Innovative Konzepte im Marketing: Co-Marketing als Kooperationsstrategie im Markenmanagement
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Vera Witte
- Abgabedatum: Januar 2004
- Umfang: 76 Seiten
- Dateigröße: 1,4 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7986-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7986-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7986-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Witte, Vera Januar 2004: Innovative Konzepte im Marketing: Co-Marketing als Kooperationsstrategie im Markenmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Co-Branding, Kooperation, kooperatives Marketing, American Express, Bosch
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Diplomarbeit von Vera Witte
Zusammenfassung:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Co-Marketing als innovatives Konzept im Marketing.
Die Definition des Begriffs „Co-Marketing“ ist in der Literatur nicht immer eindeutig. Oft wird in diesem Kontext auch der Begriff „Co-Branding“ gewählt, welcher allerdings häufig nur als eine Allianz zweier oder mehrerer Marken im Rahmen der Produktpolitik definiert wird. Um eine Definition zu finden, die über eine bloße Kooperation in der Produktpolitik hinausgeht und ebenso andere Kooperationsfelder im Marketing berücksichtigt, wurde von der Verfasserin der Begriff „Co-Marketing“ gewählt.
Co-Marketing wird dabei verstanden als Kooperationsstrategie im Markenmanagement. Kooperationen können dabei in den Bereichen Distributionspolitik, Produktpolitik und Kommunikationspolitik auftreten, wobei der Schwerpunkt der Arbeit auf der Darstellung der letzten beiden Bereiche liegt.
Einleitend werden die Begriffe „Marketing“, „Marke“ und „Kooperation“ definiert, um im zweiten Kapitel näher auf das Markenmanagement einzugehen. Nach der Abhandlung der verschiedenen Funktionen von Marken für ihre Anspruchsgruppen (Konsumenten, Markenführer und Absatzmittler), werden die Ziele und Aufgaben des Markenmanagements dargestellt. Auch die besondere Bedeutung, die Marken für Unternehmen besitzen, wird berücksichtigt sowie die Veränderungen innerhalb der Rahmenbedingungen im Markenmanagement. Diese veränderten Rahmenbedingungen sind häufig der Auslöser dafür, dass Unternehmen vermehrt nach innovativen Lösungen im Markenmanagement suchen. Die Darstellung möglicher strategischer Optionen im Markenmanagement, zu denen auch das Co-Marketing zählt, rundet das zweite Kapitel ab.
Da es sich beim Co-Marketing um eine besondere Form der Kooperationsstrategie handelt, werden im dritten Kapitel Kooperationsstrategien vorgestellt. Diese werden voneinander abgegrenzt und näher betrachtet. In diesem Zusammenhang wird ein Sammelbegriff für kooperative, vertragliche Zusammenarbeit gebildet, der für das folgende vierte Kapitel von besonderer Bedeutung ist. Darüber hinaus werden äußere Faktoren, die auf Kooperationen wirken und sowohl fördernden als auch hemmenden Einfluss haben, aufgezeigt und allgemeine Ziele und Konflikte von Kooperationen thematisiert.
Das vierte Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit und stellt Co-Marketing als innovative Kooperationsstrategie im Detail vor. Nach einer allgemeinen Definition werden Ziele, die mit Co-Marketing-Partnerschaften verfolgt werden, gekennzeichnet. Darauf folgt eine Einteilung verschiedener Formen und Ausprägungen von Co-Marketing-Partnerschaften. Hierbei wird zwischen der horizontalen und der vertikalen Form unterschieden. Die horizontale Form kennzeichnet die Zusammenarbeit von Unternehmen der gleichen Wertschöpfungsstufen, wobei die Kooperationen innerhalb der Kommunikationspolitik oder der Produktpolitik erfolgen können. Die verschiedenen Kooperationsaktivitäten in Form von Co-Branding, Co-Promotion, Co-Events oder Ähnliche werden anhand von Beispielen näher erläutert, die zusätzlich im Anhang abgebildet sind.
Wichtiger Punkt des Kapitels ist die Darstellung der Erfolgsfaktoren. In diesem Punkt werden auch Parallelen zum vorherigen Kapitel gezogen. Die Wahl des Kooperationspartners, die Produktkomplementarität sowie die Zieldefinition der Kooperation sind nur drei der insgesamt sieben vorgestellten Faktoren, die für den Erfolg von Co-Marketing-Partnerschaften verantwortlich sind.
