommen aber nur unter Druck noch knapp vor dem 01.01.1998 zustande gekommen. „Die Swisscom berief sich insbesondere darauf, dass die neuen Rechte zudem noch gar nicht in Kraft seien (1997) und sie deshalb auch noch nicht die Interkonnektionspflicht habe“. Die drei Monate Verhandlungsfrist wurden voll ausgeschöpft.120 Im Januar 1998 teilte Swisscom mit, daß es ein Standardangebot für die Netzzusammenschaltung mit Konkurrenten ausgearbeitet habe.121 Ein Sprecher von Swisscom teilte mit, daß in dem Angebot keine Preise genannt seien, da derzeit die Neuverhandlung mit sunrise laufe. Die dabei erzielten Tarife sollen als Grundlage dienen.122 Im Februar 1998 veröffentlichte das BAKOM eine von der Beratungsfirma Ovum erstellte Studie zur Berechnung von Interconnectionpreisen. In dieser Studie wurden die Interconnectionpreise in Dänemark, Frankreich, Holland, Spanien, Schweden, Großbritannien und den USA verglichen und anhand dieses Vergleiches wurden Preise für die Netzzusammenschaltung empfohlen.123 Die Interimspreise, die von der Studie bis zur Einführung der LRIC- bzw. LRAIC Methode empfohlen wurden, ,liegen zwischen 4 und 25 % unter den von Swisscom angebotenen Preisen.124 [...]

kam, bekräftige laut Swisscom die positive Haltung des Unternehmens zum Wettbewerb, der ohne faire Interconnectionbedingungen nur schwerlich möglich wäre. Außerdem seien die Preise für die Netzzusammenschaltung kostenorientiert. sunrise bringe seine Erleichterung zum Ausdruck, daß ein wichtiger Schritt für den erfolgreichen Markteintritt erzielt sei. Allerdings beurteilte sunrise die Interconnectionpreise als zu hoch. Es sei vorgesehen, 1998 weiter zu verhandeln116 Eine Sprecherin von Swisscom betonte jedoch, daß Swisscom aus dem Netzzusammenschluß keine Gewinne erzielten, sondern lediglich ihre Kosten weitergäben.117 Die Sichtweise von Surnise ist anders: Die Neuverhandlung der Zwischenlösung Anfang 1998 sei darauf zurückzuführen, daß Sunise die Preise als zu hoch befand. Die nationale Regulierungsbehörde mit dem Namen Kommunikationskommission (ComCom) und auch das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) seien Behörden ohne Biß. Niemand habe den neuen Telekommunikationsanbieter unterstützt. Um pünktlich zum 01.01.1998 betriebsbereit zu sein, hätten sie keine andere Wahl gehabt, als die hohen Interconnectiongebühren anzunehmen.118 Swisscom betont, daß die Tarife schließlich ohne die Beteiligung des Regulierers erfolgt seien.119 Diese Ausspruch soll wohl die Kompromißbereitschaft des Ex-Monopolisten unterstreichen. [...]

fast 62% aufstocken wird. Noch unklar ist die Aufteilung untereinander. Bisher hielt BT 20% und Tele Danmark 29%. UBS bestätigte, den größten Teil seines Pakets von 17,3% an die bestehenden sunrise-Besitzer verkauft zu haben. Grund für den Verkauf war ein Interessenkonflikt, weil die zur UBS gehörende Warburg Dillon Read den Börsengang der Swisscom vorbereitet. SBB behält seinen Anteil von 25% und auch Migros plant nicht, seinen Anteil von 8,7% aufzustocken oder abzubauen.113 diAx Hinter diesem neuen Telekommunikationsanbieter verbergen sich zahlreiche Unternehmen: Über 50 Unternehmen der Schweizer Elektriziätswirtschaft, die Schweizer Rück (internationales Versicherungsunternehmen) und das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen SBC Communications.114 Außerdem ist Orange Communications, ein Joint Venture zwischen Orange aus Großbritannien, der Viag AG und Swissphone Engineering AG an diAx beteiligt.115 COLT Telecom Der britische City-Carrier bietet Geschäftskunden in Zürich und Genf seine Dienste an. Auch Global One Communications ist im Schweizer Markt tätig. [...]

Arbeit zitieren:
von Gültlingen, Isabell September 1998: Internationaler Vergleich über das Verhalten ehemaliger Monopolisten im liberalisierten Telekommunikationsmarkt, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Telekommunikation, Monopol, Vergleich, Liberalisierung, international

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