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Innovatives, logistisches Outsourcing-Konzept

Die Studie wurde mit dem Österreichischen Automobilaward für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Automobil- und Zuliefererindustrie ausgezeichnet.
Innovatives, logistisches Outsourcing-Konzept
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hermann Kraxenberger
  • Abgabedatum: Mai 2000
  • Umfang: 70 Seiten
  • Dateigröße: 794,5 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Steyr Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2484-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2484-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2484-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde mit dem Österreichischen Automobilaward für die beste wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Automobil- und Zuliefererindustrie ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Kraxenberger, Hermann Mai 2000: Innovatives, logistisches Outsourcing-Konzept, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Logistikkonzept, Outsourcing, Logistikdienstleister, Logistik

Diplomarbeit von Hermann Kraxenberger

Einleitung:

Die Veränderung der Wettbewerbssituation sowie ständig leistungsfähigere Produktionssysteme führen zu neuen Schwerpunkten bei der unternehmerischen Zielsetzung. Unternehmen besinnen sich zunehmend auf ihr "Kerngeschäft" und zielen auf eine Erfolgsmaximierung der unternehmerischen Leistung durch Konzentration der Ressourcen auf Aktivitäten mit den größten Wettbewerbsvorteilen ab. Dienstleistungen, insbesondere Logistikleistungen, die bei vielen Unternehmen nicht unmittelbar zur Kerntätigkeit zählen, werden zur Prüfung der Kostenpositionen einer Outsourcing-Analyse unterworfen.

Die vorliegende Diplomarbeit setzt sich mit der Thematik des Outsourcings logistischer Dienstleistungen auseinander und zielt auf die Entwicklung eines praxisorientierten Realisierungskonzeptes ab. Dabei werden nicht nur, wie in vielen Abhandlungen zu diesem Thema üblich, die Vor- und Nachteile der Outsourcing-Entscheidung diskutiert, sondern es wird ein konkretes Logistikkonzept zur Realisierung von Outsourcing logistischer Dienstleistungen aufgezeigt. Das Outsourcing-Konzept mit der Fremdvergabe der logistischen Dienstleistungen konzentriert sich auf die Definition der Material- und Informationsflüsse zwischen Dienstleister, Lieferant und Kunde sowie auf die Beschreibung der logistischen Prozesse beim Dienstleister. Haftungs- und Geschäftsbedingungen werden ebenfalls in die Betrachtung miteingeschlossen.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 ZIELSTELLUNG 2
1.3 VORGEHENSWEISE 3
2. EINE EINFÜHRENDE BETRACHTUNG DER LOGISTIK 4
2.1 LOGISTISCHE RAHMENBEDINGUNGEN 4
2.1.1 Ausgeschöpfte Fertigungsrationalisierung 4
2.1.2 Reduktion der Fertigungstiefe 4
2.1.3 Liberalisierung des Weltmarktes 4
2.1.4 Erhöhung der Variantenvielfalt 5
2.1.5 Global und Modular sourcing 5
2.2 BEGRIFF UND KONZEPTION DER LOGISTIK 6
2.3 LOGISTIKSYSTEME IN INSTITUTIONELLER UND FUNKTIONALER ABGRENZUNG 8
3. DIE IN- /OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNG 11
3.1 UNTERNEHMENSINTERNE DIENSTLEISTUNGEN ALS GEGENSTAND VON IN-/ OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNGEN 11
3.2 GRUNDZÜGE DER IN-/ OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNG 12
3.3 GRUNDSÄTZLICHE HANDLUNGSALTERNATIVEN DES OUTSOURCINGS 15
3.4 THEORETISCHE ANSÄTZE ZUR IN-/ OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNG 16
3.4.1 Die Transaktionskostentheorie 16
3.4.2 Der Ansatz der Kernkompetenzen 17
3.4.3 Das Unternehmenswertkonzept 19
3.4.3.1 Der Shareholder-Value-Ansatz 19
3.4.3.2 Der Wertkettenansatz 21
3.4.4 Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Ansätze in der Outsourcing-Entscheidung 23
3.5 ZIELE UND RISIKEN IN DER OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNGSSITUATION 24
3.5.1 Ziele beim Outsourcing 24
3.5.1.1 Qualitative Ziele beim Outsourcing 24
3.5.1.2 Quantitative Ziele beim Outsourcing 26
3.5.2 Risiken beim Outsourcing 28
3.5.2.1 Qualitative Risiken beim Outsourcing 28
3.5.2.2 Quantitative Risiken beim Outsourcing 30
3.6 DIE IN-/ OUTSOURCING-ENTSCHEIDUNG BEI LOGISTISCHEN DIENSTLEISTUNGEN 31
4. DAS KONZEPT DER FREMDVERGABE LOGISTISCHER DIENSTLEISTUNGEN 34
4.1 DER LOGISTISCHE DIENSTLEISTER 34
4.1.1 Der Wandel der Speditionen zu logistischen Dienstleistern 34
4.1.2 Der Markt für Logistikdienstleistungen am Beispiel der BRD 35
4.1.3 Die Bandbreite logistischer Dienstleistungsangebote und die Voraussetzung ihrer Erstellung 36
4.1.3.1 Logistische Dienstleistungsangebote 36
4.1.3.2 Voraussetzungen zur Erstellung umfassender logistischer Dienstleistungsangebote 39
4.1.4 Die Systematisierung logistischer Dienstleistungsunternehmungen 40
4.1.5 Probleme bei der Zusammenarbeit mit Logistikdienstleistern 42
4.2 ENTWICKLUNG EINES LOGISTISCHEN OUTSOURCING-KONZEPTES 44
4.2.1 Unternehmensübergreifende Prozesse 44
4.2.1.1 Der Materialfluss zwischen Kunde-Dienstleister-Lieferant 44
4.2.1.2 Der Informationsfluss zwischen Kunde-Dienstleister-Lieferant 45
4.2.1.3 Vertragliche Rahmenbedingungen 47
4.2.2 Die Prozesse des Dienstleisters im einzelnen 48
4.2.2.1 Anlieferprozesse 48
4.3.2.2 Lagerkonzept 52
4.2.2.3 Transportkonzept Lager-Montagefabrik 55
4.2.2.4 Bereitstellungskonzept in der Montagefabrik 56
4.2.2.5 Qualitätsmanagement 56
LITERATURVERZEICHNIS 58
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

(5) Verbesserung der Kundenorientierung Der Einsatz von Dienstleistern mit spezialisierten Dienstleistungsangeboten führt zu einer intensiveren Kundenorientierung, da die „Service-Mentalität“ des Dienstleisters oft weiter fortgeschritten ist als diejenige im Unternehmen. 3.5.1.2. Quantitative Ziele beim Outsourcing Im Mittelpunkt der quantitativen Ziele steht die Kostensenkung, die der Dienstleister in Form von Erfahrungskurven- und Fixkostendegressionseffekten sowie durch Variabilisierung der Fixkosten realisieren kann.88 (1) Der Erfahrungskurveneffekt Die Erfahrungskurve beschreibt die Entwicklung der Stückkosten in Abhängigkeit von der produzierten Menge. Das Konzept postuliert, daß die Verdopplung der kumulierten Produktionsmenge eine Stückkostensenkung von 20% bis 30% bewirkt. Der Erfahrungskurveneffekt stellt sich jedoch nicht automatisch ein, sondern wird durch Lernprozesse, Produkt- und Prozeßinnovationen, Rationalisierungsmaßnahmen und Größendegressionseffekte ermöglicht.89 (2) Fixkostendegressionseffekt Der Effekt der Fixkostendegression trägt zu sinkenden Stückkosten bei steigender Kapazitätsauslastung aufgrund eines abnehmenden Fixkostenanteils pro Stück bei. Sowohl Erfahrungskurven- als auch Fixkostendegressionseffekte sind jedoch erst dann realisierbar, wenn der Dienstleister seine weitgehend homogenen Leistungen mehreren Nachfragern anbietet. (3) Variabilisierung der Fixkosten Ein weiterer Vorteil für das nachfragende Unternehmen besteht darin, daß bisher fixe Kostenelemente durch leistungsabhängige Entgelte variabilisiert werden. Besonders für Unternehmen, die starken konjunkturellen und saisonalen Schwankungen ausgesetzt sind, ist diese Variabilisierung ein entscheidender Kosteneinsparungsfaktor.90 [...]