Abschließend werden anhand von aktueller Literatur und Beispielen die unternehmerischen Chancen und Risiken des Konzeptes aufgezeigt.
Zur Darstellung von Co-Marketing-Partnerschaften in der Praxis dienen zwei Beispiele im fünften Kapitel. Beispiel einer Co-Marketing-Partnerschaft im Bereich der Kommunikationspolitik ist die Kommunikations-Kooperation „cook & more“ der Bosch Hausgeräte GmbH. Als Beispiel einer Kooperation im Rahmen der Produktpolitik dienen Co-Branding-Kreditkarten von American Express.
Die Schlussfolgerung fasst die Arbeitsergebnisse zusammen und weist auf die zukünftige Relevanz des Themas hin.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Vorwort | VI | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Zielsetzung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Definition der Begriffe Marketing, Marke und Kooperation | 3 |
| 2. | MARKENMANAGEMENT | .6 |
| 2.1 | Funktionen von Marken | 6 |
| 2.2 | Ziele und Aufgaben | 9 |
| 2.3 | Bedeutung von Marken für Unternehmen | 14 |
| 2.5 | Veränderte Rahmenbedingungen | 15 |
| 2.6 | Strategische Optionen | 18 |
| 3. | KOOPERATIONENSSTRATEGIEN | 21 |
| 3.1 | Bedeutung | 21 |
| 3.2 | Exogene Einflussfaktoren | 22 |
| 3.3 | Kooperationsziele | 25 |
| 3.4 | Kooperationsformen | 27 |
| 3.5 | Kooperationskonflikte | 31 |
| 4. | CO-MARKETING ALS INNOVATIVE KOOPERATIONSSTRATEGIE | 32 |
| 4.1 | Definition | 32 |
| 4.2 | Ziele | 33 |
| 4.3 | Formen und Ausprägungen | 35 |
| 4.3.1 | Horizontale Formen | 36 |
| 4.3.1.1 | Kooperationen in der Kommunikationspolitik | 36 |
| 4.3.1.2 | Kooperationen in der Produktpolitik | 38 |
| 4.3.2 | Vertikale Form | 39 |
| 4.4 | Erfolgsfaktoren | 40 |
| 4.4.1 | Partnerwahl | 40 |
| 4.4.2 | Produktkomplementarität | 42 |
| 4.4.3 | Zieldefinition | 43 |
| 4.4.4 | Vertragsgestaltung | 43 |
| 4.4.5 | Preisbereitschaft und Kaufabsicht | 44 |
| 4.4.6 | Spill-Over-Effekte | 46 |
| 4.4.7 | Kommunikation und Erfolgskontrolle | 48 |
| 4.5 | Chancen und Risiken | 49 |
| 4.5.1 | Chancen | 51 |
| 4.5.2 | Risiken | 53 |
| 5. | PRAXISBEISPIELE | 55 |
| 5.1 | Kommunikations- Kooperation „cook & more“ der Bosch Hausgeräte GmbH | 55 |
| 5.1.2 | Hintergründe | 55 |
| 5.1.3 | Strategische Ziele | 57 |
| 5.1.4 | Partner | 58 |
| 5.1.5 | Co-Event: Marktplatz Erleben & Genießen | 60 |
| 5.1.6 | Maßnahmenplanung 2004 | 61 |
| 5.2 | Co-Branding-Kreditkarten von American Express | 62 |
| 5.2.1 | Markenbeschreibung American Express | 62 |
| 5.2.2 | Co-Branding-Konzeption | 63 |
| 5.2.3 | Strategische Ziele | 63 |
| 5.2.4 | American Express E-Plus Card | 65 |
| 6. | FAZIT UND AUSBLICK | 66 |
| Literaturverzeichnis | 68 | |
| Anhang | 73 | |
| Eidesstattliche Versicherung | 78 |
3. KOOPERATIONSSTRATEGIEN durch Verträge geregelt ist. Die Zusammenarbeit erfolgt meist projektbezogen und ist daher in der Regel eher kurzfristig angelegt. Besteht eine vertragliche Kooperation zwischen zwei oder mehreren Unternehmen im Bereich Marketing, können unterschiedliche Instrumente des Marketingmix betroffen sein. Es können beispielsweise Produktallianzen, Kommunikationsallianzen, Distributionsallianzen, Preisallianzen oder Kundenbindungsallianzen auftreten. Bei einer Kommunikationsallianz sind z. B. im Rahmen einer Kundenbindungsallianz gemeinsame Bonussysteme, beispielsweise von Luftfahrt-, Leihwagen- und Hotelunternehmen, denkbar.59 Auf die