Internationale Anreiz- und Vergütungssysteme der New Economy in Theorie und Praxis
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christoph Schmuck
- Abgabedatum: Februar 2001
- Umfang: 76 Seiten
- Dateigröße: 865,1 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: European Business School Schloß Reichartshausen, Oestrich-Winkel Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4215-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4215-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4215-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmuck, Christoph Februar 2001: Internationale Anreiz- und Vergütungssysteme der New Economy in Theorie und Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Anreizsysteme, international, Vergütungssysteme, Stock Options, New Economy
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Diplomarbeit von Christoph Schmuck
Einleitung:
Ziel dieser Arbeit ist es, die spezifischen Zielsetzungen, Anforderungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten eines Anreiz- und Vergütungssystems für junge Wachstumsunternehmen aufzuzeigen und Handlungsempfehlungen zur Auswahl der geeigneten Anreizinstrumente zu liefern.
Auch wenn in dieser Abhandlung, ein Gesamtüberblick über sämtliche Belohnungskomponenten gegeben wird, liegt ein Schwerpunkt auf Long-Term Incentives in Form von aktienbasierter Vergütung, da diese in der Praxis die bevorzugte Form einer erfolgsorientierten Vergütung darstellt.
Gang der Untersuchung:
Um das Humankapital als wichtigsten Erfolgsfaktor bzw. Werttreiber identifizieren zu können, werden im zweiten Kapitel zunächst die besonderen Charakteristika der New Economy und junger Wachstumsunternehmen zusammengefasst.
Anschließend wird im dritten Kapitel anhand der Principal-Agent-Theorie und einer Auswahl der bedeutendsten Motivationstheorien die Notwendigkeit eines wert- bzw. leistungsorientierten Anreizsystems theoretisch belegt.
Darauf aufbauend werden in Kapitel vier die besonderen Anforderungen an ein Anreiz- und Vergütungssystem unter Berücksichtigung der speziellen Ziele eines Wachstumsunternehmens strukturiert.
Danach werden in Kapitel fünf ausgewählte Komponenten monetärer und non-monetärer Anreizinstrumente vorgestellt und auf ihre Effektivität in bezug auf die Zielsetzung untersucht, um auf den zentralen Aspekt dieser Abhandlung - die optimale Ausgestaltung des Vergütungssystems - hinzuführen. Auf Grundlage der wesentlichen Erkenntnisse entwickelt der Verfasser daran anschließend ein Gesamtbelohnungsmodell, das als optimales und individuelles Kombinationskonzept der vorgestellten Belohnungskomponenten zu verstehen ist. Zur Unterstützung der entwickelten Thesen werden ausgewählte Beispiele internationaler Vergütungssysteme aus der Praxis angeführt.
Abschließend werden einige kritische Anmerkungen gemacht und die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 3 |
| 1.3 | Vergütungssysteme im internationalen Vergleich | 4 |
| 2. | Charakteristika der New Economy | 5 |
| 2.1 | Evolution der Neuen Ökonomie | 5 |
| 2.2 | Charakteristika junger Wachstumsunternehmen | 7 |
| 2.3 | Werttreiber der New Economy | 9 |
| 2.3.1 | Paradigmenwechsel von Kapital zum Humankapital | 9 |
| 2.3.2 | Ist die Shareholder-Value Orientierung eine adäquate Bemessungsgrundlage ? | 10 |
| 2.3.3 | Faktoren der Unternehmenswertsteigerung in der New Economy | 11 |
| 3. | Anreiz- und Vergütungssysteme im Kontext wertorientierter Unternehmensführung | 12 |
| 3.1 | Principal-Agent-Theorie | 12 |
| 3.2 | Motivationstheorien | 16 |
| 3.2.1 | Überblick | 16 |
| 3.2.2 | Inhaltstheorien | 17 |
| 3.2.3 | Prozesstheorien | 18 |
| 4. | Anforderungen an wertorientierte Anreiz- und Vergütungssysteme | 19 |
| 4.1 | Allgemeine Erfolgsfaktoren einer Implementierung | 19 |
| 4.2 | Entscheidungsparameter einer anreizkompatiblen Ausgestaltung | 22 |
| 4.2.1 | Begünstigtenkreis | 22 |
| 4.2.2 | Bemessungsgrundlage | 24 |
| 5. | Ausgestaltung eines Anreizsystems | 26 |
| 5.1 | Das Gesamtvergütungskonzept als Anreizsystem | 26 |
| 5.2 | Ausgewählte monetäre Anreize | 28 |
| 5.2.1 | Vergütung | 28 |
| 5.2.1.1 | Long-Term Incentives | 28 |
| 5.2.1.1.1 | Systematik und Zielsetzung von Aktienoptionsprogrammen | 28 |
| 5.2.1.1.2 | Gestaltungsparameter | 29 |
| 5.2.1.2 | Besondere Bedeutung für junge Wachstumsunternehmen | 31 |
| 5.2.1.3 | Vergleich von SOPs vs. SARs | 32 |
| 5.2.1.4 | Beispiel: Aktienoptionsprogramm von GENSET, Frankreich | 33 |
| 5.2.2 | Zusatzleistungen | 34 |
| 5.2.2.1 | Cafeteria Compensation | 34 |
| 5.2.2.2 | „Deferred Compensation“ | 35 |
| 5.3 | Ausgewählte non-monetäre Anreize | 36 |
| 5.3.1 | Personalentwicklung | 36 |
| 5.3.1.1 | Interner Arbeitsmarkt | 37 |
| 5.3.1.2 | Förderung der Employability | 37 |
| 5.3.2 | Arbeitsumfeld | 38 |
| 5.3.2.1 | Die Bedeutung der „Start-Up Kultur“ | 38 |
| 5.3.2.2 | Ausgewogenheit zwischen Beruf und Freizeit | 40 |
| 5.3.2.3 | Selbstverwirklichung | 41 |
| 6. | Das Gesamtbelohnungsmodell | 42 |
| 6.1 | Herleitung und Grundgedanke | 42 |
| 6.2 | Implementierung | 42 |
| 6.3 | Das Gesamtbelohnungsmodell als Selektions- und Positionierungsinstrument | 44 |
| 6.4 | Erfolgsmessung des Systems | 45 |
| 7. | Schlussfolgerungen und Ausblick | 46 |
| Verzeichnis des Anhangs | 48 | |
| Anhang | 49 | |
| Literaturverzeichnis | 56 |
daher zu klären, wer das notwendige Wissen und die Entscheidungsgewalt bzw. die Verfügungsrechte im Sinne der Property-Rights Theorie inne hat, um bestimmte Erfolgsfaktoren beeinflussen zu können. Grundsätzlich können so neben dem Management bzw. Mitarbeitern auch Kunden, Zulieferer oder sogar verbundene Unternehmen durch eine Kapitalbeteiligung am Unternehmen oder non-monetäre Anreize (z.B. Incentive Reisen) „belohnt“ werden, sofern sie einen entscheidenden Werttreiber darstellen. Prinzipiell gilt zu bedenken, dass die Bemessungsgrundlage der Entlohnung (bzw. einer Belohnung) im Einflussbereich der Anreizempfänger liegen muss, um mit einem wirklichen Leistungsanreiz rechnen zu können. Aktienoptionen sind aus dieser Sichtweise folglich nur für jene Führungskräfte zweckmäßig, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Unternehmenspolitik und somit auch auf den Aktienkurs nehmen können. Für die übrigen Mitarbeiter sollten Anreizsysteme passender auf Grundlage von operativen Werttreibern fundieren, die im Einflussbereich des jeweiligen Mitarbeiters liegen.107 Allerdings soll nicht verschwiegen werden, dass im Bereich des Personalmarketing und der Gewinnung neuer Mitarbeiter von Aktienoptionen, für alle Mitarbeiter eine stark motivierende Wirkung ausgeht, unabhängig davon, ob sie deren Entwicklung durch ihre Arbeitsleistung unmittelbar selbst beeinflussen können. Es sei hier jedoch nochmals erwähnt, dass in der New Economy nicht nur die Leistung und Motivation des Top Managements ausschlaggebend für das Ergebnis ist, sondern Mitarbeiter aller Hierarchieebenen über Erfolg oder Misserfolg mitentscheiden. Besonders in Start-Ups erscheint es daher sinnvoll, Beteiligungssysteme für breite Mitarbeiterkreise einzuführen.108 Die Tendenz, dass Wachstumsunternehmen Beteiligungsmodelle für größere Mitarbeiterkreise entwickeln, bestätigt diese Annahme.109 Aufgrund ihrer besonderen Charakteristika sind sie teilweise sogar auf liquiditätsschonende Beteiligungssysteme zur Rekrutierung, Bindung und Motivation von Schlüsseltalenten angewiesen. Auch hier gilt natürlich immer abzuwägen, ob eine Einbeziehung breiter Mitarbeiterkreise pragmatisch erscheint. Generell sollte dies aber in jungen Wachstumsunternehmen einfacher zu gestalten sein, als bei Großunternehmen. [...]
