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Integration von kunden- und personalorientierten Steuerungskennziffern in das Wertmanagement

Integration von kunden- und personalorientierten Steuerungskennziffern in das Wertmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Boris Kasper
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 148 Seiten
  • Dateigröße: 913,4 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6831-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6831-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6831-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kasper, Boris März 2002: Integration von kunden- und personalorientierten Steuerungskennziffern in das Wertmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Unternehmensbewertung, Shareholder-Value, Kennzhalen, Kundenwert, Immaterielles Vermögen

Diplomarbeit von Boris Kasper

Einleitung:

Der Erfolg eines Unternehmens wird meist daran gemessen, wie hoch sein Gewinn ist. Zur Messung des Unternehmenserfolges werden nicht selten bilanzielle und, gewinnorientierte, periodische Größen als Maßstab herangezogen. Die aus der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) gewonnenen Daten sind jedoch häufig stark von Rechnungslegungsvorschriften und -wahlrechten verzerrt. Ferner sind periodische Stromgrößen, wie z.B. der Gewinn, vom Management manipulierbar. Z.B. kann eine Unterlassung wichtiger wertsteigernder Investitionen die Kosten in der jeweiligen Periode senken und kurzfristig den Gewinn erhöhen. Daher wird zunehmend der monetäre Wert eines Unternehmens als Maßstab für Planung, Steuerung und Kontrolle des Unternehmenserfolges herangezogen. Denn die Höhe bzw. Änderung des Unternehmenswertes wird idealerweise nicht wie beim Gewinn von kurzfristigen und verzerrenden Maßnahmen beschönigt. Der monetäre Wert setzt sich grundsätzlich aus zukünftigen freien liquiden Mitteln nach risikoadjustierten Kapitalkosten zusammen. Wertmanagement soll daher als Management von Unternehmenswert, welcher sich aus materiellen und immateriellen Vermögen zusammensetzt, verstanden werden. Das Ziel des Wertmanagements stellt daher die Steigerung des Unternehmenswertes und demnach das Management immaterieller Ressourcen dar.

In Abschnitt 2 wird die Entstehungsgeschichte und Zielsetzung des Wertmanagements diskutiert. Da Kennziffern bzw. Kennzahlen zweckmäßige Instrumentarien zur Erfolgsmessung darstellen, werden diese näher nach Inhalt und historischer Entwicklung sowie Arten der traditionellen Erfolgsmessung analysiert. In Abschnitt 3 werden Konzepte und Methoden der Unternehmensbewertung sowie Ansätze zur Kapitalkostenbestimmung diskutiert. Anschließend werden übersichtsartig wertorientierte, also an die Unternehmensbewertung angelehnte Kenziffern, vorgestellt. Immaterielles Vermögen gewinnt für den Unternehmenswert zunehmende Wichtigkeit. Dabei spielt vor allem der Kunden- und Personalwert für die Höhe des immateriellen Vermögens eine Rolle. Daher werden in Abschnitt 3 und 4 Methoden diskutiert, um die Kunden- und Personalwerte zu bestimmen und optimal im Sinne der Unternehmenswertsteigerung zu managen. Ferner werden zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Kunden- und Personalwerte Kennziffern als Instrumentarien integriert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Anhangverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
Symbolverzeichnis IX
1 Einleitung 1
2 Grundlagen 2
2.1 Entstehung des Wertmanagements auf Basis des Shareholder-Value-Konzeptes 2
2.2 Zielsetzung des Shareholder-Value-Konzeptes und Verbindung zum Stakeholder-Ansatz 3
2.3 Kennzahlen 6
2.3.1 Terminologie und Entwicklungsphasen von Kennzahlen 6
2.3.2 Bewertung mit traditionellen Rentabilitätskennziffern 10
3 Unternehmensbewertung 14
3.1 Zwecke und Verfahren 14
3.2 Grundidee des Discounted-Cashflow-Verfahrens und Abgrenzung zum Ertragswertverfahren 16
3.2.1 Cashflow-Begriff 19
3.2.2 Weighted Average Cost of Capital (WACC)-, Equity- und Adjusted Present Value (APV)-Ansatz 23
3.2.2.1 WACC-Methode 24
3.2.2.2 APV-Methode 25
3.2.2.3 Kritische Würdigung der WACC- und APV-Methode 27
3.2.3 Kapitalkosten 28
3.2.3.1 Capital-Asset-Pricing-Modell (CAPM) 29
3.2.3.2 Arbitrage-Pricing-Theorie (APT) 33
3.2.3.3 Kritische Würdigung des CAPMs- und der APT 34
3.3 Economic-Value-Added (EVA(tm)) 36
3.4 Wertsteigerungshebel und Überblick über ausgewählte wertorientierte Kennziffern 39
3.5 Kunden und Personal als Teil des Unternehmenswertes 42
4 Integration von kundenorientierten Steuerungskennziffern 44
4.1 Kundenbegriff 44
4.2 Kundenwert als Steuerungskennziffer 44
4.2.1 Kundendeckungsbeitragsrechnung und ABC-Analyse 46
4.2.2 Scoringmodell 50
4.2.3 Kundenattraktivitätsportfolio 53
4.2.4 Customer-Lifetime-Value 59
4.3 Der Einfluss von Kundenzufriedenheit und Kundenbindung auf den Unternehmenswert 61
4.4 Kennzahlenorientiertes Steuerungscockpit für das Management 63
5 Integration von personalorientierten Steuerungskennziffern 72
5.1 Personalbegriff 72
5.2 Personalwert als Steuerungsgröße 72
5.3 Personal-Kennzahlensysteme 77
5.4 Qualitative kennzahlenorientierte Steuerung des Personalfaktors 87
6 Zusammenfassung 92
Literaturverzeichnis 94
Anhang 129

