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Integriertes Baustellen - Controlling

Am Beispiel einer Baustelle des Verkehrswegebaus

Integriertes Baustellen - Controlling
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Krüger
  • Abgabedatum: Juli 2002
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Biberach an der Riss Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5764-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5764-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5764-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krüger, Frank Juli 2002: Integriertes Baustellen - Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Baubetrieb, Steuerung von Baustellen, Straßenbau, Baustellenmanagement, Kastenkontrolle

Diplomarbeit von Frank Krüger

Einleitung:

Die Abwicklung größerer Bauvorhaben – speziell in der Bauindustrie – ist hinsichtlich der Technik, der Anzahl der beteiligten Organisationseinheiten, der Termine, finanzieller Restriktionen und vertragsrechtlichen Konditionen durch wachsende Komplexität, Dynamik der Änderungen sowie zunehmendes Qualitätsbewußtsein gekennzeichnet. Diese Besonderheiten der Baubranche machen eine systematische Steuerung von Baustellen notwendig.

Aufgrund der heterogenen Auftragsstruktur der Baubranche werden die bereits vorhandenen Verfahren und Instrumente der systematischen Steuerung jedoch nur sporadisch angewendet.

Die vorliegende Arbeit soll dem Praktiker helfen, die bereits vorhandenen Verfahren und Methoden direkt in der Praxis anzuwenden. Aus diesem Grunde sind auch alle angesprochenen Dokumente und Formulare zusammenfassend als Vorlage für den eigenen täglichen Gebrauch gesondert im Anhang dargestellt.

Die vorliegende Arbeit trägt auch der Tatsache Rechnung, daß sich die Anforderungen an Projektleiter/Bauleiter geändert haben. Die Schwerpunkte der Aufgaben/Verantwortung und Kompetenz haben sich verlagert und befinden sich noch weiterhin im Wandel; speziell im Hinblick auf die sich rasch ändernde Informations- und Kommunikationstechnik.

Gang der Untersuchung:

Im 1. Abschnitt werden die wesentlichen Aspekte des Controllings – speziell in der Bauindustrie - in allgemeiner Form kurz vorgestellt und erläutert. Bei der Einführung von Controlling Systemen haben die Mitarbeiter, die Organisationsform und - heutzutage mehr denn je - die IT Hilfsmittel einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf den Erfolg.

Im Kapitel 2 werden zunächst die idealen Vorstellungen eines Baustellengerechten Controllings aus der Sicht des Autors und unter Einbeziehung der zuvor beschriebenen Aspekte dargestellt. Es werden die organisatorischen Voraussetzungen für ein umfassendes Baustellen Controlling eingehend erläutert; wichtigstes Element ist dabei die Arbeitskalkulation. Zur Vereinfachung der einzelnen Zusammenhänge erfolgt die Darstellung verlaufsorientiert. Grob lässt sich das Modell in drei Phasen gliedern: Die 1. Phase ist die Organisation des Projektteams, das sich lediglich für die Zeit der Baustelle zusammenfindet und anschließend wieder auseinander geht. In der 2. Phase werden die Sollvorgaben und damit die Grundlage für ein Controlling zusammengetragen. Die 3. Phase ist die eigentliche Steuerungs- und Abwicklungsphase der Baustelle.

Anschließend wird dem idealen Controlling-System der tatsächliche Ablauf einer Verkehrswegebaustelle gegenübergestellt. Dazu wird in Kapitel 3 beispielhaft das bereits praktizierte Controlling-System einer Bauunternehmung mit sämtlichen Dokumenten vorgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind sämtliche vorgestellten Dokumente im Anhang zusammenfassend dargestellt; im Text erfolgen lediglich ein Verweis und eine kurze Erläuterung.

In Abschnitt 4 wird der vorgestellte Projektablauf mit den Idealvorstellungen aus Kapitel 2 verglichen und eine Analyse durchgeführt. Es werden Abweichungen und Mängel der praktizierten Vorgehensweise aus Kapitel 3 analysiert.

