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Integration des betrieblichen Rechnungswesens und Produktionsplanung und -steuerung

Integration des betrieblichen Rechnungswesens und Produktionsplanung und -steuerung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hans Günter Müller
  • Abgabedatum: April 1991
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 659,5 KB
  • Note: 3,0
  • Institution / Hochschule: FernUniversität in Hagen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4761-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4761-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4761-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Hans Günter April 1991: Integration des betrieblichen Rechnungswesens und Produktionsplanung und -steuerung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rechnungswesen, Buchhaltung, Kostenrechnung, Produktion, Integration

Diplomarbeit von Hans Günter Müller

Einleitung:

Die Diplomarbeit wurde 1991 erstellt. Damals arbeitete ich als Anwendungsprogrammierer an einem PPS-System, inzwischen (2000) arbeite ich als EDV- und Projektleiter im selbem Umfeld.

PPS-Systeme entwickelten sich zu ERP-Systemen (inkl. Ein- und Verkauf), oder verschwanden. Einige PPS-Systeme (z.B. PS-System, VaxProfi) haben kaum noch Bedeutung, auf SAP-R/2 folgte SAP-R/3. Die Schwerpunkte vieler Softwareanbieter liegen weiterhin entweder im logistischen, produktions- oder kaufmännischen Bereich, somit ist die Problematik der Integration geblieben.

Die Zwischenzeit machte die Überarbeitung notwendig, insbesondere wurde auch der Absatz zu den praktischen Problemen und MFG/PRO zugefügt.

Die Arbeiten in Unternehmen werden arbeitsteilig vollzogen (mit Ausnahme der Zwei-Augen-Unternehmen). Hierdurch haben sich verschiedene Unternehmensbereiche entwickelt die den betrieblichen Leistungsprozeß betrachten, planen und analysieren. Während der Bereich der Fertigung in der Produktionplanung und -steuerung (PPS) in Gütermengeneinheiten und Zeitbeanspruchungen betrachtet wird, bildet das Rechnungswesen den Leistungsprozeß in Geldeinheiten aus interner (Kostenrechnung) und externer Sicht (Finanzbuchhaltung und Finanzplanung) ab. In der Theoriebildung wurde die Kostenrechnung konsequent auf die Mengengerüste der Produktionstheorie aufgebaut. Es wird zu zeigen sein, wie diese Abhängigkeiten in die Informationsabhängigkeiten der unternehmerischen Teilbereiche einfließt und wie die Systemgestaltungen dies berücksichtigen.

Gang der Untersuchung:

Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll auf Basis von allgemeinen Systembetrachtungen (Kapitel 2) und einer Darstellung der betrieblichen Teilbereiche, PPS und Rechnungswesen (Kapitel 3), die Gemeinsamkeiten und Abhängigkeiten der Bereiche dargestellt werden (Kapitel 4). Aus den vielschichtigen Abhängigkeiten von betrieblichen Teilsystemen ergeben sich unterschiedliche Aspekte einer Integration, beispielsweise DV-technische und organisatorische. Zum Abschluß soll der aktuelle Stand der Entwicklung und die Einflüsse hierauf grob umrissen werden (Kapitel 5). Anhand von Beispielen werden verschiedene Lösungswege, wie sie die angebotene Software vorsieht, vorgestellt. Die Kostenträgerrechnung eines Systems wird detailliert dargestellt.

Inhaltsverzeichnis:

0. VORWORT 4
1. EINLEITUNG 4
2. SYSTEMTHEORETISCHE GRUNDLAGEN 4
2.1 SYSTEMHIERARCHIEN 5
2.2 ARTEN VON SYSTEMEN 6
2.3 REGELVERHALTEN VON SYSTEMEN 7
2.4 FEHLERQUELLEN IN SYSTEMEN 9
3. TEILSYSTEME IM BETRIEB 9
3.1 PRODUKTIONSPLANUNG UND -STEUERUNG (PPS) 11
3.1.1 Produktionsprogrammplanung 13
3.1.2 Mengenplanung 13
3.1.3 Termin- und Kapazitätsplanung 14
3.1.4 Auftragsveranlassung 15
3.1.5 Auftragsüberwachung - BDE 15
3.2 TECHNISCHE STEUERUNG DER PRODUKTION 16
3.3 DAS BETRIEBLICHE RECHNUNGSWESEN 17
3.3.1 Kostenrechnung 19
3.3.1.1 Kostenartenrechnung 21
3.3.1.2 Kostenstellenrechnung 22
3.3.1.3 Kostenträgerrechnung 23
3.3.1.4 Kostenträgerzeitrechnung 24
3.3.2 Finanzbuchhaltung 25
3.3.3 Finanzplanung 26
4. INTEGRATION DER SYSTEME 27
4.1 ARTEN DER INTEGRATION 29
4.1.1 Der Mensch als Integrationselement 30
4.1.2 DV-technische Integration 30
4.1.2.1 Bridge-Programme 30
4.1.2.2 Übergabedateien 31
4.1.2.3 Gemeinsame Datei- und Datenbanksysteme 32
4.1.2.4 Programmintegration 33
4.1.2.5 Expertensysteme 34
4.1.3 Wertung der Integrationsalternativen 35
4.2 INTEGRATION DES BETRIEBLICHEN RECHNUNGSWESEN 35
4.2.1 Integration der Kostenrechnung 35
4.2.1.1 Integration der Kostenartenrechnung in PPS 35
4.2.1.1.1 Materialkosten (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe) 35
4.2.1.1.2 Löhne und Gehälter 36
4.2.1.1.3 Instandhaltung - Instandsetzung 37
4.2.1.1.4 Sonstige Kosten 37
4.2.1.2 Integration der Kostenstellenrechnung in PPS 38
4.2.1.3 Integration der Kostenträgerrechnung in PPS 38
4.2.1.4 Integration der Kostenträgerzeitrechnung in PPS 40
4.2.1.5 Regelungseinfluß der Kostenrechnung auf die Produktion 40
4.2.1.5.1 Regelverhalten der Kostenstellenrechnung auf die Produktion 41
4.2.1.5.2 Regelverhalten der Kostenträgerrechnung auf die Produktion 44
4.2.2 Integration der Finanzbuchhaltung 45
4.2.2.1 Zugänge von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen 45
4.2.2.2 Einlagerung von Halb- und Fertigerzeugnissen 46
4.2.2.3 Umsatzerlöse durch Fertigerzeugnisse 46
4.2.3 Integration der Finanzplanung 47
4.2.3.1 Integration der Liquiditätsplanung 47
4.2.3.2 Integration der Kapitalbedarfsrechnung 47
4.3 ZUSAMMENFASSENDE INPUT-OUTPUT ANALYSE DER MODULE 48
4.4 EINFLUß DER TECHNISCHEN STEUERUNG DER PRODUKTION AUF DIE INTEGRATION 51
4.5 ORGANISATORISCHE ABHÄNGIGKEITEN DER INTEGRATION 54
4.6 EINFLUß DER INTEGRATION AUF DAS RECHNUNGSWESEN 55
4.7 INTEGRATION DER PLANUNGSPROZESSE 56
4.8 EINFLÜSSE AUS DER ZWISCHENBETRIEBLICHEN INTEGRATION 59
4.9 PRAKTISCHE PROBLEME 60
5. PRAKTISCHE REALISIERUNGEN DER INTEGRATION 61
5.1 PS-SYSTEM DER PS-SYSTEMTECHNIK (SCS) 63
5.1.1 Die Kostenträgerrechnung im PS-System 65
5.2 KORAC-KOSTENRECHNUNGSSYSTEM DER ACI 71
5.3 VAX-PROFI 73
5.4 SYSTEM R/2 VON SAP 75
5.5 MFG/PRO DER QAD 81
5.5.1 Kostenträgerrechnung 83
5.5.2 Schnittstelle Verkaufsrechnungen 85
6. ZUSAMMENFASSUNG 87
7. LITERATURVERZEICHNIS 89

Automatisiert erstellter Textauszug:

Instandhaltungsarbeiten beheben kleinere Schäden am Anlagevermögen und werden direkt als Kosten der Kostenstelle zugeordnet. Instandsetzungsarbeiten dienen einer völligen Überholung eines Gegenstands des Anlagevermögens (Großreparatur), beispielsweise zur Ingangsetzung oder Lebensdauerverlängerung und sind aktivierungspflichtig. Die Kosten der Instandhaltung (-setzung) für die einzelnen Kapazitätseinheiten lassen sich als Plankosten hochrechnen. Bei belastungsabhängigen Instandhaltungskosten kann auf die über das Produktionsprogramm geplanten Kapazitätsauslastungen zurückgegriffen werden. Die Istkosten der Instandhaltung (-setzung) ergeben sich aus den Instandhaltungsarbeiten (setzung), welche sich als innerbetriebliche Aufträge mit PPS planen und überwachen lassen, sowie aus den Ausfallzeiten der Kapazitätseinheiten, welche über BDE erfaßt werden. Den Instandhaltungsaufträgen (-setzungs-) können Arbeitszeiten und Materialentnahmen (Fremdmaterialbestellungen) zugeordnet und mit Preisen bewertet werden. Im Fall einer aktivierungspflichtigen Instandsetzungsarbeit werden die Kosten des Instandsetzungsauftrags an die Anlagenbuchführung weitergeleitet; hier läßt sich der Buchungssatz "Anlagenkonto an betriebliche Erträge" ableiten. Bei einer Eigenleistung wird der kalkulierte Auftrag oder die hierfür erfolgten Einzelmaterialentnahmen und angefallenen Lohnkosten, bei Fremdleistungen der Rechnungsbetrag angesetzt. Die entstandenen Kosten erhöhen den abschreibbaren Anlagenbestand. [...]

Nach der oben beschriebenen Grobplanung führt die Auflösung der beauftragten Stücklisten und Arbeitsplänen zu aktuellen Planwerten (kurzfristige Planung). Die Ist-Werte der Fertigungszeiten werden mit BDE-Terminals an den Kapazitätseinheiten direkt erfaßt. Da für Abweichungen der Feinplanung und der Ist-Werte sowohl sachliche wie persönliche Gründe möglich sind, wird im allgemeinen dem Arbeitsplan entsprechend entlohnt, deren Vorgaben jedoch bei sachlichen Gründen auf Veranlassung der Fertigung von der Arbeitsvorbereitung korrigiert werden. Bei Arbeitsgängen, deren Fertigungszeiten nicht vorhersehbar sind (z.B. Richten), wird meist die Ist-Fertigungszeit als Entlohnungsmaßstab benutzt. Planzeiten dienen dann nur zur Kapazitätsplanung. Die personenbezogene Entlohnung erfordert im BDE die Zuordnung: Fertigungsperson, Kapazitätseinheit und Arbeitsgang des Auftrags müssen vorhanden sein. In der Lohnbuchhaltung werden die Akkordlöhne (sowie anteilige Sozialabgaben) auf Basis der zugeordneten Akkordzeiten, den Vertrags- und gesetzlichen Bestimmungen ermittelt. Da die Hilfslöhne in den Kostenstellen der Fertigung sich eventuell der Kapazitätsauslastung anpassen können (Leiharbeiter), kann der geplante Kapazitätsbedarf zu ihrer Disposition dienen. [...]

Planwerte für den Rohstoffbedarf erhält man durch die Stücklistenauflösung des vorgesehenen Produktionsprogramms (inkl. zukünftige Aufträge). Hilfs- und Betriebsstoffbedarfe werden aufgrund der Vergangenheitsverbräuche berechnet (Zeitreihe oder als statistische Funktion einer Hilfsgröße). Während Rohstoffe als Einzelkosten den Kostenträgern zugeordnet werden, sind die Hilfs- und Betriebsstoffe den Kostenstellen zugeordnet werden. Istwerte für die Verbräuche obiger Stoffe werden über BDE-Terminals im Betrieb oder im Lager ins PPS-System eingegeben. Durch Multiplikation der Verbrauchsmenge mit den im Materialstamm enthaltenen Preise werden die Kostenwerte berechnet. Da in PPS-Systemen Materialien sehr fein gegliedert (z.B. nach Chargen, Legierungen, Farben) verwaltet werden, müssen die Materialien der Gliederungstiefe in den Bestandskonten der Finanzbuchhaltung entsprechend zusammengefaßt werden. Der sich aus dem Materialverbrauch ableitende Buchungssatz lautet "Kostenkonto an Materialkonto". Das so geführte Materialaufwandskonto schließt dann wiederum in die Gewinn und Verlustrechnung ab. Inventurdifferenzen bei den Beständen werden als außerordentlicher Aufwand erfaßt. Falls nicht alle Materialbestände im PPS-System verwaltet werden, ist eine genaue Abgrenzung erforderlich, um Mehrfachbuchungen zu vermeiden. [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Hans Günter April 1991: Integration des betrieblichen Rechnungswesens und Produktionsplanung und -steuerung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rechnungswesen, Buchhaltung, Kostenrechnung, Produktion, Integration

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