Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Institutionelle Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes

Chancen und Grenzen durch Methoden unterhalb internationaler Standards am Beispiel von Ökoprofit

Institutionelle Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Victoria Weyers
  • Abgabedatum: April 2004
  • Umfang: 130 Seiten
  • Dateigröße: 1,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Trier - Umwelt-Campus Birkenfeld Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9741-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9741-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9741-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weyers, Victoria April 2004: Institutionelle Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: KMU, Umweltcontrolling, ISO 14000, EMAS, Unternehmen

Diplomarbeit von Victoria Weyers

Einleitung:

Unternehmen können sich über gesetzliche Auflagen hinaus im Umweltschutz engagieren. Die ist u.a. durch Methoden unterhalb internationaler Standards möglich. Eine solche Methode ist das Projekt ÖKOPROFIT®.

Innerhalb dieser Arbeit wurde die Eignung des Projektes zur Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes unterhalb internationaler Standards untersucht.

Dazu wurde eine postalische Befragung von ÖKOPROFIT®-Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Von 558 Unternehmen, die angeschrieben wurden, haben sich 208 an der Befragung beteiligt – das ist eine Rücklaufquote von 37,28 Prozent. Die Unternehmen wurden nach dem Aufbau und der Beibehaltung von Strukturen innerhalb des Projektes befragt. Außerdem sollte herausgefunden werden, inwieweit vor allem kleine und mittlere Unternehmen Umweltmanagement durchführen. Erweiterungsvorschläge zu ÖKOPROFIT® fragte der letzte Teil ab.

Die Auswertung mit dem Programm SPSS ergab, dass die meisten der Unternehmen durch das Projekt Strukturen des betrieblichen Umweltschutzes aufbauen und aufrecht erhalten konnten. Darüber hinaus ließen sich große und mittlere Unternehmen nach ISO 14001 oder EMAS zertifizieren bzw. validieren. Dennoch weist die Informationslage zu Umweltmanagementsystemen bei kleinen und mittleren Unternehmen Defizite auf. Deshalb wünschen sich vor allem mittlere Unternehmen die Möglichkeit, das Projekt ÖKOPROFIT im Hinblick auf ein Umweltmanagementsystem weiterzuführen. Kleinen Unternehmen reichen die Strukturen für ein stabiles Umweltmanagement aus.

Gleichwohl sind für alle Unternehmen Erweiterungen denkbar. Hier vor allem um den Bereich der Mitarbeitermotivation und einer branchenorientierten Ausrichtung des Projektes. Kleine Unternehmen sehen außerdem in einem Internetforum eine Zukunft für die Verbreitung von Informationen zum betrieblichen Umweltschutz.

Als Ergebnis der Diskussion ergibt sich, das ÖKOPRPFIT® geeignet ist als Einstieg für Unternehmen in den betrieblichen Umweltschutz und als Hinführung zu einem Standard von ISO 14001 und EMAS.

Gang der Untersuchung:

Neben dem Staat tragen auch die Wirtschaft und damit die einzelnen Unternehmen Verantwortung für eine umweltgerechte Entwicklung. Das bietet Chancen, denn Unternehmen können davon profitieren, sich diese Zielsetzung zu eigen zu machen. Umweltbewusstes Wirtschaften wird zunehmend zum strategischen Unternehmensziel.

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen gestaltet es sich schwierig, Umweltschutzmaßnahmen dauerhaft durchzuführen und im Umweltschutz aktiv zu bleiben. Durch unterschiedliche Projekte und Methoden unterhalb internationaler Standards soll Abhilfe geschaffen und eine Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes erreicht werden.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, an welchem Punkt Unternehmen stehen und inwiefern sich vor allem kleine und mittlere Unternehmen unterhalb internationaler Standards vermehrt im Umweltschutz engagieren können. Dabei werden beispielhaft Unternehmen untersucht, die bereits an einem Projekt – ÖKOPROFIT – zum Schutz der Umwelt teilgenommen haben.

