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Interaktives Fernsehen

Plattform und Erlösmöglichkeiten für MTV

Die Diplomarbeit wurde mit dem "Preis für herausragende akademische Leistungen" der Wilhelm Renkhoff Stiftung ausgezeichnet.
Interaktives Fernsehen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tom Koch
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 130 Seiten
  • Dateigröße: 996,8 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4851-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4851-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4851-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Diplomarbeit wurde mit dem "Preis für herausragende akademische Leistungen" der Wilhelm Renkhoff Stiftung ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Koch, Tom November 2001: Interaktives Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: digital, Konvergenz, Sender, Multimedia

Diplomarbeit von Tom Koch

Einleitung:

In der deutschen Fernsehbranche stagnieren die Werbeeinnahmen und die Konkurrenz durch andere Medien nimmt immer mehr zu. Die ansteigende Fragmentierung der Märkte und die zunehmende Medienüberflutung machen den Weg zum Konsumenten komplizierter und teurer. Die Erreichbarkeit der Zielgruppe durch einseitige Massenkommunikation, wie es das bisherige Fernsehen darstellt, wird von den werbetreibenden Unternehmen in Frage gestellt. Durch neue technische Entwicklungen, wie Festplattenrekorder, sind die Zuschauer in der Lage Fernsehwerbung zu umgehen.

Basierend auf diesen Tatsachen sind die werbefinanzierten Rundfunkanstalten gezwungen, nach neuen, alternativen Erlösquellen zu suchen und dem Trend der dialogorientierten Kommunikation zu entsprechen. Das interaktive Fernsehen erscheint hierfür das geeignete Instrument zu sein.

Nachdem der Versuch zur Realisierung des interaktiven Fernsehens in den 90er Jahren scheiterte, haben sich interaktive Anwendungen in den letzten Jahren über das Internet und auf der Plattform des Computers auf breiter Ebene durchgesetzt. Durch den Erfolg der Onlinemedien und entscheidende Verbesserungen der Übertragungs- und Datenkompressionstechnik, sowie der technischen Annäherung zwischen PC und TV, steht nun der Durchbruch des interaktiven Fernsehens bevor. Die Verbreitung wird weitreichende Auswirkungen haben, die letztlich die Umstrukturierung der ganzen Fernsehlandschaft zur Folge haben wird.

Der Markt des interaktiven Fernsehens ist in einem frühen und unsicheren Stadium. Die Expertenprognosen über den Erfolg der neuen Technik sind sehr unterschiedlich. Sie reichen von Unglauben über Skepsis bis hin zu begeisterter Euphorie. Allerdings lassen sich mittlerweile deutliche Tendenzen erkennen, in welche Richtung die Entwicklung tatsächlich gehen wird.

Im Rahmen dieser Arbeit wird versucht den Fernsehsender MTV bei den strategischen Überlegungen bezüglich der wirtschaftlichen Möglichkeiten des interaktiven Fernsehens, zu unterstützen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VII
Abkürzungsverzeichnis VIII
1. Einleitung 1
2. Problemstellung 2
2.1 Vorgehensweise und Abgrenzung des Themas 2
2.2 Untersuchungsobjekt MTV Central 3
3. Interaktives Fernsehen 6
3.1 Definitionen 6
3.1.1 Interaktivität 6
3.1.2 Interaktives Medium 6
3.1.3 Interaktive Dienste 7
3.1.4 Interaktives Fernsehen 7
3.1.5 Interaktives Szenario für iTV 7
3.2 Historische Entwicklung 8
3.2.1 Geschichte des interaktiven Fernsehens 8
3.2.2 Stufen des interaktiven Fernsehens 11
3.3 Interaktives Fernsehen heute 12
3.4 Technische Rahmenbedingungen 15
3.4.1 Digitales Fernsehen 15
3.4.2 Rückkanal 17
3.4.3 Standardisierung 18
3.5 Interaktives und digitales TV im internationalen Vergleich 20
3.6 Zusatznutzen für Zuschauer beim iTV 21
3.7 Zielgruppen 23
3.7.1 Interaktives Fernsehen 23
3.7.2 MTV 23
3.8 Akzeptanz der Zuschauer 25
3.8.1 Allgemein 25
3.8.2 Feldforschung (Primärforschung) 28
3.8.2.1 Bestimmung des Marktforschungsdesigns 29
3.8.2.1.1 Methode und Art der Erhebung 29
3.8.2.1.2 Zielgruppe 29
3.8.2.2 Entwicklung des Fragebogens 30
3.8.2.2.1 Formulierung der Fragen 30
3.8.2.2.2 Reihenfolge und Umfang der Fragen 30
3.8.2.2.3 Probebefragung 31
3.8.2.2.4 Entwicklung des Anschreibens 31
3.8.2.3 Erhebung der Informationen 31
3.8.2.4 Auswertung des Fragebogens 32
3.9 Markt von iTV - Umweltanalyse 37
4. Plattform für interaktives Fernsehen 40
4.1 Konvergenz 40
4.1.1 Definition 40
4.1.2 Die Konvergenz bei MTV 42
4.2 Unterschiede TV und PC 43
4.3 Konvergenz der Endgeräte 44
4.3.1 Internet im Fernsehen 44
4.3.2 Fernsehen im Internet 46
4.3.3 Fernsehen und Internet auf dem UMTS-Handy 48
4.4 Fazit 50
4.4.1 Personal Computer 50
4.4.2 UMTS-Handy 52
4.4.3 Fernsehgerät 52
5. Möglichkeiten der Erlöserzielung durch iTV 55
5.1 T-Commerce 55
5.2 Transaktionsbasierende Erlösquellen 55
5.2.1 Provisionen aus vermittelnden Verkäufen 55
5.2.1.1 Teleshopping / Homeshopping 56
5.2.1.2 Merchandising 58
5.2.1.3 Walled-Garden-Angebote 59
5.2.1.4 Games-on-Demand / Gewinnspiele / Wetten 60
5.2.1.5 Music-on-Demand 60
5.2.1.6 Content-Providing 62
5.2.2 Individuelle Programmwahl 62
5.2.2.1 Pay-per-View 63
5.2.2.2 Near-Video-on-Demand 63
5.2.2.3 Video-on-Demand 63
5.2.3 Kommunikation 65
5.2.4 Informationen-on-Demand 65
5.3 Subskriptionsbasierende Erlösquellen 66
5.4 MTV.de als Portalseite 66
5.5 Interaktive Werbung 67
5.5.1 Werbeformen 69
5.5.1.1 Interaktive Werbespots 69
5.5.1.2 Interstitials 71
5.5.1.3 Superstitials 72
5.5.1.4 Textlaufbänder 73
5.5.1.5 Individualisiertes Programmsponsoring 73
5.5.1.6 Individualisiertes Product Placement 74
6. SWOT-Analyse - MTV und iTV 76
6.1 Stärken 77
6.2 Schwächen 78
6.3 Chancen 79
6.4 Risiken 87
7. Schlussfolgerung 95
Anhang 98
Literaturverzeichnis 108
Erklärung 117

Automatisiert erstellter Textauszug:

54 sogenannte Web-TV ist ein Markenname von Microsoft, der einen Internetanschluss für den Fernseher beschreibt. Auch die Politiker der Europäischen Union, wie Erkki Liikanen gehen davon aus, dass das digitale Fernsehen mit Set-Top-Boxen der normale Zugang zum Internet wird. Nicht für alles, jedoch für die Grundbedürfnisse des Menschen, wie zum Beispiel Banking und Shopping. „Das digitale Fernsehen soll Internet in jeden Haushalt bringen – so selbstverständlich, wie Strom und Wasser.“145 In Verbindung mit dem Fernseher werden die neuen Anwendungen wohl leichter den Durchbruch zum Massenmarkt schaffen, während einer vergleichbaren Verbreitung computerbasierter Anwendungen, offenbar größere Hürden entgegenstünden. Zusammenfassend kann man sagen, dass das Fernsehen zwar den Eintritt in den Massenmarkt erlaubt, aber das beschränkt fernsehtaugliche Internet den schnellen Durchbruch behindert. MTV wird auf allen drei Plattformen sein Programm anbieten können, da bei Spartensender die Grenze zwischen den Medien schwächer ist. Die Kunst wird nach Joel Berger, zuständig bei MTV für den New-Media-Bereich, darin liegen, die Inhalte in ansprechender Form zu aggregieren. Mit dem Ziel, die Zuschauer an die Marke MTV zu binden, nicht an ein Medium.146 Diese Einstellung kommt auch dem Ergebnis der Feldforschung entgegen, da der Wunsch des Empfangs über den Fernseher und der Empfang über den PC, von den Zuschauern fast im gleichen Maße nachgefragt wird. [...]

