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Von der Implementierung zur Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems ISO 9000:2000

Das Beispiel des mittelständischen Familienunternehmens Gerd Schirra GmbH

Diese Studie wurde von der Kreissparkassenstiftung Kaiserslautern als eine der besten vier Dipolmarbeiten der gesamten FH Kaiserslautern ausgezeichnet, welche die regionale Wirtschaft zum Bezug haben.
Von der Implementierung zur Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems ISO 9000:2000
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Verena Schirra
  • Abgabedatum: September 2002
  • Umfang: 193 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Kaiserslautern Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6404-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6404-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6404-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Diese Studie wurde von der Kreissparkassenstiftung Kaiserslautern als eine der besten vier Dipolmarbeiten der gesamten FH Kaiserslautern ausgezeichnet, welche die regionale Wirtschaft zum Bezug haben.
  • Arbeit zitieren: Schirra, Verena September 2002: Von der Implementierung zur Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems ISO 9000:2000, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: DIN EN ISO 9001.2000, Praxisorientiert, Qualitätsmanagementhandbuch, Qualitätsmanagement, Automobilbranche

Diplomarbeit von Verena Schirra

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, den Prozess der Einführung und Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems in einem mittelständischen Familienunternehmen zu schildern. Basis der Ausführungen ist ein prozessorientierter Ansatz, der mit der Revision der ISO 9000 ff. im Jahr 2000 zum Zertifizierungsstandard wurde.

Zu Beginn soll dem Leser ein fundiertes theoretisches Wissen vermittelt werden, damit die Inhalte und Forderungen der Norm besser nachvollzogen und leichter umgesetzt werden können. Im Anschluss ist es notwendig, die Besonderheiten des betrachteten mittelständischen Familienunternehmens der Kfz-Branche zu erläutern, bevor auf die Implementierungsphase eingegangen werden kann. Ziel ist hier im Speziellen, unter Beachtung firmenspezifischer Gegebenheiten, das QMS erfolgreich einzuführen, d.h. jeden Mitarbeiter zu involvieren (motivieren) und die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass das System gelebt werden kann. Angestrebt wird dabei, im Zuge einer erfolgreichen Implementierung, das QMS zu zertifizieren, um die erreichte Qualitätsstufe auch nach außen (z.B. mittels einer Urkunde) kommunizieren zu können.

Probleme und schwierige Sachverhalte, die besonders KMU bei dem Versuch der Umsetzung der Normforderungen begegnen, sollen genannt und Lösungsmöglichkeiten geboten werden. Anhand von Pro- und Kontra-Argumenten können die bis dahin gewonnen Erkenntnisse über die ISO 9000 ff. gefestigt werden.

Die Einführung eines QMS bietet sich als gute Einstiegsmöglichkeit in eine (mittelständische) Firma an, da die wesentlichen Unternehmensprozesse analysiert, dokumentiert und somit verinnerlicht werden müssen.

Nach dem Studium dieser Arbeit sollte es gelungen sein, dem Leser einen ausführlichen Einblick in die Materie Qualitätsmanagement gegeben, und dem Unternehmer die Angst, ebenfalls diesen Weg einzuschlagen, genommen zu haben.

Gang der Untersuchung:

Als Einführung in das Thema werden im ersten Kapitel die Problemstellung und das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit erläutert und eine Beziehung zum Thema und zum betrachteten Unternehmen hergestellt.

Die Klärung der wichtigsten Begriffe des Themas sowie eine Einführung in die Normenreihe DIN EN ISO 9000 ff., deren Elemente, der Aufbau einer Qualitätsmanagement-Dokumentation und eines QM-Systems werden im zweiten Kapitel anhand theoretischer Grundlagen vorgenommen. Dabei wird zunächst dargestellt, wie sich der Qualitätsbegriff und seine weiterführenden Ansätze entwickelt haben, bevor die genaue Konstruktion der Norm bis zum aktuellen Stand (9000:2000) beschrieben wird. Hierbei macht es Sinn, die vorherige Normenreihe von 1994 mit der jetzigen zu vergleichen, da alle 20 Elemente der alten Norm auch in der neuen wiederzufinden sind. Letztendlich – praxisnäher – wird mit der Konzeption des kompletten QM-Systems und dessen Handbuch fortgefahren, was, durch die Themenstellung vorgegeben, einen Großteil der Arbeit (s. Anhang 3: QM-Handbuch) ausmachen wird.

Der dritte Teil der Diplomarbeit stellt gewissermaßen das Bindeglied zwischen allgemeinem und speziellem Teil dar. Zur Einführung wird mit Hilfe eines kurzen Überblicks der Einstieg in die Automobilbranche erleichtert. Im Anschluss wird die Entstehung des Familienunternehmens dargestellt und auf dessen aktuelle Situation (mit Hilfe von Organigrammen und Skizzen) eingegangen. Letztendlich folgt eine nähere Betrachtung der Entwicklung der Autobranche und es wird herausgestellt, warum sich der Qualitätsaspekt immer höherer Popularität im Unternehmen erfreut.

Bevor mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems bzw. dem Standardisieren von Abläufen/Prozessen im Unternehmen begonnen werden kann, muss eine Analyse der gegebenen Betriebsabläufe stattfinden. Wie dabei vorgegangen werden kann, vermitteln unter anderem die im Rahmen dieser Diplomarbeit durchgeführten Implementierungsphasen eines QMS in der Praxis im Verlauf des vierten Kapitels.

Nachdem das QMS erfolgreich in das Unternehmen eingeführt worden ist, steht einer Zertifizierung nichts mehr im Wege. Das ganze Prozedere des Zertifizierungshergangs und evtl. Maßnahmen nach einem gelungenen Zertifizierungsaudit werden innerhalb des fünften Passus erläutert.

Im letzten Kapitel werden die Resultate der halbjährigen Studie kritisch beurteilt, indem beispielsweise einzelne Probleme von kleinen und mittleren Unternehmen mit der Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems aufgezeigt und Argumente für und gegen die Implementierung eines QMS miteinander verglichen und ausgewertet werden.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einführung 1
1.1 Qualität als Anforderung des Marktes 1
1.2 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit 3
1.3 Methodisches Vorgehen 5
2. Grundlagen 7
2.1 Qualitätsmanagement und Qualitätsmanagementsysteme 7
2.1.1 Der Qualitätsbegriff 10
2.1.2 Verschiedene Ansätze 12
2.1.3 Das Audit 16
2.1.4 Das ZDK-Siegel 18
2.2 Die Normenreihe ISO 9000 19
2.2.1 Die Norm ISO 9000:1994 20
2.2.2 Die Norm ISO 9000:2000 22
2.2.3 Wesentliche Unterschiede der beiden Normen 24
2.3 Die Elemente der DIN EN ISO 9001 25
2.3.1 Die 20 Elemente der ISO 9001:1994 27
2.3.2 Vergleichende Analyse der Elemente 1994 <=> 2000 37
2.3.3 Die ZDK-Elemente 45
2.4 Einzelne Teile einer QMS-Dokumentation 47
2.4.1 Dokumentation 48
2.4.2 Qualitätsmanagement-Handbuch 50
2.4.3 Verfahrens- und Arbeitsanweisungen 54
2.5 Schritte zum Aufbau eines QMS 57
2.5.1 Analysephase 60
2.5.2 Konzeptphase 62
2.5.3 Realisierungsphase 63
2.5.4 Maßnahmen zur Aufrechterhaltung eines funktionierenden QMS 65
3. Das mittelständische Familienunternehmen Gerd Schirra GmbH 67
3.1 Vorstellung der Automobilbranche 67
3.2 Entwicklung der Gerd Schirra GmbH 70
3.3 Neue Qualität im Autohaus 77
4. Implementierung des QMS in der Praxis 80
4.1 Vorbereitung 80
4.2 IST-Analyse 82
4.3 Struktur des QMS 83
4.4 Projektplan 85
4.5 QMH 88
4.6 Mitarbeiterintegrierung 92
4.7 Internes Audit 94
5. Zertifizierung 97
5.1 Zertifizierungsaudit vorbereiten 97
5.2 Zertifizierungsaudit durchführen 99
5.3 Maßnahmen nach der Zertifizierung 102
6. Resümee und Schlussbetrachtungen 106
Literaturverzeichnis VII
Anhang XV
Eidesstattliche Erklärung

Automatisiert erstellter Textauszug:

In dieser Phase rückt der Schulungsaspekt der Mitarbeiter noch mehr in den Vordergrund der Aktivitäten. Die Schulung des QM-Personals kann über den Erfolg oder Misserfolg des einzuführenden QMS entscheiden. Das Lernziel besteht folglich in der Identifikation des Personals mit dem QMS, die durch begleitende Kommunikation und Vorbildfunktion des Managements sichergestellt werden sollte.177 Danach erfolgt der Entwurf des Soll-Zustands mit der Konzeption der zukünftig anzuwendenden Prozesse durch den jeweiligen QM-Beauftragten und sein Team.178 Hierbei „werden die grundsätzlichen Inhalte des Qualitätsmanagementsystems definiert und festgelegt. Der Schwerpunkt konzentriert sich dabei auf die Qualitätspolitik und die Kernaussagen zu den einzelnen Qualitätselementen.“179 „Die konzipierten Prozesse sollten einheitlich, transparent und nachvollziehbar, praxisgerecht, einfach und sicher, effizient und natürlich auch ISO 9000-konform sein. Der jeweilige QM-Beauftragte bereitet hierzu anhand der (...) Analyseergebnisse erste Lösungskonzepte vor.“180 Die vorgegebene [...]

Verbesserungsmöglichkeiten untersucht, um auf Grundlage dieser Informationen einen verbesserten Soll-Zustand definieren zu können. (...) Die Durchführung der Analyse kann beispielsweise mit Hilfe standardisierter Checklisten erfolgen, in denen die zu prüfenden Kriterien aufgeführt sind. (...) Wenn der Ist-Zustand analysiert ist, berät das QM-Team über die Schwachstellen und Verbesserungsmöglichkeiten.“175 Ist auch diese Untersuchung zum Abschluss gebracht worden, ist es notwendig, externe Termine vorab abzuklären, indem z.B. ein Zeitplan erstellt wird, in den alle ausstehenden festzulegenden Zeitpunkte eingetragen werden. Festgestellt werden muss z.B., wann der Antrag auf Zertifizierung gestellt werden muss, wann die QM-Dokumentation beim Zertifizierungsunternehmen zur Prüfung vorliegen muss oder wann das Audit stattfinden könnte.176 [...]

Noch bevor das QMS in ein Unternehmen eingeführt werden kann, muss sich das Management darüber bewusst sein, dass sowohl beträchtliche finanzielle Mittel zur Implementierung und Zertifizierung aufzubringen sind als auch die zeitlichen Aufwendungen nicht zu unterschätzen sind170 (in großen Unternehmen ist mit 1 bis 2 Jahren zu rechnen). Überdies muss die Unternehmensleitung entscheiden, ob sie auch wirklich die Abläufe und Strukturen der Organisation durch die Einführung eines QMS verbessern will und gleichzeitig noch ein entsprechendes Engagement aufbringt, um die Implementierung aktiv zu unterstützen.171 Weiterhin hat „das Qualitätssystem die Aufgabe, die Qualitätspolitik des Unternehmens in die Praxis umzusetzen unter Erfüllung der Anforderungen der Kunden und des Marktes. Basis des Qualitätssystems muss somit die Qualitätspolitik sein, die ihrerseits nicht isoliert im Raum stehen darf, [...]

Arbeit zitieren:
Schirra, Verena September 2002: Von der Implementierung zur Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems ISO 9000:2000, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
DIN EN ISO 9001.2000, Praxisorientiert, Qualitätsmanagementhandbuch, Qualitätsmanagement, Automobilbranche

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