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Instrumente zur motivationsfördernden Gestaltung von Arbeitsaufgaben

Instrumente zur motivationsfördernden Gestaltung von Arbeitsaufgaben
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marion Kupke
  • Abgabedatum: Februar 2006
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 509,7 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9718-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9718-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9718-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kupke, Marion Februar 2006: Instrumente zur motivationsfördernden Gestaltung von Arbeitsaufgaben, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Motivation, JCT, Zielsetzung, Stelle, Management by Objectives

Diplomarbeit von Marion Kupke

Einleitung:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten oder die Arbeit einzuteilen und Aufgaben zu vergeben – sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer“.

Diese Weisheit zeigt auf, dass Menschen höhere Leistungen erbringen, wenn sie aus ihrer Arbeit heraus motiviert werden, d. h. an ihrer Arbeitsaufgabe Interesse und Freude haben. Je eher die Männer, die das Schiff bauen sollen, ihre Aufgabe als sinnvoll einschätzen und ein Eigeninteresse an der Fertigstellung entwickeln, desto mehr Anstrengungen werden sie in ihre Arbeit stecken. Welche Schlussfolgerungen diese Erkenntnis für die Mitarbeitermotivation durch Aufgabengestaltung hat und welche konkreten Fragen sich daraus für die Gestaltung von Arbeitsaufgaben ergeben, soll in Kapitel 1 erörtert werden. Außerdem wird die Vorgehensweise bei der Beantwortung einer konkreten Fragestellung beschrieben.

Es sei angenommen, dass Unternehmen als Endziel die Gewinnmaximierung vorgeben. Die dazu notwendige Produktivität ist ein unerlässlicher Wettbewerbsfaktor, weil sie die Konkurrenzfähigkeit einer Organisation bestimmt. Daher versuchen Unternehmen, mit ihren Ressourcen, zu denen auch ihre Mitarbeiter zählen, ein Maximum zu erwirtschaften. Viele Mitarbeiter schöpfen ihr eigenes Leistungspotential aber nicht aus, sondern zeigen lediglich so viel Anstrengung, wie nötig ist, um nicht negativ aufzufallen. Die Interessen und Ziele der Mitarbeiter weichen dann vom Unternehmensziel ab. Bei einem unterstellten unausgeschöpften Leistungspotential der Mitarbeiter gibt es also Möglichkeiten, den Unternehmensgewinn zu erhöhen. Mitarbeiter einer Organisation werden umso mehr Leistungsbereitschaft zeigen, je eher sie über ihre Tätigkeit persönliche Bedürfnisse befriedigen können. Daher sollten Unternehmen bei der Aufgabengestaltung die Ziele ihrer Mitarbeiter berücksichtigen, um deren Leistungspotential auszuschöpfen, d. h. sie dazu zu bringen, ihre Fähigkeiten und Kenntnisse für die Unternehmensziele einzusetzen. Es gilt also, das Verhalten der Organisationsmitglieder auf die Ziele des Unternehmens auszurichten, indem mittels Ausgestaltung der Arbeitsaufgabe Interesse und Engagement, also Motivation, für die Arbeitsaufgabe hervorgerufen werden. Diese steigert die Leistung von Mitarbeitern, weil deren Anstrengung erhöht und auf das Unternehmensziel ausgerichtet wird. Dass Motivation Leistung quantitativ und qualitativ positiv beeinflusst, ist auch empirisch nachgewiesen.

Motivation erhöht außer der Leistung außerdem auch die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter. Diese wird von Vertretern der „Human-Relations-Bewegung“ als primäres Ziel der Motivationsinstrumente angesehen. Die sogenannte „kuhsoziologische These“, bei der nach dem Motto „eine glücklichere Kuh gibt mehr Milch“ angenommen wurde, dass Leistung eine Folge von Arbeitszufriedenheit ist, hat sich allerdings als falsche Interpretation von Korrelationsstudien herausgestellt. Weil in dieser Arbeit nach Möglichkeiten zur Leistungssteigerung gesucht wird, die das Unternehmensziel der Gewinnmaximierung unterstützen, wird nur Leistung als Folge von Motivation näher untersucht, was nicht ausschließt, dass einige in der „Human-Relations-Bewegung“ entwickelte Maßnahmen der Arbeitsgestaltung auch motivationsrelevante Aufgabenmerkmale beeinflussen.

