Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

International Financial Reporting Standards für Klein- und Mittelunternehmen

Ein Vergleich der für die Klein- und Mittelunternehmen wesentlichsten in Verwendung stehenden UGB Richtlinien mit den vorgeschlagenen IFRS for Small and Medium-sized Entities

International Financial Reporting Standards für Klein- und Mittelunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Martin Frick
  • Abgabedatum: Juli 2009
  • Umfang: 119 Seiten
  • Dateigröße: 785,0 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Vorarlberg GmbH Österreich
  • Bibliografie: ca. 61
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3597-4
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Frick, Martin Juli 2009: International Financial Reporting Standards für Klein- und Mittelunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rechnungslegung, KMU, SME, Jahresabschluss, Eigenkapital

MA-Thesis / Master von Martin Frick

Einleitung:

Am 19.07.2002 wurde vom Europäischen Parlament zusammen mit dem Ministerrat die Verordnung Nr. 1606/2002 verabschiedet in der die Anwendung der International Financial Reporting Standards (kurz IFRS) geregelt wurde. Nach dieser Verordnung müssen seit dem 1. Jänner 2005 cirka 9.000 kapitalmarkt-orientierte Unternehmen europaweit die IAS und IFRS Standards für die Erstellung ihrer Konzernabschlüsse verwenden, während allen anderen Unternehmen die Anwendung dieser Standards freigestellt wurde. Diesen 9.000 Unternehmen die am Kapitalmarkt orientiert sind, stehen aber insgesamt cirka 19,60 Mio. europäische Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) gegenüber, die zum überwiegenden Teil noch nach nationalen Rechnungslegungsrichtlinien ihren Abschluss erstellen. Trotz der Bezeichnung „KMU“ dürfen diese Unternehmen in ihrer Wichtigkeit und Bedeutung für die nationale aber auch vor allem die internationale Wirtschaft nicht unterschätzt werden. Eine Vielzahl dieser KMUs ist auch auf den internationalen Wirtschaftsschauplätzen vertreten. Deshalb hat das International Accounting Standards Board (kurz IASB) dies auch mit zum Anlass genommen, auch für die KMUs eine Version der IAS/IFRS Standards zu formulieren. Im Februar 2007 wurde dieser erste Entwurf der KMU Standards veröffentlicht und zur Diskussion und Verbesserung zugänglich gemacht. Ein Jahr später, am 24. April 2008 stand im Europäischen Parlament aber bereits die Entscheidung an, ob dieser Entwurf der IFRS for SMEs, der zum heutigen Zeitpunkt in IFRS for PEs unbenannt wurde, nun verpflichtend für sämtliche KMUs zur Anwendung kommen soll. Eine folgenschwere Entscheidung, die Auswirkungen für die KMUs wären enorm gewesen. Alle europäischen Gesetzesgeber hätten demnach die IFRS for SMEs/PEs in nationales Recht übernehmen müssen und in einem weiteren Schritt hätten sämtliche im EU Gebiet angesiedelten KMUs die IFRS for SMEs/PEs zur Anwendung bringen müssen. Das Europäische Parlament fasste jedoch den Entschluss gegen eine solch verpflichtende Anwendung dieser IFRS Version. Zu kompliziert und zu viele Rückgriffe auf die komplette IFRS Version wurden damals als Hauptbegründung für diese negative Entscheidung angeführt. Trotzdem wurde für sämtliche Beteiligten nun offensichtlich, dass eine Beschlussfassung über eine internationale bzw. länderübergreifende Rechnungslegung im Bereich der KMUs in den nächsten Jahren kommen wird. Eine Vielzahl der KMUs ist jetzt jedoch nun aufgrund der herrschenden Kritik am gegenwärtigen, derzeit in Verbesserung stehenden IFRS for SMEs/PEs Standard verunsichert. Vielfach steht die Frage im Raum: „Welche Unterschiede bestehen zwischen den IFRS und den derzeit in Verwendung stehenden UGB Richtlinien, wie wirkt sich eine Umstellung aus?“ Es ist daher daran zu überprüfen wie sich eine derartige Umstellung auf die KMUs auswirkt, welche Unterschiede zum UGB bestehen und wie sich die Aussagekraft der Jahresabschlüsse der KMUs im Falle einer Umstellung verändern würde.

Wie aus der Problemstellung abgeleitet werden kann, ist eine zukünftige internationale bzw. länderübergreifende Rechnungslegung im KMU Bereich absehbar. Dementsprechend hoch sind die Verunsicherungen bei den KMUs über die Auswirkungen einer solchen Einführung bzw. Umstellung der Rechnungslegung. Ziel dieser Arbeit ist es, mittels 10 markanter, für den KMU Bereich wesentlichen Standards die Unterschiede zwischen den derzeit vorherrschenden UGB Richtlinien und den vorgeschlagenen IFRS for SME/PE Standards aufzuzeigen, um im Weiteren die Eignung für den KMU Bereich zu überprüfen. Durch die Arbeit sollen den KMUs in kurzer und prägnanter Weise die wichtigsten Unterschiede und Auswirkungen die durch eine Umstellung auf IFRS, als neues Standard- Rechnungslegungssystem zustande kommen würden, erläutert werden.

Abbildungsverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Problemstellung 1
2. Ziel der Arbeit 2
3. Aufbau der Arbeit 2
4. Rahmenkonzept der Arbeit 3
4.1 Basisliteratur 3
4.2 Vorwort zum Thema 3
5. Kleine und mittlere Unternehmen im Kontext von IFRS 4
5.1 Die wirtschaftliche Rolle der kleinen und mittleren Unternehmen 4
5.1.1 Klein- und Mittelunternehmen in Österreich 4
5.1.2 Klein- und Mittelunternehmen in der Europäischen Union 6
5.2 Klein- und Mittelunternehmen – Begriffsbestimmung und Besonderheiten 7
5.2.1 Quantitative Merkmale 8
5.2.2 Qualitative Merkmale 11
5.2.3 Besonderheiten der KMUs bei der Rechnungslegung 12
5.3 International Financial Reporting Standards 18
5.3.1 Ziele einer internationalisierten Rechnungslegung nach IFRS 18
5.3.2 Adressaten eines IFRS Abschlusses 19
5.3.3 Aufbau und Umfang der IFRS für den KMU Bereich 19
5.3.4 Aktuelle Entwicklungen im Bereich KMU und IFRS 21
5.3.4.1 Rechtliche Relevanz von IFRS 21
5.3.4.2 Faktische Relevanz von IFRS 25
6. Die Standards des IFRS für den KMU Bereich 27
6.1 Bestandteile des Jahresabschlusses nach IFRS 27
6.2 Bilanzierung von Bilanzposten mittels IFRS Standards 29
6.2.1 Vorräte 30
6.2.1.1 Ansatz und Erstbewertung 30
6.2.1.2 Folgebewertung 32
6.2.1.3 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 34
6.2.2 Fertigungsaufträge 35
6.2.2.1 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 37
6.2.3 Sachanlagevermögen 39
6.2.3.1 Sachanlagevermögen der Muster GmbH & Co KG 40
6.2.3.2 Ansatz 41
6.2.3.3 Erstbewertung 42
6.2.3.4.1 Wertminderung und Wertaufholung 44
6.2.3.4.2 Komponentenansatz 45
6.2.3.4 Folgebewertung 47
6.2.3.5 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 50
6.2.4 Immaterielle Vermögenswerte 52
6.2.4.1 Ansatz 54
6.2.4.2 Erstbewertung 55
6.2.4.3 Folgebewertung 56
6.2.4.4 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 57
6.2.5 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 59
6.2.5.1 Ansatz und Erstbewertung 60
6.2.5.2 Folgebewertung 60
6.2.5.3 Steuerlatenzen 62
6.2.5.4 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 63
6.2.6 Rückstellungen und Eventualposten 64
6.2.6.1 Ansatz und Erstbewertung 64
6.2.6.2 Folgebewertung 66
6.2.6.3 Besondere Rückstellungen 66
6.2.3.4.3 Künftige betriebliche Verluste 66
6.2.3.4.4 Restrukturierungsmaßnahmen 66
6.2.6.4 Eventualverbindlichkeiten und -forderungen 67
6.2.6.5 Steuerlatenzen 68
6.2.6.6 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 68
6.2.7 Leistungen an Arbeitnehmer 69
6.2.7.1 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 72
6.2.8 Fremdkapitalkosten 73
6.2.8.1 Steuerlatenzen 75
6.2.8.2 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 75
6.2.9 Eigenkapital 76
6.2.9.1 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 82
6.2.10 Wertminderungen 84
6.2.10.1 Wertaufholungen 86
6.2.10.2 Kosten, Nutzen in Relation zur Veränderung des Informationsgehaltes 87
7. Eignung der IFRS Standards für den KMU Bereich 88
7.1 IFRS im KMU Bereich im Kontext einer verpflichtenden Anwendung 89
7.1.1 KMU Typ A 91
7.1.2 KMU Typ B 93
7.1.3 KMU Typ C 95
7.1.4 Zwischenfazit über die Eignung der IFRS for SME/PE 96
7.2 Empfehlungen für die Weiterentwicklung der IFRS for SME/PE im Hinblick auf den Typ B der KMUs 96
7.2.1 Neubewertung bei KMUs 98
7.2.2 Zusätzliches Abgrenzungsmerkmal beim Eigenkapital 99
7.2.3 Anhangsreduktionen 101
Schlussbetrachtung 102
Literaturverzeichnis 105

Kapitel 5.2, Klein- und Mittelunternehmen – Begriffsbestimmung und Besonderheiten Durch das vorangegangene Kapitel wurde deutlich, wie wichtig die KMUs für Österreich aber auch für ganz Europa sind. Es wurden aus Statistiken Zahlen angeführt die besagten, dass über 99% der österreichischen und europäischen Unternehmen im Bereich der KMUs angesiedelt sind. Doch welche Kriterien legen eigentlich fest, bis wann ein Unternehmen als KMU eingestuft wird und ab wann dieses zu den Großunternehmen zu zählen ist? Eine entsprechend allgemein gültige Definition oder Abgrenzungskriterium zwischen KMUs und Großunternehmen ist nirgends festgehalten. Die Problematik liegt nämlich darin, dass ein Unternehmen in allen seinen Ausgestaltungen oder Konstellationen nahezu einzigartig ist. Wie ist es möglich und welche Kriterien, Merkmale oder Gesetzmäßigkeiten können herangezogen werden, um hier eine sinnvolle Unterteilung zu schaffen?

Die genauere Betrachtung dieser Fragestellung ist für den weiteren Fortgang dieser Arbeit von großer Wichtigkeit, da sich die Ausarbeitung auf den Bereich der KMUs fokussiert und im weiteren Verlauf versucht wird, eine Empfehlung abzugeben, für welche KMUs die Anwendung von IFRS Standards sinnvoll erscheint und für welche nicht.

Bei längerer Befassung mit der Einteilungsproblematik der Unternehmen, werden einem immer wieder zwei Einteilungsgruppen, die der quantitativen und die der qualitativen Merkmale als möglicher Einteilungsraster vor Augen geführt.

Arbeit zitieren:
Frick, Martin Juli 2009: International Financial Reporting Standards für Klein- und Mittelunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rechnungslegung, KMU, SME, Jahresabschluss, Eigenkapital

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren