Innovationen im Kreditgeschäft der Banken zur Steuerung des Adressenausfallrisikos
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andrea Hiemer
- Abgabedatum: Oktober 1997
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 3,2 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1468-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1468-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1468-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hiemer, Andrea Oktober 1997: Innovationen im Kreditgeschäft der Banken zur Steuerung des Adressenausfallrisikos, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Banken, Kreditgeschäft, Adressenausfallrisiko
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Diplomarbeit von Andrea Hiemer
Problemstellung:
Die Finanzmärkte sollen einen Interessenausgleich zwischen Kapitalnachfragern und Kapitalanbietern herstellen. Die Banken können dabei ihre Intermediationsfunktion auf eine reine Vermittlungstätigkeit beschränken oder sich bilanzwirksam dazwischenschalten. Dabei werden die Kreditinstitute auf der Passivseite ihrer Bilanz (Mittelherkunft) verpflichtet, Einlegerschutz und damit Sicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig unterliegt die Aktivseite ihrer Bilanz (Mittelverwendung) latent Risiken, d.h. Forderungsverlusten. Dieser Widerspruch innerhalb der Bilanz charakterisiert eine der Hauptaufgaben der Banken, die Optimierung der Risikoübernahme gegen Entgelt (Risikotransformation). Dennis Weatherstone, Chairman von J.P. Morgan, formulierte entsprechend "Managing risk is the business of banking indeed". Die Geldinstitute unterliegen im Rahmen ihres Geschäftsbetriebes verschiedenen Risiken. Die Marktrisiken haben sie dank derivativer Instrumente, die der Absicherung und Diversifikation dienen, weitgehend im Griff. Die Grundsatzrisiken werden durch von der Bankenaufsicht (BAKred) erlassene Bestimmungen (Grundsätze I - III) begrenzt. Das Ausfallrisiko, als Teil der Bonitätsrisiken, gewinnt mit Blick auf die Zunahme von Insolvenzfällen in den letzten Jahren und die damit verbundenen rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen für die Banken eine völlig neue Dimension. Die Kreditinstitute haben deshalb zum Zwecke des Risiko- und Portfoliomanagements neue Instrumente auf dem Kassa- und Terminmarkt entwickelt, die aufgrund ihrer vielfältigen Möglichkeiten zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Gang der Untersuchung:
Die ansteigenden Insolvenzzahlen zwingen die Banken zur Abkehr ihrer quantitativen hin zur qualitativen Gestaltung der Geschäftspolitik, insbesondere bzgl. ihres Kreditportfolios. Die Geldinstitute sind bestrebt, im Rahmen eines effizienten Risikomanagements die eventuell einzugehenden oder bereits eingegangenen Risiken zu erkennen, zu quantifizieren, zu steuern und zu kontrollieren. Ziel der Arbeit ist die Vorstellung von innovativen Instrumenten, die diesen Anforderungen genügen sowie deren Marktrelevanz. Als 'Innovation' wird in diesem Zusammenhang auf dem Kassamarkt die Möglichkeit der Verbriefung von Forderungen verstanden. Auf dem Terminmarkt sind 'Innovationen' als neu entwickelte Kreditprodukte zu verstehen, die losgelöst vom Grundgeschäft gehandelt werden (Derivate). Im zweiten Teil der Arbeit wird die Notwendigkeit der Steuerung und die Bedeutung des Adressenausfallriskos für die Banken in Bezug auf ihr Kreditengagement dargestellt. Hierzu werden die bisherigen Ansätze der Ausfallrisikosteuerung sowie die Neudefinition des Ausfallrisikos auf Basis der Optionspreistheorie erläutert. Im dritten Kapitel werden Innovationen im Bereich der Kassainstrumente zu einer effektiven Ausfallrisikosteuerung vorgestellt. Im vierten Abschnitt wird analog dazu auf innovative Terminprodukte eingegangen. Die momentane Marktgängigkeit der beschriebenen Werkzeuge sowie deren Anwendungsmöglichkeiten im genossenschaftlichen Bankensektor wird in Kapitel fünf beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Anlagenverzeichnis | VII | |
