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Injektionsstabilisierung von Laserdioden

Injektionsstabilisierung von Laserdioden
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Harald Rhode
  • Abgabedatum: September 1996
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 1,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6019-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6019-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6019-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rhode, Harald September 1996: Injektionsstabilisierung von Laserdioden, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Laser, Ionenfalle, Laserstabilisierung, Fabry-Perot Resonator

Diplomarbeit von Harald Rhode

Zusammenfassung:

In der vorliegenden Arbeit wurde Aufbau und Betrieb eines injektionsstabilisierten Diodenlasersystems vorgestellt.

Es wurden neben den allgemeinen Laserdiodeneigenschaften die speziellen und extrem vielfältigen Verhältnisse der Injektionsstabilisierung bezüglich Fangbereich und Stabilität theoretisch sowohl analytisch als auch numerisch untersucht. Die experimentellen Ergebnisse liegen in guter übereinstimmung mit der Theorie.

Der Aufbau eines Diodenlasersystems in Littrow-Anordnung, welches sowohl für die Hochleistungsdiode als auch für die Führungsdiode geeignet ist, wurde vorgestellt. Da bei der Führungsdiode die Langzeitstabilität nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt, wird die Führungsdiode nur mit Hilfe eines Gitters auf eine Linienbreite im Bereich einiger 100 kHz reduziert.

Beide Laserdioden haben eine elektronisch stabilisierte Stromversorgung und werden mit Peltierelementen gekühlt. Dabei wird die Temperatur mit elektronischen Reglern auf +-10 mK konstant gehalten.

Zuerst wurden die Eigenschaften der Hochleistungsdiode ohne Injektionsstabilisierung beschrieben. Dort ist vor allem die Modenstruktur und das Strahlprofil im Vergleich zu handelsüblichen Laserdioden kleinerer Leistung auffällig. Weiterhin zeigt die Diode unter bestimmten Rückkopplungsbedingungen chaotische Amplitudenoszillationen.

Beim injektionsstabilisierten Betrieb läßt sich die Hochleistungsdiode auf die Moden des Führungslasers zwingen.

Die Güte der Ankopplung ist sehr stark vom Strom und der Temperatur der Hochleistungsdiode abhängig, da nur innerhalb eines kleinen Bereiches das Verstärkungsmaximum der Hochleistungsdiode auf der injizierten Frequenz liegt. Die beste Ankopplung wird bei 5C und 190 mA erzielt.

Bei höheren Injektionsstömen über 220 mA schwingen Eigenmoden der Hochleistungsdiode an und im Bereich von 300 mA ist zwar die injizierte Mode noch sichtbar, aber über 95% der Energie werden auf den Eigenmoden der Hochleistungsdiode emittiert.

Die maximale injektionsstabilisierte Leistung beträgt etwa 10 mW. Diese Leistung reicht aus, um das Experiment zur Spektroskopie am Barium deutlich zu verbessern.

Zum genaueren Studium wurde die Kopplung zweier Laserdioden mit 5mW Leistung untersucht.

Es wurde das Fangverhalten gemessen und festgestellt, daß der Fangbereich in der Größenordnung des theoretisch zu erwartenden Wertes liegt. Auch der theoretisch zu erwartende instabile Bereich wurde gefunden.

Aus den gewonnenen Daten läßt sich ein experimenteller Wert für den alpha-Parameter ermitteln.

Es wurde alpha zu 4.9+-1.7 bestimmt. Der Wert liegt im Bereich dessen, was andere Messungen für ähnliche Diodentypen ergaben, ein Literaturwert für die vermessenen Phillips CQL820D Laserdioden liegt nicht vor.

Bei Versuchen zur Injektionsstabilisierung zweier Phillips CQL 806D Dioden wird bei Lichtinjektion außerhalb der Resonanz eine Verschiebung der Wellenlänge des geführten Lasers nur in Abhängigkeit von der Intensität des injizierten Lichtes beobachtet. Es wird eine Verstimmung um bis zu 256 MHz pro mW injizierter Leistung beobachtet. Diese Verstimmung ist stark von der Wellenlängendifferenz zwischen dem eingestrahlten und dem emittierten Licht abhängig. Mit diesem Effekt können Laserdioden ohne die sonst üblichen Störungen durch (zusätzliche) Elektronik durchgestimmt werden.

Die Kopplung zweier Laserdioden sowohl im kohärenten als auch im inkohärenten Betrieb birgt eine reichhaltige Physik und zeigt vielfältige interessante Effekte, die für zukünftige Entwicklungen zu nutzen sind.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 3
2. Spektroskopie am Ba+ Ion 7
2.1 Das Ba+Ion 7
2.2 Spektroskopie 8
3. Laserdioden 11
3.1 Halbleiter als Lasermedium 11
3.2 Struktur der Laserdiode 16
3.2.1 Gewinn- und Indexgeführte Laserdioden 17
3.3 Spektrale Eigenschaften von Laserdioden 18
3.3.1 Allgemeines 18
3.3.2 Linienbreite einer Laserdiode 19
3.3.3 Longitudinale und transversale Modenselektion 21
4. Frequenzstabilisierung von Diodenlasern 24
4.1 Optische Rückkopplung 24
4.1.1 Optische Rückkopplung mit einem Gitter 25
4.1.2 Optische Rückkopplung mit einem Resonator 26
4.2 Elektronische Rückkopplung 28
5. Injektionsstabilisierung 31
5.1 Theoretische Behandlung 32
5.1.1 Stationäre Lösungen 34
5.1.2 Stabilitätseigenschaften 35
5.2 Experimentelle Beobachtungen 37
5.3 Laserdioden als optische Verstärker 38
5.3.1 Verstärker mit seitlichem Lichteinfall 39
5.3.2 Verstärker im Durchlichtbetrieb 40
6. Aufbau des Lasersystems 43
6.1 Hochleistungsdiode ohne Stabilisierung 43
6.1.1 Aufbau 44
6.2 Hochleistungsdiode mit Stabilisierung 46
6.2.1 Aufbau 46
6.2.2 Justierung 47
6.2.3 Strahlformung 48
7. Messungen mit dem Lasersystem 52
7.1 Hochleistungsdiode ohne Stabilisierung 52
7.1.1 Kennlinie 52
7.1.2 Temperaturverhalten 53
7.1.3 Modenstruktur und Strahlprofil 55
7.1.4 Spektrum 56
7.1.5 Chaotisches Verhalten 57
7.2 Hochleistungsdiode mit Stabilisierung 60
7.2.1 Ankopplungsverhalten 60
7.2.2 Spektrales Ankopplungsverhalten 62
8. Kopplung zweier Kleinleistungsdioden 64
8.1 Messung des Fangbereichs 64
8.2 Messung des alpha -Faktors 69
8.3 Injektion ausserhalb der Resonanz 70
8.3.1 Hinweis zur Justierung 72
9. Zusammenfassung und Ausblick 74
10. Anhang 76
10.1 Die Optische Diode 76
10.2 Laserdioden-Stromquellen 77
Geräteliste 81
Literaturverzeichnis 81

Arbeit zitieren:
Rhode, Harald September 1996: Injektionsstabilisierung von Laserdioden, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Laser, Ionenfalle, Laserstabilisierung, Fabry-Perot Resonator

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