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Integration eines Logistic-Service-Providers in die Supply Chain Collaboration

Integration eines Logistic-Service-Providers in die Supply Chain Collaboration
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Peer Grube
  • Abgabedatum: Dezember 2004
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 9,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hochschule Bremerhaven Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4084-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4084-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4084-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Grube, Peer Dezember 2004: Integration eines Logistic-Service-Providers in die Supply Chain Collaboration, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Logistik, 4 PL, Elektronische Standards, Elektronische Marktplätze, e-Business

Diplomarbeit von Peer Grube

Einleitung:

Die derzeitige wirtschaftliche Situation ist recht instabil, und die Entwicklung auf dem wirtschaftlichen und sozialen Sektor wird zunehmend unvorhersehbarer. Es herrscht eine starke Dynamik auf den Märkten vor. Konjunkturelle Schwankungen treten in immer kürzeren Abständen auf und zwingen die Unternehmen zu immer schnelleren Reaktionen auf die eingetretenen Änderungen. Im Zuge der Globalisierung steigt die internationale Konkurrenz, aber auch die internationale Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen, um eine globale Präsenz zu erreichen oder eine bereits bestehende Marktposition zu verstärken.

Märkte definieren sich nicht länger durch nationale Grenzen, sondern durch die Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zielgruppe global anzusprechen und die Nachfrage zu befriedigen. Der Wandel vom Verkäufermarkt zum Käufermarkt, besonders auf dem Konsumgüter- und Investitionsgütersektor, zwingt die Unternehmen zu einem hohen Maß an Flexibilität, einer optimalen eigenen Organisation und einer starken Reaktions- und Innovationsbereitschaft, wenn sie den Wünschen der Kunden nach neuen Produkten, steigenden Qualitätsansprüchen und sinkenden Preisen nachkommen wollen. Die Preissituation auf den Märkten verschärft sich und führt zu einem Kostendruck auf nahezu alle Unternehmensbereiche, dem die Unternehmen durch das Eingehen von Kollaboration entlang der Wertschöpfungskette entgegenwirken wollen.

Der Trend geht immer mehr zu kundenindividuellen Produkten. Im Zeitalter des Internets versuchen die Unternehmen, die Kunden zielgenau mit ihren Produkten durch Werbung anzusprechen. Produkte und Dienstleistungen werden nicht mehr als Massengüter hergestellt, sondern werden auf die individuellen Kundenwünsche zugeschnitten.

Wollen Unternehmen im globalen Wettbewerb bestehen, so sind sie gefordert, stets auf dem neusten Stand der Technik zu sein und neue Innovationen bzw. innovative Produkte zu entwickeln, da sowohl die Innovations- als auch die Produktlebenszyklen immer kürzer werden. Die Fähigkeit zur Innovation ist zum kritischen Erfolgsfaktor der Unternehmen geworden.

Auch gewinnt der Faktor Zeit zunehmend an Bedeutung. Neben der Qualität und dem Preis ist für die Kunden eine schnelle Verfügbarkeit über die Produkte wichtig. Die Unternehmen sind gezwungen, die time-to-market und die time-to-customer so kurz wie möglich zu gestalten, um den Wünschen ihrer Kunden gerecht zu werden. Durch die abnehmende Wertschöpfungstiefe gewinnt die Integration von externen Partnern in die eigenen Abläufe und die Integration von eigenen Abläufen in die Prozesse anderer Unternehmen zunehmend an Bedeutung.Durch diese Integration über die Wertschöpfungskette hinweg wird die Leistungsfähigkeit der Unternehmen gesteigert.

Die Umsetzung der Eingliederung kann nur mit einer entsprechenden IT-Infrastruktur und den Einsatz von Standards realisiert werden. Operative und administrative Logistikleistungen werden immer häufiger fremdvergeben. Externe Logistics-Service-Provider (LSP) wie Fourth-Party-Logistics-Providers (4PL) oder SCM-IT Dienstleister verbuchen laut einer Studie immense Zuwachsraten bei der Übernahme von Aufgaben, die wie beispielsweise die elektronische Sendungsverfolgung oder die Implementierung von Informationssystemen im IT-Bereich anzusiedeln sind.

