Innovationsmanagement als Unternehmensaufgabe
Einflußfaktoren, Methoden und Ideenquellen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andrea Ruske
- Abgabedatum: Dezember 1999
- Umfang: 153 Seiten
- Dateigröße: 802,7 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Universität der Künste Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5268-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5268-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5268-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ruske, Andrea Dezember 1999: Innovationsmanagement als Unternehmensaufgabe, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Innovation, Methoden, Ideenfindung, Informationsbeschaffung
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Diplomarbeit von Andrea Ruske
Einleitung:
Der Erfolg eines Unternehmens wird maßgeblich von der Innovationsbereitschaft und damit auch vom Innovationsmanagement geprägt. Dabei ist die Untersuchung von Innovationsprozessen in Organisationen bzw. der Innovativität von Organisationen im Informations- und Wissenszeitalter zu einem wichtigen Thema geworden.
Lange Zeit beschäftigte sich die Betriebswirtschaftslehre mit der Thematik „Innovation“ nahezu ausschließlich beschränkt auf die technischen und ökonomischen Aspekte der verschiedenen Innovationsarten.
Innovationen versetzen Unternehmen in die Lage, ihren Kunden einen Mehrwert zu bieten und ihre Wettbewerbskraft zu revitalisieren. Die Nutzung dieses Potentials erfordert ein umfassendes und ganzheitliches Innovationsmanagement.
Ausgangspunkt für die Betrachtungen in dieser Diplomarbeit war die Fragestellung - wie in betriebswirtschaftlichen Organisationen Innovationen geschaffen werden können.
- welche Bedingungen vorhanden sein müssen.
- welche Methoden im Innovationsmanagement angewandt werden.
Diese Arbeit zeigt den derzeitigen Status Quo in bezug auf Einflußfaktoren, Methoden und Ideenquellen auf und gibt Anregungen für ein Innovationsmanagement als wichtige Aufgabe im Unternehmen. Dabei spielten z.B. Benchmarking, FMEA, QFD, TQM, Meilensteine, simultane Entwicklung als Innovationsmethoden, die Nutzung von internen und externen Ideenquellen einschließlich entsprechendem Schnittstellenmanagement sowie das inner- und außerbetriebliche Innovationsumfeld eine entscheidende Rolle.
Die im siebenten Kapitel vorgestellte und noch nicht veröffentlichte Längsschnittstudie zum Thema Innovationsmanagement des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation bildete den Ausgangspunkt und praktischen Teil dieser Diplomarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. Kapitel: Innovationen | ||
| 1. | Innovationen | 1 |
| 1.1 | Der Begriff Innovation | 1 |
| 1.2 | Notwendigkeit von Innovationen | 3 |
| 1.3 | Das Wissens- und Informationszeitalter | 5 |
| 1.4 | Der Faktor Mensch im Unternehmen | 6 |
| 1.5 | Der Innovationsprozeß | 9 |
| 1.6 | Innovationsarten | 10 |
| 1.6.1 | Produktinnovationen | 11 |
| 1.6.2 | Prozeßinnovationen | 11 |
| 1.6.3 | Organisatorische Innovationen | 12 |
| 1.6.4 | Sozialinnovationen | 12 |
| 1.6.5 | Basis- und Folgeinnovationen | 13 |
| 1.7 | Messung von Innovationen | 15 |
| 2. Kapitel: Innovationsmanagement | ||
| 2. | Innovationsmanagement | 18 |
| 2.1 | Notwendigkeit des Innovationsmanagements | 19 |
| 2.2 | Entwicklung des Innovationsmanagements | 20 |
| 2.3 | Aufgaben und Ziele des Innovationsmanagements | 22 |
| 2.4 | Ganzheitliche Innovationen | 23 |
| 2.5 | Schwachstellen im Innovationsprozeß | 25 |
| 3. Kapitel: Innovationsfördernde Faktoren | ||
| 3. | Innovationsfördernde Faktoren | 27 |
| 3.1 | Das innerbetriebliche Innovationsumfeld | 29 |
| 3.1.1 | Unternehmenskultur | 29 |
| 3.1.2 | Unternehmensorganisation – Strukturen im Unternehmen | 31 |
| 3.1.3 | Umgang mit Risiken | 34 |
| 3.1.4 | Markt- und Kundenorientierung | 36 |
| 3.1.5 | Führungsverhalten | 37 |
| 3.1.6 | Mitarbeiterorientierung | 40 |
| 3.1.7 | Motivation | 43 |
| 3.1.8 | Vergütungsmöglichkeiten für Innovationsleistungen | 46 |
| 3.2 | Das außerbetriebliche Innovationsumfeld | 49 |
| 3.2.1 | Politische Rahmenbedingungen | 49 |
| 3.2.2 | Innovationsförderung in Deutschland | 52 |
| 4. Kapitel: Methoden des Innovationsmanagements | ||
| 4. | Methoden des Innovationsmanagements | 55 |
| 4.1 | Meilensteine | 55 |
| 4.2 | Simultane Entwicklung | 57 |
| 4.3 | Total Quality Management (TQM) | 59 |
| 4.4 | Fehler-Möglichkeits-und-Einfluß-Analyse (FMEA) | 61 |
| 4.5 | Quality Function Deployment (QFD) | 62 |
| 4.6 | Wertgestaltung | 63 |
| 4.7 | Benchmarking | 65 |
| 4.7.1 | Internes Benchmarking | 66 |
| 4.7.2 | Externes Benchmarking | 67 |
| 4.8 | Reengineering | 68 |
| 4.9 | Prozeßorientierung | 70 |
| 5. Kapitel: Informationsbeschaffung und Ideenquellen | ||
| 5. | Informationsbeschaffung und Ideenquellen | 71 |
| 5.1 | Kooperation zwischen den Abteilungen | 73 |
| 5.1.1 | Schnittstelle FuE – Beschaffung | 74 |
| 5.1.2 | Schnittstelle FuE – Produktion | 75 |
| 5.1.3 | Schnittstelle FuE – Marketing | 76 |
| 5.2 | Kommunikation mit dem Kunden | 79 |
| 5.3 | Zugang zu externem Know-how | 80 |
| 5.4 | Lieferantenbeziehungen | 81 |
| 6. Kapitel: Studien zum Innovationsmanagement | ||
| 6. | Studien zum Innovationsmanagement | 83 |
| 6.1 | Studie zu „harten” und „weichen” Innovationsfaktoren | 84 |
| 6.1.1 | Interne und externe Kommunikation | 86 |
| 6.2 | Innovationserhebung von 1996 des ZEW | 88 |
| 6.2.1 | Informationsquellen für Innovationen | 89 |
| 6.3 | Studie der Fraunhofer Gesellschaft (IPA, IAO, IPK) | 92 |
| 6.3.1 | Kooperationen zwischen Abteilungen | 92 |
| 6.3.2 | Methodenanwendung | 93 |
| 6.3.3 | Ideenquellen | 93 |
| 7. Kapitel: Aktuelle Längsschnittstudie zum Innovationsmanagement | ||
| 7. | Längsschnittstudie des Fraunhofer Institutes (IAO) zum Innovationsmanagement in Deutschland | 96 |
| 7.1 | Zielsetzung der Studie | 96 |
| 7.2 | Durchführung der Studie | 97 |
| 7.3 | Merkmale der befragten Unternehmen | 98 |
| 7.4 | Allgemeine Fragen zum Innovationsmanagement | 100 |
| 7.4.1 | Schnittstelle Marketing – Forschung und Entwicklung | 100 |
| 7.4.2 | Schnittstelle Forschung und Entwicklung – Produktion | 101 |
| 7.4.3 | Schnittstelle Produktion – Vertrieb | 101 |
| 7.5 | Methoden und Vorgehensweisen des Innovationsmanagements | 104 |
| 7.5.1 | Benchmarking | 106 |
| 7.5.2 | Quality Function Deployment | 107 |
| 7.5.3 | Internes Benchmarking | 108 |
| 7.5.4 | Wertgestaltung | 109 |
| 7.5.5 | Benchmarking von Wettbewerbern | 110 |
| 7.5.6 | Meilensteine | 111 |
| 7.5.7 | Änderung von Ablauf- und Aufbauorganisation | 112 |
| 7.5.8 | TQM und Fehler-Möglichkeits-und-Einfluß-Analyse | 115 |
| 7.6 | Projektbewertung und -auswahl | 116 |
| 7.7 | Kundenzufriedenheit | 119 |
| 7.8 | Vergütungssystem und Personalwesen im FuE-Bereich | 120 |
| 7.9 | Wettbewerbs- und Technologiebeobachtung | 122 |
| 7.10 | Technologische Kooperationen und Zugang zu externem Know-how | 125 |
| 7.11 | Zusammenfassung | 128 |
| 8. Kapitel: Fazit | ||
| 8. | Fazit | 131 |
| 8.1 | Ausgewählte Ergebnisse der Längsschnittstudie | 132 |
| 8.2 | Mögliche Ansätze im Bereich Innovationsmanagement | 135 |
| Anhang | ||
| Literaturverzeichnis | 139 | |
| Abbildungsverzeichnis | 147 | |
| Tabellenverzeichnis | 149 |