Automatisiert erstellter Textauszug:

analyse, auf Basis der ABC-Analyse, evaluiert den Kunden nur anhand einer Dimension in Form des Umsatzes oder des Deckungsbeitrages. Eine weitere Dekomposition der Deckungsbeiträge kann dabei zur Schaffung von Transparenz der Kosten und Erlöse der Kunden und zur gezielten erfolgsversprechenden Steuerung und Allokation von eingesetzten Kundenressourcen zweckmäßig sein. Zu denken wäre bspw. an eine Spitzenkennzahl des Kundenertrages, die sich aus dem erzielten Kundenpreis und den Kundenbedienungskosten zusammensetzt.287 Der Kunde ist dabei umso rentabler, je höher die Ertragskennzahl ist. In Analogie zu dem ROI-Kennzahlensystem ist über die weitere Dekomposition der erzielten Preise im Zähler sowie der entstandenen Kosten im Nenner, die sich an die zuvor angesproche kundenspezifische Prozesskostenrechnung anlehnen können, eine Ursachenanalyse und Kostensteuerung denkbar. Dadurch stehen die Kostentreiber, als Aktivität des Unternehmens für den Kunden, unter Disposition, um sie letztlich ihrer produktivsten Verwendung zuzuführen.288 Die ABC-Analyse erweist sich zur Sensibilisierung auf eine Fokussierung gegenwärtig attraktiver und unternehmenswertsteigernder Kunden geeignet. Allerdings macht die ABCAnalyse, wie auch die Kundenertrags-Spitzenkennzahl, keine Aussage über das Profitabilitätspotenzial in den zukünftigen Perioden, was letztlich für die Unternehmenswertsteigerung entscheidend ist. Daher können die ABC-Analyse und die KundenertragsSpitzenkennzahl nicht die einzige Entscheidungsgrundlage zur weiteren Allokation der Kundenanstrengungen sein. Vielmehr müssen die Kundengruppen darauf hin untersucht werden, welche zukünftigen Entwicklungen - also Potenziale - mit diesen verbunden sind. Um nun unternehmenswertsteigernde Kunden/-gruppen zu identifizieren bzw. zu segmentieren, kann auf Kundenscoring- und Kundenportfoliomodelle zurückgegriffen werden. Bei diesen Modellen werden Kunden/-gruppen nicht nach ihren gegenwärtigen, sondern nach ihren zukünftigen Wertpotenzial kategorisiert. [...]

Die Buchstaben A, B, und C stehen jeweils für kumulierte Kundengruppen, die jeweils nach abnehmender Konzentration in Bezug auf bestimmte Kriterien, wie z.B. kumulierter Umsatz- bzw. Deckungsbeitragsanteil, wie in Abbildung 7 dargestellt, angeordnet werden.285 Wie aus der Grafik zu entnehmen, nimmt die Vorteilhaftigkeit der Kunden von A nach C ab und die Kosten der Kunden von A nach C zu. Durch dieses Analyseinstrument sind einfache, schnelle und plastische Kundenstrukturanalysen möglich, um zukünftige, profitablere Kundenportfoliostrategien einzuleiten. Damit kann eine Trennung der unwirtschaftlichen C-Kunden - die relativ hohe Kosten bei Nachfrage komplexer Kleinstaufträge von umsatzrenditeschwachen Produkte haben - verbunden sein.286 Die Ressourcen, die bei C-Kunden eingespart werden, könnten auf A- und B-Kunden umgeschichtet werden, um deren [...]

Die Kundendeckungsbeitragsrechnung ist ein Kundenbewertungsinstrument mit dem über eine verursachungsgerechte Zuteilung von Kosten und Erlösen ein kundenspezifischer Periodenerfolgsbeitrag ermittelt werden kann.271 Die Deckungsbeitragskennzahl reflektiert die Profitabilität eines einzelnen Kunden bzw. einer Kundengruppe und ist als Maßstab zur Beurteilung weiterer Kosten - wie z.B. Marketingausgaben272 - geeignet.273 Die Kundendeckungsbeitragsrechnung ist darüber hinaus, je nach Ausprägung der Informations- und Steuerungsbedarfe im Unternehmen, nach Regionen, Vertriebsformen, Umsatzvolumina sowie Key-Accounts und Auftragszahlen erweiterbar.274 Anstelle der Kundendeckungsbeitragsrechnung sind auch kundenspezifische Ermittlungen von EVA™ oder des operativen Gewinnes denkbar.275 Allerdings ist anzumerken, dass die Dekomposition der Kostenbestandteile auf einzelne Kunden, vor allem der Gemeinkostenanteile nicht immer eindeutig und problemfrei zu realisieren ist.276 Eine sorgfältige Kundenerfolgsrechnung setzt voraus, dass die Kosten verursachungsgerecht dem Kunden zugerechnet werden können. Ist dies nicht möglich, bieten sich Kundengruppenerfolgsrechnungen an, um z.B. fixe Kosten, aber einer Kundengruppe einzeln zurechenbare Kosten, auf Kundengruppen zu verrechnen.277 In Abbildung 6 ist eine solche Kundendeckungsbeitragsrechnung in generisch-beispielhafter Form dargestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Kasper, Boris März 2002: Integration von kunden- und personalorientierten Steuerungskennziffern in das Wertmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Unternehmensbewertung, Shareholder-Value, Kennzhalen, Kundenwert, Immaterielles Vermögen

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