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Internationaler Handel als Triebkraft der Lohnspreizung?

Eine empirische Überprüfung der neoklassischen Außenhandelstheorie im Spiegel aktueller Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt

Internationaler Handel als Triebkraft der Lohnspreizung?
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Nils Saniter

Einleitung:

Lange herrschte die Vorstellung von Deutschland als Hochlohnland mit einer gerechteren Verteilung der Löhne als in vielen anderen Industrieländern. Neuere Untersuchungen beweisen jedoch das Gegenteil: In den 1990er Jahren hat die Lohnschere radikal zugenommen. Gerade im unteren Einkommenssegment wuchs die Ungleichverteilung der Gehälter so stark, dass die Bundesrepublik in diesem Punkt gleich zog mit den bisherigen Spitzenreitern USA und Großbritannien. Gleichzeitig nahm die Arbeitslosigkeit unter gering qualifizierten Arbeitnehmern überproportional zu. Personen ohne Bildungsabschluss hatten zunehmend schlechtere Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt.

Eine Erklärung dieser Phänomene liefert die neoklassische Außenhandelstheorie. Sie führt die gestiegene Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskräften auf einen Strukturwandel der Wirtschaft zurück: Im Zuge der wachsenden internationalen Arbeitsteilung mit Entwicklungsländern spezialisieren sich die Industrieländer auf die Produktion von humankapitalintensiven Gütern. Steht die deutsche Lohnspreizung also in einem kausalen Zusammenhang mit dem verstärkten internationalen Handel?

Die vorliegende Arbeit geht dieser Frage nach. Auf dem theoretischen Fundament des Heckscher-Ohlin-Samuelson-Modells werden vier Hypothesen gebildet, die anhand von Strukturdaten des Verarbeitenden Gewerbes der Reihe nach empirisch überprüft werden. Die Ergebnisse sind differenziert: Zwar werden zentrale Aussagen des Modells widerlegt, ein Zusammenhang zwischen internationalem Handel und den jüngsten Entwicklungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann jedoch nachgewiesen werden.

Kapitel 3 beinhaltet die empirische Überprüfung der aus dem HOS-Modell abgeleiteten Hypothesen und bildet daher den Kern meiner Arbeit. Dabei zeichnen sich die Abschnitte 3.1, 3.2 und 3.3 durch die Herleitung und Berechnung der notwendigen Kennzahlen sowie durch einfache statistische Verfahren aus. In diesen Teilen werden die Hypothesen I und II überprüft. Die Abschnitte 3.4 und 3.5 hingegen gehen den unterstellten Zusammenhängen mithilfe ökonometrischer Schätzmethoden auf den Grund. Sie überprüfen die Hypothesen III und IV.

Eine Einordnung und Bewertung meiner Ergebnisse im Spiegel der empirischen Literatur erfolgt in Kapitel 6. Dieser Teil soll zugleich einen Überblick über die wichtigsten methodischen Ansätze vermitteln. Eine kritische, modelltheoretische Auseinandersetzung mit den Prämissen und Schlussfolgerungen des HOS-Ansatzes erfolgt in Kapitel 7. Hier werden mögliche Gründe aufgezeigt, weshalb das HOS-Modell im Praxistest vergleichsweise schwach abschneidet. Kapitel 8 schließt meine Arbeit mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse ab.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 2
2.1 Beobachtungen 2
2.1.1 Handelsstruktur 3
2.1.2 Lohnstruktur 6
2.1.3 Beschäftigungsstruktur 8
2.2 Theoretische Erklärungsansätze 9
2.2.1 Interindustrieller Handel (HOS-Ansatz) 10
2.2.2 Intraindustrieller Handel 19
2.2.3 Technologischer Fortschritt 22
3. Empirische Überprüfung 27
3.1 Komparative Wettbewerbsfähigkeit und Spezialisierung 28
3.2 Skill-Intensität 33
3.3 Preisanpassung 37
3.4 Lohnspreizung 41
3.5 Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit 48
4. Einordnung und Bewertung im Spiegel der Literatur 51
5. Modelltheoretische Kritik des HOS-Ansatzes 56
6. Zusammenfassung der Ergebnisse 59
Anhang 62
Literaturverzeichnis 72

