Informationssystem-Konzeptionen im Controlling
Eine Verifizierung anhand des EIS-Moduls von SAP R/3
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jochen Neubecker
- Abgabedatum: Januar 1999
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 749,2 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Augsburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2102-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2102-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2102-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Neubecker, Jochen Januar 1999: Informationssystem-Konzeptionen im Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Informationssystem, SAP R/3, EIS
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Diplomarbeit von Jochen Neubecker
Einleitung:
Informationen gewinnen in Unternehmen heutzutage eine immer größer werdende Bedeutung, da die Globalisierung und kürzer werdende Entwicklungszyklen die Wirtschaft verändern und die Unternehmen zwingen, schneller auf Veränderungen des Marktes zu reagieren.
Die Aufgabe der Versorgung des Unternehmens bzw. der Führungsebene des Unternehmens mit Informationen fällt dabei v. a. dem Controlling zu, dem neben den Aufgaben der Planung, Kontrolle und Steuerung auch die Aufgabe zur Informationsaufbereitung bzw. -versorgung zukommt. Damit das Controlling seiner Aufgabe zur Informationsversorgung gerecht werden kann, sollte es die im Unternehmen vorhandenen und die extern gelieferten Daten mit anwenderorientierter Zweckorientierung zusammensetzen, um daraus zielgerichtete Informationen als Entscheidungsgrundlage für die Führungsebene im Unternehmen gewinnen zu können. Diese zielgerichteten Informationen können dann in einem Führungsinformationssystem gespeichert und bei Bedarf vom Management abgerufen werden.
Um die Fehler, die bei der Entwicklung der IS-Konzeptionen in den sechziger und siebziger Jahren begangen wurden, zu verhindern, wurde der Beachtung von inhaltlichen, benutzerbezogenen und konzeptionellen Anforderungen bei der Entwicklung von modernen IS-Lösungen ein hoher Stellenwert eingeräumt.
Eine dieser modernen IS-Lösungen ist das EIS (Executive Information System) der SAP AG, dessen Stärken und Schwächen in dieser Arbeit sowohl theoretisch als auch praktisch aufgezeigt werden. Die praktische Analyse wurde dabei mithilfe mehrerer Experteninterviews mit namhaften Entwicklern, Beratern und Anwendern durchgeführt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Problemstellung | 1 |
| 2. | Controlling und Informationssystem-Konzeptionen | 3 |
| 2.1 | Informationstechnologischer Controllingbegriff | 3 |
| 2.1.1 | Definition des Controllingbegriffes | 3 |
| 2.1.2 | Aufgaben des Controlling | 6 |
| 2.1.2.1 | Planung | 6 |
| 2.1.2.2 | Kontrolle | 8 |
| 2.1.2.3 | Informationsversorgung und -aufbereitung | 9 |
| 2.1.2.3.1 | Informationsbegriff | 10 |
| 2.1.2.3.2 | Bedeutung von Informationssystemen für das Controlling | 10 |
| 2.2 | Begriffsbestimmung und Historie von Informationssystemen | 13 |
| 2.2.1 | Entstehung von Informationssystemen | 13 |
| 2.2.2 | Arten von Informationssystemen | 15 |
| 2.2.2.1 | Management- Informationssystem (MIS) | 16 |
| 2.2.2.2 | Executive Information System / Führungsinformations-system (EIS / FIS) | 17 |
| 2.2.2.3 | Decision Support System (DSS) | 18 |
| 2.2.3 | Gründe für das "Scheitern" früherer Informationssystem Lösungen | 19 |
| 2.3 | Anforderungen an ein modernes DV-gestütztes Führungsinformationssystem | 21 |
| 2.3.1 | Inhaltliche Anforderungen | 21 |
| 2.3.2 | Benutzerbezogene Anforderungen | 24 |
| 2.3.3 | Konzeptionelle Anforderungen | 26 |
| 2.3.4 | Neuere technologische Entwicklungen | 32 |
| 2.3.4.1 | Data Warehouse / Data Marts | 32 |
| 2.3.4.2 | OnLine Analytical Processing (OLAP) | 35 |
| 2.3.4.3 | Data Mining | 38 |
| 2.3.4.4 | Methodenbanken | 39 |
| 3. | Das Führungsinformationssystem-Konzept der SAP AG | 41 |
| 3.1 | Entwicklung der SAP AG | 41 |
