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Die Integration von E-Learning und Wissensmanagement

Klassische und neue Medien in der Wissensmanagementinfrastruktur

Die Integration von E-Learning und Wissensmanagement
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nadine Treichel
  • Abgabedatum: Oktober 2003
  • Umfang: 74 Seiten
  • Dateigröße: 675,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7974-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7974-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7974-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Treichel, Nadine Oktober 2003: Die Integration von E-Learning und Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Learning, Wissensmanagement, Werkzeug, Symmetrie, Integration

Diplomarbeit von Nadine Treichel

Einleitung:

Zur Zeit werden viele Unternehmensaktivitäten hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung von zwei Entwicklungen beeinflusst. Einerseits steigen die Anforderungen an Unternehmen im Umgang mit Wissen bedingt durch die steigende Globalisierung der Märkte und die zunehmende Komplexität von Produkten und Dienstleistungen, aber auch durch die weitreichenderen Entscheidungskompetenzen einzelner Mitarbeiter auf Grund von Rationalisierungsbestrebungen. Andererseits führt die rasante Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu völlig neuen Möglichkeiten hinsichtlich der Generierung und Vermittlung erforderlichen Wissens. Die Vernetzung über Intra- oder Internet oder die Nutzung multimedialer Fähigkeiten heutiger PCs vereinfachen z.B. den Zugang und die Entwicklung erforderlichen Wissens und ermöglichen vielfache Kosteneinsparungen.

Diese Faktoren erfordern eine ständige Aktualisierung und Verfügbarkeit von Wissen und damit den Anstieg des Qualifizierungsniveaus. Die schnelle und qualitative Wissensaneignung der Mitarbeiter wird zu einem bedeutenden Erfolgsfaktor für Unternehmen. Der Wissensstand muss, um als Unternehmen im globalen Wettbewerbsdruck und internationalen Vergleich existieren zu können, als Aufgabe der strategischen Unternehmensentwicklung systematisch weiterentwickelt werden. Ziel des Managements muss dabei sein, Wettbewerbsvorteile durch die Bildung wirtschaftlich relevanter Wissensunterschiede gegenüber Konkurrenzunternehmen zu generieren. Weiterbildung schafft also einerseits Wettbewerbsvorteile, z.B. durch Wissensvorsprünge gegenüber dem Wettbewerber oder schnellere Innovationszyklen durch einen verbesserten Zugriff auf verfügbares Wissen, andererseits führt sie zu steigenden Kosten im Unternehmen. Das Lernangebot muss daher effizienter und qualitativer gestaltet werden. Während früher die Beschleunigung von Geschäftsprozessen im Vordergrund stand, ist dies heute also die Optimierung von Lernprozessen.

Weiterhin führt die Fluktuation von Wissens- und Leistungsträgern eines Unternehmens dazu, dass nicht speicherbares Wissen, d.h. das persönliche Erfahrungswissen, unwiederbringlich verloren geht. Durch einen kontinuierlichen Abfluss von nicht dokumentierten Wissen, entstehen Wissensverluste, die zunächst häufig unentdeckt bleiben und zum Einbußen der Wettbewerbsposition führen können. Somit wird, auch hinsichtlich der Zunahme von virtuellen Strukturen und Prozessen, die Dokumentation von Wissen immer wichtiger.

Als Konsequenz dieser Entwicklungen wächst die Auseinandersetzung mit der computerunterstützten Vermittlung von Lerninhalten und unternehmensrelevantem Wissen. Dabei liegt der Fokus auf den beiden Themenbereichen E-Learning und Wissensmanagement.

Noch sind E-Learning und Wissensmanagement in unterschiedlichen Unternehmensbereichen verankert, zwischen denen selten übergreifende Zusammenarbeit zustande kommt. Dennoch können beide Disziplinen voneinander profitieren. Daher erscheint es zweckmäßig E-Learning und Wissensmanagement im Unternehmen zu verbinden. Diese Problemstellung wird von der vorliegenden Arbeit ausführlich erörtert.

In Kapitel 2. werden die wesentlichen Begrifflichkeiten des Wissensmanagements dargestellt. Das darauf folgende Kapitel erläutert die Grundlagen des E-Learning.

