Das Instrument Benchmarking
Theorie, Praxis, Praktische Erfahrungen und Entwicklungsperspektiven in öffentlichen Unternehmen
- Art: Studienarbeit
- Autor: Rüdiger Hintze
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 81 Seiten
- Dateigröße: 4,4 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Freie und Hansestadt Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5574-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5574-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5574-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hintze, Rüdiger September 2001: Das Instrument Benchmarking, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Verwaltungsmodernisierung, Beteiligungscontrolling, Qualitätsmanagement
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Studienarbeit von Rüdiger Hintze
Einleitung:
Das Konzept Benchmarking hat sich mittlerweile in der Bundesrepublik zu einem vielgenutzten Modebegriff entwickelt. Glaubt man der umfangreichen Literatur und den unzähligen Praxisbeispielen über diese Thematik, bietet Benchmarking bislang ungeahnte Möglichkeiten zur Verbesserung der Unternehmensleistung. Dabei herrscht nach wie vor ein sehr diffuses Verständnis über Benchmarking. Worin sich das Instrument letztendlich von anderen Management-Konzepten unterscheidet, bleibt häufig ungeklärt. In der Verwaltung hat das ursprünglich für Industrieunternehmen der Privatwirtschaft entwickelte Benchmarking lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle gespielt.
In jüngerer Zeit ergeben sich jedoch auch große Einsatzmöglichkeiten für den öffentlichen Sektor. Im Zuge des New Public Management wandelt sich die öffentliche Verwaltung zu einem „Dienstleistungsunternehmen Staat“ und Schlagworte wie „ergebnisorientierte Steuerung“ und „Kennzahlenvergleiche“ gehören mittlerweile zu alltäglichen Verwaltungsbegriffen. Gleichzeitig werden Verwaltungseinheiten verstärkt ausgegliedert und die öffentlichen Unternehmen sehen sich neben der schwierigen Haushaltssituation des Staates zunehmend privatem Wettbewerb ausgesetzt. In dieser Situation hat nicht zuletzt die Deutsche Telekom auf das Instrument des Benchmarking zurückgegriffen, um den Sprung von einem öffentlich-finanzierten Staatsunternehmen zu einer rendite-orientierten Aktiengesellschaft zu vollziehen.
Gang der Untersuchung:
In dieser Arbeit wird Benchmarking im Bereich der öffentlichen Unternehmen analysiert. Neben der Frage, ob sich mittels Benchmarking neue Möglichkeiten zur Steigerung der Unternehmensleistung ergeben, werden sinnvolle Vergleichspartner und Benchmarkingobjekte für öffentliche Unternehmen identifiziert und die Entwicklungsperspektiven des Benchmarking auch aus der Sicht des Beteiligungscontrollings der Trägerverwaltung beleuchtet.
Im ersten Teil der Arbeit wird ausgehend von der Problematik, dass häufig Vergleiche aller Art unter dem „modernen“ Begriff Benchmarking subsumiert werden, ein eigener Definitionsvorschlag für öffentliche Unternehmen entwickelt. Da zudem keine eigenständige Theorie des Benchmarking in öffentlichen Unternehmen existiert, werden die Merkmale des Benchmarking im zweiten Teil zunächst anhand der privatwirtschaftlichen Unternehmen erläutert. Des weiteren werden die Möglichkeiten und Grenzen des Konzeptes analysiert sowie eine vergleichende Bewertung und Abgrenzung zu ähnlichen bekannten Managementkonzepten vorgenommen.
Im dritten Kapitel werden die gesonderten theoretischen Aspekte des Benchmarking im Bereich der öffentlichen Unternehmen herausgearbeitet. Diese Unternehmen weisen im Vergleich zur Kernverwaltung einen zum Teil sehr hohen Grad an Verselbständigung auf und verfolgen spezifische Interessen. Differenzen zu privaten Unternehmen, die mit dem Zieldualismus öffentlicher Manager zu begründen sind, ergeben sich insbesondere hinsichtlich der Benchmarkingziele und der Vergleichspartner. Daran anknüpfend werden die theoretischen Unterschiede in einer empirischen Untersuchung überprüft, an der sich sechs bedeutende hamburgische öffentliche Unternehmen beteiligt haben. Im Ergebnis wurde Benchmarking von den Befragten überwiegend positiv beurteilt, da es als geeignet angesehen wurde, in entscheidenden Kernbereichen Lernprozesse auszulösen. Verschwiegen werden sollen allerdings auch nicht die kritischen Stimmen, insbesondere hinsichtlich der praktischen Umsetzung des Konzeptes.
