Zum Infostand von Öko-Käufern im Supermarkt
Was Öko-Käufer wissen und was sie zu wissen glauben
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christine Volk-Uhlmann
- Abgabedatum: Februar 1999
- Umfang: 97 Seiten
- Dateigröße: 437,1 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2108-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2108-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2108-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Volk-Uhlmann, Christine Februar 1999: Zum Infostand von Öko-Käufern im Supermarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Öko-Käufer, Informationsstand
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Diplomarbeit von Christine Volk-Uhlmann
Einleitung:
Obwohl die Zahl der Betriebe und somit auch die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland zunimmt und obwohl zum Thema ökologischer Landbau schon zahlreiche Studien durchgeführt wurden, fehlen -abgesehen von der Arbeit von KLEYMANN- Untersuchungen über den Wissensstand der Öko-Käufer, ihr Informationsverhalten und darüber, wie Öko-Käufer ihren Wissensstand selbst einschätzen. Diese Lücke will die vorliegende Untersuchung schließen.
Die meisten der vorliegenden Arbeiten zum Thema Lebensmittel aus ökologischem Anbau befassen sich mit Motiven für den Kauf von Öko-Lebensmitteln, den sozio-demographischen Kennzeichen der Öko-Käufer, alternativ aufgesuchten Einkaufsstätten und den gekauften Warengruppen. Zwar sind die drei ersten Fragenkomplexe auch Bestandteil dieser Arbeit. Sie dienen jedoch in erster Linie dazu, herauszufinden, wie sich diese Variablen auf Wissen und Selbsteinschätzung der Verbraucher auswirken, d.h. sie sind sozusagen nur die unabhängigen Variablen zur Klärung der abhängigen Variablen Wissen und Selbsteinschätzung.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung (vor allem diejenigen über das Informationsverhalten der Öko-Käufer) sollen es Anbietern, Anbauverbänden und öffentlicher Hand ermöglichen, gezielt Informationen bereitzustellen, welche die Defizite der Verbraucher bezüglich ihres Wissens zum ökologischen Landbau verringern helfen und den Absatz von Öko-Produkte fördern.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Problemstellung | 8 |
| 1.2 | "Lebensmittel aus ökologischem Anbau" sind... | 9 |
| 1.3 | Zielsetzung | 9 |
| 1.4 | Arbeitshypothesen | 10 |
| 2. | Information | 12 |
| 2.1 | Wie entsteht Informationsbedarf | 12 |
| 2.2 | Kosten von Informationen | 13 |
| 2.3 | Information und Lebensmittel aus ökologischem Anbau | 13 |
| 2.3.1 | Das Problem der Überprüfbarkeit | 13 |
| 2.3.2 | Vorhandene Informationsquellen | 14 |
| 3. | Methode | 15 |
| 3.1 | Vorgehensweise | 15 |
| 3.2 | Begründung der Methode | 15 |
| 3.3 | Die Erstellung des Fragebogens | 17 |
| 3.4 | Auswertung der Befragung | 17 |
| 4. | Ergebnisse | 20 |
| 4.1 | Deskriptive Ergebnisse | 20 |
| 4.1.1 | Beschreibung der Märkte sowie der Stichprobe | 20 |
| 4.1.2 | Sozio-demographische Merkmale | 21 |
| 4.1.3 | Selbsteinschätzung der Informiertheit und der Ergebnisse des Wissenstests sowie Auswertung der Statements | 27 |
| 4.1.4 | Vergleich: Selbsteinschätzung und Statements | 33 |
| 4.1.5 | Bezeichnungen für Lebensmittel aus ökologischem Anbau | 35 |
| 4.1.6 | Einkaufsverhalten | 36 |
| 4.1.7 | Informationsverhalten | 41 |
| 4.2 | Analytische Ergebnisse | 42 |
| 4.2.1 | Bewertung der Arbeitshypothesen | 42 |
| 4.2.2 | Weitere Ergebnisse aus Korrelationsrechungen und Kreuztabellen | 45 |
| 4.2.3 | Zusammenfassung der eigenen Ergebnisse | 53 |
| 5. | Interpretation | 55 |
| 5.1 | Interpretation der Ergebnisse vor denen anderer Studien | 55 |
| 5.1.1 | Vergleich verschiedener Studien bezüglich Zielgruppe, Stichprobenumfang, Repräsentativität, Erhebungsjahr, und Befragungsort | 56 |
| 5.1.2 | Sozio-demographische Merkmale | 57 |
| 5.1.3 | Bezeichnungen für Lebensmittel aus ökologischem Anbau | 64 |
| 5.1.4 | Einkaufsverhalten | 65 |
| 5.1.5 | Informationsverhalten | 73 |
| 5.2 | Vorhersagen anderer Institutionen | 74 |
| 6. | Schlußfolgerungen | 78 |
| 6.1 | Schlußfolgerungen für die Supermärkte | 78 |
| 6.2 | Schlußfolgerungen für Anbauverbände und öffentliche Verwaltung | 79 |
| 6.3 | Schlußfolgerungen für weiteren Forschungsbedarf | 79 |
| 7. | Empfehlungen | 81 |
| 7.1 | Empfehlungen bezüglich der Verbesserung der Information von Konsumenten | 81 |
