Informelles Lernen
Ein Überblick
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sebastian Wurm
- Abgabedatum: Dezember 2006
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 844,2 KB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Duisburg-Essen, Standort Essen Deutschland
- Originaltitel: Informelles Lernen und die Erfassung der informell erworbenen Kompetenzen
- Bibliografie: ca. 46
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0335-5
- ISBN (CD) :978-3-8366-0335-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wurm, Sebastian Dezember 2006: Informelles Lernen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Informelles Lernen, Berufspädagogik, NVQ-System, APL-Verfahren, Erwachsenenbildung
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Diplomarbeit von Sebastian Wurm
Einleitung:
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem Thema Informelles Lernen und die Erfassung der informell erworbenen Kompetenzen.
Die in der beruflichen Erstausbildung gelegten Grundlagen reichen heute nicht mehr aus, um den Anforderungen eines ganzen Berufslebens gerecht zu werden. Lebenslanges Lernen ist heute notwendiger denn je geworden. Fort- und Weiterbildung müssen flexible Wege für alle Arbeitnehmer bieten, Kenntnisse und Fähigkeiten zu aktualisieren.
Das informelle Lernen ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen Teilaspekt des lebenslangen Lernens geworden. Kompetenzen werden scheinbar nebenbei durch die tägliche Arbeit, in der Freizeit oder im Familienleben erworben. Obwohl diese Erkenntnisse des Lernens außerhalb von Institutionen nicht neu sind und es in anderen Ländern schon Verfahren zur Anerkennung und Dokumentation informellen Lernens gibt, befindet sich Deutschland noch am Anfang dieser Diskussion.
Bisher wurden in Deutschland ausschließlich Kompetenzen im Bereich der formalen und betrieblichen Bildung zertifiziert. Und doch haben es sich einige Projekte zur Aufgabe gemacht, Konzepte für die Bewertung der in diesen Lebenskontexten erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwerfen.
Woran liegt es, dass das informelle Lernen in Deutschland bisher so wenig Beachtung fand? Wie können die erworbenen Kompetenzen sichtbar gemacht und bewertet werden? Welche Modelle aus anderen Ländern zur Analyse und Zertifizierung liegen vor und wie werden sie genutzt? Ist das informelle Lernen der neue Konkurrent des formalen, in Bildungsinstitutionen stattfindenden Lernens? Inwiefern unterscheiden sich überhaupt formales, non-formales und informelles Lernen? Welche Chancen bietet das informelle Lernen? Welche Gefahren liegen darin, Lernen aus allen Lebensbereichen validieren zu wollen? Ergibt sich daraus ein Zwang zum Lernen? Welche Interessen haben Politik und Wirtschaft an der Anerkennung informellen Lernens? Welches Interesse hat der Lernende an der Validierung und Zertifizierung seiner informell erworbenen Kompetenzen? Wie wirkt sich der Bedeutungszuwachs des informellen Lernens auf das formale Lernen aus? Welche Konsequenzen ergeben sich für die Erwachsenenbildung?
Gang der Untersuchung:
Diese Arbeit soll einen allgemeinen Überblick geben sowohl über die oft verwirrenden, unterschiedlichen Definitionen zum Begriff informelles Lernen als auch über einige Methoden und Ansätze zur Validierung informell erworbener Kompetenzen.
Die Arbeit lässt sich in zwei Teilbereiche gliedern. Zunächst geht es in den Kapiteln 2 und 3 um den Begriff des informellen Lernens.
In Kapitel 2 wird die gesellschaftliche Entwicklung erläutert, die zu einer zunehmenden Wahrnehmung des informellen Lernens führte. Dabei geht es zunächst um die Entwicklung in den USA und Kanada. Danach werden einzelne Stationen der europäischen Bildungspolitik aufgezeigt. Schließlich wird nach Gründen gesucht, warum in Deutschland das informelle Lernen bisher noch nicht so wahrgenommen wurde wie in der internationalen Diskussion.
Da es eine eindeutige, allgemeine Definition des Begriffs „informelles Lernen“ bisher nicht gibt, werden in Kapitel 3 einige ausgewählte Definitionsansätze zum informellen Lernen ausführlich einander gegenübergestellt. Daran anschließend werden einige Paradigmen des informellen Lernens dargestellt. Diese sollen dabei helfen, ein besseres Gesamtverständnis zu erlangen und verdeutlichen, wie umfassend der Begriff des informellen Lernens ist. Zum Abschluss des 3. Kapitels wird diskutiert, welche Chancen in der Anerkennung und Validierung des informellen Lernens liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die Bildungspolitik ergeben könnten.
Anschließend geht es um die Validierung informellen Lernens.
