Interfilm-Trailer 2002
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Mahler
- Abgabedatum: September 2002
- Umfang: 52 Seiten
- Dateigröße: 6,8 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Potsdam Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6845-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6845-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6845-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mahler, Christian September 2002: Interfilm-Trailer 2002, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: motion graphic, Design, Compositing, 3D-Modelling, Soundtrack
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Diplomarbeit von Christian Mahler
Einleitung:
Der Trailer für das 18. Internationale Kurzfilmfestival Berlin - Interfilm ist im Rahmen des Diplomprojektes der Studenten Christian Mahler und Sebastian Purfürst an der FH Potsdam (Fachbereich Design – Visuelle Kommunikation) entstanden. Die 1:30 lange, auf 35mm belichtete Animation verbindet das Filmische mit dem Grafischen, das Atmosphärische mit dem Informativen, das Traditionelle mit dem Innovativen. Ziel war es, einen spannenden Kinotrailer zu erstellen, der der breiten Vielfalt des Festivals gerecht wird, der mit den magischen Möglichkeiten des Kinos spielt und Lust macht, sich in die Welt des Kurzfilms entführen zu lassen. Im visuellen Mittelpunkt steht das Interfilm Logo und dessen abstrahiertes Projektorlicht. Der Zuschauer wird nach Berlin, dem Spielort des Festivals, geführt. Fünf Szenen, die das „andere“ Berlin zeigen und somit stellvertretend für viele Orte dieser Welt stehen, werden vom Projektorlicht kurz beleuchtet. Das Geschehen kommt für einen Moment nahezu zum Stillstand, den eingereichten Kurzfilmsynopsen entnommene Sätze beschriften die Szenen mit hausgroßer Typographie wie Storyboardeinträge und enttarnen jeden erdenklichen Ort als potentielle Quelle für Geschichten - wenn man sich denn nur Zeit nimmt und genau hinschaut. Höhepunkt des Trailers ist die Präsentation des Interfilm Logos inmitten der Stadt, das sich als Quelle des Lichts heraustellt. Das Festival inmitten der Stadt und somit mitten in den Geschichten und im Geschehen, als ein Knotenpunkt und Treffpunkt in einem riesigem Netzwerk der Filmemacher. Bei der Erstellung der Animation kamen alte traditionelle Techniken des Filmemachens wie Zeitrafferaufnahmen zum Einsatz, stark erweitert durch digitale Nachbearbeitung, die die Überwindung alter Grenzen von filmischer Zeit und filmischen Raum ermöglichte. In enger Anlehnung an die Ästhetik der Bilder und der Gesamtdramaturgie des Trailers entstand der Soundtrack. Die musikalische Untermalung spielt mit atmosphärischen Sound, abstrakten Klängen, Popmusikzitaten und Anlehnung an Motion Picture Scores. Betreut wurde die Arbeit durch Prof. Lex Drewinski und Prof. Klaus Dufke.
Inhaltsverzeichnis:
| 2. | Einleitung | 04 |
| Aufgabenstellung/ Kurzfilmfestivals / interfilm berlin / Das Festival | ||
| Besonderheiten Kurzfilm / Grafik und zeitabhängige Medien / | ||
| Genrebeschreibung Trailer | ||
| 3. | Kurzexposé | 06 |
| 4. | Vorgaben | 07 |
| 5. | Konzeption | 08 |
| Produktionsplan / Eckdaten / Zeit und Arbeitsplan / Equipment | ||
| Software / Ideenfindung / Studien | ||
| 6. | Vorproduktion | 16 |
| Finales Konzept / Die Story / Weißensee Studie / Ästhetik des Trailers | ||
| Dramaturgie | ||
| 7. | Produktionsablauf | 20 |
| Fotografie / Tracking / Matte / 3D-Modelling / Timing | ||
| Soundtrackerstellung / Takt / Compositing / Mastering / Finales | ||
| Rendering / FAZ / Projektkosten | ||
| 8. | Die Morphologie des Trailers | 30 |
| Aufbau und Funktion von Trailern / Struktur / Exposition | ||
| Durchführung / Endtitel / Der Plot / Trailermontage / Typographie Einbeziehung von Erinnerungen / Visuelle Überfrachtung | ||
| Verdichtung und Fragmentierung / Visuelle Spannung Wiederholung Kitsch | ||
| 9. | Trailer: Information und Attraktion | 38 |
| „Leinwandinserate“ und „Bewegte Plakate“ / „24 mal Realität pro Sekunde” / „Key Art“ vs. „Potpourri Approach“ / „Narrative Image“ | ||
| Imagetrailer, MTV und „Flying Logos“ / Die THX-Trailer oder „how to land a flying logo” / Bilder und auditive Wahrnehmung / „Mythos Kamera und Mythos Computer“ | ||