| 3.2 | Bedeutung und Aufbau von SAP R/3 Release 4.0B | 43 |
| 3.3 | Das Executive Information System der SAP AG | 47 |
| 3.3.1 | Leistungsumfang der EC-EIS-Komponente | 48 |
| 3.3.1.1 | Datenhaltung | 50 |
| 3.3.1.1.1 | Datenbasis | 50 |
| 3.3.1.1.2 | Datenbeschaffung | 55 |
| 3.3.1.2 | Datenpräsentation | 57 |
| 3.3.1.2.1 | Auswertung der Daten in der Recherchekomponente | 58 |
| 3.3.1.2.2 | Darstellung der Daten im Berichtsheft | 61 |
| 3.3.1.3 | Planung in der EC-EIS-Komponente | 63 |
| 3.4 | Funktionsumfang des Business Information Warehouse | 64 |
| 3.4.1 | Der Business Information Warehouse Server | 65 |
| 3.4.2 | Der Business Explorer | 66 |
| 3.4.3 | Die Administrator Workbench | 68 |
| 4. | Erfahrungsberichte von SAP-EIS-Projekten | 69 |
| 4.1 | Darstellung der an der Befragung beteiligten Unternehmen | 69 |
| 4.1.1 | Alldata GmbH / Bayer AG | 69 |
| 4.1.2 | Der Degussa Konzern | 70 |
| 4.1.3 | Siemens AG Geschäftsbereich Automobiltechnik | 71 |
| 4.1.4 | Esprit Unternehmensberatung GmbH / Max-Planck-Gesellschaft e. V. | 71 |
| 4.2 | Zusammenfassung der Ergebnisse der Expertenbefragung | 73 |
| 5. | Zusammenfassung und kritischer Ausblick | 79 |
| Anhang: Leitfaden zur Expertenbefragung in Kapitel 4 | 84 | |
| Literaturverzeichnis | 86 |
Auf der mittleren Ebene steht das Data Warehouse, das neben der zentralen Datenbasis auch Bereichsdatenbanken (Data Marts), OLAP-Server für multidimensionale Auswertungen und ein Archivierungssystem beinhaltet. Auf den Aufbau und die Funktionsweise von OLAP-Servern wird in Kapitel 2.3.4.2 noch ausführlicher eingegangen. Neben den bisher genannten Datenbanken steht dem Benutzer innerhalb des Data Warehouse noch ein Metadatenbanksystem zur Verfügung. In diesem System findet der Benutzer einen Informationskatalog, in dem er sogenannte Metadaten, d. h. Daten über Daten, in einer verständlichen Terminologie vorfindet. Das System enthält dabei DV-technische und betriebswirtschaftliche Informationen, die durch Schlüssel im Ursprungssystem identifiziert werden und zu neuen Datensätzen im Data Warehouse [...]
Das Data Warehouse-Konzept geht zurück auf ein Forschungsprojekt der IBM136 im Jahre 1988 und wurde in letzter Zeit v. a. vom amerikanischen Berater Inmon137 geprägt. Nach Inmon ist ein Data Warehouse charakterisiert durch seine konsequente Themenorientierung an Sachverhalten des Unternehmens, die eine Neuorientierung der operativen Daten voraussetzt, durch den Abgleich der verschiedenen internen und externen Daten vor der Übernahme in das Data Warehouse, durch die Zeitorientierung in Zeiträumen, da eine Zeitraumbetrachtung eher im Interesse einer entscheidungsrelevanten Informationsauswertung liegt, und durch die Dauerhaftigkeit der gespeicherten Daten im Data Warehouse, da die Daten im Zeitverlauf nicht gelöscht, sondern je nach ihrer Wichtigkeit ausgelagert werden138. [...]
Um bei der Benutzung des Systems die Datensicherheit und den Datenschutz zu gewährleisten, erhält jeder Benutzer des Systems seine spezielle Sicht auf die Daten125. Der Benutzer soll also nur Informationen aus seinem speziellen Aufgabenbereich erhalten126, d. h. z. B. daß der Leiter der Produktion keinen Zugriff auf Personaldaten von Mitarbeitern hat, die nicht in seiner Abteilung beschäftigt sind. Da allerdings bei der Regelung der Benutzerrechte, auch Views genannt, ein beträchtlicher Aufwand aufgrund von hohen Benutzerzahlen entstehen kann, wurde die dynamische View-Technik entwickelt, die auf der „Basis einer im Datenbanksystem abgelegten Zugriffstabelle“127 die Sichten auf die entsprechenden Daten im System, je nach Berechtigung des Nutzers, zuspielt und dadurch den notwendigen Verwaltungsaufwand drastisch reduziert. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832421021
Arbeit zitieren:
Neubecker, Jochen Januar 1999: Informationssystem-Konzeptionen im Controlling, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Informationssystem, SAP R/3, EIS



