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Das Informations- und Entscheidungsverhalten älterer Menschen am Point of Sale

Das Informations- und Entscheidungsverhalten älterer Menschen am Point of Sale
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gunnar Görtz, Florian Fuchs
  • Abgabedatum: Juli 1998
  • Umfang: 167 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität des Saarlandes Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4452-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4452-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4452-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gunnar Görtz, Florian Fuchs Juli 1998: Das Informations- und Entscheidungsverhalten älterer Menschen am Point of Sale, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Entscheidungsverhalten, Handel, Informationsverhalten, Point-of-sale, Senioren

Diplomarbeit von Gunnar Görtz, Florian Fuchs

Einleitung:

Senioren werden von vielen Branchen inzwischen als attraktive Zielgruppe erkannt. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Betrachtung der relevanten Aspekte für die Kaufentscheidung am Point of Sale, also im Geschäft, und ist somit auch für Handelsunternehmen von Interesse. Der Fokus liegt hierbei auf Konsumgütern des täglichen Bedarfs.

Die Arbeit setzt sich mit dem Entscheidungsverhalten am Point of Sale auseinander, untersucht empirisch, ob alterspezifische Unterschiede aufgedeckt werden können und zieht Schlussfolgerungen für das Marketing.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil der Arbeit werden die relevanten Einflussfaktoren auf das Kaufverhalten am Point of Sale erläutert, sowie Hypothesen über deren Veränderungen mit zunehmender Erfahrung der Kunden und deren Lebensalter hergeleitet.

Der zweite Teil stellt die empirische Überprüfung dieser Hypothesen dar. Die Datengrundlage bildet eine Beobachtung mit anschließender Befragung von über 200 Kunden im Lebensmitteleinzelhandel.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Abgrenzung der Arbeit 1
2. Der Begriff "Ältere Menschen" 3
2.1 Konzepte von Zeit und Alter 3
2.2 Abgrenzung der Altersgruppe 4
3. Die aktivierenden Prozesse älterer Menschen 5
3.1 Die Aktivierung 5
3.1.1 Wirkungen der Aktivierung 7
3.1.2 Die Aktivierung älterer Menschen 8
3.2 Emotion 12
3.3 Einstellung 14
3.3.1 Einstellungsstabilisierung 16
3.3.2 Konsistenz von Einstellungen 17
4. Die kognitiven Prozesse älterer Menschen 18
4.1 Das Drei-Speicher-Modell 18
4.2 Die Informationsaufnahme 20
4.2.1 Externe Informationsaufnahme 20
4.2.1.1 Aufnahme in den Sensorischen Speicher 20
4.2.1.2 Informationssuche 22
4.2.2 Interne Informationsaufnahme 24
4.3 Informationsverarbeitung und Need for Cognition 26
4.4 Informationsspeicherung 27
4.4.1 Der Erwerb von Produktwissen älterer Menschen 28
4.4.2 Das Produktwissen älterer Menschen 29
5. Das Involvement älterer Menschen 30
5.1 Begriff des Involvements 30
5.1.1 Konzeptualisierung des Involvementkonstrukts 31
5.1.2 Antezedenzen des Involvements 32
5.1.3 Der Einfluß des Involvements auf das Informations- und Entscheidungsverhalten 34
5.2 Involvement im Alter 36
6. Das Entscheidungsverhalten älterer Menschen 36
6.1 Typologien des Entscheidungsverhaltens 36
6.2 Extensive Kaufentscheidung 37
6.3 Limitierte Kaufentscheidungen 38
6.3.1 Limitierte Kaufentscheidungen und Evoked Set 38
6.3.2 Limitierte Kaufentscheidungen und die Nutzung von Schlüsselinformationen 39
6.4 Habitualisierte Kaufentscheidungen 41
6.4.1 Markentreue 41
6.4.2 Markenbindung und Variety Seeking 42
6.5 Impulsive Kaufentscheidungen 44
7. Empirischer Teil 46
7.1 Zusammenfassung der Hypothesen 46
7.2 Das Erhebungsdesign und die Herkunft des Datenmaterials 48
7.3 Das Beobachtungsdesign 51
7.4 Zur Operationalisierung der Variablen und Gütebeurteilung der Meßindikatoren 52
7.4.1 Operationalisierung des Involvements 54
7.4.2 Operationalisierung der Aktivierung 55
7.4.3 Operationalisierung des Need for Cognition 59
7.4.4 Operationalisierung der Einstellung 59
7.4.5 Operationalisierung des Variety Seekings 61
7.4.6 Operationalisierung der Markenbindung 62
7.4.7 Operationalisierung der Markentreue 62
7.4.8 Operationalisierung des kognitiven Aufwands am PoS 63
7.5 Zur Verwendung eines vollständigen Kausalmodells 65
7.5.1 Darstellung des Kausalmodells 65
7.5.2 Meßmodell der latenten exogenen Variablen 67
7.5.3 Meßmodell der latenten endogenen Variablen 72
7.5.4 Das vollständige Kausalmodell 75
7.5.5 Die regressionsanalytische Auswertung als Alternative 75
7.6 Datenanalyse und Überprüfung der Hypothesen 77
7.6.1 Die Aktivierung 77
7.6.2 Das Need for Cognition 79
7.6.3 Die Einstellung 79
7.6.4 Das Variety Seeking 80
7.6.5 Die Markenbindung 80
7.6.6 Die Markentreue 81
7.6.7 Der kognitive Aufwand am Point of Sale 82
8. Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlußfolgerungen für das Marketing 83

