Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Diana Marcella Schulz
- Abgabedatum: Juni 1995
- Umfang: 78 Seiten
- Dateigröße: 3,3 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3336-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3336-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3336-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schulz, Diana Marcella Juni 1995: Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Diskriminanzanalyse, Insolvenzprognoseforschung, Unternehmenskrise, Insolvenz, Insolvenzursachenforschung
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Diplomarbeit von Diana Marcella Schulz
Einleitung:
Obwohl das Jahr 1994 von einem konjunkturellen Aufschwung gekennzeichnet war, wurde gleichzeitig mit 25.000 Insolvenzen die bisher seit 45 Jahren höchste Insolvenzzahl verzeichnet. Der Zusammenhang zwischen Aufschwung und zunehmenden Insolvenzen scheint zunächst paradox zu sein, ist aber in Wirklichkeit recht plausibel. Da die Unternehmen die eingehenden Aufträge i. d. R. vorfinanzieren müssen, benötigen sie zu Zeiten des Abschwungs aufgrund der schlechteren Auftragslage weniger Mittel dazu. Zeichnet sich nun ein Aufschwung ab, verpflichten sich die Unternehmer wieder mehreren Auftraggebern, und müssen somit auch mehr finanzielle Mittel, die sie wegen des vorherigen Abschwungs eigentlich gar nicht besitzen, zur Vorfinanzierung aufwenden. Hierzu benötigen sie Fremdkapital, mit welchem sie ihr Vorhaben partiell oder ganz finanzieren. Diese finanzielle Abhängigkeit, insbesondere, wenn sie mit anderen ungünstigen Faktoren zusammentrifft, kann gegebenenfalls zu einer Insolvenz führen. Daraus geht hervor, daß die meisten Insolvenzen im Anschluß an eine Rezession auftreten.
Die eigentlichen Geschädigten bei Unternehmenszusammenbrüchen sind vor allem diejenigen, die eine Insolvenz - als negativste Folge eines drohenden Unternehmenszusammenbruchs - plötzlich und somit unerwartet trifft. Während nämlich z. B. die Unternehmensleitung meist schon anhand der internen Daten weiß, welches Schicksal auf das Unternehmen zukommt, erfahren Arbeitnehmer, Geschäftspartner, Gläubiger und Aktionäre oft erst davon, wenn es bereits zu spät ist. Sie können sich weder seelisch darauf vorbereiten noch ihre Zukunftspläne der zu erwartenden Situation anpassen. Dieser Aspekt verdeutlicht die Problematik, daß durch Insolvenzen viele verschiedene Einzelschicksale von Menschen und auch von Institutionen in Mitleidenschaft gezogen werden. Für die Forschung ist darin ein Anlaß zu sehen, Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche herauszustellen bzw. die vorhandenen Erkenntnisse zu verbessern, um Interessenten die Möglichkeit zu eröffnen, Unternehmenskrisen frühzeitig entdecken und verhindern zu können.
Gang der Untersuchung:
Das Ziel dieser Arbeit besteht in einer systematischen Herausarbeitung von Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche außer- und innerhalb des Rechnungswesens. Dazu ist es notwendig, daß zunächst im zweiten Kapitel die dafür grundlegenden Begriffe - Indikator, Unternehmenskrise und Insolvenz - expliziert werden.
Das dritte Kapitel beinhaltet die Darstellung von Indikatoren, die außerhalb des Rechnungswesens eruiert werden können. Dies wird mittels der Insolvenzursachenforschung (IUF) erreicht. Hierbei wird auf einen Theorieansatz, die Methodik, die quantitative Ausrichtung (anhand aktueller Zahlen), die qualitative Ausrichtung (anhand Studien), die Ergebnisse und die Kritik eingegangen. Ergänzt werden die Ergebnisse der IUF durch einen speziell angefertigten Ursachenkatalog und durch die kurze Darstellung von Wachstumskrisen und -schwellen. Die durch das Rechnungswesen ermittelbaren Indikatoren werden im vierten Kapitel mittels der Insolvenzprognoseforschung (IPF) dargestellt.
Beginnend mit einer Prüfung, ob sich die Bilanz als Prognoseinstrument eignet, werden auch hier, aufbauend auf die verschiedenen Ansätze und Methoden, über die Studien, die Ergebnisse dargelegt, bis hin zu einer kritischen Würdigung.
