Informationsmanagement und Datenbanksysteme in Museen am Beispiel des Sprengel Museum Hannover
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Melanie Fackler
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 160 Seiten
- Dateigröße: 11,4 MB
- Institution / Hochschule: Karl-Franzens-Universität Graz Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5203-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5203-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5203-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fackler, Melanie Mai 2001: Informationsmanagement und Datenbanksysteme in Museen am Beispiel des Sprengel Museum Hannover, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Datenbank, Sammlungsdatenbank, arteFact, Archivierung, Informationsspeicherung
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Diplomarbeit von Melanie Fackler
Einleitung:
Da alle Aufgabenbereiche eines Museums mit der Erarbeitung, Erfassung und Bereitstellung von Informationen verbunden sind, sollte die Arbeit mit Informationen im Museum durch geeignete technologische und organisatorische Rahmenbedingungen optimiert werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Informationsmanagement und Datenbanksystemen in diesem Bereich.
Das Informationsmanagement plant, führt und kontrolliert die Beschaffung, Verarbeitung, Übertragung und Bereitstellung von Informationen. Nach der Ermittlung von Informationsquellen, -empfängern und -bedürfnissen werden passende Formen der Informationsorganisation und -speicherung gewählt. Der Einsatz eines Datenbanksystems im Museum kann für die Erfassung, Bearbeitung und Nutzung von Informationen Vorteile bringen. Gleichzeitig muss sich das Museum aber erneut seiner Aufgaben und Ziele bewusst werden und die Betriebsstrukturen überdenken und gegebenenfalls ändern.
Die Beschreibung der Situation im Sprengel Museum Hannover ergänzt die theoretischen Ausführungen. Im Sprengel Museum Hannover wird das in Deutschland weit verbreitete Datenbanksystem HiDA/MIDAS (Hierarchischer Dokument-Administrator / Marburger Informations-, Dokumentations- und Administrationssystem) eingesetzt. HiDA/MIDAS dient der Inventarisierung und Katalogisierung und ist für die detaillierte Beschreibung von Kunstwerken gut geeignet. Es musste jedoch festgestellt werden, dass das System im Gegensatz zu Programmen wie „MuseumPlus“ und „arteFact“ sehr benutzerunfreundlich ist und dass es Aufgabenbereiche wie Öffentlichkeitsarbeit, Vermittlung und Administration kaum unterstützt.
Ein weiterer Schwerpunkt dieser Arbeit betrifft die Bedeutung von Standards. Um die langfristige Verwendbarkeit von Informationen zu sichern und um den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Informationsanbietern zu ermöglichen, müssen in Bezug auf Datenwerte, Informationskategorien, Datenstruktur und Informationssysteme Standards eingehalten werden. Zu den gegenwärtig wichtigen Entwicklungen im Bereich der Standardisierung gehören die Dokumentbeschreibungssprache XML und Metadatenstandards wie das Dublin Core Metadata Element Set. Metadaten sollen die Auffindbarkeit von Informationsquellen in vernetzten Systemen wie dem WWW verbessern. Dieser Punkt ist für Museen besonders wichtig, weil sie sich im Informationszeitalter als Anbieter hochwertiger Informationen profilieren können.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | PROBLEMSTELLUNG UND MOTIVATION | 1 |
| 1.2 | AUFBAU DER ARBEIT | 2 |
| 2. | INFORMATIONSMANAGEMENT | 3 |
| 2.1 | BEGRIFFSDEFINITIONEN | 3 |
| 2.2 | AUFGABEN UND ZIELE EINES MUSEUMS | 5 |
| 2.3 | INFORMATIONSBEDARF | 9 |
| 2.4 | Informationsbereitstellung | 11 |
| 2.4.1 | Informationsquellen und deren Nutzung | 11 |
| 2.4.1.1 | Interne Informationsquellen | 11 |
| 2.4.1.2 | Externe Informationsquellen | 14 |
| 2.4.2 | Sesam öffne dich: Zugänge zum Informationsspeicher Museum | 15 |
| 2.5 | INFORMATIONSORGANISATION UND –SPEICHERUNG | 19 |