Da uns die Begriffe Kompetenz und Qualifikation im Zusammenhang mit der Validierung informellen Lernens häufig begegnen, wird in Kapitel 4 zunächst eine Definition des Kompetenzbegriffs und eine Abgrenzung zum Begriff der Qualifikation vorgenommen. Anschließend werden ausgewählte internationale Modelle zur Validierung informellen Lernens vorgestellt – das norwegische Realkompetanse Project, das englische NVQ-System mit APL-Verfahren, das französische System der bilan de compétences und das Validierungsverfahren, sowie das schweizerische CH-Q Programm. Darauf folgend werden vorhandene Anerkennungsmöglichkeiten informell erworbener Kompetenzen in Deutschland vorgestellt, die Arbeitszeugnisse und Beurteilungsverfahren. Da die momentan größte Experimentierfreude, unabhängig vom institutionellen Weg erworbene Kompetenzen zu erfassen, sich im Bereich der Bildungspässe findet, werden anschließend einige ausgewählte Pässe vorgestellt.
Zum Abschluss werden in Kapitel 5 einige Risiken des informellen Lernens, bzw. der Erfassung des informellen Lernens in allen Lebensbereichen erläutert.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 1 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Entwicklung der politischen Debatte zur Validierung informellen Lernens | 7 |
| 2.1 | Entwicklung in den USA und in Kanada | 7 |
| 2.2 | Entwicklung in der Europäischen Union | 10 |
| 2.3 | Entwicklung in Deutschland | 13 |
| 3. | Das informelle Lernen | 15 |
| 3.1 | Definitionen zum informellen Lernen - Über die Schwierigkeit einer eindeutigen Begriffsbestimmung | 15 |
| 3.2 | Verschiedene Paradigmen des informellen Lernens | 23 |
| 3.2.1 | Erfahrungslernen | 24 |
| 3.2.2 | Implizites Lernen | 25 |
| 3.2.3 | Alltagslernen | 26 |
| 3.2.4 | Selbstgesteuertes Lernen | 26 |
| 3.2.5 | Kompetenzentwickelndes Lernen und Lernen am .Arbeitsplatz | 27 |
| 3.3 | Informelles Lernen und die Konsequenzen für die .Bildungspolitik | 28 |
| 4. | Validierung informellen Lernens | 32 |
| 4.1 | Definition: Anerkennung von Kompetenzen - Abgrenzung zum Qualifikationsbegriff | 32 |
| 4.2 | Validierung informellen Lernens in internationalen Modellen | 34 |
| 4.2.1 | Das Vereinigte Königreich - NVQ-System mit.APL-Verfahren | 35 |
| 4.2.2 | Das Realkompetanse Project in Norwegen | 39 |
| 4.2.3 | Frankreich - Die bilan de compétences und das Validierungsverfahren | 41 |
| 4.2.3.1 | Die bilan de compétences | 42 |
| 4.2.3.2 | Das Validierungsverfahren | 44 |
| 4.2.4 | Das Schweizer CH-Q Programm | 46 |
| 4.3 | Modellversuche in Deutschland | 49 |
| 4.3.1 | Arbeitszeugnisse und Beurteilungsverfahren | 50 |
| 4.3.2 | Weiterbildungspässe | 51 |
| 4.3.2.1 | ProfilPASS | 55 |
| 4.3.2.2 | Projekt Familienkompetenzen - Die .Kompetenzbilanz | 58 |
| 4.3.2.3 | Qualipass | 61 |
| 5. | Informelles Lernen im Risiko der gesellschaftlichen Vereinnahmung | 63 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 66 |
| 7. | Abkürzungsverzeichnis | 70 |
| 8. | Abbildungsverzeichnis | 71 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 72 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | 1 | |
| 1. | Einleitung | 4 |
| 2. | Entwicklung der politischen Debatte zur Validierung informellen Lernens | 7 |
| 2.1 | Entwicklung in den USA und in Kanada | 7 |
| 2.2 | Entwicklung in der Europäischen Union | 10 |
| 2.3 | Entwicklung in Deutschland | 13 |
| 3. | Das informelle Lernen | 15 |
| 3.1 | Definitionen zum informellen Lernen - Über die Schwierigkeit einer eindeutigen Begriffsbestimmung | 15 |
| 3.2 | Verschiedene Paradigmen des informellen Lernens | 23 |
| 3.2.1 | Erfahrungslernen | 24 |
| 3.2.2 | Implizites Lernen | 25 |
| 3.2.3 | Alltagslernen | 26 |
| 3.2.4 | Selbstgesteuertes Lernen | 26 |
| 3.2.5 | Kompetenzentwickelndes Lernen und Lernen am .Arbeitsplatz | 27 |
| 3.3 | Informelles Lernen und die Konsequenzen für die .Bildungspolitik | 28 |
| 4. | Validierung informellen Lernens | 32 |
| 4.1 | Definition: Anerkennung von Kompetenzen - Abgrenzung zum Qualifikationsbegriff | 32 |