Ein Resümee, verbunden mit einem Ausblick, schließt die Arbeit im fünften Kapitel ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Symbolverzeichnis | VI | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Tabellenverzeichnis | IX | |
| 1. | Einführung | 1 |
| 2. | Begriffsbestimmungen | 3 |
| 2.1 | Begriff des Indikators | 3 |
| 2.2 | Begriff der Unternehmenskrise | 4 |
| 2.3 | Begriff der Insolvenz | 6 |
| 3. | Ermittlung von Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche außerhalb des Rechnungswesens mit Hilfe der Insolvenzursachenforschung | 10 |
| 3.1 | Theorieansatz zu der Verursachung von Unternehmenskrisen | 10 |
| 3.2 | Ansätze der Insolvenzursachenforschung | 15 |
| 3.3 | Quantitative Insolvenzursachenforschung | 17 |
| 3.3.1 | Darstellung der Merkmale anhand der Interpretation ihrer aktuellen Daten | 17 |
| 3.3.1.1 | Nach Branchenzugehörigkeit | 17 |
| 3.3.1.2 | Nach Unternehmensgröße (an der Beschäftigtenzahl gemessen) | 18 |
| 3.3.1.3 | Nach Unternehmensalter | 19 |
| 3.3.1.4 | Nach Rechtsform | 21 |
| 3.3.2 | Kritik der quantitativen Insolvenzursachenforschung | 22 |
| 3.4 | Qualitative Insolvenzursachenforschung | 23 |
| 3.4.1 | Studien der qualitativen Insolvenzursachenforschung | 23 |
| 3.4.1.1 | Studie von Hahn | 23 |
| 3.4.1.2 | Studie von Keiser (1966) | 24 |
| 3.4.1.3 | Studie von Reske, Brandenburg und Mortsiefer (1976) | 26 |
| 3.4.1.4 | Studie von Hauschildt (1983) | 28 |
| 3.4.1.5 | Weitere Studien über Insolvenzursachen | 31 |
| 3.4.1.6 | Darstellung der Ergebnisse der qualitativen Insolvenzursachenforschung | 32 |
| 3.4.1.7 | Problemfelder und Kritik der qualitativen Insolvenzursachenforschung | 33 |
| 3.5 | Weitere Erkenntnisse aus der Insolvenzursachenforschung | 34 |
| 3.6 | Darstellung von Wachstumskrisen und Wachstumsschwellen | 38 |
| 3.6.1 | Arten von Wachstumskrisen und typische Wachstumsschwellen | 38 |
| 3.6.2 | Ursachen von Wachstumskrisen und Wachstumsschwellen | 40 |
| 4. | Ermittlung von Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche innerhalb des Rechnungswesens mit Hilfe der Insolvenzprognoseforschung | 41 |
| 4.1 | Prognose von Unternehmenskrisen mittels Bilanzen | 41 |
| 4.2 | Ansätze der Insolvenzprognoseforschung | 43 |
| 4.2.1 | Fundamentaler Ansatz | 44 |
| 4.2.2 | Technischer Ansatz | 44 |
| 4.2.2.1 | Statistische Verfahren | 45 |
| 4.2.2.2 | Neuronale Netze | 50 |
| 4.3 | Studien der Insolvenzprognoseforschung | 51 |
| 4.3.1 | Studie von Beaver (1966) | 51 |
| 4.3.2 | Studie von Altman (1968) | 52 |
| 4.3.3 | Studie von Feidicker (1992) | 53 |
| 4.3.4 | Studie von Krause (1993) | 54 |
| 4.4 | Darstellung der Ergebnisse der Insolvenzprognoseforschung | 54 |
| 4.5 | Problemfelder und Kritik der Insolvenzprognoseforschung | 55 |
| 5. | Resümee und Ausblick | 56 |
| Literaturverzeichnis | 58 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832433369
Arbeit zitieren:
Schulz, Diana Marcella Juni 1995: Indikatoren für drohende Unternehmenszusammenbrüche, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Diskriminanzanalyse, Insolvenzprognoseforschung, Unternehmenskrise, Insolvenz, Insolvenzursachenforschung



