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Industrietourismus im Ruhrgebiet unter spezieller Betrachtung der "Route der Industriekultur"

Industrietourismus im Ruhrgebiet unter spezieller Betrachtung der "Route der Industriekultur"
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Daniela Tobler
  • Abgabedatum: September 2000
  • Umfang: 109 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3175-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3175-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3175-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Tobler, Daniela September 2000: Industrietourismus im Ruhrgebiet unter spezieller Betrachtung der "Route der Industriekultur", Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ruhrgebiet, Industriekultur, Industrietourismus, Tourismus, Strukturwandel

Magisterarbeit von Daniela Tobler

Problemstellung:

Tourismus und Ruhrgebiet – eine undenkbare Konstellation? Diese Frage stellt sich sicherlich, wenn man den Titel der Arbeit das erste Mal liest. Es ist kaum vorstellbar, in einer ehemaligen Industrieregion Urlaub zu machen oder sie als Ziel für einen Tagesausflug auszusuchen. Das liegt daran, dass das Ruhrgebiet in den Köpfen der Menschen, vor allem derer, die nicht aus Nordrhein-Westfalen kommen, als eine unattraktive, durch Industrie belastete Region angesehen wird.

Seit mehr als 40 Jahren befindet sich die Region in einem Deindustrialisierungsprozess. Die anhaltende Krise im Montanbereich führte zur Schließung vieler Industrieanlagen, bei deren Abriss große Brachflächen entstanden, die vorerst keiner neuen Nutzungsform zugeführt werden konnten. Mangels Nachfrage an Freiflächen blieben deshalb viele Produktionsstätten nach ihrer Stillegung erhalten. Aus heutiger Sicht sind die damaligen Umstände positiv zu werten. Viele Zeugen der Industriegeschichte stehen inzwischen unter Denkmalschutz und ermöglichen den nachfolgenden Generationen einen Einblick in die Kohle- und Stahlindustrie. Das Ruhrgebiet will seine Geschichte nicht leugnen, sondern sich zu ihr bekennen.

Mit der Eröffnung der „Route der Industriekultur“ im Jahr 1999 weist das Revier gezielt auf seine industrielle Vergangenheit hin. Wichtige Standorte sind auf einem 400 km langen Rundkurs miteinander verbunden und präsentieren sich dem Besucher in neuartigen, interessanten Nutzungsformen. Der damit einhergehende Tourismus kann ebenfalls zum Strukturwandel beitragen.

Gang der Untersuchung:

Ziel der Arbeit ist es, die Route der Industriekultur und ihre Standorte vorzustellen und zu hinterfragen sowie die diesbezüglich vorhandenen Angebote der Tourismusveranstalter der Region zu bewerten.

Der Einstieg in die Thematik beginnt mit der räumlichen Abgrenzung des Untersuchungsgebiets und der geschichtlichen Entwicklung der Kohle-, Eisen- und Stahlindustrie. In einem Exkurs wird die Internationale Bauausstellung Emscher Park vorgestellt, die ein wichtiges Instrument für den Strukturwandel der Region war.

Nach der begrifflichen Klärung des Industrietourismus im 3. Kapitel werden einige Beispiele für bereits stattfindenden Industrietourismus in Deutschland aber auch in anderen Ländern aufgeführt, bevor die Thematik explizit auf das Ruhrgebiet bezogen wird. Kombinationsmöglichkeiten dieser neuen Tourismusform mit anderen Tourismusangeboten werden erläutert.

Das vierte Kapitel widmet sich der Route der Industriekultur. Besondere Berücksichtigung finden die Elemente des Marketing-Mix, welche die grobe Gliederung dieses Abschnitts der Arbeit bestimmen. Eingehend werden das Image des Ruhrgebiets und die Tourismusorganisationen des Reviers vorgestellt, bevor detailliert auf die Route der Industriekultur Bezug genommen wird. Abschließend erfolgt eine Beurteilung und ein Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Bildverzeichnis V
1. EINLEITUNG 1
2. DAS RUHRGEBIET 2
2.1 Räumliche Abgrenzung 2
2.2 Naturräumliche Struktur 5
2.3 Geologische Struktur 7
2.4 Geschichtliche Entwicklung des Kohlenbergbaus und der Eisen- und Stahlindustrie 9
2.5 Strukturwandel 14
2.6 Exkurs: Die Internationale Bauaustellung Emscher Park 16
3. Industrietourismus 20
3.1 Industrietourismus allgemein 20
3.1.1 Definition von Industrietourismus 20
3.1.2 Besonderheiten des Industrietourismus 22
3.1.3 Akzeptanzprobleme des Industrietourismus 23
3.2 Entwicklung des Industrietourismus 24
3.2.1 Großbritannien 25
3.2.2 Spanien 26
3.2.3 Mitteldeutschland 27
3.2.4 Saarland 28
3.3 Industrietourismus im Ruhrgebiet 30
3.3.1 Wirtschaftliche Bedeutung 30
3.3.2 Tourismusentwicklung in Nordrhein-Westfalen 33
3.3.3 Tourismusentwicklung im Ruhrgebiet 35
3.3.4 Marktsegmente des Tourismus im Ruhrgebiet 38
3.3.4.1 Industrietourismus 38
3.3.4.2 Städtetourismus 38
3.3.4.3 Fahrradtourismus 40
3.3.4.4 Erlebnistourismus 42
4. Die Route der Industriekultur 45
4.1 Vorstellung von Industriekultur 45
4.2 Kommunikationspolitik 46
4.2.1 Instrumente der Kommunikationspolitik 46
4.2.2 Image des Ruhrgebiets 48
4.3 Distributionspolitik 53
4.3.1 Instrumente der Distributionspolitik 53
4.3.2 Die Tourismusorganisationen des Ruhrgebiets 55
4.3.2.1 Der KVR (Kommunalverband Ruhrgebiet) 56
4.3.2.2 Die RTG (Ruhrgebiet Tourismus GmbH) 59
4.3.2.3 Sonstige Anbieter, Reiseveranstalter 61
4.4 Produkt und Preispolitik 61
4.4.1 Instrumente der Produkt- und Preispolitik 62
4.4.2 Die Route der Industriekultur 65
4.4.2.1 Vorstellung ausgewählter Ankerpunkte 72
4.4.2.2 Das Angebot des KVR 75
4.4.2.3 Das Angebot der RTG 77
4.4.2.4 Das Angebot der Tour de Ruhr und sonstigen Reiseveranstaltern 79
4.4.3 Beurteilung der Route der Industriekultur 82
5. Ausblick 85

Arbeit zitieren:
Tobler, Daniela September 2000: Industrietourismus im Ruhrgebiet unter spezieller Betrachtung der "Route der Industriekultur", Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ruhrgebiet, Industriekultur, Industrietourismus, Tourismus, Strukturwandel

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