Diese Arbeit soll Möglichkeiten der Motivationsförderung durch die Gestaltung von Arbeitsaufgaben aufzeigen. Dabei wird konkret nach Instrumenten gesucht, die das Motivierungspotential von Arbeitsaufgaben steigern. Ziel dabei ist es, eine Gestaltungsempfehlung abgeben zu können, welche Zusammenstellung von Instrumenten geeignet ist, eine Arbeitsaufgabe mit motivationsfördernden Ausprägungen der Aufgabenmerkmale zu gestalten. Weil es Ziel ist, jedes Aufgabenmerkmal motivationsfördernd auszugestalten, ist die Anwendung mehrerer Instrumente notwendig. Weil aber die motivationsfördernde Ausgestaltung eines Aufgabenmerkmals als ausreichend betrachtet wird, sobald ein Instrument dieses Merkmal positiv beeinflusst, kann eine Zusammenstellung der notwendigen Instrumente als vollständig motivationsfördernd hinsichtlich der Arbeitsaufgabe angesehen werden, sobald alle Aufgabenmerkmale durch mindestens ein Instrument abgedeckt sind. Daher sind weitere Instrumente mit ähnlichen Wirkungen auf die Aufgabenmerkmale denkbar und auch praktisch relevant. Wie eine Auswahl der sinnvoll einzusetzenden Instrumente stattfinden kann, soll gezeigt werden.

Motivationssteigerungen können außer über das Motivierungspotential von Arbeitsaufgaben beispielsweise auch durch den Führungsstil oder Maßnahmen, die das Betriebsklima verbessern, hervorgerufen werden. Dann bedarf es allerdings stets einer Betrachtung aller beteiligten Personen. Führungsstil und Betriebsklima sind also nicht unabhängig von Kollegen und Vorgesetzten optimal zu organisieren, sondern entscheiden sich in Abhängigkeit der Charakteristika von den Menschen, zu denen ein Mitarbeiter im Unternehmen Kontakt hat. Motivierungsmöglichkeiten über die Aufgabengestaltung hingegen erfordert lediglich die Betrachtung des Aufgabenträgers. Eine strukturelle Veränderung von Arbeitsaufgaben kann daher als besonders wichtig und einflussreich auf die Mitarbeitermotivation betrachtet werden, weil ihre Wirkungen aufgrund der Unabhängigkeit weiterer Personen langfristiger Natur sind. Diese Arbeit beschäftigt sich daher ausschließlich mit Mitarbeitermotivation über das Motivierungspotential von Arbeitsaufgaben. Motivationsforschung auf dem Gebiet der Merkmale von Arbeitsaufgaben existiert bereits seit vielen Jahrzehnten. Sie ist aber stets aktuell, weil sich wandelnde Umweltbedingungen zu neuen Ansprüchen an Arbeitsaufgaben führen.

Diese Arbeit soll einen Orientierungspunkt für die praxisnahe Motivationsforschung darstellen. Einerseits, weil sie einige empirische Untersuchungen zur Wirkung der Motivationsinstrumente zusammenstellt, und andererseits, weil sie die motivationsfördernden Wirkungen der Instrumente so auf einzelne Aufgabenmerkmale zerlegt, dass eine systematische Schaffung weiterer Motivationsinstrumente als Kombination verschiedener Aufgabenmerkmale mit motivationsfördernder Ausprägung möglich wird.