| 4.2 | Validierung informellen Lernens in internationalen Modellen | 34 |
| 4.2.1 | Das Vereinigte Königreich - NVQ-System mit.APL-Verfahren | 35 |
| 4.2.2 | Das Realkompetanse Project in Norwegen | 39 |
| 4.2.3 | Frankreich - Die bilan de compétences und das Validierungsverfahren | 41 |
| 4.2.3.1 | Die bilan de compétences | 42 |
| 4.2.3.2 | Das Validierungsverfahren | 44 |
| 4.2.4 | Das Schweizer CH-Q Programm | 46 |
| 4.3 | Modellversuche in Deutschland | 49 |
| 4.3.1 | Arbeitszeugnisse und Beurteilungsverfahren | 50 |
| 4.3.2 | Weiterbildungspässe | 51 |
| 4.3.2.1 | ProfilPASS | 55 |
| 4.3.2.2 | Projekt Familienkompetenzen - Die .Kompetenzbilanz | 58 |
| 4.3.2.3 | Qualipass | 61 |
| 5. | Informelles Lernen im Risiko der gesellschaftlichen Vereinnahmung | 63 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 66 |
| 7. | Abkürzungsverzeichnis | 70 |
| 8. | Abbildungsverzeichnis | 71 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 72 |
Textprobe:
Kapitel 3.3, Informelles Lernen und die Konsequenzen für die Bildungspolitik:
In Kapitel 3.1 wurde deutlich, dass eine einheitliche und eindeutige Definition informellen Lernens bis heute nicht existiert. Begriffe wie selbstgesteuertes Lernen, Erfahrungslernen, informelles Lernen, implizites Lernen usw. werden von verschiedenen Autoren unterschiedlich definiert. Daher ist es schwierig, Forschungsergebnisse zu vergleichen oder einheitliche didaktische Konzepte zu entwickeln, in denen informelles Lernen aufgegriffen werden könnte – z.B. die Frage, ob informelles Lernen gelehrt werden kann.
Auch gibt es kaum Erkenntnisse über Ausgangsbedingungen des informellen Lernens. Es müssten die personalen und kulturellen Einflussfaktoren auf die Ergebnisse informellen Lernens untersucht werden.
Wer lernt wie und warum besonders effizient, wer verfolgt konsequent warum eigene Fragestellungen bis hin zu einer vorläufigen Lösung? Welche Rolle spielt wie erworbene Allgemeinbildung als Voraussetzung für dieses Lernen? Kommt der schulischen Bildung eine Schlüsselrolle zu, inwieweit dient sie der Aufrechterhaltung sozialer Lerngrenzen auch bezogen auf informelles Lernen?
Björnavold macht immer wieder darauf aufmerksam, dass die Unterscheidungen zwischen formellem, non-formellem und informellem Lernen nicht neu sind, sondern erst in letzter Zeit größere Aufmerksamkeit erfahren. Einen Grund sieht er in den neuen Ausrichtungen der Bildungspolitik, die nicht mehr fragt wo, wie oder wann man sich Kompetenzen angeeignet hat, sondern die nur noch auf das Ergebnis schaut. Ein weiterer Grund ist für ihn der immer wichtiger gewordene Begriff des lebenslangen Lernens, welcher das Lernen außerhalb von Institutionen und spezialisierten Medien in den Fokus rückt.
Dass die Anerkennung von durch informelles Lernen erworbenen Kompetenzen wichtig ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass etwa 70-90 Prozent der berufsrelevanten Kompetenzen informell und selbstgesteuert erworben werden.
Trotz dieser hohen Prozentzahl darf das informelle Lernen aber nicht als Konkurrenz zum formalen Lernen gesehen werden. Die beiden Lernformen stellen keine Alternativen dar, sie ergänzen sich vielmehr. So sollte auch eher eine Gleichstellung von formalem und informellem Lernen in der Gesellschaft erfolgen. Da Alltags- und Berufswelt viel zu komplex sind, müssen innerhalb von Bildungsinstitutionen Lernprozesse stattfinden, um aus dem eigenen engen Erfahrungskreis auszubrechen und um das in der Lebenspraxis Gelernte angemessen reflektieren zu können.
Für bewusstes Handeln in der Welt benötigt man ein systematisiertes, theoretisches Wissen, welches nicht auf informellen Wege erworben werden kann. Dadurch, dass das Wissen aber immer schneller veraltet, ist der Mensch auf lebenslanges Lernen angewiesen. Dieses kann nicht nur in Bildungsinstitutionen stattfinden. Hier müssen informelle Lernprozesse kurzfristige und problemorientierte Lösungen liefern.
