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Instrumente des strategischen Wissensmanagements und Erfahrungen aus der Anwendung

Instrumente des strategischen Wissensmanagements und Erfahrungen aus der Anwendung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gregor Fellner
  • Abgabedatum: Dezember 1999
  • Umfang: 147 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4897-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4897-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4897-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Fellner, Gregor Dezember 1999: Instrumente des strategischen Wissensmanagements und Erfahrungen aus der Anwendung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Strategisches Management, Wissensmanagement, Knowledgemangement, Planungstools, Unternehmensführung

Diplomarbeit von Gregor Fellner

Einleitung:

Trotz der Tatsache das die Ressource Wissen als strategischer Erfolgsfaktor in Unternehmen immer wichtiger wird, gibt es in der zahlenorientierten Welt bisweilen wenige Ansätze zum strategischen Management des intellektuellen Kapitals.

So spricht Probst et al. vom „Dilemma des modernen Managements“ und meint, obwohl die strategische Bedeutung der Ressource Wissen erkannt wurde, hat eine Professionalisierung der Managementinstrumente, wie sie bei der Steuerung der klassischen Produktionsfaktoren kontinuierlich geschieht, im Bereich der Wissensressource kaum stattgefunden. Bullinger et al. beklagen ebenfalls, daß sich in deutschen Unternehmen einerseits die Meinung durchgesetzt hat „ (...) daß enorme Defizite im Umgang mit organisationalen Wissen existieren. Anderseits (..) auch eine gewisse Unsicherheit über die Existenz sinnvoller und geeigneter Methoden und Werkzeuge zum Management von Wissen zu verzeichnen(...)“ ist.

Preissler/Roehl/Seemann sprechen von „Stolpersteinen des Wissensmanagments“ und skizzieren die Problemsituation zutreffend, wenn sie sagen: „Es ist ein Markt für Instrumente des Wissensmanagements entstanden auf dem die betagten Instrumente der Organisationsentwicklung ebenso Absatz finden wie neue, kaum erprobte ‚Tools of Knowledge Management‘„ und resümieren weiter „(...)die organisationale Praxis ist von einem systematischen Einsatz von Instrumenten weit entfernt.“.

Deshalb soll es Ziel dieser Arbeit sein, einen Beitrag zur Professionalisierung des Einsatzes von strategischen Managementinstrumenten zu leisten. Durch eine Auswahl, Systematisierung, Beschreibung und Bewertung von Instrumenten, soll es ermöglicht werden, in jeder Phase des Strategieprozesses einen Überblick über die Instrumente des strategischen Wissensmanagements zu behalten und die anstehenden Aufgaben mit einem effektiven Instrumentarium zu bewältigen. Das Wissensmanagement umfassend mit Instrumenten auszustatten, ist kein Gegenstand der Arbeit.

Gang der Untersuchung:

Dazu wird das mit dem Wissensmanagement eng verbundenen Forschungsgebiet des strategischen Managements in seinen Grundzügen ausgeleuchtet. Begriffsdefinitionen und vorherrschende Vorstellungen über Strategieprozesse werden kurz skizziert (Abschnitt 2.1 –2.11) und dann durch Erläuterung der jüngsten Entwicklungen im strategischen Management (Abschnitt 2.1.2) aufgezeigt, welches Potential Wissensmanagement beim Aufbau von Wettbewerbsvorteilen besitzt.

Um die Wirkungsweisen der Instrumente besser verstehen und bewerten zu können, wird im Anschluß daran die Ressource Wissen als das Objekt des Instrumenteneinsatzes konkretisiert (Abschnitt 2.2) und andere grundlegende Begriffe ausgeleuchtet. Auf Grundlage der Vorüberlegungen werden die Aufgaben und Ziele des strategischen Wissensmanagement (Abschnitt 3.1) abgeleitet. Anhand dieser Ziele wird eine Auswahl von Ansätzen des Wissensmanagements getroffen und kurz umrissen (Abschnitt 3.11). Diese Ansätze und die im Bereich des strategischen Managements entwickelten Vorstellungen über Strategieprozesse, führen nachfolgend zur Ausgestaltung eines Bezugsrahmens zur Systematisierung von Instrumenten (Abschnitt 3.2). Der Bezugsrahmen öffnet den Zugang zur instrumentellen Seite des strategischen Wissensmanagements.

Nach einer Bestandsaufnahme von Instrumenten und einer Definition des Instrumentenbegriffs wird im 4. Kapitel anhand von Kriterien eine Auswahl an Instrumenten getroffen und in den oben gewonnenen Bezugsrahmen eingeordnet. Es folgt die Vorstellung eines Kategoriensystems zur Bewertung dieser Instrumente (Abschnitt 4.3). Diese Analyse- und Systematisierungslogik ermöglicht es, Instrumente im Strategieprozeß phasenbezogen vorzustellen und zu bewerten (5. Kapitel).