53 Das VHS-System der Firma Matsushita hat sich nicht aufgrund der technischen Überlegenheit, sondern aufgrund des größeren Verbreitungsgrades durchgesetzt. Durch zahlreiche Vertriebskooperationen und die Vergabe von Lizenzen verbreitete sich das VHS-System sehr schnell und setzte sich gegen das Video-2000-System von Grundig und Philips durch.141 Der Fernseher wird weiterhin zum Entspannen als Unterhaltungsmedium da sein. Jedoch wird er den Zuschauern durch seine interaktiven Dienste viele neue Möglichkeiten bieten. Vor allem ältere Menschen werden so an die neue interaktive Technik herangeführt. Bei einer Umfrage der ARD/ZDF-OfflineStudie von 1999 wurden Offliner dazu befragt, welche Veränderungen das Internet interessanter machen würden. Die Ergebnisse zeigen, dass für die meisten der Fernseher das Zugangsmedium zu interaktiven Diensten ist. 74% wünschten sich, dass es genauso leicht anzuschließen ist, wie TV und Radio, 72% wollten die gleiche leichte Benutzerführung, wie über eine TVFernbedienung und 65% wollten sogar explizit das Internet über den Fernseher nutzen.142 Aller Voraussicht nach wird es mit Hilfe der Set-Top-Boxen, als erstes möglich sein, TV und Internet in einem angemessenen Weg zu kombinieren. Da in der Vergangenheit häufig das Erste die Norm gesetzt hat, wird wohl der Fernseher das Medium für interaktives Fernsehen für die breite Masse werden. Der Grund hierfür ist wohl der, dass die Nutzer bei ersterem mehr Zeit haben, sich an die neue Technologie zu gewöhnen. Die Bereitschaft, das Nutzungsverhalten für eine Konkurrenztechnologie wieder zu ändern, wird wohl eher gering sein. Vor allem wird sich der Fernseher auch durchsetzen wegen der einfachen Bedienbarkeit im Vergleich zum PC und wegen ganz banalen Dingen, wie zum Beispiel, dass ein Fernseher nicht hoch- und runtergefahren werden muss, wie ein PC und dass das TV-Gerät wesentlich absturzsicherer ist als ein Computer. Ein weiterer Aspekt, der für den Fernseher als Internet-Empfänger spricht, ist die Tatsache, dass sowohl AOL, der Marktführer im Medienbereich, als auch Microsoft, dies als Plattform für ihre Web-TV-Sender sehen.143 144 Das [...]

Das UMTS-Handy als dritte Plattform für das interaktive Fernsehen wird sich für die immer mobiler werdende Gesellschaft, nach Anfangsschwierigkeiten, durch im Zeitverlauf sinkende Preise durchsetzen. Es wird keine der anderen beiden Plattformen kannibalisieren, da der TV-Genuss auf einem Minidisplay wohl stark eingeschränkt sein wird. Bis allerdings sich jemand es leisten kann, aufgrund der zu erwartenden enormen Gebühren, auf dem UMTS-Handy fernzusehen, werden ebenfalls noch einige Jahre verstreichen. Die MTVAngebote sind für die breite Masse anfangs zu uninteressant, um die hohen Empfangskosten zu rechtfertigen. Das dezeitige geringe Interesse wird auch von der durchgeführten Primärforschung unterstrichen, bei der lediglich 3,7%, den interaktiven Content von MTV über ein UMTS-Handy empfangen wollten. 4.4.3 Fernsehgerät [...]

Arbeit zitieren:
Koch, Tom November 2001: Interaktives Fernsehen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
digital, Konvergenz, Sender, Multimedia

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