Das informelle Lernen übernimmt so eine wichtige Funktion, indem es die Ergebnisse formellen Lernens aufnimmt, diese aktualisiert, vertieft, ergänzt und sich mit diesen aus der Perspektive der Praxis auseinander setzt oder ganz neue und andere Lernmöglichkeiten bzw. Lernwege eröffnet, die wiederum Anlass für formelles Lernen sein können. Formelles und informelles Lernen greifen ineinander und bedingen sich wechselseitig.
Die formalen Bildungsinstitutionen müssen helfen, dieses informelle Lernen in eine bestimmte Richtung zu entwickeln. Sie liefern die Grundlage und die Kompetenzen für das freiwillige, lebenslange Weiterlernen. Sie müssen zu einem konsequenten, selbstgesteuerten, informellen Lernen ermutigen.
Wenn etwa 70 Prozent der Lernprozesse außerhalb des Bildungssystems stattfinden, demgegenüber aber nur die Leistungen, die innerhalb einer Bildungsinstitution erworben wurden, anerkannt werden, entsteht eine ungerechtfertigte Verzerrung der Kompetenzen. Die Anerkennung des durch informelle Lernprozesse erworbenen Wissens ist somit ein Schritt zur Überwindung dieser Kompetenzverzerrung.
Eine Anerkennung würde eine größere Bewegungsfreiheit innerhalb des Bildungssystems bewirken. Es würde der Zugang zum Arbeitsmarkt, aber auch der Zugang zum Lernen selbst erleichtert werden. Es könnte Chancengleichheit hergestellt und bisher ungenutzte Kompetenzpotentiale aufgedeckt werden für diejenigen, welche im traditionellen Bildungssystem aus welchen Gründen auch immer nicht erfolgreich waren.
Informelles Lernen als ein Teil des lebenslangen Lernens oder lebensumspannenden Lernens hilft den Menschen dabei, den laufenden Veränderungen am Arbeitsmarkt und dem dadurch immer wieder notwendigen Lernen, Umlernen und Weiterlernen zu begegnen. Neue Technologien zwingen die Menschen dazu, durch selbstständiges Lernen auch außerhalb von Bildungsinstitutionen die hohen Anforderungen an die Lernkompetenzen zu bewältigen. Zudem interessieren sich die Menschen heute weniger für ein grundlegendes theoretisches Wissen, sondern vielmehr für direktes, alltagstaugliches Wissen, welches persönlich für sie wichtig ist.
Wenn also in das lebenslange Lernen die informellen Lernelemente einbezogen werden, wenn formelles Lernen und informelles Lernen, das Alltagslernen, das Erfahrungslernen, das implizite Lernen usw. gleichermaßen anerkannt werden, dann ist ein großer Schritt hin zur Überwindung der Bildungskluft erreicht.
Ziel einer Dokumentation und Anerkennung informellen Lernens ist also die Offenlegung und Bewertung aller Kompetenzen des Einzelnen, gleichgültig in welchen Zusammenhängen diese angeeignet wurden.
Die Anerkennung informellen Lernens setzt einen entsprechenden, bildungspolitischen Bezugsrahmen voraus. Informelles Lernen muss einen wichtigen und gleichwertigen Stellenwert in der Gesellschaft erhalten. Es muss sichergestellt werden, dass das Prüfungs- und Bewertungsverfahren transparent, einheitlich und valide die Besonderheiten informellen Wissens einordnen kann.
So wäre es nicht der Sache zuträglich, wenn in den Aufgaben nur objektives Wissen abgefragt werden würde. Denn wenn hier die Anforderungen gestellt werden, auf die im formalen Bildungsweg hingearbeitet wird, dann kann man den Kompetenzen nicht gerecht werden, die außerhalb formaler Einrichtungen erworben wurden und für Leben, Beruf und Studium gleichwertig sein können.
Die erreichten Zertifikate müssen von den Akteuren des Arbeitsmarktes und des Bildungssystems anerkannt werden und den Standards des formalen Bildungssystems entsprechen. Es reicht also nicht, die traditionellen Abschlussprüfungen für Externe zugänglich zu machen.
Es müssen neue Kompetenzprüfungsverfahren erarbeitet werden, die dem informellen Lernen gerecht werden. Ausgestellt werden müssen diese Zertifikate von einer gesellschaftlich anerkannten Institution. Durch diese Zertifikate muss ein Zugang zu weiterführenden Bildungsinstitutionen ermöglicht werden. So kann eine breite Anerkennung der informellen Kompetenzen erfolgen und somit ein Schritt zur Gleichstellung zum formalen Lernen getan werden.
Einige Instrumente zur Anerkennung des informellen Lernens werden im nächsten Kapitel ausführlich vorgestellt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836603355
Arbeit zitieren:
Wurm, Sebastian Dezember 2006: Informelles Lernen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Informelles Lernen, Berufspädagogik, NVQ-System, APL-Verfahren, Erwachsenenbildung