Darauf aufbauend werden Verbesserungsvorschläge zur „optimalen“ Gestaltung der Prozeßabläufe vorgestellt und die Probleme bei der Umsetzung eines Controllings in der Praxis diskutiert.

Kapitel 5 gibt einen Ausblick auf die immer wichtiger werdende Informationstechnologie für das Controlling im Baubetrieb. Es werden Möglichkeiten aufgezeigt, diese im vorliegenden Beispiel zu integrieren.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einführung 5
1.1 Zielsetzung und Konzeption der vorliegenden Arbeit 6
1.2 Allgemeine Einführung in das Controlling im Baubetrieb 7
1.2.1 Aspekt der Organisation 10
1.2.2 Aspekt der Mitarbeiter 12
1.2.3 Aspekt der IT - Hilfsmittel und Werkzeuge 12
2. Idealvorstellungen eines integrierten Baustellen-Controllings 14
2.1 Organisatorische Voraussetzungen 14
2.1.1 Gliederung des Unternehmens in Kostenstellen 14
2.1.2 Abstimmung der Kostengliederung in der Baubetriebsrechnung und Kalkulation 15
2.1.3 Berichtswesen und innerbetriebliche Verrechnung 17
2.2 Controlling in der Projektbearbeitung 17
2.2.1 Phase 1: Auftragskalkulation 17
2.2.2 Phase 2: Arbeitskalkulation 18
2.2.3 Phase 3: Aufbereitung der Arbeitskalkulation 22
2.2.3.1 Zielsetzung 22
2.2.3.2 Verfahren / Umsetzung 24
2.2.4 Phase 4: Bauausführung 25
3. Praktiziertes Baustellen Controlling am Beispiel einer Baustelle des Verkehrswegebaus 28
3.1 Allgemeines 28
3.2 Organisation der Baustellenabwicklung 28
3.3 Ermittlung von Sollvorgaben 30
3.4 Baustellenabwicklung und -steuerung 32
3.4.1 Voraussetzungen 32
3.4.2 Vorgehensweise 33
3.5 Zusammenfassung 36
4. Vergleichende Gegenüberstellung der vorgestellten Controlling Systeme 38
4.1 Allgemeines 38
4.2 Methoden und Konzepte 38
4.2.1 Elemente des Controlling 38
4.2.2 Aspekt der Organisation 39
4.2.3 Aspekt der Mitarbeiter 39
4.2.4 Aspekt der IT Werkzeuge und Hilfsmittel 39
4.2.5 Organisatorische Voraussetzungen 40
4.3 Ablauf der Projektbearbeitung 40
4.4 Möglichkeiten der Optimierung 41
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 42
Abbildungsverzeichnis 45
Literaturverzeichnis 46
Anhang 47
Eidesstattliche Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kapitel 3: Praktiziertes Baustellen – Controlling am Beispiel einer Baustelle des Verkehrswegebaus den Auftraggeber, die zu erbringende Leistung, Termine und Risiken, sowie vertragsrelevante und technische Besonderheiten des Bauvorhabens. Nach dem Studium der Unterlagen muß sich der Projektleiter entsprechend den Vorgaben in der Kalkulation und den Erfordernissen des Bauvorhabens sein Projektteam zusammenstellen. Eine wesentliche und zentrale Rolle spielt dabei der Bauleiter. Er kennt den Vertrag und sorgt für die Beachtung aller baustellenrelevanten Auflagen aus dem Vertrag. Er trägt die Verantwortung für die bestmögliche Erledigung der Aktivitäten auf der Baustelle. Seine Hauptaufgabe ist es, die mit den Beteiligten abgestimmten Maßnahmen umzusetzen, die in Form einer Baustellenplanung vereinbart und dokumentiert sind. Die Auswahl des Bauleiters ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Abwicklung der Baustelle. Es sind dabei folgende wesentliche Aspekten zu berücksichtigen: Fachliche Anforderungen Führungsanforderungen Persönliche Voraussetzungen Auswahl - bevorzugt intern - oder auch extern Entscheidung für Dritte nachprüfbar begründen Dem Projektleiter steht zur Beurteilung und Bewertung der Auswahl eine Checkliste zur Verfügung (Dokument 2). In einem Organigramm werden die hierarchische Ordnung und die Verantwortlichkeiten des Projektteams schriftlich festgehalten. Das Dokument 3 zeigt beispielhaft ein Organigramm für eine Baustelle mit einem Auftragswert von > 10 Mio. €. Anschließend lädt der Projektleiter alle Teammitglieder zu einem sogenannten Eröffnungsgespräch mit folgenden Inhalten ein: Darstellung der Aufgabe Festlegung von Bearbeitungsterminen Festlegung der Sachbearbeiter und Bearbeitungsinhalte Verteilung der Vertragsunterlagen Die Beschlüsse und Ergebnisse des Gespräches werden schriftlich in Form einer Bearbeitungsmatrix (Dokument 4) festgehalten und anschließend an alle Projektbeteiligten ausgehändigt. [...]