| 2.6 | WER KÖNNTE IM MUSEUM INFORMATIONSMANAGEMENT BETREIBEN? | 21 |
| 3. | EIN BLICK IN DIE PRAXIS AM BEISPIEL DES SPRENGEL MUSEUM HANNOVER | 23 |
| 3.1 | DEFINITION DER ZIELE UND PLÄNE ZU DEREN UMSETZUNG | 23 |
| 3.2 | REALISIERTE MAßNAHMEN ZUR ERREICHUNG DER ZIELE | 26 |
| 3.2.1 | Informationsraum | 26 |
| 3.2.2 | CD-ROM-Produktion | 27 |
| 3.2.3 | Aufbau einer Bibliotheksdatenbank | 30 |
| 3.2.4 | Besucherbefragung | 31 |
| 3.2.5 | Aufbau einer Sammlungsdatenbank | 32 |
| 3.2.5.1 | Die Gründe für den Einsatz von HiDA/MIDAS | 32 |
| 3.2.5.2 | Exkurs zur Entstehungsgeschichte von MIDAS, HiDA und DISKUS | 34 |
| 3.2.5.2.1 | Das Bildarchiv Foto Marburg | 34 |
| 3.2.5.2.2 | Aufbau einer Datenbank | 35 |
| 3.2.5.2.3 | DISKUS (Digitales Informationssystem für Kunst- und Sozialgeschichte) | 36 |
| 3.2.5.3 | MIDAS (Marburger Informations-, Dokumentations- und Administrationssystem) | 37 |
| 3.2.5.4 | HiDA (Hierarchischer Dokument-Administrator) | 39 |
| 3.2.5.4.1 | Merkmale | 39 |
| 3.2.5.4.2 | Zusätzliche Module für Publikationen | 40 |
| 3.2.5.5 | Einführung in HiDA/MIDAS anhand von Beispielen aus dem Kurt Schwitters Archiv im Sprengel Museum Hannover (KSA) | 41 |
| 3.2.5.5.1 | Das Kurt Schwitters Archiv im Sprengel Museum Hannover (KSA) | 41 |
| 3.2.5.5.2 | Die HiDA-Datenstruktur | 44 |
| 3.2.5.5.3 | Die HiDA-Dateitypen | 45 |
| 3.2.5.5.4 | Das Hida-Dokumentfenster | 46 |
| 3.2.5.5.5 | Das „Merzbild 25 A Das Sternenbild“: Ein Beispiel für die Erfassung einer Assemblage | 48 |
| 3.2.5.5.6 | „Die Kathedrale“: Ein Beispiel für die Erfassung mehrteiliger Werke | 63 |
| 3.2.5.6 | Die Arbeit des Kurt Schwitters Archivs mit HiDA/MIDAS | 71 |
| 3.2.5.6.1 | Anpassung der MIDAS-Struktur an die Bedürfnisse des Kurt Schwitters Archivs | 71 |
| 3.2.5.6.2 | Die Datenbank als einziger Informationsspeicher des Kurt Schwitters Archivs? | 79 |
| 3.2.5.6.3 | Recherchen in der Datenbank | 82 |
| 3.2.5.6.4 | Der Catalogue Raisonné zu Kurt Schwitters | 92 |
| 3.2.5.7 | Versuch einer Bewertung von HiDA/MIDAS | 82 |
| 3.2.6 | Vergleich mit anderen Datenbanksystemen | 100 |
| 3.2.6.1 | MuseumPlus | 100 |
| 3.2.6.2 | arteFact | 106 |
| 4. | DIE BEDEUTUNG VON STANDARDS | 112 |
| 4.1 | EINLEITUNG | 112 |
| 4.2 | WAS SIND STANDARDS UND WOZU DIENEN SIE? | 114 |
| 4.3 | INITIATIVEN FÜR DIE ENTWICKLUNG VON STANDARDS | 115 |
| 4.4 | IN WELCHEN BEREICHEN WERDEN STANDARDS BENÖTIGT? | 116 |
| 4.4.1 | Standards für Datenwerte | 116 |
| 4.4.2 | Standards für Informationskategorien | 117 |
| 4.4.3 | Standards für die Datenstruktur | 119 |
| 4.4.4 | Standards für Informationssysteme | 119 |
| 4.5 | WICHTIGE ENTWICKLUNGEN IM BEREICH DER STANDARDISIERUNG | 120 |
| 4.5.1 | XML | 120 |
| 4.5.1.1 | Einleitung | 120 |
| 4.5.1.2 | Was ist XML? | 121 |
| 4.5.1.3 | Dokumentation mit XML im Germanischen Nationalmuseum | 124 |
| 4.5.1.4 | Vorteile von XML für die Dokumentation | 125 |
| 4.5.1.5 | Vorteile von XML für das Museumsinformationsmanagement | 126 |
| 4.5.2 | Resource Discovery durch Metadaten | 128 |
| 4.5.2.1 | Einleitung | 128 |
| 4.5.2.2 | Gängige Suchdienste im Internet | 129 |
| 4.5.2.3 | Zum Begriff „Metadaten“ | 130 |
| 4.5.2.4 | Anforderungen an Metadatenstandards | 132 |
| 4.5.2.5 | Das Dublin Core Metadata Element Set (DCMES) | 134 |
| 4.5.2.5.1 | Das CIMI Dublin Core Metadata Test Bed | 139 |
| 5. | ZUSAMMENFASSUNG | 141 |
| 6. | QUELLENNACHWEIS | 143 |
| 6.1 | LITERATURVERZEICHNIS | 143 |
| 6.2 | VERZEICHNIS UNVERÖFFENTLICHER QUELLEN AUS DEM SPRENGEL MUSEUM HANNOVER | 150 |
| 6.2.1 | Briefe | 150 |
| 6.2.2 | Sonstiges | 150 |
| 6.3 | VERZEICHNIS SONSTIGER QUELLEN | 151 |
| 7. | ABBILDUNGSVERZEICHNIS | 152 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452032
Arbeit zitieren:
Fackler, Melanie Mai 2001: Informationsmanagement und Datenbanksysteme in Museen am Beispiel des Sprengel Museum Hannover, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Datenbank, Sammlungsdatenbank, arteFact, Archivierung, Informationsspeicherung