Schließlich sollen einige der so systematisierten und bewerteten Instrumente wieder in die Praxis getragen werden, um einerseits durch eigene Erfahrungen ihre Lösungsmächtigkeit besser einschätzen zu können und anderseits das Analyse- und Systematisierungsschema (Bezugsrahmen) selbst einer Überprüfung auszusetzen (6. Kapitel).

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Bedeutung von Wissen in Unternehmen 1
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 2
1.3 Vorgehensweise und Wissenschaftsziel der Arbeit 3
2. Vorüberlegungen zum strategischen Wissensmanagement 5
2.1 Management und strategisches Management 5
2.1.1 Begriff des strategischen Managements 5
2.1.2 Erklärungsansätze des strategischen Managements 6
2.1.2.1 Die Umweltdynamik als Erklärungsansatz 6
2.1.2.2 Die strategische Bedeutung von Wissen 7
2.1.3 Zusammenfassung 9
2.2 Wissen 10
2.2.1 Zum Terminus 10
2.2.2 Wissen als Produktionsfaktor 12
2.2.3 Wissensarten des strategischen Managements 14
2.2.3.1 Exkurs: Kristallisationspunkt „Tacit knowledge“ 16
2.2.3.2 Wissensarten als Ergebnisse organisationalen Lernens 18
2.2.4 Zusammenfassung 21
3. Entwicklung des Bezugsrahmens 22
3.1 Ziele und Aufgaben des Strategisches Wissensmanagement 22
3.1.1 Auswahl an Konzepten des Wissensmanagements 23
3.1.1.1 Strategische Wissensplanung nach Fohmann 24
3.1.1.2 Bausteinlogik nach Probst et al. 26
3.2 Herleitung des Bezugsrahmens 27
4. Auswahl und Einordnung der Instrumente 31
4.1 Bestandsaufnahme der Instrumente und Definitionsversuch des Begriffs 31
4.2 Auswahl und Einordnung der Instrumente 34
4.3 Beschreibung des Kategoriensystems 37
5. Phasenbezogene Instrumentenbeschreibung 39
5.1 Phase der Zielbildung und strategischen Analyse 39
5.1.1 Wissenziele 41
5.1.2 Kosten/Nutzen der Wissensexplizierung 44
5.1.3 Instrumentenskizzen 45
5.1.3.1 Das Wissensintensitätsportfolio 45
5.1.3.2 Wissenskarten 47
5.1.3.3 Fragenkataloge 49
5.1.3.4 Wissenziele durch Analyse des kritischen Erfolgswissens 50
5.1.3.5 Modell zur Generierung von Steuerungsgrößen nach Bürgel 54
5.1.3.6 Benchmarking 56
5.1.4 Zusammenfassung 59
5.2 Phasen der Strategieformulierung und Strategieimplementierung 60
5.2.1 Instrumentenskizzen 61
5.2.1.1 Portfolio der Normwissensstrategien und Wissensattraktivität 62
5.2.1.2 Tacit knowledge Management-Implikationen 68
5.2.1.3 Effektivitätskonzept des Wissenstransfers 69
5.2.2 Zusammenfassung 71
5.3 Die Phase der Strategiebewertung 72
5.3.1 Wissensbewertung im Rahmen der Strategiebewertung 72
5.3.2 Die Wissensbewertung als zentrales Problem 73
5.3.3 „Wissensbuchhaltung“ versus „Wissenscontrolling“ und ihre unterschiedlichen Instrumente 74
5.3.3.1 Exkurs: Das Wissenskapitalkonzept 79
5.3.3.2 Allgemeine Meßprobleme 81
5.3.4 Instrumente der „Wissensbuchhaltung“ 83
5.3.4.1 Marktwert-Buchwert-Relationen 83
5.3.4.2 Calculated Invisible Value (CIV) 85
5.3.4.3 Tobin´s q 87
5.3.5 Instrumente des Wissenscontrolling 88
5.3.5.1 Intelectual Capital Navigator 88
5.3.5.2 Balanced Scorecard 89
5.3.5.3 Wissensbilanz 92
5.3.6 Zusammenfassung 93
6. Fallstudie zum Einsatz von Instrumenten des Wissensmanagements bei der Lever Fabergé Deutschland GmbH: Das Wissen um den Kunden transparent machen 95
6.1 Ziele und Gegenstand der Untersuchung 95
6.2 Argumentationsfolge und Untersuchungsdesign der Fallstudie 97
6.3 Erfolgsfaktoren und Wissensmanagement bei Unilever 98
6.3.1 Die Unternehmenskultur 98
6.3.2 Der System- und Instrumentengebrauch 100
6.3.3 Wissensmanagement und idealtypische Wissensmanagement Projekte 101
6.4 Lever Fabergé: ein wissensintensives Unternehmen 102
6.5 Die Problemsituation im Überblick 104
6.5.1 Die Reorganisation 104
6.5.2 Die neue Funktion 107
6.6 Die Zielsetzung des Projektes 110
6.7 Instrumenteneinsatz in der Ist-Analyse Phase 110
6.8 Zusammenfassung ausgewählter Ergebnisse 114
7. Fazit 118
Anhang VII
Literaturverzeichnis XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Wissenskapitalformen?‘) zu ergänzen“ (Reinhardt 1998, S.158) ist. Pawlowsky (1999) weist auf die Existenz zweier Ansätze des Wissenskapitals hin und bestimmt damit auch die Art und Weise des Messens (Wissensbuchhaltung versus Wissenscontrolling gem. Abb. 29). Zum einen die ökonomische Auffassung von Wissenskapital, die als Fundament einer (Kapital-)marktorientierten Unternehmensführung verstanden wird und zum anderen die sozialwissenschaftlichen Ansätze, die über eine rein finanzielle Erfaßbarkeit von Wissenskapital hinausgehen und versuchen Wissenskapital mittels Indikatoren inhaltlich zu präzisieren und zu quantifizieren. Für beide Ansätze bildet das Wissenskapitalkonzept die Basis. Somit leistet dieses Konzept einen Beitrag zur Schaffung von Transparenz und Systematisierung der sonst in der klassischen Rechnungslegung so „stiefmütterlich“ behandelten sog. orginären bzw. derivativen Firmenwerte und hilft somit Meßprobleme zu vermeiden. Die Monetarisierung einzelner Teile der Wissensbasis hat nicht nur für externe Anspruchsgruppen einen Nutzen, sondern gibt dem Management eine wichtige Information im Strategieprozeß und bei der Steuerung von Wissensmanagement Aktivitäten. Aufgrund des hier vorgestellten Bezugsrahmens und Modells sollen in erster Linie Instrumente, die den Meßprozeß zur Verfolgung von Wissenszielen, den Regelkreis des Managements und somit das Wissenscontrolling unterstützen, behandelt werden, zumal das Instrumentarium in diesem Bereich nicht so rudimentär entwickelt zu sein scheint, wie im Bereich der Monetarisierung der Wissesnsbasis (Wissensbuchhaltung). [...]