(2) Erhöhung der Anpassungsfähigkeit Hierbei wird die strategische, strukturelle sowie kosten- und qualitätsmäßige Flexibilität unterschieden. Die strategische Flexibilität besagt dabei, daß ein enthierarchisiertes Unternehmen mit reduzierten Gemeinkostenblöcken neue Chancen am Markt flexibler und schneller wahrnehmen kann. Nationale oder globale Geschäftsausweitungen werden durch Outsourcing Partnerschaften dann erleichtert, wenn der Dienstleister diese globalen Märkte bereits erschlossen hat.85 Vereinfachte Organisationsstrukturen erleichtern die Kooperation mit Dritten, die Akquisition von Unternehmensteilen und somit den Aufbau neuer marktorientierter Geschäftsbereiche. Diese strukturelle Flexibilität beschränkt sich dabei nicht nur auf unternehmensinterne Strukturen, sondern auch auf den Aufbau und das Abstoßen kompletter Unternehmensteilbereiche. Eine kosten- und qualitätsmäßige Flexibilität ist zu erwarten aufgrund der Anpassungsfähigkeit der ausgelagerten Funktion im Hinblick auf einen sich verändernden Marktpreis und Qualitätsstandard.86 (3) Zugang zu externem Know-How Wesentliches Ziel von Outsourcing ist es, daß der Auftraggeber vom Know-how des Dienstleistungsspezialisten profitiert und dadurch qualitative Defizite gegenüber seinen Wettbewerbern beseitigt. Aufgrund des hohen technologischen Wandels sind Experten in vielen Funktionsbereichen knapp. Outsourcing überwindet diese Engpässe, indem eine Kompetenzübertragung auf den Dienstleister stattfindet. Der Dienstleister ist zudem in der Position diese Experten zu trainieren und weiterzuentwickeln, da er über den Zugang zu neueren und effektiveren Technologien und Systemen als die auslagernde Unternehmung verfügt.87 (4) Reduzierung des Risikos Die Entstehung einer Outsourcing-Partnerschaft führt zum unternehmerischen Risikotransfer vom Auftraggeber zum Dienstleister. Bei Neuentwicklung oder bei hohen Investitionsrisiken wird der Dienstleister allerdings die bestehenden Risiken in Form von höheren Kosten oder vertraglicher Absicherung teilweise an das nachfragende Unternehmen weitergeben. [...]

Die Vorteilhaftigkeit verschiedener Outsourcing-Varianten hängt von den gesetzten Prioritäten und Einzelzielen, die die Unternehmung erreichen will, ab. Die Vergabe von Prioritäten beim Outsourcing ist aufgrund unterschiedlicher Varianten (Auslagerung und Ausgliederung), der Outsourcing-Intensität (Partielles oder totales Outsourcing) und der betroffenen Funktionsbereiche (z.B. Logistik, Informatik, etc.) unternehmensspezifisch zu gestalten. 3.5.1.1. Qualitative Ziele beim Outsourcing Die qualitativen Ziele richten sich nach den Erfolgspotentialen des Unternehmens und sind nicht direkt meßbar. Die folgenden Ziele beziehen sich auf die generelle Fremdvergabe von Leistungen mit vorwiegender Betrachtung des Falles der Auslagerung von Leistungen an Externe. Die genannten Ziele gelten in abgeschwächter Form zumeist auch für die Ausgliederung als Funktionsübertragung an verbundene Unternehmen. (1) Konzentration auf Kernkompetenzen Durch die Übertragung von Personal und Kapazitäten auf externe Dienstleister kann die Geschäftsführung ihre knappen Ressourcen in Bereiche lenken, die die Kernkompetenzen des Unternehmens darstellen. Zukünftige Wettbewerbspotentiale werden durch den Aufbau der Kernkompetenzen langfristig geschaffen und keine Mittel in Bereichen gebunden, bei denen das Unternehmen weder einen Kosten- noch Differenzierungsvorteil hat. Die Funktionsauslagerung kann auch als Realisierungsinstrument von Wachstumsstrategien genutzt werden. Dabei können Finanzmittel, die durch wegfallende Zusatz- und Erweiterungsinvestitionen in der ausgelagerten Funktion frei werden, auf andere Investitionsvorhaben transferiert werden, die die Wachstumsstrategie des Unternehmens unterstützen.84 [...]

Arbeit zitieren:
Kraxenberger, Hermann Mai 2000: Innovatives, logistisches Outsourcing-Konzept, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Logistikkonzept, Outsourcing, Logistikdienstleister, Logistik

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