Textprobe:

Kapitel 2.2.2, Intraindustrieller Handel:

Zwar bildet der HOS-Ansatz als prominentester Ableger der neoklassischen Außenhandelstheorie den zentralen Bezugspunkt meiner Untersuchung, in der Beschreibung der Realität weist er jedoch eine erhebliche Erklärungslücke auf. Während Entstehung und Struktur des internationalen Handels in der Nord-Süd-Beziehung anhand der unterschiedlichen Faktorausstattungen erklärt werden können, ist das HOS-Modell kein geeignetes Analyseinstrument, um Deutschlands Warentausch mit ähnlich ausgestatteten Ländern - mit Ländern des Nordens - zu erklären. Die eingangs unternommene Aufschlüsselung der Handelsstruktur hat jedoch ergeben, dass Deutschland den größten Teil des Außenhandels nicht mit Entwicklungsländern, sondern mit Industrienationen betreibt. In Abgrenzung vom interindustriellen Handel mit Gütern unterschiedlicher Faktorintensität, spricht man in diesem Fall von intraindustriellem Handel. Gemeint ist der Austausch von Gütern ähnlicher Faktorintensität ein und desselben Wirtschaftszweiges. Einschlägige beispiele sind schweizerische Uhren, skandinavische Möbel oder italienische Sportwagen. Diese Produkte werden von Deutschland importiert, während gleichzeitig deutsche Produkte derselben Warengattung (Uhren, Möbel, Automobile) auf eine Nachfrage in der Schweiz, in Skandinavien und in Italien stoßen. Um den Handel zwischen Deutschland und anderen Industrieländern theoretisch deuten zu können, werden im Folgenden die wichtigsten Modellansätze des intraindustriellen Handel übersichtsartig vorgestellt. Anders als das HOS-Modell sind diese Theorien jedoch nicht Ausgangspunkt meiner empirischen Überprüfung. Sie sollen dieser Arbeit lediglich einen Orientierungsrahmen für die Interpretation der empirischen Resultate für den Nordhandel geben. Um den intraindustriellen Handel zu erklären, fokussiert eine Reihe von alternativen Erklärungsansätzen auf Produktdifferenzierung als zentrale Ursache. Grundsätzlich können hierbei Modelle der horizontalen und vertikalen Produktdifferenzierung unterschieden werden.

Im Rahmen der horizontalen Produktdifferenzierung bedient sich der wohl einfachste, theoretisch jedoch unbefriedigendste Ansatz der so genannten Armington-Annahme. Sie unterstellt, dass aus dem Ausland importierte Güter nicht vollkommen identisch mit den inländischen Äquivalenten sind, selbst wenn sie derselben Güterart angehören. Ursache dieser Heterogenität sind Unterschiede in Qualität, Design, Lieferbarkeit, Markenname oder ähnlichem sein. Intrasektoraler Handel kommt diesem Ansatz zufolge deshalb zustande, weil die Konsumenten ein Importgut eben wegen dieser Produktcharakteristika nachfragen, auch wenn der Preis für das Äquivalenzgut im Inland niedriger ist. Gemäß dem Ansatz nimmt der hieraus entstehende reziproke Handel innerhalb derselben Produktkategorie mit wachsendem Wohlstand zu, da die Bedürfnisse umso differenzierter werden, je höher das Pro-Kopf-Einkommen ist. Gegen diese Argumentation kann eingewendet werden, dass der Beantwortung der Frage, ab wann ein Gut eine eigene Produktkategorie bildet, eine gewisse Willkürlichkeit anhaftet. So können schweizerische Uhren und italienische Sportwagen natürlich auch als Güter eigener Warengattung betrachtet werden, sodass per definitionem kein intrasektoraler Handel vorliegt. Nimmt man die Substitutionsmöglichkeit dieser Güter mit ihren deutschen Pendants als Abgrenzungskriterium, mutet diese Argumentation jedoch gekünstelt an. Denn im Vergleich zu anderen Gütern darf angenommen werden, dass sich z.B. eine schweizerische Uhr relativ leicht mit einer vergleichbaren Uhr aus deutscher Fertigung substituieren lässt. Rohstoffe - als Gegenbeispiel - lassen sich hingegen nicht oder nur sehr schwer substituieren. Die Frage nach dem kritischen Wert, das heißt, ab wann die Substitutionsbeziehung zwischen Gütern eng genug ist, um sie als Erzeugnis derselben Art anzusehen, kann jedoch niemals allgemein beantwortet werden.