| 10. | Resumé | 50 |
und als Stilmittel bewußt eingesetzt werden. Erst als zweiter Schritt sollte dann der Rechner, dann aber äußerst konsequent, als Bearbeitungsmittel eingesetzt werden. Ziel war es, eine Welt zu erschaffen, in der digitale und analoge Medien eine Symbiose eingehen und sich in ihrer Wirkung gegenseitig potenzieren, weit entfernt von jedem Analogoder Digitaldogma; eine Welt, die der Vielfalt der Beiträge im Festival gerecht wird. Im Zentrum sollte Interfilm als Knotenpunkt in einem riesigen Netzwerkpositioniert werden. Die Wahl für die Erstellung des Ausgangsmaterials fiel auf einen analogen Fotoapparat. Ähnlich der Stop-Motion-Technik wurden die Bildsequenzen in der Stadt fotografiert. Angestrebte Zufälle und die rauhe Materialsprache waren hier vorprogrammiert, das Medium war zudem auch unter technischen Aspekten sehr geeignet, denn Fotos liefern bei Scan ohne weiteres die benötigte 2K-Auflösung für das Kino. Eine Alternative wäre nur eine 16 oder 35mm Aufnahme gewesen, da DV-Material trotz aller digitaler Tricks weder über die Auflösung noch über die Farbtiefe echter Fotos verfügt, der Kostenaufwand wäre allerdings um ein Vielfaches höher gewesen. Nach Scan und Bearbeitung der Bildsequenzen war in der Animation bereits die erwünschte Wirkung zu sehen: ein rauhes, körniges Bild mit zufälligen Kratzern, leicht über- oder unterbelichteten Bereichen und charmanten Zufällen in den Bewegungen. Dieser sehr traditionellen Art der Zeitrafferaufnahme wurde nun eine subtile, digitale Nachbearbeitung entgegengesetzt: eine virtuelle Kamerafahrt in den Szenen mit Hilfe des Kameramappings. Innerhalb der analog erzeugten Animation finden dadurch sanfte digitale Schwenks durch die Szenen statt, losgelöst von der Zeit und Raum. Mit Hilfe des Timewarping war es möglich, zeitlichen Einfluß auf die Zeitrafferaufnahmen zu nehmen. So wird in jeder Szene für einen Moment die Zeitrafferaufnahme extrem ver- [...]
Logos und die konsequenten Weiterführung der visuellen Sprache ihres Erscheinungsbildes. Dies konnte in der Farbgebung des Trailers und der Inszenierung des Logos relativ einfach berücksichtigt werden. Der gesamte Trailer spielt in einer Abendstimmung mit bläulichen Lichttönen, in den Lichtern finden sich viele Gelb-Orange-Rot-Töne wieder, eine finale Farbabstimmung schränkte die Farbwelt ein und ließ vor allem Blau/Orange-Töne dominieren. In ersten Gesprächen wurde der Wunsch nach einer professionellen Animation für Interfilm laut, durchaus meßbar an den internationalen, kommerziellen Standards. Um Interfilm im Trailer glaubhaft und authentisch zu präsentieren, war es daher wichtig, im Kontrast zu einem computeranimierten Logo eine Verbindung zu den Ursprüngen des Festivals und den alten Traditionen des Kurzfilmes herzustellen. Die erste Entscheidung war daher, mit möglichst rauhem, analogem Ausgansmaterial zu arbeiten. Visuelle Zufälle und Imperfektion sollten erlaubt sein [...]
geht immer öfter digital zur Sache und eine ganze Armee von Studenten, unabhängigen Filmemachern und sogar große SpecialFX Animationsstudios (z.B. Pixar mit "Geri's Game") widmen sich dem Medium mit aufwendigen Produktionen. Diesem Boom sieht sich Interfilm ausgesetzt und versucht darauf zu reagieren. Die zunehmende Medienpräsenz Interfilms verlangt nach einem neuen Selbstbewußtsein mit einem geschlossenen Erscheinungsbild. Der Name "Interfilm" ist seit der Gründung unverändert geblieben, vor allem Synonym für das Berliner Festival, aber auch internationaler Geheimtip für Filmfans. Seit zwei Jahren wird behutsam versucht, ein Coporate Design zu etablieren. Nach vielen eher dekorativen Versuchen exisitiert das Logo in seiner heutigen Form in Kombination mit den Hausfarben Blau und Orange. Nach der mehr oder weniger konsequenten Umsetzung des Design in bisherigen Publikationen legte Interfilm für dieses Jahr besonderen Wert auf die Präsentationen des [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832468453
Arbeit zitieren:
Mahler, Christian September 2002: Interfilm-Trailer 2002, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
motion graphic, Design, Compositing, 3D-Modelling, Soundtrack