In der Schlussbetrachtung wird eine Verbindung zwischen den theoretischen Merkmalen und den praktischen Erfahrungen des Managementkonzeptes anhand der Umfrageergebnisse hergestellt und abschließend die Entwicklungsperspektiven für Benchmarking in öffentlichen Unternehmen prognostiziert.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Quellenverzeichnis | V | |
| I. Teil: Einführung | 1 | |
| 1. | Problemstellung und Zielsetzung | 1 |
| 2. | Methodik und Vorgehensweise | 2 |
| 3. | Definition des Begriffs Benchmarking | 3 |
| II. Teil: Theorie und Praxis des Instruments Benchmarking | 6 | |
| 4. | Entstehung und Entwicklungsstand von Benchmarking | 6 |
| 5. | Das Instrument Benchmarking | 8 |
| 5.1 | Ziele des Benchmarking | 8 |
| 5.2 | Arten des Benchmarking | 9 |
| 5.2.1 | Benchmarking nach der Wahl des Vergleichsunternehmens | 10 |
| 5.2.1.1 | Internes Benchmarking | 10 |
| 5.2.1.2 | Externes Benchmarking | 11 |
| 5.2.2 | Benchmarking nach der Wahl des Betrachtungsobjekts | 13 |
| 5.2.2.1 | Quantitative Benchmarks | 13 |
| 5.2.2.2 | Qualitative Benchmarks | 14 |
| 5.2.2.3 | Typisierung nach Objektgruppen | 15 |
| 5.3 | Effizienzkriterien für Benchmarkingobjekte | 16 |
| 5.4 | Ausgestaltung eines Benchmarkingprozesses | 17 |
| 5.5 | Benchmarking im Vergleich zu artverwandten Konzepten | 19 |
| 5.5.1 | Benchmarking und der Betriebsvergleich | 20 |
| 5.5.2 | Benchmarking und die Konkurrenzanalyse | 21 |
| 5.5.3 | Benchmarking und Business Process Reengineering | 22 |
| 5.6 | Kritische Würdigung | 23 |
| III. Teil: Benchmarking im öffentlichen Sektor und praktische Erfahrungen in Hamburger öffentlichen Unternehmen | 25 | |
| 6. | Benchmarking im öffentlichen Sektor | 25 |
| 6.1 | Die Entwicklung von Benchmarking in der Verwaltung | 25 |
| 6.1.1 | Die Rahmenbedingungen des New Public Management | 25 |
| 6.1.2 | Benchmarking als Element des Neuen Steuerungsmodells | 27 |
| 6.1.2.1 | Benchmarking und Qualitätsmanagement | 28 |
| 6.1.2.2 | Benchmarking und Produktdefinition / Kennzahlen | 29 |
| 6.1.3 | Entwicklungsstand von Benchmarking in der Verwaltung | 30 |
| 6.2 | Benchmarking in öffentlichen Unternehmen | 32 |
| 6.2.1 | Abgrenzung öffentlicher Unternehmen von privaten Unternehmen und öffentlichen Verwaltungen | 32 |
| 6.2.2 | Theoeretische Unterschiede zwischen öffentlichen und privaten Unternehmen im Benchmarkingprozess | 34 |
| 6.2.2.1 | Differierende Benchmarkingziele und –partner | 34 |
| 6.2.2.2 | Geeignete Benchmarkingobjekte | 35 |
| 6.2.3 | Rechtliche Betrachtung | 37 |
| 6.3 | Benchmarking als Mittel der Beteiligungsverwaltung | 38 |
| 7. | Praktische Erfahrungen in öffentlichen Unternehmen | 41 |
| 7.1 | Zielsetzung der empirischen Untersuchung | 41 |
| 7.2 | Rechtsformen der betrachteten Unternehmen | 41 |
| 7.3 | Untersuchungsergebnisse im Überblick | 42 |
| 7.4 | Spezifische Erfahrungen der Befragten | 47 |
| 7.4.1 | Hamburger Stadtentwässerung | 47 |
| 7.4.2 | Stadtreinigung Hamburg | 49 |
| 7.4.3 | Hamburg Airport | 50 |
| 7.4.4 | Hamburger Wasserwerke | 51 |
| 7.4.5 | Landesbetrieb Krankenhäuser Hamburg | 52 |
| 7.5 | Zusammenfassung | 53 |
| IV. Teil: Schlussbetrachtung | 56 | |
| 8. | Entwicklungsperspektiven von Benchmarking in öffentlichen Unternehmen | 56 |
| 9. | Zusammenfassung | 57 |
| V. Teil: Anlagen | A-L |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832455743
Arbeit zitieren:
Hintze, Rüdiger September 2001: Das Instrument Benchmarking, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Verwaltungsmodernisierung, Beteiligungscontrolling, Qualitätsmanagement