Die LSP sind es, die die optimale Planung, Steuerung und Koordination der SC von der Rohstoffbeschaffung bis hin zur Entsorgung übernehmen und es den Unternehmen so ermöglichen, durch die Konzentration auf die Kernkompetenzen, Effizienzsteigerungs- und Rationalisierungspotentiale zu realisieren.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis 5
Tabellenverzeichnis 6
Abkürzungsverzeichnis 7
1. Einleitung 9
1.1 Aufbau der Arbeit 11
1.2 Grundlagen 12
1.2.1 Logistik 13
1.2.2 Supply Chain Management (SCM) 15
1.2.3 Collaborative Supply Chain Management (CSCM) 18
2. Begriff und Merkmale von Kooperationen 20
2.1 Vertikale Kooperationen 20
2.2 Horizontale Kooperationen 21
2.3 Diagonale Kooperationen 21
2.4 Kooperationsformen 22
2.4.1 Unternehmensnetzwerke 22
2.4.2 Kartelle 23
2.4.3 Konsortien 24
2.4.4 Fusionen 24
2.4.5 Joint Ventures (JV) 25
2.4.6 Virtuelle Unternehmen (VU) 25
2.5 Ziele der Kollaborationspartner 27
2.6 Vorteile und Nachteile für die Kollaborationspartner 28
3. Arten der Kollaborationen 29
3.1 Forecast Collaboration 31
3.2 Capacity Collaboration 33
3.3 Inventory Collaboration 34
3.4 Order Collaboration 36
3.5 Transportation Collaboration 37
3.6 Multi-Tier Collaboration 39
4. Logistics-Service-Provider (LSP) 41
4.1. Aufgaben der Logistics-Service-Provider 43
4.1.1 Operative Aufgaben 43
4.1.2 Administrative Aufgaben 44
4.2 Klassifizierung der Logistics-Service-Provider 45
4.3 Third-Party-Logistics-Provider (3PL) 46
4.3.1 Service Provider 48
4.3.2 Solution Provider 48
4.4 Leistungen des 3PL 49
4.4.1 Financial Services 49
4.4.2 Information Technology 49
4.4.3 Forwarding and Customs Activities 49
4.4.4 Warehousing & Inventory Management 50
4.4.5 Transport Planning & Management 50
4.4.6 Consulting Services & Product related Services 50
4.5 Fourth-Party-Logistics-Provider (4PL) 51
4.5.1 Externe Weiterentwicklungsstrategie 53
4.5.2 Interne Weiterentwicklungsstrategie 54
4.5.3 Strategie der neuartigen Marktteilnehmer 55
4.6 Leistungen des 4PL 56
4.6.1 Logistik-Systemgestaltung (Design) 56
4.6.2 Prozessplanung und Collaboration 56
4.6.3 Monitoring 57
4.6.4 Fulfillment 57
4.6.5 Zusatzdienste 57
4.7 Beispiele für 4PL Unternehmen 58
4.7.1 Setlog GmbH 58
4.7.2 Volkswagen Transport GmbH & Co. OHG 60
4.7.3 eChain Logistics AG 62
4.8 Vorteile der Integration für die Unternehmen 63
5. Elektronische Standards als Kollaborationsbasis 64
5.1 Electronic Data Interchange (EDI) 64
5.2 Extensible Markup Language (XML) 69
5.3 XML/EDI 71
5.4 WebEDI 75
5.5 Web Collaboration 77
5.6 Business-to-Business Collaboration 79
5.7 Enterprise Application Integration (EAI) 80
6. Elektronische Märkte und Transaktionspartner 82
6.1 Business-to-Business (B2B) 83
6.2 Business-to-Customer (B2C) 84
6.3 Elektronische Marktplätze (EMP) 85
6.4 Arten elektronischer Märkte 87
6.4.1 Einkaufsorientierte Marktplätze 87
6.4.2 Neutrale Marktplätze 87
6.4.3 Verkaufsorientierte Marktplätze 88
6.4.4 Horizontale Marktplätze 88
6.4.5 Vertikale Marktplätze 88
6.4.6 Schwarzes Brett 89
6.4.7 Katalogbasierte Marktplätze 89
6.4.8 Auktionsbasierte Marktplätze 90
6.5 Beispiele für Logistikportale 91
6.5.1 Bundesvereinigung Logistik e.V. 91
6.5.2 eLog-Center 92
6.5.3 Logistikinitiative Niedersachsen 92
7. Fazit und Ausblick 94
8. Quellenangabe 100