Kapitel 4 konkretisiert klassische und neue Medien, die in der Wissensmanagementinfrastruktur genutzten werden.

Kapitel 5 zeigt als Synthese der vorangegangenen Kapitel die Zusammenhänge der beiden Themengebiete und die Möglichkeiten zur deren Integration auf. Anhand der Darstellung von Unterschieden und Symmetrien von E-Learning und Wissensmanagement werden Synergieeffekten verdeutlicht, die eine Integration der beiden Disziplinen auch hinsichtlich strategischer Unternehmensziele erforderlich machen.

Das Kapitel 6 beschließt mit einem Fazit und bietet einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 1
2. Grundlagen des Wissensmanagements 3
2.1 Wissen 3
2.1.1 Abgrenzung der Grundbegriffe 3
2.1.1.1 Zeichen und Bits & Bytes 4
2.1.1.2 Daten 5
2.1.1.3 Information 5
2.1.1.4 Wissen 6
2.1.2 Wissenstypen 7
2.1.2.1 Implizites und Explizites Wissen 8
2.1.2.2 Individuelles, Kollektives, Organisationales Wissen 9
2.1.2.3 Wissensbasis 9
2.2 Wissensmanagement 10
2.2.1 Begriff des Managements 10
2.2.2 Begriff des Wissensmanagements 11
2.2.3 Ziele von Wissensmanagement 12
2.2.4 Aufgabe von Wissensmanagement 13
2.3 Ausgewählte Modelle des Wissensmanagements 14
2.3.1 Bausteine des Wissensmanagements 14
2.3.2 Die Spirale des Wissens oder Theorie der Wissensschaffung 17
3. Grundlagen des E-Learning 19
3.1 Lernen 20
3.2 Begriffsdefinition E-Learning 22
3.3 Ausgewählte Modelle des E-Learning 24
3.4 Elemente und Formen von E-Learning 25
3.5 Chancen und Herausforderungen von E-Learning 29
4. Werkzeug der Wissensmanagementinfrastruktur 32
4.1 Voraussetzungen 32
4.2 Gliederung der Werkzeuge nach den Bausteinen des Wissensmanagements 34
5. Die Zusammenführung von E-Learning und Wissensmanagement 45
5.1 Funktionen 45
5.2 Symmetrien und Unterschiede von E-Learning und Wissensmanagement 47
5.3 Gründe für die Integration von E-Learning und Wissensmanagement 50
6. Fazit und Ausblick 56
7. Literaturverzeichnis 58

Automatisiert erstellter Textauszug:

blick über kompetente Anbieter zu gewähren.170 Die Angebote sind didaktisch und technisch nicht ausgereift, so dass viele Online-Kurse lediglich in HTML umgewandeltes Textmaterial sind. Die Lerneffizienz ist dabei kritisch zu betrachten, da ein Computermonitor für längeres Lesen ungeeignet ist. Die Benutzerfreundlichkeit, Zielgruppeneignung sowie Integration ist bei vielen E-Learning-Produkten noch mangelhaft.171 Lerninhalte sind oft nicht authentisch, weil die Möglichkeiten der Individualisierung von E-Learning häufig ungenutzt bleiben und somit einheitliche Kurse eingesetzt werden, die dem Lernenden teilweise irrelevantes Wissen vermitteln.172 Die aus diesen Hemmnissen resultierende, mangelnde Akzeptanz auf Seiten der Nutzer ist verständlich. Eine nicht ausgeprägte Selbstlernkultur stellt eine weitere Herausforderungen beim Einsatz von E-Learning. Die Lernkultur muss so verändert werden, dass dem Lernenden die Möglichkeit geboten wird, auch während der Arbeitszeit zu lernen, ohne sich rechtfertigen zu müssen.173 Auch wird von dem Lernenden hohe Lernmotivation und Selbstdisziplin sowie eine gute Aufnahmefähigkeit und Medienkompetenz verlangt. Viele Lösungen verzichten auf kollaborative Ansätze, die den sozialen Kontext des Lernens in der Gruppe unterstützen. Berührungsängste und erhöhter Widerstand der potenziellen Nutzer sind die Folge. Oft stellen die E-Learning-Angebote redundante Lösungen dar, die nicht in die primäre Wissensinfrastruktur des Unternehmens eingebunden sind.174 Darüber hinaus stößt E-Learning bei verhaltensorientierten Training, wie bspw. Rhetorik oder Moderation schnell an seine Grenzen.175 Für ein erfolgreiches Gelingen von E-Learning bedarf es der Unterstützung des Managements, welches den Einsatz forcieren und fördern muss.176 [...]