konkreten Möglichkeiten von Kooperationen im Marketing wird im vierten Kapitel detaillierter eingegangen. Eine Sonder- bzw. Zwischenform der Kooperation stellen Joint Ventures dar. Joint Ventures sind Gemeinschaftsunternehmen im Sinne der Gründung von gemeinsam betriebenen Entwicklungsgesellschaften. Gesellschaftsrechtlich zu unterscheiden sind die Formen des Contractual Joint Ventures und des Equity Joint Ventures60. Wesentliche Merkmale eines Joint Ventures sind gemeinsame, langfristige Interessen und Ziele der Partner, die meist in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Marketing, Produktion, Einkauf, Finanzierung oder einer Kombination aus diesen liegen.61 Insbesondere im internationalen Marketing sind Joint Ventures von großer Bedeutung. Die Partnerschaft zwischen Unternehmen aus dem In- und Ausland stellt oft die einzige Möglichkeit dar, in einigen Ländern Fuß zu fassen.62 [...]
Bei der losen Kooperation besteht zwischen den beteiligten Unternehmen keine vertragliche Bindung. Beispiele loser Kooperationen sind unverbindliche Vereinbarungen und Regelungen oder mündliche Absprachen. Die lose Kooperation ist die unabhängigste, unverbindlichste Form der Kooperation, die für die beteiligten Unternehmen am wenigsten verpflichtend ist. Lose Kooperationen können der Einstieg in Unternehmenskooperationen sein, aus denen sich bei erfolgreicher Zusammenarbeit eine vertraglich geregelte Partnerschaft entwickelt. Bei der vertraglichen Kooperation beruht die Zusammenarbeit rechtlich und wirtschaftlich selbständiger Unternehmen auf vertraglichen Regelungen. Kooperationen können sich über das gesamte Unternehmen oder nur in bestimmte Wertschöpfungsbereiche wie F&E, Produktion, Marketing oder Vertrieb erstrecken. In diesem Zusammenhang wird häufig auch der Begriff der „strategischen Allianz“ oder der „strategischen Partnerschaft“ genannt. Darunter versteht man meist eine freiwillige, zielorientierte Zusammenarbeit von Unternehmen, die rechtlich selbständig bleiben und deren Zusammenarbeit auf den festgelegten Teilgebieten [...]
3.2 Exogene Einflussfaktoren Eine Vielzahl äußerer Faktoren im Umfeld von Unternehmen haben zum Teil fördernden als auch behindernden Einfluss auf das Kooperationsvorhaben bzw. die Kooperation. Diese exogenen Einflussfaktoren werden im Folgenden unterteilt in generelle und spezielle Umfelddeterminanten und näher betrachtet: Die generellen Umfelddeterminanten umfassen im Einzelnen die rechtlichen Rahmenbedingungen, sozio-ökonomische sowie Rahmenbedingungen. Politisch-rechtliche Rahmenbedingungen können in ihrer Wirkung sowohl fördernden als auch einschränkenden Charakter haben. Von besonderer Relevanz sind in diesem Zusammenhang gesetzliche Bestimmungen in Form wettbewerbsrechtlicher Regelungen wie beispielsweise Kartellregelungen. Der politisch-rechtliche Rahmen wird wesentlich geprägt durch fortschreitende Liberalisierungs- und Deregulierungstendenzen, wie jüngste Entwicklungen in den Branchen Energie, Telekommunikation und Transport zeigen.46 politisch- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832479862
Arbeit zitieren:
Witte, Vera Januar 2004: Innovative Konzepte im Marketing: Co-Marketing als Kooperationsstrategie im Markenmanagement, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Co-Branding, Kooperation, kooperatives Marketing, American Express, Bosch



