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Instrumente des New Public Management in ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften

Instrumente des New Public Management in ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften
Über dieses Buch
  • Art: MA-Thesis / Master
  • Autor: Klaus Krönlein
  • Abgabedatum: April 2010
  • Umfang: 121 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Bad Sooden-Allendorf, Fachhochschule Nordhessen, Studienort Berlin Deutschland
  • Bibliografie: ca. 163
  • ISBN (eBook): 978-3-8428-1920-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Krönlein, Klaus April 2010: Instrumente des New Public Management in ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: New Public Management, NPM, Berufsgenossenschaft, gesetzliche Unfallversicherung

MA-Thesis / Master von Klaus Krönlein

Einleitung:

Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Instrumente des New Public Management in ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften sowie die Darstellung der damit verbundenen Wirkungen, z.B. auf den von Unternehmern zu zahlenden Beitrag. Grundlage der Arbeit ist neben der verwendeten Literatur auch eine langjährige berufsgenossenschaftliche Berufserfahrung (zuletzt seit 01.01.2009 bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft) aus Bottom-up-Sichtweise.

Durch die Arbeit soll ein Grundlagenmodell dargestellt werden, welches bei Bedarf trägerspezifisch erweitert werden kann. Es wird vordergründig die echte Unfallversicherung (die Berufsgenossenschaft) betrachtet, wobei auch eine Übertragung auf die unechte Unfallversicherung nach entsprechender Anpassung möglich ist.

Die Arbeit richtet sich vordergründig an zwei Personenkreise: einerseits an den für die strategischen Führung zuständigen Personenkreis (Vertreterversammlung, Vorstand und Geschäftsführung), da eine Steuerung nach dem NPM-Konzept über Leistungsvorgaben und -indikatoren nur möglich sein wird, wenn die komplexen Zusammenhänge hinter den Indikatoren verstanden werden. Darüber hinaus können in Verbindung mit der eigenen Top-down-Sichtweise (Gegenstromverfahren) effektivere und effizientere Entscheidungen getroffen werden. Andererseits richtet die Arbeit sich an den Unternehmer, der den Beitrag zur gesetzlichen Unfallversicherung trägt und deshalb zu Recht an einer kundengerechten Kommunikation sowie einer wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung interessiert sein wird. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit werden die männlichen Bezeichnungen für Personen oder Personengruppen verwendet.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 2
Abbildungsverzeichnis 5
Abkürzungsverzeichnis 8
Kapitel A: Einleitung, Begriffsbestimmungen und Rahmenbedingungen 9
1. Zielsetzung der Arbeit (Erkenntnisinteresse) 9
2. Die gesetzliche Unfallversicherung/Berufsgenossenschaft 10
2.1 Die fünf Säulen der Sozialversicherung 10
2.2 Die gesetzliche Unfallversicherung/Berufsgenossenschaft aktuell 11
2.2.1 Überblick 11
2.2.2 Das Unfallversicherungsmodernisierungsgesetz 14
2.2.3 Urteil des EuGH vom 05.03.2009 15
3. New Public Management 17
3.1 Theoretische Grundlagen des New Public Management 19
3.1.1 Moderne Institutionenökonomie 20
3.1.1.1 Public-Choice-Theorie 20
3.1.1.1.1 Niskanens Bürokratienmodell 21
3.1.1.1.2 Downs Bürokratienmodell 22
3.1.1.2 Neue Institutionenökonomie 23
3.1.1.2.1 Property-Rights-Theorie 23
3.1.1.2.2 Principal-Agent-Theorie 24
3.1.1.2.3 Transaktionskostentheorie 24
3.1.2. Managerialismus 25
4. Anforderungen an die Übertragbarkeit des New Public Management auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften 26
4.1 Strategische Führung 26
4.2 Die zeitlichen Rahmenbedingungen 29
4.2.1 Auswirkung der vier Phasen der Verwaltungspolitik in Deutschland auf die strategischen Ziele 29
4.2.2 Die drei Phasen der Reformbewegung des Public Management 31
4.3 Öffentliches und privates Recht 32
4.4 Verhältnis von NPM und Recht 32
Kapitel B: Darstellung der New-Public-Management-Instrumente und ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften 35
1. Strategische Ziele des New Public Management in Bezug auf die Berufsgenossenschaften 36
1.1 Kundenorientierung 36
1.2 Leistungs- und Wirkungsorientierung 40
1.3 Qualitätsorientierung 42
1.4 Wettbewerbsorientierung 42
2. Die Instrumente des New Public Management 46
3. Kontraktmanagement 46
3.1 Internes Kontraktmanagement 47
3.1.1 Ziel- bzw. Leistungsvereinbarungen 47
3.1.2 Outputsteuerung 50
3.1.3 Dezentralisierung der Führungs- und Organisationsstruktur 56
3.2 Externes Kontraktmanagement 68
3.2.1 Ausschreibungen 68
3.2.2 Contracting Out/Outsourcing 69
3.2.3 Public Private Partnership 69
3.3 Electronic Government 70
4. Globalbudget – dezentrale Ressourcenverantwortung 72
4.1 Controlling 73
5. Informations- , Innovations- und Qualitätsmanagement 76
5.1 Informationsmanagement 76
5.2 Innovationsmanagement 81
5.3 Qualitätsmanagement 82
6. Ergebnis 87
Kapitel C: Fazit, Kritik und Ausblick in die Zukunft 90
1. Zusammenfassung der Arbeit 90
2. Kritik am NPM in der Literatur 92
3. Ausblick in die Zukunft 95
4. Schlussbemerkung 99
Anhang A: Grundsätze der UV und die Leistungen 101
Anhang B: Erhebungsbogen zur Produktdefinition bei einerBerufsgenossenschaft 102
Anhang C: Produktübersicht bei einer Berufsgenossenschaft 103
Anhang D: Balance Scorecard bei einer Berufsgenossenschaft 105
Literaturverzeichnis 106