Gang der Untersuchung:

Weil sich diese Arbeit mit der motivationsfördernden Gestaltung von Aufgabenmerkmalen befasst, werden zunächst in Kapitel 2 die Begriffe Motivation und Arbeitsaufgabe konkretisiert. Motivation wird im Zusammenhang mit Verhalten in Organisationen als Leistungsbereitschaft beschrieben, durch die das Arbeitsergebnis gesteigert wird und daher dem unterstellten Unternehmensziel der Gewinnmaximierung dienlich ist. Zum besseren Verständnis findet eine Abgrenzung der Begriffe Motiv und Motivation statt. Darüber hinaus werden Definitionen der Arbeitsaufgabe vorgestellt und in Zusammenhang mit Motivation und Leistung gebracht. Eine Beschreibung von Arbeitsaufgaben nach Volpert (1987) soll dieser Arbeit als Ausgangspunkt anschließender Überlegungen dienen. Aus ihr werden Merkmale der Arbeitsaufgabe abgeleitet.

Um die gefundenen Aufgabenmerkmale auf ihre Motivationswirkung prüfen zu können, werden in Kapitel 3 Motivationstheorien im Hinblick auf ihre Aussagen über motivationsfördernde Aufgabenmerkmale vorgestellt. Jede Motivationstheorie betrachtet nur einige wenige Aspekte von Motivation. Daher konnte eine sinnvolle Auswahl aus der Vielzahl vorhandener Motivationstheorien anhand ihrer jeweiligen Aussagen über Arbeitsaufgaben getroffen werden. Konkret findet eine Darstellung der „Job-Characteristics-Theory“ (Kapitel 3.1) und der Zielsetzungstheorie (Kapitel 3.2) statt, weil sich mit Hilfe dieser Theorien der Einfluss der gefundenen Aufgabenmerkmale auf das Motivierungspotential von Arbeitsaufgaben erklären lässt. Viele andere Motivationstheorien beschäftigen sich hingegen gar nicht oder lediglich am Rande mit Arbeitsaufgaben. Daher werden diese nicht für die weiteren Erörterungen benötigt und deshalb auch nicht vorgestellt.

Welche Instrumente geeignet sind, die motivationsfördernden Merkmalsausprägungen von Arbeitsaufgaben abzubilden, ist Inhalt von Kapitel 4. Es wird sowohl theoretisch als auch durch empirische Studien gezeigt, dass die Humanisierung der Arbeit (Kapitel 4.1) und die Anwendung des Management-Konzepts „Management by Objectives“ (Kapitel 4.2) zur motivationsfördernden Gestaltung von Aufgabenmerkmalen beitragen können. Die in Kapitel 3 vorgestellten Motivationstheorien können also indirekt über ihre Aussagen zu den Aufgabenmerkmalen auch die Wirkung der vorgestellten Instrumente auf Motivation erklären. Kapitel 4.3 resümiert die Gedanken von Kapitel 4, indem Schlussfolgerungen für eine sinnvolle Zusammenstellung der Instrumente gezogen werden. Dabei soll deutlich werden, wieso die getroffene Auswahl an Instrumenten ausreicht, um eine Arbeitsaufgabe motivationsfördernd auszugestalten, aber auch, dass weitere Maßnahmen möglich sind. Eine sinnvolle Auswahl der Instrumente soll als von verschiedenen Einflussfaktoren und Nebenbedingungen abhängig beschrieben werden. Diese Auswahlkriterien, die sich aus den Ausführungen dieser Arbeit ergeben werden, sollen verdeutlichen, dass es nicht immer eine beste Lösung bei der Aufgabengestaltung gibt.