Das Humankapital befindet sich aufgrund fehlender Eigentumsrechte im Gegensatz zum Strukturkapital nicht in den Händen des Unternehmens und kann deshalb schwieriger gesteuert werden. Außerdem verändert sich das Strukturkapital zum größten Teil nicht von selbst. Somit weist das Wissenskapital auch statische Komponenten auf. Plastisch ausgedrückt ist das Strukturkapital das „(...) was übrigbleibt, wenn alle Organisationsmitglieder das Unternehmen verlassen haben“ (Edvinsson/Malone 1997, S.12). Zur falschen Ressourcenallokation (Fehl- bzw. Unterinvestitionen) im Zuge von Managemententscheidungen kommt es dann, wenn nicht alle relevanten Kapitalformen angemessen berücksichtigt werden. Ohne auf die Interdependenzen einzelner Komponenten des Wissenskapitals genauer einzugehen, ist für die richtigen Wissensmanagemententscheidungen von Bedeutung, daß „ (...) die Perspektive der Statusdiagnostik (‚wieviel von welcher Kapitalform?‘) durch eine Prozeßdiagnostik (‚welche Konsequenzen hat die Investition von Finanzkapital in einzelne [...]

empirischen Untersuchung in den USA78 jedoch nur 4% der Unternehmen ihre Leistungen im Messen der Wissensbestände und im Messen der Wirkung von Wissensmanagement Maßnahmen als gut oder sehr gut. 43% der befragten Unternehmen betrachteten die Wissensmessung als eines der größten Probleme beim Wissensmanagement. „Obwohl sich damit die Bewertung und Messung von Wissen als Fundamentalproblem innerhalb einer zunehmend wissensintensiven Wirtschaft darstellt, liegen erstaunlich wenig Ansätze zur Messung der Bestandteile der organisatorischen Wissensbasis vor“ (Romhardt 1997, S. 288). Ein möglicher Grund für diesen Mangel an Lösungen ist die begriffliche Unschärfe im Bereich Wissensmessung. Dem wird in den nächsten Abschnitten durch die Konzeptionalisierung der beiden Begriffe Wissensbuchhaltung- und controlling und einem Exkurs zum zentralen Wissenskapitalkonzept versucht entgegenzuwirken. 5.3.3 „Wissensbuchhaltung“ versus „Wissenscontrolling“ und ihre unterschiedlichen Instrumente Die später vorzustellenden Instrumente und Ansätze lassen sich den Aufgaben der Wissensmessung und -bewertung zuordnen, wobei hier nach Romhardt (1997, S. 284) unter Wissensmessung „(...) die Sichtbarmachung von Veränderungen der organisatorischen Wissensbasis“ (Quantifizierung79) und unter Wissensbewertung nicht die monetäre Bewertung von Wissen sondern die Feststellung „(...) ob Wissensziele erreicht worden sind oder nicht“ verstanden werden soll. Vergleichend sind beide Aufgabenbereiche in Abb. 29 einmal gegenübergestellt. [...]

Arbeit zitieren:
Fellner, Gregor Dezember 1999: Instrumente des strategischen Wissensmanagements und Erfahrungen aus der Anwendung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Strategisches Management, Wissensmanagement, Knowledgemangement, Planungstools, Unternehmensführung

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