Textprobe:

Kapitel 3, New Public Management:

Die klassische Verwaltung wird mit zahlreichen Schwächen in Verbindung gebracht, wie z.B. der Dominanz einer bürokratischen Führung mit juristisch geprägten Problemlösungsperspektiven, einer Übersteuerung im Routinebereich, Steuerungsdefiziten im strategischen und innovativen Bereich des Verwaltungshandelns, dem Berufsbeamtentum mit schwachen Leistungsanreizen und einem Führungsverhalten, welches noch zu wenig kooperativ ist.

Public Management oder auch New Public Management standen und stehen nicht für ein einheitliches Modell bzw. Konzept der Verwaltungssteuerung, sondern sind vielmehr eine weltweite Bewegung zur Reform von Staat und Verwaltungen als Anpassungsprozess eines sich in seinen Grundstrukturen rapide verändernden gesellschaftlichen und ökonomischen Umfeldes. ‘NPM befasst sich mit der Modernisierung öffentlicher Einrichtungen und neuen Formen öffentlicher Verwaltungsführung. Das ‘Neue’ am NPM ist die institutionelle Sichtweise der Verwaltung und ihrer Kontaktpartner – und die konzeptionellen Vorstellungen darüber, wie solche Institutionen gesteuert werden sollen.’ Das NPM kann jedoch ein gutes Management nicht ersetzen.

Die NPM-Bewegung lässt sich einheitlich durch folgende Merkmale charakterisieren:

- eine stärkere Markt- und Wettbewerbsorientierung.