Automatisiert erstellter Textauszug:

Als letzte Art der Kaufentscheidungen sind Impulskäufe durch ein hohes Maß an Aktivierung und reaktiven Prozessen bei geringer kognitiver Kontrolle gekennzeichnet. Zwar sind sie in der Regel ungeplant, jedoch können nicht alle ungeplanten Käufe auf impulsive Kaufentscheidungen zurückgeführt werden (Weinberg/Gottwald, 1980, S. 4f.). Impulskäufe finden in erster Linie bei geringwertigen Produkten im Laden selbst statt, wo sie meist durch Verkaufsförderungsmaßnahmen herbeigeführt bzw. unterstützt werden (Kroeber-Riel/Weinberg, 1996, S. 401). In Abgrenzung zu ungeplanten Einkäufen machen sie somit nur einen geringen Teil aller Käufe aus (Weinberg/Gottwald, 1980, S. 11). Ältere Menschen entscheiden - wie bisher dargestellt - stark gewohnheitsmäßig, so daß die Rolle impulsiver Kaufentscheidungen zusätzlich abnimmt (Kroeber-Riel/Weinberg, 1996, S. 404). Durch die starke Stellung der emotionalen Komponente bei Impulskäufen ist auch aufgrund der Überlegungen in Abschnitt 3.2, aus denen hervorgeht, daß ältere Menschen 43 [...]

Aus den Darstellungen zur Einstellung folgt, daß die Markenbindung bei älteren Menschen stärker ausgeprägt sein sollte, da sie in einem positiven Zusammenhang zur Bindung steht. Dies ist konsistent mit der Hypothese, daß ältere Menschen markentreuer einkaufen. Kölzer (1995a, S. 184f.) führt weiterhin an, daß das Bedürfnis nach Abwechslung bzw. die Probierfreude im Alter abnimmt. Dies ergibt sich auch aus den Darstellungen zur Emotion in Abschnitt 3.2. Damit sollte das Variety Seeking bei älteren Konsumenten einen geringeren Stellenwert einnehmen, was ebenfalls für eine stärkere Markenbindung spricht. H 8g: Das Variety Seeking nimmt mit dem Alter ab. H 8h: Die Markenbindung nimmt mit dem Alter zu. [...]

Kundenzufriedenheit wird von vielen Autoren als die Differenz zwischen dem empfundenen Nutzen und der erwarteten Leistung in Form eines Soll/Ist-Vergleichs beschrieben (Töpfer/China, 1997, S. 11; Peter/Schneider, 1994, S. 9). Das Hauptproblem dieser Definition ist allerdings, daß die Kundenzufriedenheit somit mathematisch mit einer höheren Erwartung abnimmt. Mehrere Autoren verweisen deshalb darauf, daß sich die Erwartungen, die aus bisher gemachten Erfahrungen resultieren, ebenfalls positiv auf die Zufriedenheit auswirken (Kroeber-Riel/Weinberg, 1996, S. 386; Johnson, 1996, S. 185). Unter Commitment verstehen die Verfasser die Neigung bestehende Präferenzen trotz widersprüchlicher Informationen beizubehalten (Crosby/Taylor, 1983, S. 414) und dafür auch kurzfristige Opfer zu erbringen (Anderson/Weitz, 1992, S. 19). Commitment steht in enger Verbindung zur Stärke des Einstellungssystems des Konsumenten (Robertson, 1976, S. 19). [...]

Arbeit zitieren:
Gunnar Görtz, Florian Fuchs Juli 1998: Das Informations- und Entscheidungsverhalten älterer Menschen am Point of Sale, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Entscheidungsverhalten, Handel, Informationsverhalten, Point-of-sale, Senioren

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