In einem Fazit werden die Kernaussagen der Arbeit zusammengefasst. Außerdem soll ein Ausblick für die zukünftige Forschung auf dem Gebiet der Aufgabengestaltung gegeben werden. Als Schwerpunkt wird dabei die Entwicklung weiterer Instrumente für die Aufgabengestaltung gesehen, die sich aus der Kombination der Aufgabenmerkmale entwickeln lassen.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS III
TABELLENVERZEICHNIS III
1. EINLEITUNG 1
1.1 ZIEL DER ARBEIT 1
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 4
2. GRUNDLAGEN UND DEFINITIONEN 6
2.1 DER BEGRIFF DER MOTIVATION 6
2.2 DEFINITIONEN UND MERKMALE DER ARBEITSAUFGABE 10
3. THEORIEN DER MOTIVATION 17
3.1 JOB-CHARACTERISTICS-THEORY 17
3.2 ZIELSETZUNGSTHEORIE 25
4. INSTRUMENTE ZUR ERHÖHUNG DES MOTIVIERUNGSPOTENTIALS VON ARBEITSAUFGABEN 33
4.1 HUMANISIERUNG DER ARBEIT 33
4.1.1 Aufgabenerweiterung 33
4.1.2 Rotation 37
4.1.3 Teilautonome Arbeitsgruppen 40
4.2 MANAGEMENT BY OBJECTIVES 45
4.2.1 Zielsetzung 46
4.2.2 Partizipation 49
4.2.3 Rückmeldungskanäle 52
4.2.4 Transparente Erfolgsbelohnung 54
4.3 SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR EINE GESTALTUNGSEMPFEHLUNG ÜBER DIE ZUSAMMENSTELLUNG MOTIVATIONSFÖRDERNDER INSTRUMENTARIEN 58
5. FAZIT 65
LITERATURVERZEICHNIS 69

Automatisiert erstellter Textauszug:

35 weiteren Arbeitsschritten dient. Diese Rückmeldung über seine Leistung kommt aus der Arbeitsaufgabe selbst, weil diese nun umfassender ist. Handelt es sich bei der Arbeitsgestaltungsmaßnahme um Aufgabenbereicherung, verändert sich außerdem das Aufgabenmerkmal Autonomie durch wachsende Möglichkeiten der Kontrolle. Weil durch die Übernahme verantwortungsvoller Aufgaben höherer Hierarchiestufen der Überblick über den gesamten Geschäftsprozess wächst, werden Ziele in ihrem Zusammenhang zum Gesamtunternehmensziel klarer.140 Die Bedeutung der Aufgabe steigt, wenn die Aufgabenbereicherung zur Schaffung von Verantwortungsbereichen mit logischer Abgrenzung führt. Das ist z. B. der Fall, wenn die Verantwortung für einen gesamten geographischen Bereich übernommen wird, unabhängig von der Art der Tätigkeiten, die in diesem Zusammenhang anfallen. Durch die Kombination mehrerer Tätigkeiten vermittelt eine Aufgabe also mehr Sinn als Aufgaben mit einzelner Tätigkeit. Auch die Erwartung, ein Ziel zu erreichen, steigt, weil Einflussmöglichkeiten steigen. Nach der „Job-Characteristics-Theory“ kann durch Aufgabenerweiterung die intrinsische Motivation also über die Aufgabenmerkmale Ganzheitlichkeit, Anforderungsvielfalt, Autonomie, Bedeutsamkeit und Rückmeldungen aus der Aufgabe erhöht werden. Durch die Erhöhung des Tätigkeitsspielraums werden die Aufgaben der Mitarbeiter aber auch komplexer. Selbst bei gleicher Qualifikationsanforderung jeder einzelnen Tätigkeit bedeutet ein Zusammenlegen von Tätigkeiten eine höhere Anforderung an den Arbeitenden. Das Merkmal der Komplexität wird also ebenfalls stärker ausgebildet, was allerdings zu einer Senkung des Motivierungspotentials führen kann. Weil es durch die Einführung von Aufgabenerweiterung offensichtlich zu keiner direkten Veränderung in den Merkmalen Zielhöhe oder -spezifität kommt, wirkt nach der Zielsetzungstheorie steigende Komplexität in Kombination mit bestehender Zielhöhe und -spezifität negativ auf die Mitarbeitermotivation, wenn Ergebnisziele vorliegen, zu denen es keine bewährte oder vorgeschriebene Bewältigungsstrategie gibt.141 [...]