Zwei formell etwas elaboriertere Modellgruppen der horizontalen Produktdifferenzierung - die so genannten Neo-Chamberlin- und Neo-Hotelling-Ansätze - verbindet, dass sie innerbetriebliche Skaleneffekte und mithin monopolistische Konkurrenz auf segmentierten Produktmärkten als zentrale Triebfeder des intraindustriellen Handels sehen. Die Arbeiten der Neo-Chamberlin-Ansätze unterstellen eine Präferenz für Konsumvielfalt, das heißt: die Konsumenten ziehen allein aus der Existenz horizontaler Produktdifferenzierung in ihrem Warenkorb einen Nutzen ("love-of-variety approach"). Im Rahmen dieser Überlegung zeigt beispielsweise Krugman (1979), dass kein Wettbewerb zwischen Firmen mit völlig identischen Produkten aufkommt, sondern jede Firma eine differenzierte Produktpalette anbietet. In der Folge stellt sich eine monopolistische Konkurrenz ein. Bei Handelsliberalisierung zwischen zwei vormals geschlossenen Volkswirtschaften erhöht sich in der Regel die Anzahl der verfügbaren Ausprägungen ähnlicher Güter und es kommt zu einem intraindustriellen Austausch von Produkten horizontal differenzierter Ausprägungen.

Dieser Effekt stellt sich auch bei völlig identischen Ökonomien ein, da - Krugman zufolge - in solch einem Fall die Unternehmer den Anreiz haben, ihre vormals identischen Produkte zu differenzieren, indem neue Produktvariationen geschaffen werden. Durch die Handelsöffnung realisieren beide Länder positive Wohlfahrtseffekte, da den Konsumenten nun eine größere Produktauswahl zur Verfügung steht. Diese geht definitionsgemäß positiv in die Nutzenfunktion ein. Die relative Faktorentlohnung bleibt allerdings unverändert. Eine Erklärung der Lohnspreizung bietet dieser Ansatz also nicht. Ähnliche Ergebnisse liefern die Neo-Hotelling-Ansätze. Sie gehen davon aus, dass aufgrund von Fixkosten in der Produktion das Angebot an Produktvarianten stets kleiner ist als deren Nachfrage. So sehen sich einige Konsumenten gezwungen, dasjenige horizontal differenzierte Gut zu konsumieren, das ihrer persönlichen idealen Produktvariante am nächsten kommt ("ideal variety approach"). Wie bei den Neo-Chamberlin-Ansätzen führt eine Öffnung der Grenzen zwischen zwei weitgehend identischen Volkswirtschaften zu einer Erhöhung der im Inland verfügbaren Produktvarianten und einige Konsumenten werden ausländische Güter nachfragen, wenn diese ihren Idealvorstellungen näher kommen als die heimischen. Auch hier stellen sich ceteris paribus gleichmäßig verteilte Wohlfahrtseffekte ein, während die Lohnstruktur unverändert bleibt.