| 1. | Grundlegung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Ziel und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Das Adressenausfallrisiko und Ansätze zur Risikosteuerung | 3 |
| 2.1 | Das Adressenausfallrisiko | 3 |
| 2.1.1 | Definition des Adressenausfallrisikos | 3 |
| 2.1.2 | Praktische Bedeutung des Adressenausfallrisikos für die Banken | 4 |
| 2.1.3 | Notwendigkeit der Bewertung und Steuerung des Adressenausfallrisikos | 6 |
| 2.2 | Traditionelle Ansätze zur Adressenausfallrisikosteuerung | 6 |
| 2.3 | Bewertung des kundenspezifischen Ausfallrisikos | 7 |
| 3. | Innovative Kassaprodukte zur Adressenausfallrisikosteuerung | 9 |
| 3.1 | Asset backed securities (ABS) | 10 |
| 3.1.1 | Beteiligte an der Asset backed securities-Transaktion | 11 |
| 3.1.2 | Bestandteile des Asset backed securities-Konzeptes | 13 |
| 3.1.3 | Veränderungen in der Bilanzierung | 15 |
| 3.1.4 | Stellungnahme der Bankenaufsicht | 15 |
| 3.1.5 | Steuerliche Auswirkungen | 16 |
| 3.1.6 | Ausgestaltungsmöglichkeiten des Asset backed securities-Gefüges | 16 |
| 3.1.7 | Steuerungsansätze mittels Asset backed securities | 17 |
| 3.1.7.1 | Anwendung zum Adressenausfallrisikomanagement | 18 |
| 3.1.7.2 | Möglichkeit eines aktiven Bilanz- und Liquiditätsmanagements | 19 |
| 3.1.7.3 | Erzielbare Ertragsverbesserungen | 20 |
| 3.1.7.4 | Ausbau des Kundenmanagements | 21 |
| 3.2 | Credit notes | 21 |
| 3.2.1 | Berücksichtigung der Credit notes-Emission im Jahresabschluß | 22 |
| 3.2.2 | Bankenaufsichtsrechtliche Regelungen zu Credit notes | 23 |
| 3.2.3 | Risiken in Verbindung mit Credit notes | 23 |
| 3.2.4 | Steuerungsmöglichkeiten via Credit notes | 24 |
| 4. | Innovative Terminprodukte zur Adressenausfallrisikosteuerung | 27 |
| 4.1 | Unbedingte Termingeschäfte | 28 |
| 4.1.1 | Definiton 'Credit swap' | 28 |
| 4.1.2 | Rechtliche Aspekte | 29 |
| 4.1.2.1 | Vertragsbedingungen des Credit swaps | 29 |
| 4.1.2.2 | Berücksichtigung des Credit swaps in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung | 30 |
| 4.1.3 | Regelungen der Bankenaufsicht bezüglich Kreditderivaten | 31 |
| 4.1.4 | Übernahme des Kontrahentenrisikos | 32 |
| 4.1.5 | Varianten zum Credit swap | 32 |
| 4.2 | Bedingte Termingeschäfte | 36 |
| 4.2.1 | Definition 'Credit option' | 37 |
| 4.2.2 | Rechtliche Aspekte | 38 |
| 4.2.2.1 | Vertragsinhalt der Credit option | 38 |
| 4.2.2.2 | Bilanzierung der Credit option und Verbuchung der Prämie in der Gewinn- und Verlustrechnung | 38 |
| 4.2.3 | Bankenaufsichtsrechtliche Regelungen zur Credit option | 39 |
| 4.2.4 | Risiken im Zusammenhang mit dem Abschluß einer Creditoption | 40 |
| 4.2.5 | Modifikationen der Credit option | 40 |
| 4.3 | Steuerungsmöglichkeiten mittels Credit derivatives | 43 |
| 4.3.1 | Einsatz zur Adressenausfallrisikosteuerung | 43 |
| 4.3.2 | Verbesserungsmöglichkeiten für das Eigenkapitalmanagement | 48 |
| 4.3.3 | Nutzung von Arbitragemöglichkeiten und komparativen Kostenvorteilen | 48 |
| 4.3.4 | Einflußmöglichkeiten auf die Bilanzpolitik | 49 |
| 4.3.5 | Möglichkeiten der Ertragssteuerung | 50 |
| 5. | Fazit | 51 |
| 5.1 | Der Markt der Kreditinnovationen | 51 |
| 5.2 | Einsatz der Kreditinnovationen im Genossenschaftssektor | 55 |
| 5.3 | Zusammenfassung | 57 |
| Anlagen | VIII | |
| Literaturverzeichnis | IX | |
| Firmenverzeichnis | XV | |
| Eidesstattliche Versicherung | XVI |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832414689
Arbeit zitieren:
Hiemer, Andrea Oktober 1997: Innovationen im Kreditgeschäft der Banken zur Steuerung des Adressenausfallrisikos, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Banken, Kreditgeschäft, Adressenausfallrisiko