| 7.1.1 | Einheitliches (Marken-)Zeichen | 81 |
| 7.1.2 | Bessere Information der Kunden in den Supermärkten | 82 |
| 7.1.3 | Schulung des Verkaufspersonals in Nicht-Fachgeschäften | 83 |
| 7.1.4 | Plazierung der Öko-Lebensmittel | 83 |
| 7.2 | Empfehlungen bezüglich des Absatzes von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau | 84 |
| 7.2.1 | Vorverarbeitete Lebensmittel | 84 |
| 7.2.2 | Preispolitik | 86 |
| 7.2.3 | Ausweitung des Sortiments | 86 |
| 7.2.4 | Neue Handelsformen | 86 |
| 7.2.5 | Ausweitung der EG-Verordnung auf tierische Lebensmittel | 87 |
| 8. | Zusammenfassung | 89 |
| 9. | Literatur | 92 |
| 10. | Anhang | 94 |
| 10.1 | Fragebogen | 94 |
| 10.2 | Erklärung an Eides statt | 101 |
SOMMER erklärt die geringe Zahl von 18-25-Jährigen damit, daß diese oft noch bei den Eltern wohnen und somit keinen eigenen Haushalt führen. Die (von ihr) unerwartet hohe Zahl von 65-75-Jährigen schreibt sie der Vermutung zu, daß diese Altersklasse nicht -wie oft angenommen- weniger mobil sei, sondern vielmehr den Einkauf direkt ab Hof als Teil der Freizeitgestaltung betrachte. Bei der Untersuchung von BÖCKENHOFF/HAMM tritt keine Altersgruppe besonders hervor. P RUMMER43 kam 1994 zu dem Ergebnis, daß der durchschnittliche „echte ÖkoKäufer“ (hierunter versteht er Personen, die tatsächlich Ökoprodukte kaufen und Einkaufsstätten und/oder Markenzeichen benennen können) weniger als 50 Jahre alt ist. BEI KESSLER sind typische Öko-Käufer durchschnittlich 43 Jahre alt. Die Untersuchung von FÖRSTER kam zu dem Ergebnis, daß 43% von ihnen ein Alter von 25 bis 34 Jahren haben. Interpretation: Insgesamt ist die Altersverteilung in jeder Studie abhängig von der Uhrzeit der Befragung, der Wohnbevölkerung und davon, wie die Befragten erreicht wurden. In allen Untersuchungen ist die Mehrzahl der Befragten unter 50 Jahren alt. Mögliche Erklärungen gibt es einige: • Öko-Produkte könnten für ältere Personen zu teuer sein. • Personen über 50 könnten andere Ernährungsformen wie z.B. sogenannte Hausmannskost mit einem hohen Anteil von Fleisch bevorzugen. • Sie könnten gegenüber den Versprechen der Hersteller bezüglich der Eigenschaften von Lebensmitteln aus ökologischem Landbau mißtrauisch sein. • Oder sie sind vielleicht der Auffassung „was mir 50 Jahre lang nicht geschadet hat, kann so schlecht nicht sein“. [...]
Man erkennt, daß sich die meisten der Vergleichsstudien auf Öko-Käufer beziehen. Allerdings wurden zum Teil Kunden verschiedener Handelsformen befragt und zum Teil nur solche, die im Supermarkt einkaufen. Die Erhebungsorte sind über ganz Deutschland verteilt. Abhängig von Größe und Lage des Wohnortes unterscheidet sich die Wohnbevölkerung und somit -zumindest bei den nicht repräsentativen Umfragen- auch die Stichprobe. Des Weiteren wurden die Befragten auf verschiedene Art und Weise erreicht. Teilweise wurden sie persönlich angesprochen, teilweise lagen die Fragebögen aus. Die älteste Untersuchung stammt aus den Jahren 1981/82, die jüngste ist diejenige von KLEYMANN aus dem Jahre 1997. Schließlich unterscheiden sich auch die Stichprobenumfänge: Die kleinste Stichprobe umfaßt 100, die größte aus 1361 Personen. [...]
Zu den zentrale Fragen nach einem Zusammenhang zwischen Wissen und Selbsteinschätzung sowie den Variablen, die Wissen und Selbsteinschätzung beeinflussen, liegen keine vergleichbaren Stuiden vor, da eben diese Zusammenhänge das Neue an der Untersuchung darstellen. Die Interpretation meiner Arbeit vor dem Hintergrund anderer Untersuchungen kann sich daher nur auf Rahmendaten beziehen. Dennoch halte ich die Interpretation für wichtig, um Änderungen der Rahmendaten im Zeitablauf aufzuzeigen, Trends zu ermitteln und daraus Prognosen , Schlußfolgerungen und Empfehlungen abzuleiten. Problematisch in dieser Hinsicht ist allerdings, daß die Arbeiten zu verschiedenen Zeiten mit voneinander abweichenden Methoden und verschiedenen Zielgruppen erstellt wurden. Auch die von mir gewählten Befragungsorte weichen von denen anderer Untersuchungen ab. Die Vergleichbarkeit der hier vorliegenden Untersuchungen mit den anderen ist also begrenzt. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832421083
Arbeit zitieren:
Volk-Uhlmann, Christine Februar 1999: Zum Infostand von Öko-Käufern im Supermarkt, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Öko-Käufer, Informationsstand