Die Untersuchung dazu fand im Rahmen dieser Arbeit statt und beinhaltet eine Befragung von ÖKOPROFIT-Unternehmen. Um dies herauszuarbeiten, ist die Kenntnis der wirtschaftlichen Lage und Stellung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie theoretischer Grundlagen zu internationalen Standards und dem Projekt ÖKOPROFIT unentbehrlich.

Den eher theoretischen Betrachtungen folgt die Auswertung der Befragung.

Den Schluss bildet eine kritische Betrachtung der Auswertung hinsichtlich der Möglichkeiten und Schwierigkeiten von kleinen und mittleren Unternehmen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Darstellungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VII
Summary IX
A. Inhalt und Ziel 1
B. Grundlagen 2
1. Betrieblicher Umweltschutz in KMU 2
1.1 Additiver und integrierter Umweltschutz 2
1.2 Umsetzung 4
1.3 Ziele 5
1.4 Organisation 6
1.5 Methoden 6
2. Internationale Standards 10
2.1 ISO 14000-Normenreihe 10
2.2 EMAS 16
2.3 Verhältnis EMAS zu DIN EN ISO 14001 21
3. ÖKOPROFIT 24
3.1 Ziele von ÖKOPROFIT(r) 25
3.2 Aufbau von ÖKOPROFIT(r) 27
3.3 Ökoprofit in Deutschland 32
3.4 Einordnung von ÖKOPROFIT(r) 33
C. Situation der KMU in Deutschland 35
1. Grundlagen für KMU 35
1.1 Umweltrecht 35
1.2 Selbstverpflichtungen 36
2. KMU in der Gesamtwirtschaft 38
2.1 Definition KMU 38
2.2 Der gesamtwirtschaftliche Stellenwert 39
2.3 Wirtschaftliche Situation 40
2.4 Umweltschutz und nachhaltige Unternehmensführung 41
2.5 Förderprogramme für Unternehmen 42
D. Untersuchung zum betrieblichen Umweltschutz 46
1. Methodik 46
1.1 Grundlagen der empirischen Sozialforschung 46
1.2 Beschreibung der Untersuchungsmethode 51
2. Ergebnisse der Befragung 57
2.1 Betrieblicher Umweltschutz und ÖKOPROFIT in den Unternehmen 58
2.2 Unternehmen und Umweltmanagementsysteme 66
2.3 Erweiterung des Projektes ÖKOPROFIT 71
2.4 Ergebnisübersicht 76
2.5 Die wichtigsten Ergebnisse in Schlagzeilen 78
E. Zusammenfassung 82
1. Übersicht 83
2. Diskussion 84
3. Fazit 88
Anhang I. Normenreihe ISO 14000 90
Anhang II. Übersicht EMAS-Verordnung 92
Anhang III. Anschreiben zum Fragebogen 93
Anhang IV. Fragebogen zum betrieblichen Umweltschutz mit ÖKOPROFIT 94
Anhang V. Detaillierte Auswertung für kleine, mittlere und große Unternehmen 96
Literaturverzeichnis 119

Automatisiert erstellter Textauszug:

Andererseits ergeben sich jedoch Nachteile der postalischen Befragung, wie höhere Ausfallquoten oder die Ungewissheit über die Erhebungssituation der Befragten. Vor allem die Frage danach, wer den Fragebogen innerhalb eines Unternehmens oder einer öffentlichen Verwaltung beispielsweise ausfüllt, stellt für die Interpretation der Ergebnisse ein Problem dar.63 Bei der Erstellung eines Fragebogens für postalische Befragungen muss bedacht werden, dass der Befragte ohne die Hilfe eines Interviewers auskommen muss. Das Ziel der Befragung und die Formulierung der Fragen ist also so zu gestalten, dass sie für den Befragten verständlich und nachvollziehbar sind.64 Da die Motivation des Befragten eine große Rolle spielt, sollte die Absicht der Befragung deutlich herausgestellt werden und vor allem die erste Frage eng am Thema orientiert sein, um die Erwartungen des Befragten nicht zu enttäuschen und sein Interesse zu wecken. Die Wirkung des Fragebogens auf den Befragten spielt bei postalischen Befragungen eine wesentliche Rolle, da schon der erste Eindruck über Beantworten oder Nicht-Beantworten entscheidet. Deshalb sollte [...]