3, Kontraktmanagement:

Das Vertrauen ist Grundvoraussetzung einer Vereinbarung. Nur wer ein optimistisches Menschenbild in sich trägt, glaubt an die Effizienz von Verträgen. Die Leistungssteuerung kann in unterschiedlichen Arten und Weisen erfolgen, wobei dies meist im Rahmen von Vereinbarungen (Kontrakten) geschieht. ‘Das Konzept des Kontraktmanagements sieht vor, dass zwischen verwaltungsinternen Organisationseinheiten unterschiedlicher Hierachiestufen, aber auch mit verwaltungsexternen Organisationen Zielvereinbarungen für einen bestimmten Zeitraum getroffen werden. Bestandteile dieses Steuerungsmechanismus sind die Globalbudgets und die Leistungsvereinbarungen , die im NPM systematisch verbunden sind. Es gilt die Regel: ‚Kein Globalbudget ohne Leistungsvereinbarungen.‘ Das Kontraktmanagement wird sowohl zwischen Politik und Verwaltung, als auch zwischen verwaltungsinternen Einheiten und zwischen Verwaltungen und ausgelagerten bzw. dritten Organisationen eingesetzt’. Es müssen sowohl die Leistungsziele als auch die Kontraktsumme festgelegt werden. Darüber hinaus ist die Art der Berichterstattung von Bedeutung, da mit dieser das Ergebnis und evtl. Abweichungen bestimmt werden.

3.1, Internes Kontraktmanagement:

Mit internen Kontraktmanagements sind die Kontrakte in der Verwaltung gemeint, die zwischen dem Topmanagement und den einzelnen Leistungsträgern (Abteilungen, Mitarbeitern) geschlossen werden. Diese konkretisieren den Haushaltsplan und legen als interne Steuerungsinstrumente den Umfang von Entscheidungskompetenzen, Ergebnisverantwortung sowie entsprechende Anreize (aber auch Sanktionen) für die Mitarbeiter in den einzelnen Leistungsbereichen fest.

3.1.1, Ziel- bzw. Leistungsvereinbarungen:

Die Ziel- bzw. Leistungsvereinbarungen konkretisieren die übergeordneten und operativen Ziele, die zu erbringenden Leistungen und die dafür zur Verfügung gestellten Mittel. Verwaltungsintern kommen ihnen die Funktionen von Management-Vereinbarungen zu. Durch diese Vereinbarungen soll u.a. ein möglichst effizientes (budget-minimierendes) Verhalten honoriert werden. Aufgabe des Topmanagements ist es, die politisch-normativen Ziele in einem strategischen Plan festzulegen.

Im Normalfall wird der Abschluss der Kontrakte auf zwei Säulen basieren:

Ein mehrjähriger Kontraktrahmen regelt das grundsätzliche Verhältnis zwischen Vergabeabteilung und Leistungserbringer. Er bildet das mittelfristige Gerüst für die Geschäftsbeziehung.

Ein zusätzlicher Jahreskontrakt enthält sodann die detaillierten Angaben über die Produkte in Menge und Qualität, über finanzielle Zusammenhänge und das Total der Kontraktsumme für das betreffende Jahr. Außerdem führt er besondere Jahresziele auf, die sich beispielsweise aus Spezialprojekten ergeben.

Die Ziele der Berufsgenossenschaften leiten sich grundsätzlich aus dem gesetzlichen Auftrag der Prävention, der Rehabilitation und der Entschädigung ab. Diese vorgegebenen Grundziele müssen mit den strategischen Zielen des NPM verbunden werden. Diese Oberziele der gesamtträgerbezogenen Ebene werden vom Topmanagement vorgegeben und als Leitbilder formuliert. Sie stellen die Basis aller weiteren Entscheidungen dar. Auf der nächsten Ebene, dem Middle Management, werden Zwischenziele für die jeweiligen Bereiche (Prävention, Rehabilitation/Entschädigung und innere Aufgaben) abgeleitet. Die Unterziele der Bereichs- und Abteilungsleitung (Lower Management) stellt die Präzisierung der Ober- und Zwischenziele dar: das operative Tagesgeschäft.

Arbeit zitieren:
Krönlein, Klaus April 2010: Instrumente des New Public Management in ihrer Anwendung auf die strategische Führung von Berufsgenossenschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
New Public Management, NPM, Berufsgenossenschaft, gesetzliche Unfallversicherung

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