Internationale strategische Allianzen
Zielsetzungen, Kriterien für die Auswahl von Partnerunternehmen und Darstellung ihrer Eignung für die Erschließung des ostasiatischen Wirtschaftsraums
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sandra Schad
- Abgabedatum: August 1998
- Umfang: 69 Seiten
- Dateigröße: 572,6 KB
- Note: 2,7
- Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2512-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2512-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2512-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schad, Sandra August 1998: Internationale strategische Allianzen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Wirtschaftsraum Japan und China, Markteintrittsbarrieren, strategische Allianzen
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Diplomarbeit von Sandra Schad
Gang der Untersuchung:
In der vorliegenden Arbeit wird nach einer Definition der strategischen Allianz, der Frage nachgegangen werden, welche Ziele mit ihr verfolgt werden und welche Kriterien für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nötig sind. Ein besonderes Gewicht wird dabei in Kapitel 2 auf die richtige Partnerwahl als eines der wesentlichen Erfolgskriterien für eine strategische Allianz gelegt. Im Abschnitt 3 wird anhand relevanter Markteintrittsbarrieren und entsprechender Rahmenbedingungen die Markterschließung Japans und Chinas dargestellt. Im Kapitel 4 folgt aufgrund der vorher erarbeiteten Aspekte eine Analyse der Eignung strategischer Allianzen für die Erschließung der ostasiatischen Staaten Japan und China. Im Anschluß werden in Abschnitt 5 die wesentlichen Punkte noch einmal aufgegriffen, um einen Ausblick auf die mögliche weitere Entwicklung strategischer Allianzen im ostasiatischen Wirtschaftsraum zu geben.
Die Ausführungen der vorliegenden Arbeit beziehen sich primär auf große Unternehmen, da für den Mittelstand beispielsweise zusätzliche Hindernisse beim Markteintritt auftreten (z.B. fehlende Kontakte). Kleine Unternehmen gehen auch Kooperationen ein, sind jedoch tendenziell nicht im internationalen Bereich tätig.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Tabellen- und Übersichtsverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Internationale strategische Allianzen | 5 |
| 2.1 | Definition und Abgrenzung | 5 |
| 2.2 | Ziele und Erfolgskriterien | 8 |
| 2.2.1 | Grundlagen zur Bildung strategischer Allianzen | 8 |
| 2.2.2 | Zielsetzung strategischer Allianzen | 9 |
| 2.2.3 | Herausforderungen einer erfolgreichen strategischen Allianz | 11 |
| 2.3 | Kriterien der Partnerwahl | 13 |
| 2.3.1 | Bedeutung der Partnerwahl | 13 |
| 2.3.2 | Auswahlkriterien bei der Partnerwahl | 14 |
| 2.3.2.1 | Grundlagen Fit | 15 |
| 2.3.2.2 | Strategischer Fit | 16 |
| 2.3.2.3 | Kultureller Fit | 17 |
| 2.3.2.4 | Der "ideale" Partner | 19 |
| 2.3.3 | Suche nach potentiellen Partnern und Gestaltung der Zusammenarbeit | 20 |
| 3. | Markteintrittsbarrieren und Rahmenbedingungen der Markterschließung ostasiatischer Märkte | 22 |
| 3.1 | Markteintrittsbarrieren in fremde Märkte | 22 |
| 3.1.1 | Bedeutung von Markteintrittsbarrieren im Rahmen strategischer Allianzen | 22 |