Ein perfektes, auf Dauer angelegtes Anreizsystem ist schwer vorstellbar und wäre daher ein nicht erreichbares Ziel. Vielmehr sollte ein flexibles, „lernendes System“ konzipiert werden, das sich den veränderten Unternehmensstrategien und Motivationsstrukturen bzw. Risikoeinstellungen der Mitarbeiter anpassen lässt. Hervorzuheben ist insbesondere für junge Wachstumsunternehmen die Wirtschaftlichkeit und schnelle pragmatische Implementierung eines Anreizsystems, da sie nicht die finanziellen und personellen Ressourcen haben, um sich mit einer komplexen Implementierung zu beschäftigen. Von besonderer Bedeutung ist die Akzeptanz der Mitarbeiter bei der Einführung eines erfolgsabhängigen Vergütungssystems, die nur durch einen Nutzengewinn erreicht werden kann. Aus diesem Grunde sollte auf eine Beteiligung der Mitarbeiter bei der Systemkonzeption und -implementierung geachtet werden bzw. bei Neueinstellungen ein möglichst individuelles System vereinbart werden, das jeweils im Einzelfall an die Eigenschaften und Erwartungen des Bewerbers angepasst werden kann. [...]
fokussiert, vielmehr werden daneben auch andere Stakeholder berücksichtigt. Stakeholder sind dabei nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch Kunden, ausgewählte Zulieferer oder strategische Partner. Während letztere durch Kundenbindungsmaßnahmen bzw. für beide Seiten vorteilhafte Vertragsgestaltung gebunden werden können, können die Mitarbeiter insbesondere durch diversifizierte Anreizsysteme langfristig an ein Unternehmen gebunden werden, die neben monetären auch non-monetäre Incentives mit einbeziehen. Ziel des Anreizsystems muss es sein, hochqualifizierte Schlüsseltalente zu rekrutieren, diese möglichst langfristig an das Unternehmen zu binden und das durch Informationsasymmetrien und Interessendivergenzen geprägte Prinzipal-Agent-Problem zu entschärfen. Damit die erhoffte Leistungs- bzw. Motivationssteigerung eintritt und langfristig anhält, sollte sich die wertorientierte Vergütung in New Economy Unternehmen nicht nur an der Aktienkursentwicklung, bzw. dem Unternehmenswert orientieren. Vielmehr gibt es einige grundlegende, allgemein anerkannte Anforderungen, die bei der zielgerichteten Entwicklung von Anreizsystemen und deren Effizienzüberprüfung berücksichtigt werden sollten.99 „Without establishing strategic objectives in areas such as the kind of behaviors to be motivated, the kind of people to be attracted and retained, and the type of structure that an organization wants to operate with, it is impossible to design a reward system that adds value to the organization.“100 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832442156
Arbeit zitieren:
Schmuck, Christoph Februar 2001: Internationale Anreiz- und Vergütungssysteme der New Economy in Theorie und Praxis, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Anreizsysteme, international, Vergütungssysteme, Stock Options, New Economy