Veränderungen der Lohnstruktur können hingegen erklärt werden, wenn man die Analyse gegenüber intraindustriellem Handel von vertikal differenzierten Produkten öffnet. Gemeint sind Güter verschiedener Qualität, die auf einem unterschiedlichen Einsatz an Human- und Sachkapital beruhen. So gehört beispielsweise ein italienischer Fiat Punto zwar derselben Güterart wie ein in Deutschland gefertigter Mercedes der S-Klasse an, jedoch dürfte sich der Kleinwagen von der Luxuskarosserie in qualitativer Hinsicht und im Einsatz der Produktionsfaktoren deutlich unterscheiden. Die Annahme der Neo-Chamberlin- und Neo-Hotelling-Ansätze, dass alle Güterausprägungen mit identischen Faktorintensitäten produziert werden, wird bei den Modellen der vertikalen Differenzierung also nicht mehr länger aufrechterhalten. Dies öffnet die Tür für Überlegungen, die aus dem HOS-Modell bekannt sind: In ihrem so genannten „Neo-Heckscher-Ohlin“-Modell entwerfen Falvey (1981) und Falvey/Kierzkowski (1984) ein Szenario, in dem sich reziproker Handel infolge unterschiedlicher Faktorausstattungen der Länder einstellt. Das Land mit der höheren Ausstattung an Hochqualifizierten hat einen komparativen Kostenvorteil in der Produktion der qualitativ hochwertigen Produktvariante, während sich das Land mit einer höheren Ausstattung an einfacher Arbeit auf die Herstellung einer qualitativ minderwertigen Produktvariante spezialisiert. Aufgrund nationaler Einkommensunterschiede werden in beiden Ländern sowohl die hoch- als auch die minderwertige Produktvariante nachgefragt.

Dies induziert den länderübergreifenden intraindustriellen Handel. Ähnlich wie bei der Armington-Annahme kann hier kritisch gefragt werden, ob es sich beim Handel der vertikal differenzierten Produkte überhaupt noch um intraindustriellen Austausch handelt, oder ob die Grenze zum interindustriellen Handel im Sinne des traditionellen HOS-Modells nicht bereits überschritten ist. Wieder bleibt die Beantwortung dieser Frage im Ermessen jedes Einzelnen. Als wichtige Erkenntnis bleibt jedoch festzuhalten, dass der wechselseitige Handel innerhalb derselben Produktkategorie neben Skalenerträgen auf unvollkommenen Produktmärkten (Handel mit horizontal differenzierten Gütern) auch über Unterschiede in den Faktorausstattungen (Handel mit vertikal differenzierten Gütern) erklärt werden kann. Die argumentative Nähe der Modelle von Falvey und Falvey/Kierzkowski zum HOS-Modell ist offensichtlich. Daher verwundert es auch kaum, dass die Autoren aus dem intraindustriellen Handel vertikal differenzierter Produkte die gleichen Schlussfolgerungen herleiten wie das Stolper-Samuelson-Theorem:

Spezialisiert sich Deutschland auf die Herstellung von qualitativ hochwertigen Produktvarianten, während sich das Ausland auf minderwertige Varianten spezialisiert, kann es auch im intraindustriellen Handel zu einem Anstieg der Bildungsprämien und mithin zu verstärkter Lohnspreizung kommen. Geht man zudem davon aus, dass der Qualitätswettbewerb unter den hochwertigen Produktvarianten am stärksten ist und dies eine hohe Rate des technologischen Fortschritts mit sich bringt, wird dieser Effekt noch einmal verstärkt. Solch ein sektorspezifischer technologischer Fortschritt (auf den im nächsten Abschnitt ausführlicher eingegangen wird) kann nämlich eine Produktionsausweitung der hochwertigen (humankapitalintensiven) Varianten zeitigen. In der Folge schrumpft die relative Nachfrage nach minderwertigen (arbeitsintensiven) Varianten und mit ihr die Entlohnung der Geringqualifizierten.