Nachfolgend wird beispielhaft der organisierte Verlauf der Projektbearbeitung – gleichzusetzen mit Arbeitsvorbereitung und Ablaufsteuerung im weitesten Sinne - einer Baustelle im Verkehrswegebau vorgestellt. Das nachfolgende Beispiel ist stark an die Vorgehensweise einer großen deutschen und international erfolgreichen Unternehmung im Verkehrswegebau angelehnt. Der Projektverlauf läßt sich grob in die drei Phasen (1) Organisation der Baustellenabwicklung (2) Ermittlung von Sollvorgaben (3) Baustellendurchführung und -steuerung gliedern. Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß aufgrund der immer kürzer werdenden Bearbeitungszeiten der Projekte in der Praxis nicht immer eine exakte Trennung der beschriebenen Phasen möglich ist. Die während der Phasen (1) + (2) erstellten Dokumente sind bereits so gegliedert, daß sie während der eigentlichen Baustellenabwicklung fortgeschrieben oder ergänzt werden können und so doppelte Arbeit weitestgehend vermieden wird. Die eingesetzten Dokumente dienen entweder als Checklisten oder als Grundlage für die unternehmensintern vorgeschriebene Art und Weise der kurzfristigen Erfolgsrechnung (Baustellencontrolling). Der Bauleiter wird auf diese Weise von Routineaufgaben entlastet und die Geschäftsleitung verfügt über ein schematisiertes und effektives System zur Unternehmenssteuerung. Aufgrund der Komplexität einer Verkehrswegebaustelle wird an dieser Stelle nur auf die speziell für den Betonstraßenbau spezifischen und bedeutsamen Dokumente und Checklisten eingegangen. [...]

Im ersten Schritt werden die AE mit Nr. und Bezeichnung definiert. Im zweiten Schritt werden die Positionen bzw. Unterpositionen mit Teilmengen zu diesen AE zugeordnet. Ziel ist es, alle Positionen/ Unterpositionen der Arbeitskalkulation auf die AE restlos zu verteilen. Das bedeutet, dass am Ende der Verteilung gilt: Voraussichtliche Ausführungsmengen = Summe der Teilmengen Ein praktikables Verfahren muss also eine lückenlose Kontrolle der Zuordnung gewährleisten; bei komplexen Kalkulationen ist dies nur mit Hilfe geeigneter IT möglich. Bei der Zuordnung ist folgende Klassifizierung hilfreich: a) Positionen mit großer Bedeutung für die Bauzeit und Bauablauf b) Positionen mit geringer Bedeutung für die Bauzeit und Bauablauf c) Positionen mit geringer Bedeutung für die Details der Bauablaufplanung Daraus ergibt sich ein entsprechender Umgang mit diesen Ausführungseinheiten: Positionsart a) Behandlung Genaue Zuordnung zu den AE; Massenermittlung nach Teilmengen b) Zuordnung zu den AE; Massenermittlung der Teilmengen je AE auf Basis der VA-Mengen c) Zuweisung zu so genannten Rest-AE [...]

Arbeit zitieren:
Krüger, Frank Juli 2002: Integriertes Baustellen - Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Baubetrieb, Steuerung von Baustellen, Straßenbau, Baustellenmanagement, Kastenkontrolle

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