Kommunikationsweise oder eine gegenseitige Substitution als ungeeignet angesehen. In weniger innovativen Unternehmen wird nach Aussagen dieser Studie informaler Kommunikation eine untergeordnete Rolle zugeschrieben, wobei teilweise auf die negativen Konsequenzen dieser Art von Kommunikation im Unternehmen als Erklärung verwiesen wird. Mit zunehmender Größe der Unternehmens kommt es nach ihrer Ansicht sogar zu einer Verstärkung dieser Problematik. Im Gegensatz dazu geben innovative Unternehmen an, daß der zusätzliche Nutzen informaler Kommunikation gegenüber den potentiellen negativen Implikationen überwiegt. Ein weiterer Unterschied zwischen innovativen und weniger innovativen Unternehmen in bezug auf Kommunikation besteht in der Ausgestaltung der externen Kommunikationsbeziehungen und der Zugänglichkeit der daraus gewonnenen Informationen für den Mitarbeiter. Bei den untersuchten innovativen Unternehmen sind die externen [...]
Für eine rasche Realisierung der Produktentwicklungsprojekte ist die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten und die schnelle und frühzeitige Weitergabe von Informationen ebenfalls notwendig. Die Zusammenarbeit mit den Lieferanten ist auch aus Kostengründen und zur Gewinnung des notwendigen Know-hows naheliegend, um die Kosten der Information zu minimieren.156 Sie entspricht auch in den meisten Fällen den Wünschen der Lieferanten, da für ihr Know-how weitere Anwendungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit mit dem Unternehmen gefunden werden und sich somit auch neue Umsatzchancen ergeben können. Vor allen Dingen für Zulieferer, die Einfach- oder Standardprodukte herstellen, besteht ein großes Marktrisiko. Ein Lieferantenwechsel ist hier für den Abnehmer ohne große Probleme möglich. Daher wird der Zulieferer „...um seine Position als ausgewählter Zulieferer behaupten zu können, verstärkt in Forschungs- und Entwicklungsarbeiten investieren.“157 Er macht sich damit als Partner des Unternehmens schwieriger ersetzbar. Ein weiterer Vorteil dieser Partnerschaft ist die Transformierung von fixen Kosten in variable Kosten im Unternehmen. Andernfalls müssen eigene FuE-Kapazitäten vom Hersteller aufgebaut werden, die aber möglicherweise längerfristig nicht ausgelastet werden.158 [...]
Gründe, diese externen Informationsquellen zu nutzen, sind sehr vielfach, beispielsweise nimmt das Spektrum der Technologien für neue Produktgenerationen in einem Maße zu, daß es dem einzelnen Unternehmen schwerfällt, alle Entwicklungsanforderungen aus eigener Kraft zu erfüllen. Die Aufgabe des Innovationsmanagements ist es, dieses externe Know-how organisatorisch in den innerbetrieblichen Innovationsprozeß einzubinden. Erst die unternehmensexterne Kommunikation trägt dazu bei, überhaupt mögliche Partner für das Unternehmen zu finden. Jede Gesellschaft besitzt einen großen Überschuß an guten Ideen und Erfindungen. Allerdings besteht vor allen Dingen im Produktbereich die Schwierigkeit in erster Linie darin, die Voraussetzungen zu schaffen, um diese Ideen in kommerzielle Produkte umzuwandeln. Insgesamt wird die Bedeutung von frei verfügbaren Quellen oft unterschätzt oder die Nutzung des externen Know-hows als letzte Zuflucht angesehen. 90% aller Informationen152, die benötigt werden, um Entscheidungen zu treffen und um den Markt und die Konkurrenten zu begreifen, sind bereits veröffentlicht oder können aus [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832452681
Arbeit zitieren:
Ruske, Andrea Dezember 1999: Innovationsmanagement als Unternehmensaufgabe, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Innovation, Methoden, Ideenfindung, Informationsbeschaffung