| 3.1.2 | Internationale Markteintrittsbarrieren | 23 |
| 3.2 | Japan - Herausforderungen und Chancen | 25 |
| 3.2.1 | Wirtschaftlicher Aufstieg und Bedeutung | 25 |
| 3.2.2 | Spezifische Markteintrittsbarrieren und Rahmenbedingungen | 28 |
| 3.3 | Wirtschaftliches Engagement in China | 33 |
| 3.3.1 | Wirtschaftliche Bedeutung Chinas | 33 |
| 3.3.2 | Marktspezifische Eintrittsbarrieren und Rahmenbedingungen | 35 |
| 4. | Eignung strategischer Allianzen zum Markteintritt in Japan und China | 37 |
| 4.1 | Erschließung des Japanischen Marktes | 37 |
| 4.1.1 | Erfolgskriteren für den Markteintritt in Japan | 37 |
| 4.1.2 | Ziele und Partnerwahl strategischer Allianzen in Japan | 39 |
| 4.1.2.1 | Zielsetzung | 39 |
| 4.1.2.2 | Partnerwahl | 41 |
| 4.2.2.3 | Herausforderungen einer Partnerschaft mit Japanern | 43 |
| 4.1.3 | Fazit - Eignung und Bedeutung strategischer Allianzen für den japanischen Markt | 44 |
| 4.2 | Markteintritt in China | 46 |
| 4.2.1 | Erfolgskriterien für den chinesischen Markt | 46 |
| 4.2.2 | Strategische Allianzen - Ziele und Partnerwahl | 47 |
| 4.2.2.1 | Ziele | 47 |
| 4.2.2.2 | Wahl des Partners | 47 |
| 4.2.2.3 | Herausforderungen in China | 48 |
| 4.2.3 | Fazit - Eignung und Bedeutung strategischer Allianzen für den chinesischen Markt | 48 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 49 |
| Literaturverzeichnis | 53 | |
| Abbildungs- und Übersichtsverzeichnis |
Partnerschaften werden heute gezielt als Form der Verbesserung der Wettbewerbsstellung genutzt,7 und gegenüber anderen Unternehmen als Wettbewerbsvorteil eingesetzt. Folgt man Bronder8, so stellt die Fähigkeit eines Unternehmens, Kooperationen einzugehen und deren Vorteile zu nutzen in der heutigen Zeit eine strategische Erfolgsposition dar. Ein weiterer Aspekt zur Gründung strategischer Allianzen ist es, von Kenntnissen des Partners zu profitieren, die dem eigenen Unternehmen fehlen. Dies ist wesentlich für die Wahl von Partnern aus dem ostasiatischen Wirtschaftsraum, die über entsprechende Kenntnisse der wirtschaftlichen und vor allem auch politischen Bedingungen dieses Gebietes verfügen. Weiterhin haben sie auch den Zugang zu den für diese Märkte bedeutenden Personen in Wirtschaft und Politik. Geographisch besteht der ostasiatische Raum aus dem Großteil Chinas, Japan, Südkorea, Nordkorea, Taiwan, Hongkong und Macao. Das Gebiet hat eine ähnliche kulturelle Verwurzelung hauptsächlich im Konfuzianismus und Buddhismus. Politik und Wirtschaft stehen in engem Zusammenhang zueinander; die Arbeit, aber auch die Familie haben einen hohen Stellenwert.9 Die wirtschaftliche Bedeutung Ostasiens nahm nach dem 2. Weltkrieg ständig zu. Anhaltende Wachstumsraten und zunehmende Erfahrung in den Wachstumsbranchen machen Unternehmen aus diesem Gebiet zu interessanten Partnern für eine Zusammenarbeit von international tätigen Unternehmen.10 Der ostasiatische Markt wird aus Sicht der Europäer als Herausforderung und Chance gleichermaßen gesehen. Es wird aber auch als sehr wichtig eingeschätzt die Chancen zu nutzen, indem man möglichst früh in den Markteintritt.11 [...]