34 Aspekt der Arbeitsstrukturierung.136 Betroffene Aufgaben werden um Planungsund Kontrolltätigkeiten ergänzt. Zerlegt man den Tätigkeitsspielraum eines Aufgabenträgers in seinen Entscheidungs- bzw. Kontrollspielraum und seinen Handlungsspielraum, erweitert demnach die Aufgabenvergrößerung lediglich den Handlungsspielraum, während die Aufgabenbereicherung zugleich den Entscheidungs- und Kontrollspielraum erweitert. Ein Unterschied der beiden Instrumente besteht also darin, dass die Aufgabenbereicherung nicht nur wegen des veränderten Arbeitszyklus Abwechslung und Interesse fördert, sondern auch aufgrund einer offensichtlich höheren Qualifikationserfordernis an den Mitarbeiter durch Aufhebung der Trennung von Kopf- und Handarbeit die von ihm zu tragende Verantwortung erhöht.137 Durch das Zusammenlegen neuartiger oder schwieriger Aufgaben aus verschiedenen Hierarchiestufen sowie durch das Übertragen von Spezialaufgaben bekommt der Mitarbeiter zusätzliche Befugnisse und Freiräume. Er übernimmt anspruchsvollere Aufgaben mit Planungs-, Kontrollund Entscheidungskompetenzen, durch die das Erleben von „Sinnerfüllung durch die Arbeit an sich“138 sicher gestellt werden soll. Monotonie, die durch die Gewöhnung an bestimmte Handlungen eingetreten ist, und die daraus empfundene Über- oder Unterbelastung bei der Arbeit wird verdrängt.139 Dadurch erlangt der Aufgabenträger neue Leistungsfähigkeit. Aufgabenerweiterung bestimmt somit aufgrund der zunehmenden Anzahl unterschiedlicher Tätigkeiten das Aufgabenmerkmal Anforderungsvielfalt. Eine Veränderung im Merkmal der Ganzheitlichkeit liegt nur dann vor, wenn die neuen Tätigkeiten auch dem bisherigen Ziel dienen, so dass von einem Arbeitsprozess innerhalb der Aufgabe gesprochen werden kann. Weil nun der selbe Mitarbeiter für mehrere Schritte eines Prozesses zuständig ist, erfährt er mehr über seine Leistung. Schließlich muss er selbst mit dem Resultat der Vorstufe weiterarbeiten und feststellen, ob seine bisherige Leistung optimal den [...]

Zwischenfazit Die Kernaussage der Zielsetzungstheorie lässt sich wie in Abbildung 3 zusammenfassen: Das Setzen von Zielen führt über gesteigerte Motivation zu besserer Leistung, und zwar umso eher, je höher und spezifischer die Ziele sind.131 Diese Zusammenhänge sind umso stärker, je höher die Zielbindung ausfällt, je weniger komplex eine Aufgabe ist, je spezifischer und häufiger Ergebnis- und Prozessrückmeldungen durch die Aufgabe gegeben werden und je stärker das aufgabenspezifische Selbstvertrauen ist. Die Resultate der Zielsetzungstheorie gelten als unbezweifelt.132 Neuere Forschung beschäftigt sich daher nun intensiver mit möglichen Erweiterungen der Zielsetzungstheorie.133 Mittels der Zielsetzungstheorie konnten mehrere Aufgabenmerkmale als motivationsrelevant identifiziert werden: Zielhöhe und Zielspezifität wirken direkt auf die Motivation, Aufgabenkomplexität und das Ausmaß der Rückmeldungen aus der Arbeitsaufgabe zeigen nur indirekte Wirkungszusammenhänge. Sie [...]

Arbeit zitieren:
Kupke, Marion Februar 2006: Instrumente zur motivationsfördernden Gestaltung von Arbeitsaufgaben, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Motivation, JCT, Zielsetzung, Stelle, Management by Objectives

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