Automatisiert erstellter Textauszug:

Bei den Koordinationsaufgaben der Planung, der Steuerung und der Kontrolle aller logistischen Abläufe durch den 4PL bilden sich häufig strategische Allianzen aus TopAnbietern, den sog. Best-of-Class, der Bereiche 3PL, Management- und IT-Beratung, wobei das 4PL-Unternehmen als Hauptberater im Zentrum steht. Der Bedarf nach paneuropäischen bzw. internationalen LSP, die in der Lage sind, Prozesse und Informationen über geographische Grenzen hinweg zu integrieren, wächst mit der fortschreitenden Globalisierung. Der 4PL profitiert bei seinem Leistungsangebot von den Neuerungen in dem Bereich der Informations-Technologien und von den technischen Innovationen wie z.B. drahtlosen Netzwerken und RFID116, durch die ein effizientes Management komplexer SC und sogar die Modifizierung von SC-Netzen und SC-Prozessen ermöglicht wird.117 [...]

Eingrenzung des 4PL gestaltet sich jedoch schwierig, da noch immer große Unklarheit über Inhalte, Ziele und Aufgaben dieser sog. „neuen Generation von LogistikDienstleistern“ besteht. Bock nähert sich dem Konzept über den Begriff des „One-stopShoppings“ an. Viele Unternehmen tendieren dazu, logistische Leistungen aus einer Hand zu beziehen. Diese Tendenz wird durch neue technologische Möglichkeiten der Vernetzung von Unternehmen und Geschäftseinheiten verstärkt, die wiederum die Voraussetzungen für unternehmensübergreifende Aufgabenbündelungen sind. Zusätzlich steigt die Internationalität und Komplexität logistischer Teilaufgaben, die innerhalb der SC geplant, koordiniert und überwacht werden müssen.111 Baumgarten definiert den 4PL wie folgt: „Der 4PL Provider übernimmt als Netzwerkintegrator die übergreifende Steuerung der im Netzwerk verteilten Ressourcen [...] und entwickelt Gesamtlösungen für das Management komplexer logistischer Netzwerke.“112 Der 4PL agiert somit zwischen den traditionellen Logistik-Dienstleistern und deren Kunden als Koordinator. Er hat die Aufgabe, für bestimmte und klar abgegrenzte Teilaufgaben den jeweils besten Dienstleister zu identifizieren und die gesamten Angebote zu einem Leistungspaket zu schnüren, welches er dem Kunden aus einer Hand offeriert.113 Durch die Entwicklung der 4PL-Unternehmen hat sich ein Wandel in der Logistik vom Management materieller logistischer Ressourcen zum Management von Informationen, Wissen und Beziehungen vollzogen. Der 4PL wird auch als Wissensbroker bezeichnet, der Prozesse, Technologien und Branchen zu neuen [...]

Das Logistikleistungsangebot der Solution Provider unterscheidet sich von dem der Service Provider insofern, als dass die von ihnen entwickeln Lösungen speziell auf Kundenwünsche abzielen und einen individuellen Charakter besitzen. Die Solution Provider sind im Normalfall für wesentlich größere Teile der Supply Chain des Partners verantwortlich als es bei den Service Providern der Fall ist. Aufgabe der Service Provider ist die Koordination und das Management komplexer Prozesse, die er im Sinne des Kunden effizient gestalten und möglichst optimal in dessen SC integrieren soll. Diese Koordination bezieht sich jedoch nicht nur auf die Prozesse und Leistungen eines Unternehmens, sondern muss unternehmensübergreifend zwischen mehreren Partnern vorgenommen werden. Das Wissen über komplexe Logistiksysteme wird als Kernkompetenz der Solution Provider gesehen, welches ihnen ermöglicht, große Teile der Supply Chain zu gestalten und zu steuern. [...]

Arbeit zitieren:
Grube, Peer Dezember 2004: Integration eines Logistic-Service-Providers in die Supply Chain Collaboration, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Logistik, 4 PL, Elektronische Standards, Elektronische Marktplätze, e-Business

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