Die Situation auf dem Weltmarkt ist durch eine zunehmende Internationalisierung und ständig wachsende Dynamik gekennzeichnet. Die Märkte werden grenzenloser, und trotz vieler verschiedener Märkte werden dabei die Kundenbedürfnisse immer ähnlicher.1 Unternehmen müssen bei ihren Entscheidungen eine Reihe von Rahmenbedingungen berücksichtigen, wie z.B. spezielle globale Bedingungen, Branche und Wettbewerb sowie unternehmensspezifische Faktoren.2 Angesichts dieser immer dynamischer und komplexer werdenden Unternehmensumwelt (beispielsweise verkürzte Produktlebenszyklen), ist eine zunehmende Koordination der Aktivitäten auf mehreren Märkten erforderlich. So kann man resultierende Kostenvorteile, Know-How-Vorteile u.ä. ausnutzen. Erhöhte Kosten sowie die Notwendigkeit guter Ressourcenausstattung erschweren es dem einzelnen Unternehmen, diesen Anforderungen im Alleingang gerecht zu werden.3 Um dies zu bewältigen, ist ein immer stärkerer Trend zur Unternehmenskooperation zu beobachten. Eine mögliche Variante ist die Zusammenarbeit in Form strategischer Allianzen.4 Welche seit Mitte der 80er Jahre stetig zunimmt und besonders auf internationalen High-Technology-Märkten zu finden ist. Wesentliche Bestimmungsfaktoren zur Gründung sind: das Wachsen der Kommunikationstechnologie, explodierende Kosten für Forschung und Entwicklung, schnelle technische Innovation, Zusammenwachsen von Märkten und der Aufstieg Japans.5 Strategische Allianzen sind weitgehend konzentriert auf die EU, USA, und Japan (sog. Triade). Die Ausführungen beziehen sich dementsprechend primär auf mögliche Partnerschaften von diesen westlichen Ländern mit japanischen Unternehmen. 6 [...]
darin, daß die Beziehungen auf gemeinsamer Herkunft, gemeinsamer Schulbesuche u.ä. basieren.100 Eine weitere Schwierigkeit in den japanischen Markt einzutreten ergibt, sich durch die Struktur des Distributionssystems. Es ist durch eine Vielzahl kleiner Handelsgeschäfte geprägt, und auch Supermärkte u.ä. entstehen in zunehmendem Maße. Dieses komplexe Absatzsystem ist oft ein Grund für das Scheitern ausländischer Firmen in Japan.101 Die Markteintrittsbarrieren auf sozio-kulturellem Gebiet stehen in besonders engem Zusammenhang zu den Rahmenbedingungen des japanischen Marktes. Trotz der Neugierde die Japaner grundsätzlich auf neue und fremdartige Dinge haben, wird davon ausgegangen, daß die Japaner westliche Ideen und Wertvorstellungen nie voll akzeptieren.102 Dies erschwert es, mit westlichen Produkten im japanischen Markt erfolgreich zu werden. Ein Unternehmen muß dazu die richtige Balance zwischen westlichem und japanischem Charakter des Produktes finden. Gerade in Japan gibt es einen starken Zusammenhang zwischen Wirtschaft und dem sozio-kulturellen Hintergrund. Für Nichtjapaner, die dieses Umfeld nicht kennen und nicht in den durch ethische Strukturen u.ä. gebildeten Gruppen vertreten sind, ist dieser Aspekt eine Eintrittsbarriere. Allgemeine Marktcharakteristika des japanischen Marktes sind weitere Barrieren, die ein Unternehmen beim Eintritt in den japanischen Markt berücksichtigen muß. Das sind z.B. die Marktdynamik, Konkurrenzintensität, Qualitätsbewußtsein, Geschäftspraktiken und Innovationsfreudigkeit.103 Sie gehören zu den Rahmenbedingungen des Marktes und werden im weiteren Verlauf der Arbeit an entsprechender Stelle dargestellt. Viele ausländische Firmen sehen auch Probleme bei der Suche und Auswahl geeigneter Partner, da die wichtigen persönlichen Kontakte schwer zu knüpfen sind und der Prozeß oft sehr lange dauert. Ebenso werden hohe Investi- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832425128
Arbeit zitieren:
Schad, Sandra August 1998: Internationale strategische Allianzen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Wirtschaftsraum Japan und China, Markteintrittsbarrieren, strategische Allianzen