Erhebungstechniken lassen sich z.B. anhand der Reaktionen der Untersuchten unterscheiden. Bei einer persönlichen Befragung reagiert der Befragte nicht nur auf die Fragestellung sondern auch auf die Person, die die Fragen stellt. Eine verdeckte Beobachtung einer Personengruppe ebenso wie eine Analyse eines Textes (Inhaltsanalyse) sind in diesem Sinne weniger reaktiv. Weiterhin unterscheiden sich die Techniken zur Datenerhebung im Ausmaß der Standardisierung. Dabei kann jede der Techniken stärker oder schwächer standardisiert sein, so können Befragungen anhand eines Fragebogens mit für alle Befragten gleich formulierten Fragen durchgeführt werden oder aber mittels eines thematisch festgelegten Gesprächs, wobei dem Gesprächspartner die Verfolgung eigener Fragestellungen erlaubt wird. Befragung Zur Ermittlung von Fakten, Meinungen oder Einstellungen ist die Befragung das Standardverfahren das Telefoninterview. Die mündliche Befragung bietet sich dann an, wenn bei einer Untersuchung noch nicht alle Dimensionen des Forschungsgegenstandes klar umrissen sind und weitere Klärungen notwendig erscheinen. Diese Methode wird oft als Vorbereitung oder Ergänzung zu einer weiteren evtl. stärker standardisierten Methode verwand. Diese mündliche Befragung orientiert sich an alltäglichen informellen Gesprächen. Sie kann sich auf die Befragung von Einzelpersonen oder Gruppen beziehen.62 Schriftliche Befragungen sind entweder die von einer Gruppe gleichzeitig unter Aufsicht eines Interviewers ausgefüllten Fragebögen oder die Fragebögen, die auf postalischem Weg an die zu untersuchende Gruppe versandt werden, mit der Bitte, sie ausgefüllt zurückzusenden. Aus technischen und ökonomischen Gesichtspunkten postalische [...]

Empirische Sozialforschung ist zu einem bedeutenden Faktor gesellschaftlicher Entscheidungsfindung geworden. In steigendem Maße der repräsentativen Meinungsforschung bedienen sich gegenwärtig Unternehmen, Gewerkschaften, Kirchen und Verbände. Sowohl die Politik als auch der Markt sind ohne empirische Sozialforschung heutzutage undenkbar.61 1.1 Grundlagen der empirischen Sozialforschung Durch empirische Sozialforschung sollen Sachverhalte entdeckt und Aussagen über Zusammenhänge formuliert werden, die Theorien zur Erklärung menschlichen Handels, sozialer Strukturen und Zusammenhänge ermöglichen. Als empirische Sozialforschung wird die systematische Erfassung und Deutung sozialer Tatbestände bezeichnet. Empirisch bedeutet aus der Erfahrung oder dem Experiment entnommen. Theoretisch formulierte Annahmen werden dabei an spezifischen Wirklichkeiten überprüft. Die Soziologie bezeichnet im Wesentlichen die Erfahrungswissenschaft. Systematisch besagt, dass der gesamte Forschungsablauf nach Regeln geplant und in jeder Phase nachvollziehbar sein muss. Die Erfassung von Gesichtspunkten der sozialen Wirklichkeit bezieht sich auf Theorien, diese Theorien erklären gesellschaftliche Zusammenhänge. Soziale Tatbestände sind beispielsweise beobachtbares menschliches Verhalten oder durch Sprache vermittelte Meinungen, Informationen über Erfahrungen, Einstellungen etc. Unter Methoden der empirischen Sozialforschung wird die geregelte und nachvollziehbare Anwendung von Instrumenten und Techniken der Datenerhebung verstanden. Eine Datenerhebung kann durch Befragung, [...]

Arbeit zitieren:
Weyers, Victoria April 2004: Institutionelle Stabilisierung des betrieblichen Umweltschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
KMU, Umweltcontrolling, ISO 14000, EMAS, Unternehmen

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren