Implementierung innovativer Anreizelemente für Mitarbeiter des Vertriebes im Unternehmen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gunnar Kliche
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 119 Seiten
- Dateigröße: 699,8 KB
- Note: 1,4
- Institution / Hochschule: Fachhochschule für die Wirtschaft Hannover Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7606-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7606-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7606-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Kliche, Gunnar Oktober 2002: Implementierung innovativer Anreizelemente für Mitarbeiter des Vertriebes im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Projekt-Management, Change-Management, lernende Organisation, Unternehmenskultur
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Diplomarbeit von Gunnar Kliche
Zusammenfassung:
Aufgrund der momentan schwierigen Wirtschaftslage weisen die Umsatzzahlen vieler Unternehmen einen negativen Trend auf. Vor allem in Deutschland befinden sich besonders die exportierenden Unternehmen in einer diffizilen Situation, da die gesamte Weltwirtschaft eine rückläufige Tendenz aufweist. Nicht minder sind davon jedoch auch nichtexportierende und dienstleistende Unternehmen betroffen. Dieser Sachverhalt impliziert die Fokussierung von Kostensenkungspotenzialen z. B. im Personalbereich.
Ob die aktuell diskutierten Entlastungen für den Verbraucher hier eine nachhaltige Trendwende bewirken können, ist heute noch nicht absehbar. Von einer Steigerung des privaten Konsums erhofft man sich eine Belebung der Binnenwirtschaft, was sich positiv auf die Absatzzahlen im Unternehmen auswirken kann. Diese aktuellen Überlegungen zeigen, dass der Vertrieb der Produkte einer Unternehmung ein Schlüsselfaktor für ihren Erfolg ist. Auch wenn der Vertrieb heute zu Teilen apersonal erfolgt, so z. B. über das Internet, nimmt nach wie vor eine starke Vertriebsorganisation mit einem motivierten Innen- und Außendienst die Stellung eines zentralen Erfolgsfaktors für das Unternehmen ein.
In diesem Kontext stellt sich die Frage, inwiefern die Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens in ihrer Verkaufsmotivation gezielt gestärkt werden können. Damit wird die Frage nach einem zielführenden, leistungsgerechten, teambezogenen und ergebnisorientierten Anreizsystemen für den Vertrieb akzentuiert. Diese Frage wird schon seit mehreren Dekaden in der vertriebsbezogenen Marketingliteratur diskutiert.
Als Problematik ist dieser Fragestellung inhärent, dass einmal bestehende Anreize nicht auf Dauer Vertriebsmitarbeiter motivieren können. Vielmehr sollten immer wieder innovative Anreizelemente gezielt in das vertriebspolitische Anreizsystem implementiert werden, um neue Motivationseffekte zu evozieren.
Damit ist die zentrale Problemstellung der vorliegenden Arbeit umrissen. Es geht dabei nicht nur um die Darlegung innovativer Anreizelemente „auf dem Papier“, sondern auch um ihre Implementation. Denn diese Anreizelemente entfalten erst dann ihre volle Wirkung, wenn sie zielgerichtet im Unternehmen implementiert worden sind. Der Schritt also von der Konzeption zur Implementierung ist von essentieller Bedeutung für die Wirkungsintensität vertriebspolitischer Anreizsysteme.
Vor dem Hintergrund der skizzierten Problemstellung ist es Zielsetzung der vorliegenden Arbeit, Optionen zur Gestaltung innovativer Anreizelemente im Vertriebsbereich aufzuzeigen und dann mögliche Implementierungspfade darzulegen. Die Arbeit hat dabei einen theoretischen und praktischen Teil, der insbesondere durch die empirischen Untersuchungsergebnisse determiniert wird. Die Ableitung von Gestaltungsempfehlungen (allerdings ohne Anspruch auf Verallgemeinerung aufgrund der begrenzten empirischen Basis) soll dem pragmatischen Wissenschaftsziel der Betriebswirtschaftslehre Rechnung tragen, Lösungsmuster für konkrete betriebliche Problemstellungen zu entwickeln.
Entsprechend dieser konzeptionellen Grundbestandteile gliedert sich die Arbeit wie folgt:
Zunächst wird in Kapitel 2 ein theoretischer Bezugsrahmen erarbeitet, der die zentralen themenkonstituierenden Bereiche grundlegend darlegt.
Im theoretischen Kernkapitel 3 wird auf die Implementierung innovativer Anreizelemente in das bestehende Vertriebssystem von Unternehmungen eingegangen. Damit wird von der Prämisse ausgegangen, dass es sich nicht um eine grundlegende Neukonstituierung von Anreizsystemen handelt, sondern um eine gezielte Ergänzung bestehender Anreizsysteme um innovative Elemente. Diese Darlegung erfolgt auf Grund eines selbstgenerierten Phasenkonzeptes, dass sich in die Phasen Konzeption, Implementierung und Reflexion unterteilt. Damit wird evident, dass hier ein umfassender Implementierungsbegriff verwendet wird.
Vor dem Hintergrund der damit theoretisch gewonnenen Erkenntnisse werden in Abschnitt 4 empirische Daten im Rahmen einer Unternehmungsbefragung erhoben, wie eine Implementierung neuer Anreizelemente in der Praxis tatsächlich erfolgt. Die Ergebnisse dieser Unternehmensbefragung haben nur exemplarischen Charakter.
Vor dem Hintergrund der damit vorliegenden theoretischen und praktischen Erkenntnisse und deren Widerspiegelung werden in Abschnitt 5 Gestaltungsempfehlungen zur effektiven Implementierung betriebsbezogener Anreizmodule entwickelt. Um den konkreten praxisbezogenen Bezug dieser Ausführungen hervorzuheben, wird unter anderem auch eine Implementierungscheckliste erarbeitet, die den Entscheidungsträgern im Vertriebsbereich von Unternehmen helfen soll, den konkreten Nutzen der Implementierung innovativer Anreizelemente im Vertriebsbereich im Einzelnen abzuschätzen.
Im abschließenden Kapitel 6 wird noch einmal darauf hingewiesen, dass innovative Anreizelemente nur einen Teil einer innovativen Unternehmenspolitik repräsentieren. Diese Überlegung mündet in die Vorstellung, dass nur ein ganzheitliches Konzept, dass über Anreizelemente im engeren Sinne hinausgeht, langfristig die Unternehmungsexistenz am Markt sichern kann.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einführung: Vertriebserfolg als Schlüsselfaktor für die Unternehmensexistenz | 1 |
| 1.1 | Aktualität der Themenstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Erarbeitung eines Bezugsrahmens: Herleitung der Bedeutung eines speziellen Anreizsystems im Vertriebsbereich | 4 |
| 2.1 | Vertrieb als zentraler Erfolgsfaktor von Unternehmen | 4 |
| 2.1.1 | Merkmalsorientierte Abgrenzung von Vertrieb | 4 |
| 2.1.2 | Bedeutung des Vertriebs im Leistungsgefüge von Unternehmen | 6 |
| 2.1.3 | Rahmenbedingungen erfolgreicher Vertriebstätigkeiten | 7 |
| 2.2 | Anreizsysteme als Determinante der Mitarbeitermotivation | 10 |
| 2.2.1 | Begriffliche Bestimmung und Funktionen von Anreizsystemen | 10 |
| 2.2.2 | Betriebliches Anreizspektrum im Überblick | 12 |
| 2.2.3 | Situationsbezogene Ausdifferenzierung eines Anreizsystems | 15 |
| 2.3 | Spezifika von Anreizsystemen im Vertriebsbereich von Unternehmen | 16 |
| 2.3.1 | Unmittelbarer Anreizeffekt zur Erhöhung der Verkaufszahlen und damit verbundene Probleme | 16 |
| 2.3.2 | Notwendigkeit und Voraussetzungen zur Implementierung neuer Anreizelemente | 18 |
| 3. | Implementierung innovativer Anreizelemente in das bestehende Anreizsystem von Unternehmen | 21 |
| 3.1 | Ausgangsüberlegungen: Generierung eines prozessgeleiteten Phasenkonzeptes zur Modifizierung des Anreizsystems | 21 |
| 3.2 | Konzeptionsphase: Planung von Anreizmodifikationen im Vertriebsbereich | 22 |
| 3.2.1 | Erarbeitung einer Entscheidungsvorlage in einer Projektgruppe | 22 |