erforderlich macht, sind auch die Distributionskosten minimal. Das einmal programmierte E-Learning-Seminar kann schnell, günstig und mit konstanter Qualität an jedem Ort beliebig oft genutzt werden. E-Learning ermöglicht damit benötigte Lerninhalte zur richtigen Zeit der richtigen Zielgruppe zur Verfügung zu stellen. Die dadurch entstehende Unabhängigkeit von Ort und Zeit bewirkt eine höhere Flexibilität der Lernprozessen, wie bspw. das Lernen am eigenen Arbeitsplatz. Durch die zentrale Verwaltung von E-Learning-Seminaren ist eine Aktualisierung der Lerninhalte einfacher. Die Lernenden können sich online schnell über aktuelle Themen informieren, und somit Probleme häufig „just-in-time“ lösen.163 Hinsichtlich der didaktischen Aufbereitung wird E-Learning durch multimediale Möglichkeiten (Text, Bilder, Video, Audio, Simulationen etc.) unterstützt. Durch Interaktivität in Form von Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Lernenden und Lehrenden und die Einbindung von Simulationen kann eine nachhaltige „Learning-by-Doing“-Situation geschaffen werden.164 Die durch Interaktivität mögliche Lernfortschrittskontrolle bieten das Potenzial für eine langfristige gute Lerneffizienz. Lerninhalte können entsprechend des Lernbedarfs individuell zusammengestellt und mit individuellen Lerntempo, zum selbstgewählten Zeitpunkt bearbeitet werden.165 In einzelnen Fällen konnten sogar kürzere Lernzeiten auf Grund von selektiver und gezielt gewählter Lerninhalte festgestellt werden.166 Dementsprechend lassen sich die derzeitigen Schwierigkeiten von Lernsituationen in Unternehmen, d.h. die Inhomogenität des Basiswissens, der Lernfähigkeit sowie des Lernbedarfs mit Hilfe von E-Learning ausgleichen.167 Darüber hinaus sind Lernende in der „Anonymität“ des Internets experimentierfreudiger und haben weniger Angst vor Fehler.168 Nach der Studie „E-Learning und Wissensmanagement in deutschen Großunternehmen“ der unicmind.com AG sehen nur sehr wenige deutsche Unternehmen gar keine Vorteile des E-Learning.169 [...]

Unter einem Virtuellen Seminarraum bzw. Klassenzimmer (Virtual Classroom, VC) versteht man Lösungen, bei denen referierende Dozenten reguläre Präsenzseminare vor realen Teilnehmern an einem bestimmten Ort halten. Per live-online Kursen werden die Lerninhalte z.B. über das Internet vermittelt, welche die virtuell Lernenden an einem anderen Ort gemeinsam verfolgen. Alle Teilnehmer sind zeitgleich online und kommunizieren über die gleiche Lernplattform158 miteinander. Der Lehrende behält die Klassenkontrolle und wird von integrierten, elektronischen Funktionalitäten, wie bspw. des Aufrufens eines Lernenden, der elektronisch die Hand hebt, unterstützt. Synchrones Lernen wird mit dieser Methode unterstützt, wobei es die Varianten gibt, dass keine realen Lernenden dem Seminar beiwohnen oder die virtuellen Teilnehmer das Seminar an ihrem Arbeitsplatz verfolgen. Außerdem kann das Seminar durch Interaktionsmöglichkeiten zwischen den virtuellen Teilnehmern und dem Lehrenden wie Chat, E-Mail oder (Bild-) Telefon unterstützt werden. Die einfachste Lösung eines Virtual Classroom ist die 1:1 bzw. n:n Videokonferenz.159 [...]

Arbeit zitieren:
Treichel, Nadine Oktober 2003: Die Integration von E-Learning und Wissensmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Learning, Wissensmanagement, Werkzeug, Symmetrie, Integration

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