Zusammenfassend sind zwei Erkenntnisse festzuhalten: Zum einen konnte gezeigt werden, dass nicht nur der interindustrielle Nord-Süd-Handel, sondern auch der intraindustrielle Nord-Nord-Handel mithilfe von neoklassischen Theoriemodellen erklärt werden kann. Zum anderen ist deutlich geworden, dass auch der Handel mit anderen Industrieländern für die Anpassungen der Produktionsstruktur und die Öffnung der Lohnschere in Deutschland verantwortlich sein kann. Um dieser Einsicht Rechnung zu tragen, umfasst der empirische Teil meiner Arbeit neben den Ergebnissen für den Handel mit Ländern des Südens stets auch Vergleichswerte für den Handel mit Ländern des Nordens.

Technologischer Fortschritt:

Alle im Rahmen des HOS-Ansatzes getroffenen Aussagen und abgeleiteten Hypothesen beruhen auf der Annahme unveränderter Technologien. Dies ist insofern einschränkend, als dass technologische Neuerungen auf eigene Weise die Lohnstruktur beeinflussen können. So ist es unschwer zu zeigen, dass technologischer Fortschritt (TF) die Bildungsprämien direkt oder - in ganz ähnlicher Weise wie das Stolper-Samuelson-Theorem - indirekt über den Umweg der relativen Güterpreise beeinflussen kann. Der direkte Zusammenhang zwischen technologischem Fortschritt und Lohnspreizung hat insbesondere in den 1990er Jahren unter dem Namen skill-biased technological change (SBTC) eine große Anzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen hervorgebracht. Zumindest in Hinblick auf die Vereinigten Staaten belegt das Gros an empirischen Studien, dass ein nicht-neutraler technologischer Wandel tatsächlich einen großen Teil der gestiegenen Bildungsprämien erklären kann. Doch auch für Deutschland und andere OECD-Länder belegen Studien, dass der technologische Wandel ähnliche Effekte wie der Außenhandel zeitigt und in Hinblick auf die Lohnspreizung den Handelseffekt quantitativ sogar übertrifft. Eine ernst zu nehmende Untersuchung der Außenhandeleffekte auf die Lohnstruktur darf daher den Aspekt des TF nicht unberücksichtigt lassen. Aus diesem Grund wird im Folgenden zunächst auf die wichtigsten theoretischen, anschließend auf die wichtigsten methodischen Gesichtspunkte dieses Aspekts eingegangen.

Grundsätzlich können zwei Arten des technologischen Fortschritts und zwei stilisierte Anwendungsfälle differenziert werden. Auf der einen Seite stehen sich faktor- und sektorspezifischer TF gegenüber. Auf der anderen Seite verlangt die Modellierung eine Differenzierung zwischen einer kleinen offenen Volkswirtschaft mit exogener Preisbestimmung und einer großen offenen Volkswirtschaft mit endogener Preisbestimmung. In einer anderen Formulierung kann bei den Anwendungsfällen auch zwischen TF als Phänomen unterschieden werden, dass sich einmal auf die Landesgrenzen beschränkt und ein anderes Mal länderübergreifend wirkt. Die analytischen Kombinationsmöglichkeiten sind in der Vierfeldermatrix von Tabelle 2 dargestellt. Die folgenden Erläuterungen werden zeigen, dass nur in den Fällen B und C technologischer Wandel zu Lohnspreizung führt. Bei A reagieren die relativen Löhne gar nicht, für D ist der Effekt undeterminiert.

Arbeit zitieren:
Saniter, Nils Februar 2008: Internationaler Handel als Triebkraft der Lohnspreizung?, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lohnspreizung, Interindustrieller Handel, Heckscher-Ohlin-Samuelson-Modell, Neoklassische Außenwirtschaftstheorie, Qualifikationsspezifische Arbeitslosigkeit

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