| 3.2.2 | Alternativen der Anreizsystemveränderung: Generelle oder partielle Neufassung | 25 |
| 3.2.3 | Spektrum an innovativen Anreizelementen für den Vertriebsbereich und ihr betriebliches Nutzenpotenzial | 26 |
| 3.2.4 | Analyse des bisherigen Vertriebsanreizsystems und Veränderungsbedarf/Entscheidung für neue Anreizelemente | 28 |
| 3.3 | Implementierungsphase i. e. S.: Akzeptanz der neuen Anreizelemente im Vertriebsbereich | 30 |
| 3.3.1 | Akzeptanzfördernde Faktoren auf Seiten der Vertriebsmitarbeiter | 30 |
| 3.3.1.1 | Transparenz des neuen Anreizsystems | 30 |
| 3.3.1.2 | Vorteilhaftigkeit des Vergleichs altes-neues System | 31 |
| 3.3.1.3 | Berücksichtigung von Mitarbeitererfahrungen und -interessen | 32 |
| 3.3.2 | Überzeugungsarbeit für neue Anreizelemente durch Initiatoren und Unternehmensleitung | 34 |
| 3.3.2.1 | Kommunikation der Anreizsystemumstellung und deren Vorteilhaftigkeit | 34 |
| 3.3.2.2 | Verweis auf andere erfolgreiche Prozessbeispiele und Möglichkeit von Pilotprojekten | 36 |
| 3.4 | Reflexionsphase: Überprüfung der Wirkungsintensität der neuen Anreizelemente | 37 |
| 3.4.1 | Möglichkeit eines Kosten/Nutzen-Abgleichs | 37 |
| 3.4.2 | Kontrollinduzierte Verbesserungen partieller Anreizelemente | 39 |
| 4. | Vertriebsbezogene Implementierung neuer Anreizelemente in der Praxis: Ergebnisse einer Unternehmensbefragung | 41 |
| 4.1 | Konturen der empirischen Untersuchungsmethodik | 41 |
| 4.2 | Vertriebsstruktur der befragten Unternehmen | 42 |
| 4.3 | Ausprägungsformen der Anreizsysteme im Überblick | 44 |
| 4.4 | Erfahrungen bei der Veränderung/Ergänzung des vertriebsorientierten Anreizsystems um innovative Elemente | 48 |
| 4.4.1 | Anlässe für eine Neustrukturierung des Anreizsystems | 48 |
| 4.4.2 | Ausprägung der innovativen Anreizelemente | 50 |
| 4.4.3 | Vorgehen bei der Implementierung der neuen Anreizelemente | 52 |
| 4.4.3.1 | Einbindung der betroffenen Anspruchsgruppen | 52 |
| 4.4.3.2 | Kommunikative Mittel zur Akzeptanzschaffung | 53 |
| 4.4.3.3 | Reflexion des Implementierungserfolges | 55 |
| 4.4.4 | Problemfelder bei der Umstellung des Anreizsystems | 56 |
| 4.5 | Voraussetzungen für den Erfolg eines Anreizsystems aus Sicht der Praxis | 58 |
| 4.6 | Handlungsbedarf bei der Anreizumstellung in der Praxis | 59 |
| 5. | Gestaltungsempfehlungen zur effektiven Implementierung vertriebsbezogener Anreizmodule vor dem Hintergrund der Befragungsergebnisse | 61 |
| 5.1 | Eruierung von gestaltungsbezogenen Prioritäten auf Basis der Befragungserkenntnisse | 61 |
| Objektspezifische Empfehlungen: Konzeptionelle Gestaltung innovativer Anreizelemente für den Vertriebsbereich | 62 | |
| 5.2.1 | Modulartiges Anreizsystem mit Wahlmöglichkeiten als Option | 62 |
| 5.2.2 | Konkretisierung innovativer Anreizelemente für den Vertriebsbereich | 63 |
| 5.2.2.1 | Neue Entwicklungen im Incentive-Bereich | 63 |
| 5.2.2.2 | Revitalisierung konventioneller Anreizmodule unter Berücksichtigung der Unternehmenskultur | 65 |
| Notwendigkeit eines ganzheitlichen Konzeptes: Das Unter- nehmen als Anreizsystem unter besonderer Berücksichtigung des Optionsspektrums mittelständischer Betriebe | 66 | |
| 5.3 | Prozessspezifische Empfehlungen: Effektives Projektmanagement bei der Umsetzung neuer Anreizmodule | 68 |
| 5.3.1 | Anregungen zur Systemverbesserung aus der In- und Umwelt des Unternehmens | 68 |
| 5.3.2 | Zusammensetzung der Projektgruppe als Schlüsselfaktor | 69 |
| 5.3.3 | Projekt-Zeitplan und Formulierung von Meilensteinen | 72 |
| 5.3.4 | Verstärkung der Akzeptanz der neuen Anreizmerkmale bei den Vertriebsmitarbeitern | 74 |
| 5.4 | Controllingperspektive: Nutzeneffekte der innovativen Anreizmodule | 76 |
| 5.4.1 | Möglichkeiten zur Erfolgsbestimmung neu implementierter Anreizmodule | 76 |
| 5.4.2 | Anreizsysteme zwischen Konstanz und Veränderungen: Herausforderungen für eine lernende Organisation | 77 |
| 5.5 | Erarbeitung einer Implementierungs-Checkliste als Quintessenz der Überlegungen | 78 |
| 5.5.1 | Vorbemerkung: Situationsspezifik der Gestaltungsempfehlungen | 78 |
| 5.5.2 | Konturen und Inhalte der anreizbezogenen „Implementierungs-Checkliste“ | 79 |
| 6. | Schlussfolgerungen: Anreizsysteme als Spiegelbild einer innovativen Unternehmenspolitik | 82 |
| Literaturverzeichnis | 84 | |
| Anhang (aus Datenschutzrechtlichen Gründen nur Gesprächsleitfaden) | ||
| Ehrenwörtliche Erklärung (in diesem Exemplar nicht dabei) |
43 Die offensichtlichsten Unterschiede der einzelnen Vertriebskonzepte lassen sich auf die unterschiedlichen Betriebsgrößen der Unternehmen zurückführen, die vom Mittelständler mit einem Mitarbeiter bis hin zum Weltkonzern mit über 300.000 Mitarbeitern reicht. Entsprechend der Betriebsgröße erstreckt sich auch die Verkaufsaktivität von der regionalen über eine europaweite bis hin zur weltweiten Vertriebstätigkeit.180 In der Finanzdienstleistungsbranche zeigte sich, dass die Spezialisierung auf bestimmte Zielgruppen primär von der Historie des Unternehmens oder der strategischen Ausrichtung und damit der Philosophie des Unternehmens abhängt. So hat sich beispielsweise ein kleinerer Mittelständler auf die Zielgruppe von Zahnärzten und vermögenden Privatkunden spezialisiert 181 , ein größeres europaweit tätiges Unternehmen allein auf die Zielgruppe der Akademiker.182 Andere Unternehmen führen wiederum keine fokussierte, bis hin zu gar keiner Differenzierung der Kundengruppen durch.183 Die Vertriebsstruktur der einzelnen Finanzdienstleister ist hingegen schon eher von der Betriebsgröße abhängig und ist daher nicht heterogen. Grundsätzlich lässt sich konstatieren: je kleiner das Unternehmen ist, desto weniger Hierarchieebenen lassen sich im Vertriebsbereich erkennen. So zeigte sich bei einem Unternehmen aus dem Versicherungsbereich folgende beispielhafte Vertriebsstruktur: Auf der untersten Ebene befinden sich die Mitarbeiter, die in diesem Fall selbstständige Verkäufer sind. Darüber gibt es die erste Führungsebene, welche für die direkte Betreuung der Vertriebsmitarbeiter zuständig ist. Diese Betreuung ist in bestimmte Regionen eingeteilt, so dass sich eine Führungskraft auf eine begrenzte Anzahl von Mitarbeitern in einer überschaubaren Region konzentrieren kann. Über der eben genannten befindet sich wiederum eine zweite Führungsebene, die bereits mit Schulungsund Steuerungsfunktionen betraut wurde. Über diesen zwei Führungsebenen findet sich eine Verkaufsdirektorenebene, die aus Verkaufsleitern ohne Kundenverantwortung besteht. Auf der obersten Hierarchieebene des Vertriebs, direkt unter dem Vorstand angesiedelt, befinden sich schließlich die Gebietsdirektoren, die mit Umsatz- und Budgetverantwortung ausgestattet sind. 184 Wie bereits erwähnt gestaltet sich die Aufteilung in unterschiedliche Hierarchien bei den meisten Unternehmen ähnlich, [...]
38 Den Kosten sollte selbstverständlich ein angemessener Nutzen gegenüber stehen, der wie folgt aussehen könnte/sollte: • • Direkter Nutzen: Dieser Nutzen sollte sich beispielsweise direkt in den gestiegenen Verkaufszahlen der folgenden Perioden widerspiegeln. Indirekter Nutzen: Darunter werden zum Beispiel bestimmte Zufriedenheitsindikatoren verstanden, die anzeigen, dass die Zufriedenheit und damit die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter gestiegen ist. Gerade aber an den Nutzenfaktoren sieht man, dass diese besonders schwer quantifizierbar sind. Daraus ergibt sich als zentrales Problem bei der direkten Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen, dass nicht immer eine Monetarisierung des Nutzens durchgeführt werden kann. Das heißt, dass sich der Nutzen nicht immer in Zahlen darstellen oder zumeist sich nicht vorher in konkreten Größen planen läßt.169 Der Output personalwirtschaftlicher Aktivitäten kann oft nur über „schlussfolgernde“ Indikatoren operationalisiert und auf diese Weise einer Messung zugänglich gemacht werden.170 Hinzu kommt, dass bei der Messung von Nutzen einige Störgrößen in Betracht gezogen werden müssen. Diese sind zum Beispiel eine veränderte konjunkturelle Lage oder weitere nicht direkt vom Mitarbeiter beeinflussbare Faktoren. Des Weiteren ist es schwierig zu bewerten, wie sich die Zufriedenheit von Mitarbeitern auf die finanzielle Situation des Unternehmens auswirkt. Die Kosten hingegen lassen sich dagegen relativ leicht ermitteln. Daher sei an dieser Stelle zu einer Kostenvergleichsrechnung 171 geraten, welche die Kosten des Anfangszustandes des Anreizsystems mit denen danach vergleicht. Allerdings müsste man hier bedenken, dass die Kosten für diese Projektierung über einen angemessenen Zeitraum abgeschrieben werden müssen. 172 Insgesamt zeigt sich damit ein asymmetrisches Kosten/Nutzenverhältnis, wonach die Kosten relativ gut, der Nutzen von neuen Anreizmodulen aber wesentlich schwieriger ermittelt werden kann. [...]
37 3.4 Reflexionsphase: Anreizelemente 3.4.1 Möglichkeiten eines Kosten/Nutzen-Abgleichs Wie bei allen anderen betriebswirtschaftlichen Handlungsweisen auch, muss sich die Implementierung neuer Anreizmodule im Vertriebsbereich ökonomisch legitimieren lassen. Letztendlich muss ein neu eingeführtes Anreizsystem sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen erfolgsträchtig sein. Von daher bieten sich hier klassische Instrumentarien wie der Kosten/Nutzen-Abgleich an, um zu eruieren, ob sich das neue Anreizsystem überhaupt später entsprechend rechnet. Ein solcher Kosten/Nutzen-Abgleich sollte bei der Implementierung innovativer Anreizelemente folgende Kosten gegenüber deren Nutzen gegenüberstellen: Kosten neuer Anreizmodule: • Planungs- und Implementierungskosten: Es kostet eine bestimmte (nur schwer vorhersehbare) Summe an Geld und Zeit neue Anreizmodule zu planen und diese dann einzuführen. Darin enthalten sind die Kosten für die Zeit, in der die Mitarbeiter des Projektteams nicht produktiv arbeiten können, mögliche Beraterkosten Pilotprojekt. • [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832476069
Arbeit zitieren:
Kliche, Gunnar Oktober 2002: Implementierung innovativer Anreizelemente für Mitarbeiter des Vertriebes im Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Projekt-Management, Change-Management, lernende Organisation, Unternehmenskultur



